Dämmwert Mauerwerk Bj. 1944 laut Rechner katastrophal

Diskutiere Dämmwert Mauerwerk Bj. 1944 laut Rechner katastrophal im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, da ich selbst nicht mehr weiterkomme, hoffe ich bei Euch ein paar Tipps zu erhalten. Ich bewohne ein Gebäude (Bj. ca. 1944),...

  1. #1 bonzana, 08.12.2023
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    Hallo zusammen,

    da ich selbst nicht mehr weiterkomme, hoffe ich bei Euch ein paar Tipps zu erhalten.

    Ich bewohne ein Gebäude (Bj. ca. 1944), welches über den Siedlungscharakter geschützt ist. Ich habe mir überlegt im kommenden Jahr neue Fenster einbauen zu lassen (aktuelle Fenster ca. 25 Jahre alt, Kunststoff). Wie man häufig im Internet liest, sollte das Mauerwerk immer einen besseren U-Wert als das neue Fenster aufweisen. Also habe ich mal laienhaft den U-Wert meiner Mauer ausgerechnet. Das Mauerwerk ist grob wie folgt aufgebaut (von innen nach außen): ca. 2 cm Innenputz, 12 cm Vollziegel, ca. 4-6 cm Luftspalt, 12 cm Vollziegel, ca. 2 cm Silikat-Außenputz. Das Ergebnis meiner Berechnung war stark ernüchternd, als ich las, dass mein U-Wer bei ca. 1,3 W/(m²K) liegt. Das würde bedeuten, dass keines der aktuellen Fenstertypen in Frage kommt. Das kann doch nicht sein, oder?

    Was mich etwas wundert: Gemäß dem U-Wert-Rechner sei mein U-Wert wirklich ganz ganz schlecht gemessen an halbwegs aktuellen Gebäuden. Wenn ich jedoch meine Gasrechnung anschaue, verbrauche ich scheinbar weniger Gas als Bekannte mit deutlich jüngeren Gebäuden. Wir haben eine Grundfläche von ca. 150 m² (inkl. ausgebautem Dachgeschoss). Eine Etage hat eine Fußbodenheizung. OG und DG haben konventionelle Heizkörper. Die Warmwasserbereitung wird auch mit Gas versorgt. Lediglich 2 Solarthermie-Module auf dem Dach entlasten den Gasverbrauch etwas. Die letzte Gasrechnung lag bei ca. 13.500 kWh. Natürlich habe ich die Heizungsanlage hydraulisch abgeglichen und die Kennlinien über die letzten Jahre stetig optimiert. Aber wenn der U-Wert so schlecht ist, hätte ich eigentlich deutlich mehr Gasverbrauch erwartet.

    Leider bin ich jetzt gedanklich aber in einer Sackgasse: Lasse ich die alten Fenster einfach drin und muss damit leben, ein altes Haus zu besitzen, oder besteht doch die Chance auf bessere Fenster?

    Es geht mir nicht allein um die Fenster. Ich möchte einfach den Wert erhalten und das Haus auf dem aktuellen Stand der Technik halten.

    Da die Gebäudehülle geschützt ist, fällt eine Außendämmung leider raus. Eine Einblasdämmung würde lieber nicht machen, da ich den Feuchtigkeitseintrag im Luftspalt nicht bewerten kann. Der Luftspalt ist nicht belüftet.

    Über Innendämmung habe ich mir noch keine Gedanken gehabt.

    Vielleicht gibt es hier ja jemanden, der mir mit ein, zwei Tipps auf die Sprünge helfen kann

    Vielen Dank!
     
  2. #2 nordanney, 08.12.2023
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    Mach ganz normale 2-fach verglaste Fenster rein. Oder 3-fach, falls das geht. ABER: Bitte nur mit Lüftungskonzept.

    Bedenke, dass Du ein ganz normales altes Haus hast. So wie Millionen davon in demselben Zustand auch in D herumstehen. Ja, die Dämmung ist eine Katastrophe, aber mit einer gut eingestellten Heizung, ggf. Dach(boden)dämmung, Kellerdeckendämmung (falls Keller vorhanden ist) und guten Fenstern passt das alles schon.

