Dampfbremse bei Zwischen und Aufsparrendämmung

Diskutiere Dampfbremse bei Zwischen und Aufsparrendämmung im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Ich lerne gerade Stück für Stück ein wenig dazu. Vor gut 3 Jahren habe ich von einem lokalen Dachdeckermeister unser Dach neu eindecken lassen....

  1. bufa65

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    Ich lerne gerade Stück für Stück ein wenig dazu. Vor gut 3 Jahren habe ich von einem lokalen Dachdeckermeister unser Dach neu eindecken lassen. Isolierung war vorher nur rudimentär vorhanden.

    Da die Sparren von der Höhe her nur eine Zwischensparrendämmung von 160mm (Mineralfaser, WL035) zugelassen habe und ein Aufdoppeln der Sparren angeblich zu aufwändig gewesen wäre, haben wir uns zusätzlich für eine Aufsparrendämmung (Bauder PIR AZS 50) entschieden.
    Als absolut Ahnungsloser in der Materie habe ich hier meine Dachdecker vollkommen vertraut, zumal es sich um einen alteingesessenen lokalen Betrieb (fast auf Sichtweite zu unserem Haus) handelt.

    Der Aufbau des Dachs (von Ihnnen nach Außen):
    - Innenausbau mit Gipskartonplatten (war schon vorhanden und ist so geblieben)
    - Sparren 95x170
    Die folgenden Positionen sind komplett neu:
    - Bauder Dampfbremse, in Schlaufen um die Sparren gelegt
    - Mineralfaserdämmung 160mm WL 035
    - Aufdachdämmung mit Bauder PIR 50
    - Lattung und Konterlattung mit Ziegeleindeckung

    Nachdem wir nun in einem Zimmer ein zusätzliches Dachflächenfenster einbauen lassen wollten, hat der Dachdecker (ein anderer, als der, der das Dach eingedeckt hat) nur noch mit dem Kopf geschüttelt, nachdem er die GK Platte entfernt hatte.

    Die Dampfbremse wurde an allen unsichtbaren Stellen (durch GK verdeckt) nicht verklebt, lag also nur lose auf den Sparren, so dass man mit der Hand durchgreifen konnte bis auf die Dämmung. An der Fußfette und am Mauerwerk war die Dampfbremse auch nicht oder zumindest nicht korrekt angeschlossen.
    Der Dachdecker meinte: "das gibt garantiert ein Feuchtigkeitsproblem".
    Das hat sich nach Entfernung der Dämmung auch bewahrheitet, auf den PIR Platten war schon deutlich Schimmel zu sehen.

    Ein von mir dann beauftragter Gutachter hat diese Mängel bestätigt, zusammen mit dem Dachdecker (der das so verbaut hat) das Dach teilweise geöffnet und erläutert, dass dies so alles nicht okay und nicht zulässig ist. Außerdem war das Holz unter dem Dach (irgendwas an der Fette?) nass und die Lattung (28x48mm) wäre angeblich auch nicht zulässig für dieses Dach.

    Die Idee des Dackdeckers "ich reisse den kompletten Innenausbau (3 Zimmer) runter und verklebe von innen auf den Sparren eine neue Dampfbremse", hat der Gutachter schnell verworfen, weil dies keinesfalls die Mängel beim Anschluß an das Mauerwerk und die zu klein deminsionierte Lattung lösen würde.
    Also wird zur Zeit das Dach vom verursachenden Dachdecker komplett aufgenommen, die Dampfbremse verklebt und ordentlich ans Mauerwerk angeschlossen und anschließend das Dach wieder eingedeckt. Da dadurch die vorhandene selbstklebende Kaschierung der PIR Platten nicht mehr intakt ist, wird eine soganannte Systemkaschierung von Bauder aufgebracht.

    Schon am Montag soll es mit dem Innenausbau weiter gehen (Lattung und GKP).

    Ich bin mir nun unsicher, ob das neue Ergebnis dann auch wirklich optimal ist, zumal ich das meiste als Laie ja nicht beurteilen kann.

    Ist es sinnvoll, einen Blower Door Test machen zu lassen? Funktioniert dieser zuverlässig auch zusammen mit der Aufsparrendämmung und ggf. auch nach erfolgtem Innenausbau? Würde ich eventuelle Mängel bei der Dampfbremse hierduch einigermaßen zuverlässig erkennen können? Oder gibt es andere Alternativen, die ich hier bevorzugen sollte? Ich möchte nun eigentlich für die nächsten 30 Jahre Ruhe haben mit meinem Dach.

