Dämmwert der Wände / neue Fenster

Diskutiere Dämmwert der Wände / neue Fenster im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Moin, hoffe ich bin hier mit meiner Frage im richtigen Themenbereich. Wir müssen unser Haus ( Baujahr 1980 ) mit neuen Fenstern ausrüsten...

  1. Kalau46

    Kalau46 Gast

    Moin,

    hoffe ich bin hier mit meiner Frage im richtigen Themenbereich.

    Wir müssen unser Haus ( Baujahr 1980 ) mit neuen Fenstern ausrüsten
    und in dem Zusammenhang wird sicherlich die Frage auftauchen welche
    Dämmwerte die Wände haben.

    Dazu liegen mir keine genauen Unterlagen vor weil wir das Haus erst als
    Neubau gemietet hatten und erst Jahre später gekauft haben.

    Nur folgende Angaben liegen aus dem Bauantrag vor :

    Aussenwände im EG :
    17,5 cm Leca - Fertigelemente
    5 cm Hego - Luftschichtplatten
    11,5 cm Verblender

    Aussenwände im OG :
    12 cm Holzfachwerk
    Aussen mit Sperrholzbeplankung ( Giebelseite )
    Innen GK - Platten
    Die Giebelseiten sollen noch weitere Dämmung
    und neue Aussenverkleidung erhalten.

    Welche Rückschlüsse kann man aus diesen Angaben ableiten ?
    Was ist bei den neuen Fenstern zu beachten ?

    Vorgesehen sind Kunststofffenster laut Hersteller mit einem
    UW - Wert von 0.76 W/m²k bei 2-fach Verglasung bzw.
    0.6 W/m²K bei 3-fach Verglasung.

    Einen schönen Abend noch

    Kalau
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Uw von 0,76W/m2K bei 2 fach Verglasung, das wird nicht ganz einfach.

    Die Außenwände im EG dürften einen U-Wert zwischen etwa 0,5W/m2K und 0,8W/m2K haben. Viel genauer kann man das mit den obigen Angaben nicht einschätzen. Die U-Werte der Fenster bewegen sich also im Bereich der möglichen U-Werte für die Außenwand. Wärmebrücken können zu deutlich niedrigeren Oberflächentemperaturen in kritischen Bereichen (Fensterleibungen, Ecken etc.) der Wände führen, so dass ohne ausreichende Lüftung die Gefahr besteht, dass die Raumluft dort kondensiert, selbst wenn das Verhältnis der U-Werte der Wand zu Fenster noch unkritisch sein sollte.

    Zur Wand im OG, da ist der U-Wert noch schwerer abzuschätzen. "Holzfachwerk" kann alles mögliche bedeuten.

    Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es keine gute Idee ist wenn man hier den U-Wert der Fenster bis auf die Spitze treibt.
     
  4. feelfree

    feelfree Gast

    Uw 0,76 bei 2-fach Verglasung, wie geht das denn?

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  5. Kalau46

    Kalau46 Gast

    Moin,

    und danke für die ersten Antworten.

    Betreffs des UW von 0,76W/m²K bei 2-fach Verglasung habe ich dann als Laie im Prospekt des Fensterherstellers eventuell etwas falsch verstanden.
    Heute Nachmittag kommt der erste örtliche Anbieter ( Tischlerei ) des Herstellers zur Aufnahme der Details zur Angebotserstellung.
    Werde den Punkt dann klären und mich dazu nochmals melden.

    Kann ich die Antwort so verstehen das im OG auf jedem bei dem Wandaufbau Fenster mit nur 2-fach Verglasung besser wären und man
    im EG 3-fach Verglasung wählen könnte ?

    Da die Gespräche zur Angebotserstellung ja verständlicher Weise auch Umsatzorientiert sind hier bitte mal wenn möglich eine
    neutrale Meinung zum Thema lüften.

    In den Prospekten der Fensterhersteller wird ja auch ein integriertes Belüftungssystem ( lüften ohne das Fenster zu öffnen ) angeboten.
    Macht das Sinn bzw. wie ist die Funktion ? Wenn ich automatisch die "verbrauchte" Luft nach aussen leiten will müsste doch in den Räumen
    ein Überdruck bestehen bzw. müsste die gleiche Menge der nach aussen geleiteten Luft wieder zugeführt werden. Wie erfolgt da der Luftaustausch ?
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Vermutlich.

    zum Wandaufbau im OG wissen wir nichts, da wäre jede Angabe zum U-Wert reine Spekulation.
    Auch im EG könnte es schon knapp werden, da meine Abschätzung ja mit Toleranzen behaftet ist.