    Hab auch so eine alte (inzwischen fast komplett sanierte) Bude. Ohne Außendämmung läuft da sogar eine WP effizient - und Schimmel ist auch kein Thema (auch wenn ich der Bewohnerin immer wieder sagen muss, dass sie vernünftig lüften soll).
     
  3. #3 chillig80, 08.12.2023
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    Man muss jetzt da erst einmal kurz was bemerken. Wenn man heute so eine genormte Modellrechnung macht, dann geht man da regelmäßig von ununterbrochener Beheizung aller Räume aus. Das ist auch das was in zeitgemäßen Gebäuden ungefähr Tatsache ist, man schafft es da fast nicht mehr, einzelne Räume stark in der Temperatur abzusenken.
    Der Vergleich zu einem bestehenden Gebäude ist daher immer etwas schwierig, im älteren Bestand wird doch eher noch fleißig an den Heizungsreglern gedreht, die 24/7-Vollbeheizung ist da nicht der Regelfall, viele probieren das mal aus, lassen es nach der ersten Gastechnung dann doch wieder bleiben…
    Wenn Du also dein Haus mit moderneren Gebäuden vergleichst, und dann auch noch über den tatsächlichen Energiebedarf, dann musst dieses Nutzerverhalten auf dem Schirm haben, sonst kommt da nur Quatsch dabei heraus, im besten Fall ist es nur zufällig richtig…

    Wie auch immer <100kWh/m2a wären für ein nur wenig saniertes BJ1944 bei „Vollbeheizung“ doch ganz passabel, das wäre sogar erstaunlich gut.

    Wie ist denn da dein „Nutzerverhalten“?

    Das sind natürlich Ratschläge aus der vereinfachten Laienhölle, manche sagen auch sowas stünde gerne mal in den Hausfrauen-Zeitschriften, irgendwo zwischen der neuesten Mode und den immer selben Gerüchten…

    Daseist die Theorie mit der Luftentfeuchtung durch am Fensterglas herunterlaufendes Kondensat, die nicht mehr stattfindet, wenn das Kondensat dann nicht mehr am Fensterglas herunterläuft. Ich finde das derart albern, ich mag eigentlich nicht einmal erklären wieso das nicht einmal dann richtig ist, wenn man das Gegenteil behauptet…

    Das „Hauptproblem“ in Verbindung mit neuen Fenstern ist regelmäßig deren gute Luftdichtigkeit und die dadurch nötigen Veränderungen im Lüftungsverhalten. Bei ganz miesen Außenwänden oder auch nur grandiosen punktuellen Wärmebrücken, ist es im Einzelfall oft überhaupt nicht möglich ausreichend von Hand zu lüften, da hilft dann oft wirklich nur zu dämmen. Aber wenn man derartige Schwachstellen in der Gebäudehülle hat, dann können die neuen Fenster irgendwie doch nichts dafür… Das sind alles solche Sichtweisen die man am Stammtisch nach der dritten Maß vertreten kann, sonst aber eher nicht…
     
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  4. #4 petra345, 08.12.2023
    Zuletzt bearbeitet: 09.12.2023
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    Ich denke , die 4 bis 6 cm starke Luftschicht zwischen den beiden Mauern wurde beim u-WErt nicht richtig berücksichtigt. Wenn diese Luftschicht abgeschlossen ist, hat sie natürlich eine Dämmwirkung.
    Insbesondere in Ost- und Mitteldeutschland hat man sich früher auf diese Weise ohne Schaumstoffe gegen die Kälte geschützt.

    Daß man eine verputzte Mauer nicht mit einer verputzten Dämmschicht versehen kann, ist so eine Selbstherrlichkeit der Denkmalschützer. Aber auf diesem Gebiet wird es immer schlimmer.
     
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  5. #5 Tikonteroga, 09.12.2023
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    Wenn deine Außenwände aus Vollziegeln mit einer relativ hohen Rohdichte bestehen und vermutlich mit Normalmörtel vermörtelt wurden, dann haben Sie dementsprechend auch eine hohe Speicherfähigkeit. Das instationäre Verhalten deiner Außenwände ist dann n. m. V. möglicherweise nicht ganz genau so, wie es der "stationäre" U-Wert darstellt.