    Fragen über Fragen ...
     
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  3. Elopant

    Elopant Gast

    Hallo bufa65,

    erstmal zu der Lattung: ich vermute mal es handelt sich bei der Lattung ( 28/48 mm ) um die Konterlattung? Diese ist zu dünn und muß min. in 40/60 mm ausgeführt werden. Was heißt denn Innenausbau? Werden alle Räume mit Dachschräge neu mit Gipskarton beplankt? Wenn ja, wäre es evtl. einfacher und sicherer, je nachdem wie die Zwischenwände ausgeführt sind, eine Dampfbremse raumseitig an die Sparren anzubringen und die Aufdachdämmung auf dem Dach zu belassen ( Konterlattung muß natürlich trotzdem geändert werden und alte Dampfbremse entfernt werden ). Blower Door Test macht auf jeden Fall Sinn, aber auch nur, solange die Gipskartonplatten noch nicht angebracht sind und das Thema neue Dampfbremse verlegt und auch angeschlossen und verklebt ist: Bef1014:: Bef1014:: Bef1014:
    Bei der geschlauften Verlegung der Dampfbremse von aussen um die Balken herum kommt es häufig im Bereich der Traufe zu Schäden durch nicht saubere Verlegung/Anschluß an das Mauerwerk.
    Wenn die Aufdachdämmung mit zurückgebaut wird, glaube ich nicht, dass es noch viel Sinn macht, diese wieder zu verwenden.
     
  4. bufa65

    bufa65

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    Vielen Dank für die schnelle Antwort Elopant,

    ja, es ging um die Konterlattung, die angeblich in 28/48 zulässig wäre. Da war der Gutachter anderer Meinung.
    Es sollte nur ein Raum (wegen Verkleinerung der Abseiten und somit Vergrößerung des Raums) neu mit GKP beplankt werden. Der Dachdecker hatte aber auch vorgeschlagen, eine neue Dampfbremse raumseitig im kompletten Dachgeschoß anzubringen und dann auf seine Kosten auch den kompletten Innenausbau (Beplankung und Malerarbeiten) ausführen zu lassen. Der Gutachter meinte aber, das könne er so (ich glaube u.a. wegen der Zwischenwände un der Gaube) nicht dicht bekommen und außerdem würde der fehlerhafte Anschluß an das Mauerwerk und die unzulässige Konterlattung damit nicht behoben sein.

    Nun ist also das komplette Dach inkl. Aufsparrendämmung aufgenommen worden.
    Die vorhandene (alte) Dampfbremse wurde nun verklebt und ans Mauerwerk angeschlossen. Hier bin ich am meisten skeptisch, ob das vernüftig ausgeführt wurde, bzw. überhaupt ausführbar ist. Die Dampfbremse hatte schon diverse Löcher, z.B. durch das Antackern an die Sparren, durch die man nach Aufnehmen des Dachs die Sonne sehen konnte. Hier wurde dann mit Klebeband drüber geklebt, wo man es gesehen hat. Außerdem wurde die Dampfbremse nun auch mit Presslatten an die Sparren geschossen, was vorher nicht der Fall war.

    Die alte PIR Aufsparrendämmung ist dann wieder aufgebracht worden, einige defekte und vom Schimmel schwarze Platten wurden ausgetauscht, der größte Teil ist aber wieder verwendet worden. Dann kam 40/60 Konterlattung drauf, die Eindeckung soll Montag oder Dienstag fertig werden.

    Was mache ich denn nun am besten? Bin ziemlich ratlos im Moment.
     
  5. Kalle88

    Kalle88

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    PE-Folie in Schlaufe um Sparren? Was es nicht alles gibt...

    Hat der Gutachter die Anschlüsse geprüft? War vor Ort als die Nachbesserung passiert ist? Man könnte es so machen:

    Rigips im DG komplett runter, so dass nur noch Sparren und Folie zu sehen ist. Also obere Ebene Innenausbau technisch platt machen. Dann einen Blower Door Test veranlassen und nein nicht nur n50 Messung sondern mit Leckageortung. Passt das, dann neu verkleiden lassen. Passt es nicht, raumseitig eine neue Folie sauber geplant und angeschlossen. Dann nochmal den BDT-Test.