    Ich halte davon nichts. Du hast die Schwachstelle richtig erkannt. Ich bevorzuge eine kontrollierte Wohnraumlüftung, selbst wenn der Bewohner das manuell machen muss. Komfortabler ist natürlich eine automatisch arbeitende "kontrollierte Wohnraumlüftung", aber diese Falzlüfter o.ä. sind in meinen Augen dafür ungeeignet. Da kann ich mir ja gleich Löcher in die Wand oder die Fensterscheibe bohren (ja ich weiß, etwas überspitzt dargestellt).
     
  7. Kalau46

    Kalau46 Gast

    Was sollte man tun wenn im EG und OG im Bereich der Wände zum U-Wert nur Spekulationen
    möglich sind um später kein Schimmelproblem zu bekommen ? Thema lüften ist klar aber man ist
    ja manchmel auch beruftsbedingt längere Zeit nicht im Haus und somit Lüftung nicht möglich.

    Eine automatisch kontrollierte Wohnraumlüftung hört sich gut an. Habe aber zum Aufwand keinerlei
    Vorstellungen. Ist sicherlich bei einem Bestandsbau ein nicht unerheblicher Aufwand bzw. mit viel
    Stemm- und Drecksarbeit verbunden. Sicherlich auch nur betreffs der Lüftungskanäle / Flexschläuche
    mit abgehängten Decken beim Bestandsbau möglich.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Das muss man vor Ort anschauen und dann "planen". Man könnte ja beispielsweise mit einer dezentralen Lüftung arbeiten, gibt es auch mit WRG, wird aber unter´m Strich, bei vielen Räumen, schnell teurer als eine zentrale Lösung. Man könnte auch ein bisschen auf Risiko spielen und nur die kritischen Räume mit einer KWL versehen. Aus der Ferne lässt sich das nicht beantworten.
     
  9. #8 mikado93, 31. Juli 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31. Juli 2015
    mikado93

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  10. Endukt

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    Du kannst den U-Wert über eine Differenztemperaturmessung recht genau berechnen. Voraussetzung sollten min. 15 K Temperaturunterschied zwischen Innen und Aussen sein. Dann brauchst Du nur noch die Oberflächentemperatur innen et voila kannst Du den U-Wert bestimmen.
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Ganz so einfach geht es leider nicht. Man muss die Werte über einen längeren Zeitraum erfassen da die Masse (Wände oder was auch immer) aufgrund ihrer Temperaturlietfähigkeit ja nur mit Verzögerung reagiert.

    Hier ein alter thread dazu:

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?60986-U-Wert-Wand-quot-messen-quot
     
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  13. Endukt

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    Stimmt, da habe ich mich wohl in meinem Überschwang zu vereinfachend ausgedrückt. Der Link des Links geht leider nicht mehr. Aber hier gibt es ein Video zu dem Thema:
    https://www.youtube.com/watch?v=IMC-8CLDSvk
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Ich habe den link ersetzt durch eine Diskussion bei U-Wert.net Im Prinzip das gleiche Thema, nur das "tool" fehlt halt.

    Es gibt von mehreren Herstellern "Messgeräte" die man dafür einsetzen kann. Die Messwerte können aber immer nur einen Anhaltspunkt liefern, in welcher Größenordnung man sich bewegt. Genau betrachtet sind aber auch die Berechnungen der Heizlast o.ä. basierend auf den U-Werten nur Näherungen, denn es wird ein bestimmter statischer Zustand betrachtet, und ein repräsentativer Teil eines Bauteils. In der Praxis wird man mit entsprechend hohen Toleranzen rechnen müssen.
    Andererseits ist der Einfluss der Toleranzen auf das praktische Endergebnis zwar gegeben, doch die Folgen sind vertretbar. In der Praxis ist es beispielsweise sinnfrei eine heizlast auf x Nachkommastellen genau zu berechnen, und auch der jährliche heizbedarf o.ä. unterliegt starken Schwankungen so dass man trotz Toleranzen bei den Bauteilen ein hinreichend genaues Ergebnis erhält.
     
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