    Es kann natürlich viele Ursachen geben, warum dein "altes" Haus überraschenderweise weniger "auf die beheizte Fläche" (?) verbraucht. Es kommt ja nicht nur auf den rechnerischen Energiebedarf an...

    Bei den Fenstern kannst du vielleicht ein bisschen optimieren, wenn du die Roll- oder Klappläden abhängig von der Jahreszeit, der Tageszeit und der Orientierung der Fenster entweder öffnest oder schließt. In der Übergangszeit (z. B. ~ Mitte September - Mitte Oktober) kann man in Einzelfällen die Wohnung oder zumindest einige Räume durch die Solareinträge durch die Fenster zu bestimmten Zeiten "warm" bekommen. Andererseits verbessert ein geschlossener Roll- oder Fensterladen (z. B. Nachts) den U-Wert des Fensters.
     
  6. #6 bonzana, 09.12.2023
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    Hallo Leute,

    vielen Dank für die schnellen Antworten! Eure Aussagen beruhigen mich tatsächlich etwas. Es ist halt schwierig während des energetischen Wettrüstens und der Torschlusspanik bei PV- und WP-Anlagen auf dem Boden zu bleiben. Während überall über regenerative Techniken und Energieeinsparungen gesprochen wird, fühlt man sich mit so einem Haus wie ein Hinterwäldler und macht sich Sorgen, wie die Zukunft mit so einem Haus aussehen mag...

    Wie sähe denn ein solches Lüftungskonzept grob skizziert aus? Denkst Du an eine maschinelle Lüftung? Dies ginge wahrscheinlich mit großen Umbaumaßnahmen einher, oder?

    Um das vielleicht besser erklären zu können: 2015 wurde die Heizungsanlage installiert. Leider hat die Heizungsfirma die Anlage montiert und mit Standardwerten in Betrieb genommen. Als ich die Wörter Heizlastberechnung und hydraulischer Abgleich ausgesprochen hatte, wurde abgewunken und gesagt: " Ist alles richtig eingestellt". Nach vielem hin und her, hatte ich die Sache selbst in die Hand genommen. Aufgrund meines Elektro-Backgrounds und dem Hang zur Automatisierung habe ich angefangen sämtliche Werte der Heizung zu tracken. Von der Vorlauftemperatur bis zum durchschnittlichen Stellwinkel von Thermostatköpfen habe ich alles über Kenntlinien ausgewertet. So habe ich, wahrscheinlich sehr laienhaft, über Jahre die Stellräder der Heizung nach und nach optimiert.
    Bei mir wird jeder Raum geheizt. Das Erdgeschoss mit der FB hat keine eigene Regelung, sondern läuft komplett über die Außentemperaturführung der Heizung.
    Das bedeutet, die maximale Vorlauftemperatur des Heizkreises reicht gerade aus, um den Raum auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Natürlich gibt es immer gewisse Schwankungen durch Sonneneinstrahlung oder Wetterumschwung, aber das geht klar für uns. Der Heizkreis für OG und DG arbeitet mit den eigenen Raumregelungen. OG hat ein Funksystem (vermietete Wohnung) und das DG arbeitet mit Stellventilen, die mittels Raumtemperaturfühlern die Temperatur halten. Die Heizkurve ist mittlerweile jedoch so optimiert, dass das tägliche Lüften dazu führt, dass die gewünschte Raumtemperatur erst Stunden später wieder erreicht wird, da die Vorlauftemperatur sehr gering ist. Aber auch das ist für uns kein Problem. Ich denke einfach, dass die Optimierung der Heizung zu einem enormen Einsparpotential geworden ist.

    Ich habe auch im Netz verschiedenes gelesen. Früher hat man wohl angenommen, dass der Luftspalt gut sei, heute geht man wohl davon aus, dass er wenig bringt. Ich kann dazu leider nicht viel sagen.