    Die Sparrenoberseite wurde beim verkleben entsprechend geprüft? Ob hier Feuchtigkeitsschäden exestieren?
     
  6. bufa65

    bufa65

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    PE-Folie? Das war eine Dampfbremsfolie von Bauder. "Bauder Top Select" steht da drauf. Ist das PE? Ich hänge mal ein Foto an, was das ganz von Innen zeigt.

    Der Gutachter hat festgestellt, dass die Folie von Innen komplett nicht verklebt, also nur lose reingelegt war. Außerdem hat er das Dach am unteren Ende öffnen lassen und festgestellt, dass die Dampfbremse da auch nicht angeschlossen war. Der Dachdeckermeister meinte nur, es hätte geregnet, da hätte das Klebeband eh nicht gehalten und an der Fußpfette hätte er es (konstruktionsbedingt?) nicht anschließen können. Der Gutachter hat es dann mit ihm diskutiert und ihm aufgemalt, wie man das ordentlich macht. Ich habe das meiste nicht verstanden.

    Den kompletten Innenausbau im DG wollte ich eigentlich nicht raus reissen, da ist auch ein komplettes Badezimmer und weitere 3 Zimmer. Nur in einem Zimmer hatten wir den Ausbau rausgerissen und ein Dachflächenfenster montieren lassen.

    Könnte ich den DB Test mit Leckageortung auch nur in dem einen Raum machen lassen, wo der Innenausbau eh schon runter ist und dann auf den Rest schließen lassen? Mist, eigentlich fangen die Trockenbauer schon am Montag - also übermorgen - mit den Neuausbau an :-(

    Ich weiß nicht, ob die Sparrenoberseite geprüft wurde. Da die alte Dampfbremsfolie ja nicht entfernt, sondern nur neu verklebt wurde, war hier ein Test aus meiner Sicht nicht mal möglich.

    Unverklebte Dampfsperre, nachdem der Innenausbau in einem Zimmer runter war:
    [​IMG]

    Bauder PIR Platte mit Schimmel durch Feuchtigkeit:
    [​IMG]

    Löcher in der Dampfbremse (vom Antackern?)
    [​IMG]

    Alte Dampfbremse, nun verklebt und mit Pressleisten an den Sparren geschossen
    [​IMG]

    Anschluß der Dampfbremse an die Fusspfette:
    [​IMG]

    Anschluss am Ortgang, sieht aus meiner Sicht nicht so vertrauenserweckend aus:
    [​IMG]
     
  7. bufa65

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    Ein Bild fehlte noch. Hier erkennt man den Aufbau. Die Dampfbremse liegt in Schlaufen um die Sparren, darauf dann Mineralwolle, dann die Bauer PIR Aufdachdämmung, Lattung und Ziegel:
    [​IMG]
     
  8. H.PF

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    Moment mal...
    die haben das nicht auf den Sparren luftdicht geschlossen?
     
  9. Kalle88

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    Nur aus Neugier: Hat eigentlich einer mal die Daten der Bauteilschicht in einen Rechner alla Wufi eingegeben? Wenn ich mir die Werte der Datenblätter ansehen, dann passt da was ganz gewaltig nicht...
     
  10. bufa65

    bufa65

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    Hmmm, die haben anschließend noch Presslatten draufgeschossen. Das reicht aber wohl nicht für luftdicht, oder?
    Wie kann ich erkennen, ob das luftdicht ist?
     
  11. bufa65

    bufa65

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    Sowas in der Art hatte ich diese Woche meinen Dachdecker auch gefragt. Nachdem ich hier mitgelesen hatte, war ich der Meinung, dass die Dampfbremse innen ja eigentlich "dichter" sein müßte, als die Aufsparrendämmung. Da durch die PIR Platten aber so gut wie garnichts durchgeht, würde das ja nicht passen.

    Der Dachdeckermeister meinte nur: "Doch das paßt schon so, anders geht es ja auch garnicht und das wäre ja auch das Material, was der Hersteller so empfehlen würde. Außerdem kämen dann ja von Innen noch die GKP drauf, die verspachtelt und tapeziert würden. Dann wäre das schon dicht von Innen ...

    Ich glaube fast, ich blase den Trockenbau (nun zum 2x) ab am Montag und lasse erst den BD Test machen.
    So ein Mist, die Räume sind eigentlich bewohnt, sollten schon lange wieder fertig sein und Töchterchen ist nun seit wochen bei uns im Schlafzimmer einquartiert und nutzt das Wohnzimmer als Spielzimmer. Das sollte mal so langsam ein Ende finden.

