Dampfbremse zwischen Ständerbauwänden???

Diskutiere Dampfbremse zwischen Ständerbauwänden??? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, sind gerade am Dachausbau und habe folgende Frage: Die Zwischenwände sind in Ständerbau angefertigt worden. Diese sind mit OSB-Platten...

  1. Baumen

    Baumen Gast

    Hallo,
    sind gerade am Dachausbau und habe folgende Frage:
    Die Zwischenwände sind in Ständerbau angefertigt worden. Diese sind mit OSB-Platten und nachher dann mit Rigips verkleidet. Die Zwischenwände sind mit Mineralwolle ausgedämmt. Nach Angabe meines Bauleiters würde es reichen Zimmer für Zimmer mit Dampfbremse abzukleben.
    Meine Frage wäre ob ich die Übergänge zwischen 2 Zimmer, d.h. über den Ständerbauwänden , auch die Dampfbremse einsetzen muss?
     
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  3. simones

    simones Gast


    Eine Dampfbremse verhindert, daß sich gesättigte oder feuchte, warme Raumluft durch die Dämmung "kämpft" und in niedere Temperaturbereiche kommt. Dann kann die kalte Luft nicht mehr soviel Wasser aufnehmen, es kommt zum Kondensieren. Das Gleiche passiert auch auf der Innenseite eine Autoscheibe, wenns Außerhalb kalt ist und Innen warm.

    Was eine Dampfbremse zwischen zwei warmen Räumen zu suchen haben soll, kann Dir wohl nur der Bauleiter erklären.

    Sinn macht diese nur bei der Dachverkleidung von Innen. Hier dämmt man gegen die klate Außenhaut des Daches, eine Dampfsperre sollte hier, der Vorsichtsheitshalber, unter der GK-Platte eingezogen werden.


    Viele Grüßen :winken
     
  4. simones

    simones Gast


    Was den Übergang zwischen den Wänden angeht, so reicht es aus, diese Dampfsperre einfach an den aufgehenden Wänden runterzuziehen. Keine Sorge.

    Ich wohnte mal in einem Haus, ohne Dampfsperre unterm Dach, trotzdem war das normal gedämmt, Sparrendämmung. Es gab nie Probleme, obwohl der Spitzboden bewohnt wurde.

    Soll natürlich nicht bedeuten, daß eine Dampfsperre überflüssig ist.
     
  5. Eric

    Eric

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    Wenn die Ständerwände unter den Dachschrägen noch nicht vorhanden sind, wäre es besser, zunächst die obere Befestigungskonstruktion für die Ständerwände zu erstellen ( falls nicht an den Sparren befestigt werden kann ), dann die Dampfbremse hierüber hinweg über die gesamten Dachschrägen zu führen und erst dann die Ständerwände anzubringen. Gegebenenfalls auch erst nach Verkleidung der Dachschrägen mit GKB.

    Sind die Ständerwände hingegen schon vorhanden, dann müssen auch diese luftdicht ausgeführt werden. Also OSB luftdicht mit dafür geeigneten Bändern an den Stößen überkleben. Nur luftdichte Steckdosen in die Wände einbauen. Von den Dachschrägen kommende Dampfbremse ( nicht: Dampfsperre ) im oberen Bereich der OSB luftdicht anschließen und darüber dann GKB.

    Hierbei bin ich davon ausgegangen, daß Du die Schwachstelle der Ständerwände im Bereich der Anschlüsse an die Dachschschrägen meinst.
     
  6. Schwabe

    Schwabe

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    Hallo,
    wenn ich Ihre Frage richtig verstehe, handelt es sich um Ständerwände zwischen Räumen, also raumtrennende Wände.
    Somit ist zu unterscheiden, ob zwischen den zu trennenden Räumen ein gewolltes Temperaturgefälle aufgrund der Nutzung vorhanden ist oder nicht.
    Gibt es ein Temperaturgefälle, kann es zur Taupunktunterschreitung kommen und somit zum Tauwasserausfall. Dann ist eine Dampfbremse auf der warmen Seite notwendig.
    Sind die zu trennenden Räume aber praktisch gleich warm, gibt es kein Temperaturgefälle und keine Taupunktunterschreitung. Dann ist keine Dampfbremse notwendig und die Dämmung ist nur zur Schallisolierung da.

    Über den Ständerwänden ist keine Dampfbremse notwendig, da die richtige Reihenfolge des Aufbauens wie folgt ist:
    Zuerst werden die Wände bis über die geplante Deckenhöhe erstellt, die Decke stößt dann raumweise an diese Wände an.

    Mit freundlichen Grüßen
    Schwabe
     
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  8. mls

    mls Bauexpertenforum

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    wenn jemand diese klassische konvektionsfalle durch perfekte abdichtung umschiffen kann: glückwunsch.
    wenn nicht: pech gehabt:
    einfacher, günstiger und immer richtig ist die lösung von eric: luftdichte ebene im dach "durchziehen", wände dagegenstossen...
     
  9. Eric

    Eric

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    @Schwabe: Leider " zu kurz " gedacht.

    Bei der Ständerwand ist eine dritte Ebene zu beachten, nämlich der in die Dachschrägen einbindende Querschnitt der Wand und der ist luftdicht auszuführen, weil sonst vom Dach kalte Luft in die Ständerwand einströmt bzw. feuchte Innenraumluft über Leckagen in der Trennwand in die Dachkonstruktion eindringt.

    Der Fragesteller hatte das Problem so völlig richtig erkannt.
     
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