    Die Schwierigkeit mit der Außendämmung ist, dass bei uns eine Art Wurfputz aufgelegt ist, den wohl aufgrund seiner extrem groben Struktur, wohl viele nicht mehr machen. Das heißt, selbst wenn ich minimal dämmen dürfte, würde das Aufbringen dieses Putzes wohl so viel Geld verschlingen, dass die Dämmmaßnahme wirtschaftlich nicht tragfähig wäre.


    Leider weiß ich nicht welche Rohdichte die Ziegel aufweisen. Es gibt zwar Tabellen, zu welchen Zeiten welche Ziegel verwendet wurden, jedoch sind das im Einzelfall nur Annahmen. Ein Haus, das kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges gebaut wurde, hat vielleicht nicht mehr die beste Qualität an Baumaterialien erhalten. Aber auch dies ist nur eine Annahme.


    Wenn ich jetzt das Thema Fenster angehen möchte, wozu würdet ihr raten? Dreifach-Verglasung und häufig lüften, oder gar Lüftungskonzept? Oder wieder auf Zweifachverglasung gehen? Wobei bei der Zweifachverglasung sofort die Frage aufkommt: warum dann überhaupt neue Fenster einbauen, wenn die alten noch ihren Dienst verrichten? Gibt es Möglichkeiten, irgendwie zu Messen, ob Dreifach-Verglasung funktionieren könnte?

    Jetzt schonmal vielen Dank für Eure Unterstütung!
     
  7. #7 nordanney, 09.12.2023
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    Kann man sich berechnen lassen. Vielleicht Fensterfalzlüfter und Abluft im Bad?
    Ob zweifach oder dreifach ist egal. Die luftdichten Fenster an sich sind das „Problem“. Selbst einfach verglaste Fenster führen neu eingebaut dazu, dass das Haus luftdicht wird. Funktionieren wird alles.
     
  8. #8 Hercule, 09.12.2023
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    Der Gasverbrauch kommt mir sehr gering vor.
    Meine Eltern haben auch eine recht alte ungedämmte Bude, heizen mit Holz und brauchen grob das dreifache.
    Ich würde normale doppelt verglaste Fenster einbauen.
    Der Tip mit Lüftungskonzept ist auch sinnvoll.
     
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    Das passt so , auch die Angaben des TE .... praktisch geht eigentlich keiner mit Baujahr 44 noch von einer ruhenden stehenden Luftschicht aus , anscheinend hat der TE aber mit Ausbau des DG und sicher wurde der Aussenputz erneuert, keine große Strömung/ Konvektion in seinem 2 schaligen MW.
    Faktisch wäre auch meine Empfehlung ein Lüftungskonzept und die Wahl 2 oder 3fach verglast spielt keine Rolle , von einem Füllen oder Dämmen der des MW rate ich aufgrund der ungenügenden Kenntnis des Gebäudes eher ab.
     
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  10. #10 petra345, 09.12.2023
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    Es gibt von der GH-KAssel ein EXCEL-Blatt in das man die Abmessungen des Objektes mit ihren u-Werten eintragen kann und den Heizbedarf einschließlich der Lüftungsenergie dabei ermittelt.

    Dabei wird auch sichtbar, welche Heizungsenergie von den einzelnen Komponenten benötigt wird. Also der Einfluß von Fenster mit 2- oder 3facher Verglasung auf den Gesamtenergiebedarf.
     
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    ? meine Suchmaschine findet das nicht
     
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    Danke! das war gemeint, kannte ich schon, ist wirklich gut!
     
  14. #14 Hercule, 09.12.2023
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    Eigentlich keine schlechte Dämmtechnologie.
    Vermutlich unempfindlicher gegen Feuchtigkeit. Stabile Aussenfassade (Hagel, Sturm). Brandschutz besser.
     
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  15. #15 hansmeier, 09.12.2023
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    ?

    Was genau läßt Dich die Einblasdämmung ausschließen?
     