    Kennt jemand evtl. jemanden, der in Bielefeld sehr kurzfristig einen BD Test machen kann?
     
  12. H.PF

    H.PF

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    äh, Bielefeld? Bei Ort ist Büsum eingetragen... Lass das mal ändern...
     
  13. Kalle88

    Kalle88

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    Nein, nach meiner persönlichen Einschätzung, unabhängig von Bauder, hätte da für mich aber die Blaue PE-Folie hingehört. Ich weiß zwar, dass Bauder den Aufbau so vorgibt, in ihren Detailskizzen. Nur frage ich mich, wie man eine Platte mit einem Gesamt sd-Wert von größer 7,5 verbauen kann. Wenn die Bauder Top Select eine "Dampfbremse mit einstellbarem sd-Wert" ist. Ergo: Einen zu verändernden sd-Wert von 0,1- größer 4,6 hat? Bedeutet ist die Folie, die abziehbar ist durchstoßen, beschädigt oder wie auch immer liegt hier ein Sd-Wert von 0,1 an. Dem steht aber Außen ein sd-Wert von größer 7,5 entgegen. Ergo 2: Äußere Bauteilschicht ist dichter als die Luftdichtigkeitsebene.

    Wie viel Tauwasser fällt hier jetzt konkret an, alleine aus Diffusion? Nachweiß?

    Dann ist ein Baustopp angesagt! Kopf anstrengen und danach weiter machen... Sollte selbst nen Geselle auf der Baustelle hinbekommen.

    Und wie kontrollierst du es jetzt? Woher weißt du das es LUFTDICHT ist? Und das vorzugsweise DAUERHAFT?

    Sollen wir das wirklich beantworten... Du magst es offenbar auf die Nase zu fallen...

    Hand unter und fühlen... Wie will man denn wissen in wie weit da unter mit Feuchteschäden zu rechnen ist? Kernkompetenz hat wer?

    Da braucht es keine Worte. Ich hoffe inständig der Firmeninhaber schickt seine Jungs bald als möglich auf nen Lehrgang... Oder stellt jemand ein, der Ahnung hat und das auf den Baustellen überprüft, inkl. rechnerischen Nachweiß der Tauwasserfreiheit durch Diffusion..

    Mich würde ja mal die Situation im Bad interessieren


    Wenn ne Sanierung von außen, dann gehört da ne Leiste an die Unterkante des Sparren. Tackern... das hält doch nur bis die Dämmung drin liegt... Oder man nutzt die neumodischen Klebebänder...



    Du meinst wohl eher vorbei geschossen...

    Jau! Bombe... Hat der SV das so freigegeben? Das an die Fußpfette angeschlossen wird?

    Ich seh da keine Dampfbremse. Nur ne Unterdeckbahn von Eternit.
     
  14. Kalle88

    Kalle88

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    Ich muss korrigieren: In Schlaufe gehört da natürlich keine PE Folie um den Sparren! Aber von den Eigenschaften die die PE-Folien haben, hätte sie dort - für mich - hingehört.
     
  15. bufa65

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    Sorry, war mir auch aufgefallen, konnte ich aber nicht ändern. Muss ich mal den Admin ansprechen. Das Objekt steht jedenfalls in Bielefeld Oldentup.
     
  16. H.PF

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    Ja, das kannst du nicht Ändern. PN an Josef
     
  17. bufa65

    bufa65

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    Danke Kalle für die ausführlichen Erklärungen. Ich hatte natürlich gehofft, etwas anderes zu hören, aber so in der Art hatte ich es befürchtet.


    Sollte diesen Nachweis der Dachdecker führen? Kann ich den Nachweis verlangen?
    Oder muss ich das selber anhand der technischen Eigenschaften der einzelnen Materialien mir "irgendeinem Tool" selber rechnen?

    Wenn das wirklich nur ohne Dachausbau zu machen ist, habe ich nun ein massives Problem. Das DG ist komplett bewohnt. Unsere Tochter haben wir aus dem einen Zimmer zeitweise ausquartiert, damit ist aber kapazitätsmäßig die Luft raus, das ist so schon am Limit. Auch was den aktuellen Gemütszustand der ganzen Familie angeht.

