Dampfsperre auf Bodenplatte

Diskutiere Dampfsperre auf Bodenplatte im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Moin Moin, eine für den LF drückendes Wasser ausgelegte WU-Sohle mit Aufkantung (Schutz vor Jahrhunderthochwasser) ist innen mit einer...

  1. #1 Ingenieuse, 29.11.2011
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    Moin Moin,

    eine für den LF drückendes Wasser ausgelegte WU-Sohle mit Aufkantung (Schutz vor Jahrhunderthochwasser) ist innen mit einer Dampfsperre abzudichten.
    Um die Fußplatten einiger Stahlstützen muss umständlich herumgearbeitet werden.

    Gibt es Bitumendickbeschichtungen, die mit einem sd-Wert von mind. 1000 aufwarten?, ich habe noch kein Produkt gefunden.

    Bitumenbahnen müssten an der Aufkantung hochgeführt und dann noch verwahrt werden, dafür ist aber hinter den Fenstern eigentlich kein Platz.
    Daher die Idee mit der Dickbeschichtung.

    Hat jemand einen Tipp?
     
  2. #2 Ralf Dühlmeyer, 29.11.2011
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    ´schulligung für die harten Worte, aber:
    Hast Du den Unterschied zwischen Abdichtung und Dampfsperre oder den Unterschied zwischen WU-Beton und WU-Konstruktion nicht verstanden?

    Warum muss um die Fußplatten von Stahlprofilen herumgearbeitet werden, wenn es um Dampfsperre geht??
    Entsprechenden Korrosionsschutz vorausgesetzt, gibts nichts dampfdichteres als Metall mit d >= 10 mm. Also entweder z.B. ne R500 drunterlegen oder meinetwegen auch nur dicht an die Fußplatte anarbeiten - schon ists dampfdicht. Das ist doch keine gleichzeitige Luftdichtigkeitsschicht wie im DG!!!
    Und auch keine Abdichtung. Oder doch? :yikes
    Das mit den Aufkantungen verstehe ich nicht. Da müsste doch von aussen eine Dampfsperre aufgetragen sein.
    Klar, da bleibt dann "Loch" im Aufstandsbereich der Aufkantung. Ob das ein Problem ist, müsste man sehen.
    Und wenn wirklich die Dampfsperre hochgezogen werden muss, bliebe zu klären, ob dort eine Verwahrung erforderlich ist oder ob nicht andere Lösungen möglich sind.

    KMB wird nicht die Lösung sein.
     
  3. #3 Ingenieuse, 29.11.2011
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    Hier herrscht ja im Moment (habe ich auch schon bei anderen Beiträgen festgestellt, bei denen ich nur mitgelesen habe) ein rauher Ton!

    Die EG-Decke steht auf einzelnen Stahlstützen auf Kopfplatten auf der Sohle. Die Dampfsperre ist also von allen Seiten an die Kopfplatte anzuarbeiten (nicht darüber). Einige Stützen stehen aber sehr nahe an besagter Aufkantung, sodass es mit dem Anarbeiten ziemlich eng wird. Daher die Frage.

    Die Sohle wird senkrecht von außen auch nochmal mit Dickbeschichtung abgedichtet, der sd-Wert liegt aber nur bei ca. 50. Daher die Überlegung die Dampfsperre innen auch an der Aufkantung hochzuführen. Die Aufkantung hat nur eine Höhe von ca. 15cm.
     
  4. H.PF

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    Bilder? Hab schon öfters solche Konstrukte eingeschweißt...
     
  5. #5 Ralf Dühlmeyer, 29.11.2011
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    Für die Flächen hinter den Fußplatten wie auch für die Aufkantung gilt:
    Prüfen, wie groß die Gefahr ist, dass sich aus diesen Flächen überhaupt erhebliche Mengen an Wasser via Dampfdruck nach innen bewegen können.
    Nicht, dass mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird!

    Wenn die Mengen bei der Aufkantung erheblich sind, dann überlegen, was damit passiert, wenn denn innen eine Dampfsperre drauf kommt.
    Was passiert AUF der Aufkantung??
     
  6. #6 Ingenieuse, 29.11.2011
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    Die Bitumendickbeschichtung wird außen an der Sohle und auf der Aufkantung aufgebracht. Hier erfolgt dann nach Fenstereinbau der spritzwassergeschützte Anschluss an die hinter der Aufkantung stehenden Fenster.

    Die Aufkantung wurde leider nachträglich aufbetoniert und soll aber für den Notfall (alle 100 Jahre) möglichst dicht sein. Daher außen dieser ganze Tam Tam mit einer Bitumendickbeschichtung, die nach Zulassung auch Arbeitsfugen überbrückt.
     