  16. #16 Viethps, 09.12.2023
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    Techniker kriegen das hin....wie auch immer
    Wenn man da Minuspunkte verteilen will:
    - Luftschichtanker noch kein Edelstahl, rosten trotz Verzinkung an den Knickstellen
    - ggf. schlampiger Umgang mit dem Mauermörtel, daher oft Kältebrücken größer als angedacht

    Oft handelt es sich um die ` Waldsiedlungen ´ im Umkreis der Rüstungsbetriebe ( z. B. Hessisch Lichtenau )
     
  17. #17 Tharabass, 09.12.2023
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    Ich denke, worauf er hinaus wollte ist folgendes:

    Wenn die äußere Schale an irgendwelchen Stellen nicht mehr richtig dicht ist und Feuchtigkeit eindringen kann, dann kann diese Feuchtigkeit nach dem Verfüllen mit z.B. Perliten über die Perlite an die innere Mauer wandern,
    womit man sie dann irgendwann in der Wohnung hat. Ohne Verfüllung kann die Feuchtigkeit einfach an der äußeren Wand abtrocknen.

    Außerdem kann es passieren, dass beim Einblasen Hohlräume entstehen (zb. unter herausquellendem Mörtel zwischen den Ziegeln). Hier können dann u.U. an der inneren Wand kleine Wärmebrücken entstehen, weil die Wand punktuell kühler ist.

    Mein zweischaliges Mauerwerk aus 38 wurde vom Vorbesitzer ausgebalsen. Ich habe mich immer gewundern, warum die Wände im obersten Geschoss kälter sind als in denen darunter...beim Kernbohrern für einen Badlüfter habe ich dann entdeckt, dass die Perlite nicht bis obenhin verfüllt wurden, warum auch immer.
     
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    Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind da gar keine Anker vorhanden, 2 schalige MW sind oft ohne jegliche Verbindung aus Metall ob verzinkt/ geprimert .. errichtet wurden in diesen Zeitraum und davor und danach, hier wurden andere 'Verbindungen' genutzt.
    Es handelt sich nicht um Klinker oder Ziegelvorsatzschalen ...diese Gebäude sind überall anzutreffen, eine regionale Einschränkung gibt es da nicht.
     
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  19. #19 Tikonteroga, 10.12.2023
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    Wenn deine Fenster vor ca. 25 Jahren eingebaut wurden, erfüllen Sie vielleicht die Anforderungen der WSVO 1995 (Tabelle 1, Zeile 2 Spalte 2) und haben einen U-Wert von <= 1,8 W/m²K.

    Über die Formel Fensterfläche [m²] * (U_alt - U_neu) [W/m²K] * (Innentemperatur - Norm-Außentemperatur) [K] = Transmissionswärmeverlust [W] könntest du ja mal ausrechnen, in wie weit sich die Heizlast [W] reduzieren würde, wenn der Transmisstionswärmeverlust [W] durch die neuen Fenster reduziert wird.

    In der WSVO 1995 (Kapitel 1.6.4.2, Seite 15) wird jedoch ein equivalenter Wärmedurchgangskoeffizient beschrieben bei dem für Fenster die solaren Wärmegewinne in Abhängigkeit von der Orientierung und dem Gesamtenergiedurchlassgrad der Fenster berücksichtigt werden. Wenn du jetzt z. B. ein Fenster mit einem niedrigeren Gesamtenergiedurchlassgrad einbaust gewinnst du halt nicht mehr so viel Solarenergie über die Fenster. Das musst du halt beim Vergleich mit dem U-Wert der neuen Fenster beachten. Also die oben angegebenen 1,8 W/m²K beschreiben den equivalenten Wärmedurchgangskoeffizienten wärend die Angaben bei bei den neuen Fenster den Wärmedurchgangskoeffizienten angeben und somit nicht 1:1 vergleichbar sind.
     
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  20. #20 driver55, 10.12.2023
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    Ich würde erstmal nachsehen, wie gut/schlecht die aktuell verbauten Fenster sind.
    Was steht denn auf dem Scheibenzwischenraum?

    Wie schon vorgeschlagen, wenn Tausch, dann nur mit Lüftungskonzept!

    Wenn der Verbrauch so niedrig ist, dann braucht’s auch keine neuen Fenster.
    Vermutlich liegt es aber doch eher an der „Kühlschranktemperatur“. Wie warm ist’s denn im Haus?
    Und wie groß/klein sind die Fenster? Verhältnis Außenwand zu Fenster?
     
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Dämmwert Mauerwerk Bj. 1944 laut Rechner katastrophal

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