    Angeblich wußte man das ja, eigentlich alle, die von seinem Team mit auf der Baustelle waren. Aber weil es teilweise richtig geschüttet hatte, hätte die Verklebung ohnehin nicht gehalten, da hat man halt das Dach einfach zugemacht. Hatte an einer Stelle sogar massiv durch die bereits vorhandenen GKP getropft. Aussage: "Kein Problem, jetzt ist es ja wieder trocken, das trocknet schnell weg. Das Wasser aus der nass gewordenen Dämmung auch". Ich glaube das natürlich treedoof, ich habe ja schließlich einen "Fachmann mit viel Erfahrung" vor mir. Dass durch eine 50er PIR Platte überhaupt nichts weg trocknen kann, es also selbst mit korrekter Dampfbremse hätte gammeln müssen, ist mir inzwischen auch klar.

    Es kam dann auch noch so eine Aussage (nicht vom Meister selber): "Auf dem Lehrgang wird das ja alles korrekt gezeigt, aber in der Praxis ist das so ja garnicht umsetzbar. Da muss man halt improvisieren". :mauer

    Der GA hatte festgestellt, dass da nasses Holz war. Ich glaube aber, nicht am Sparren, sondern an der Fette. Er hat das auch nachgemessen und meinte nur "nass".

    Hatte der GA auch bemängelt. Dachdecker: "Das hält nicht mit der Pressleiste, das beschädigt nur die Folie". Hat er nun aber doch mit Leisten gemacht.

    Ja, so sieht es an den meisten Stellen aus, daher hatte ich dieses Bild auch reingestellt.

    Nein, der GA hat explizit gesagt, dass es an der Mauer angeschlossen werden muss. Die Dachdecker haben dort auch irgendwas gespachtelt, damit sie die Dampfbremse ordentlich anschließen können. Ob es nun wirklich alles okay ist, kann ich leider nur glauben.

    Die in Schlaufen gelegte Dampfbremse sieht man auf dem letzten Bild (wo die Leute mit drauf sind).
    Das blaue ist die systemseitig vorhandene selbstklebende Kaschierung der PIR Platten.
    Das graue ist eine darüber gelegte zusätzliche (diffusionsoffene) Folie von Bauder, da die vorhandene Kaschierung natürlich den Abbau so nicht überlebt hat.
     
  18. bufa65

    bufa65

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    Ich habe für mein Dach einmal eine U-Wert Berechnung mit den mit bekannten Daten gemacht:
    http://www.u-wert.net/berechnung/u-...i=50&T_e=-10&RH_e=80&outside=0&name=bielefeld
    So sieht es im Ergebnis aus, wobei ich leider nicht berücksichtigen konnte, dass die Bauder Top Select einen Variablen SD Wert hat, also oberhalb der Sparren geöffnet wird (hoffentlich haben die Jungs das auch gemacht ...). Eventuelle Löcher oder Undichtigkeiten sind in dieser Berechnung natürlich auch nicht mit enthalten.
    [​IMG]
     
  19. bufa65

    bufa65

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  21. Kalle88

    Kalle88

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    Tut mir ja leid. Vielleicht widerlegt hier ja jemand noch meine Annahme - ich mag mich ja auch irren.

    Naja, er hat ja mit der "Dachsanierung" auch in weiten Teilen die Planungsleistung mit übernommen. Bedeutet, er muss auch dafür Sorge tragen, dass sein Aufbau korrekt ist. Geht für mich nur dann, wenn ich es nachgerechnet hab. Du schon mal garnicht! Wenn, dann kannst du jemand damit Beautragen. Bauphysiker wäre hier sicherlich die richtige Anlaufstelle oder Energieberater, wenn er sowas anbietet. Gerade in deinem Fall sind die Rechenmethoden ja nicht gerade günstig. Also die Programme dafür. Hier im Forum gibt's aber auch welche die Wufi etc. haben. Vielleicht meldet sich hier ja jemand noch zu Wort.


    Die GKB Platte verfälscht enorm das Ergebnis. Ein seriöser BDT-Mann würde wohl auch sofort abwinken. Du kannst natürlich den Handwerkern vertrauen. Das kann und wird aber ein zweischneidiges Schwert. Euren Unmut kann ich verstehen - sowas wünscht sich niemand. Der Totalcrash ist damit aber sicher nicht vermieden! Das kann auch auf sehr lange Zeit gesehen, ziemlich fett in die Hose gehen. Klar willst du nicht hören, ist aber leider die Realität.

    Die Aussagen zeugen davon, dass hier gefährliches Unwissen am Werk war/ist. Ist wie in der TV Sendung, wo der DD dem Kunden erzählt das Wasser aus einer missglückten Balkonabdichtung, was durch die Deckenspots kommt, diffundiert durchs Mauerwerk...
    Das wieder rum stimmt nicht. Es diffundiert schon druch, nur sehr sehr langsam. Glas und Metall sind diff. dicht. Da geht wirklich null durch. Und mit korrekter Dampfbremse und entsprechender Luftdichtigkeit gammelt da auch nichts.

    Stimmt schon. Bei Altbauten muss man schon mal in die Trickkiste greifen. Das Prinzip was einem vermittelt wird, das ändert sich dadurch aber nicht. Das kannst auch aufm Kopf stellen und bleibt dennoch richtig. Und klar hat man am Modell Zeit ohne Ende. Auf der Baustelle muss das dann halt schneller gehen. Das ist dann aber nicht Aufgabe der Gesellen sonder der Abteilung der Angebotserstellung. Wenn die Zeitwerte dauerhaft nicht hinkommen und es einfach nicht schneller geht, ohne die Qualität leiden zu lassen. Naja dann kann man eben nicht immer der günstigste sein. Legitim in meinen Augen.

    Und was wurde mit der Erkenntnis dann getan? Handlungsbedarf ja/nein? Maßnahmen zur Behebung?

    Ich weiß es besser, dein SV weiß es besser - dein HW weiß es jetzt nun auch. Klar erstmal rausreden und sich keiner Schuld bewusst sein. Bringt einen nicht weit.
    Dass das keine Befestigung darstellt muss ich ja nicht erwähnen... Wenn man den Schießer dann im 90 Winkel hält, dann schießt man auch nicht vorbei.


    Aber bestimmt doch nicht auf den frischen Spachtel oder was auch immer benutzt wurde?...

    Zu deinen Rechnereien: U-Wert ist da keinesfalls ein kompetentes Programm um sowas verlässlich dazustellen. Richtig interessant wird es dann, wenn man vom Normklima abweicht.

    Ihr seid das Ganze irgendwie völlig falsch angegangen...
     
  22. Elopant

    Elopant Gast

    Moin Zusammen,

    hier ist schon was gründlich schief gelaufen, am allerschlimmsten finde ich, das eine Fa. ein Dach umdeckt, obwohl es regnet/Wettervorhersage???? Und das bei einer Zeit intensiven Arbeit wie geschlaufte Verlegung der Dampfbremse und Einbau Wärmedämmung. Selbst wenn die Dampfbremse ok gewesen wäre, baut man doch keine nasse Dämmung ein, wenn es oben auch noch mit relativ dichtem PUR gedeckelt wird. Wie lange soll es denn dauern, bis die Feuchtigkeit dort draussen ist?????
    Ich habe den Aufbau zwar nicht nachgerechnet, aber wenn ich mir oben die Berechnung im U-Wert Rechner ( ich halte nicht viel von dem Teil, aber als Überblick ok) ansehe, schrillen die Alarmglocken. Lass dir doch von deinem Dachdecker eine Berechnung aushändigen, die auch auf dein Objekt passt ( Bezüglich Aufbau, Dämmstoffstärken usw. mit Tauwassernachweis ), das sollte eigentlich VOR einer Sanierung stattfinden.
    Mann sollte von innen nach aussen hin immer offener werden vom sd-Wert, das erreicht man aber in der Regel mit geschlaufter Verlegung der Dampfbremse in Verbindung mit PUR nicht, eine sinvolle Variante wäre hier evtl. Holzweichfaserplatten als Aufdachdämmung gewesen. ( siehe oben, Berechnung VOR Sanierung, dann hätte auch der Dachdecker gewusst, was er verarbeiten muß, vielleicht )
    Kalle hat es auch schon geschrieben, Blower Door Test nur ohne Innenverkleidung wie Gipskarton. Auch wenn es nervig für deine Tochter ist, ich würde das Dachgeschoß von innen mit einer Dampfbremse versehen, dass wird langfristig die für euch bessere und funktionierende Lösung ( die eine Woche, solange wie die Arbeiten dauern, geht rum )
     
Thema: Dampfbremse bei Zwischen und Aufsparrendämmung
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