  7. #7 Ingenieuse, 29.11.2011
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    Hier mal ein Bild
     
  8. H.PF

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    Wie viel Platz ist zwischen Säule und Aufkantung?
     
  9. #9 Ingenieuse, 29.11.2011
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    Es gibt unterschiedliche Stützenstellungen.
    Mal reicht die Fußplatte direkt an die Aufkantung heran, dann beträgt der Abstand zw. Stütze und Aufkantung ca. 8 cm.

    Bei zwei weiteren Stützen beträgt der Abstand zw. Fußplatte und Aufkantung ca. 15cm.
     
  10. H.PF

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    das ist doch kein Problem... Das löst ein Dachdecker mit Schweißerfahrung problemlos...
     
  11. #11 susannede, 29.11.2011
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    Ist doch ganz einfach.

    Schwerlastsprieße rein, Stütze raus, Fußplatte kürzen, Abdichtung+thermische Trennung rein, Stütze rein, Schwerlastsprieße raus.
     
  12. #12 Ingenieuse, 29.11.2011
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    Die Größe der Fußplatte ist auch im Durstanznachweis der el. gebetteten Bodenplatte so angesetzt, da können wir nachträglich leider nicht kürzen.

    Ist es besser die Bitumenbahn lose zu verlegen oder vollflächig aufzuschweißen?
     
  13. Eric

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    Verstehe das ganze Problem nicht, außer das Du einen dicken Planungsfehler hast.

    1. Nach der Rechtsprechung ist auch für den " Notfall " abzudichten. Insofern hilft es Dir nichts, dass der " Notfall " nur alle 100 Jahre eintreten kann. Denn die 100 Jahre sind nur eine statistisch prognostizierte Größe und es ist auch nicht bekannt, wieviel von den 100 Jahren bereits verstrichen ist. Siehe Definition des Bemessungswasserstands in der DIN 18 195-1 und in der WU-RiLi.

    2. KMB ist keine den aRdT entsprechende Abdichtung beim Lastfall drückendes Wasser. Zu planen ist nach den aRdT; Abweichungen hiervon sind grundsätzlich ein Mangel. Ob es durch den Mangel zu einem Schaden kommt, ist irrelevant. Die Schadensneigung für den Fall der Realisierung des " Tam Tams " reicht aus.

    3. Du hast eine Arbeitsfuge im Bereich der erst nachträglich aufbetonierten Aufkantung und eine Fuge zwischen Aufkantung und dem dahinterstehenden Fenster. Wie willst Du diese Fugen mit KMB dicht bekommen? Das ist spachtelbare Pampe.

    Über normgerechte Abdichtungen nach DIN 18 195-6 mit Anpreßschienen nachdenken. Selbst dann wärs noch eine Mischkonstruktion und damit vom Bauherren nach Belehrung über die Abweichung von den aRdT ( erforderlich war eine regelgerechte SS oder WW bis Bemessungswasserstand + Sicherheitszuschlag von mindestens 30 cm ) freizuzeichnen.

    Die Abdichtung der Aufstandsfläche des Stützenfußes gegen Wasserdampfdiffusion durch die Bodenplatte hätte man, sofern denn durch eine Bodenplatte nach WU-RiLi entgegen Oswald, Ebeling u.a. überhaupt Dampfdiffusion stattfinden sollte, dadurch lösen können, dass die Stütze erst nach Verlegung einer Dampfbremse oder gar Dampfsperre aufgebracht worden wäre.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die Stütze sich nicht als " Kühlrippe " auswirkt.
     
  14. #14 Ingenieuse, 29.11.2011
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    Wie sieht denn so eine Konstruktion mit Anpressschienen aus, welches Material wird den angepresst? Bitumenbahnen?
     
  15. Eric

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    Siehe DIN 18 195-2 ( Stoffe ), 6 und 9 ( Fugen, Durchdringungen usw. ).

    KMB ist zwar im Teil 6 als Abdichtung für den Lastfall zeitweise aufstauendes Sickerwasser ( hier: eh offenbar Grundwasser ) erwähnt, nach herrschender Meinung aber selbst dafür nicht geeignet, also am Besten gleich im Text der DIN 18 195-6 streichen.

    Die Aufklärungspflicht gegenüber dem Bauherren wegen der Mischkonstruktion aus WW ( Bodenplatte ) und " schwarzer " Abdichtung ab der Stirnseite der Bodenplatte bleibt.

    Die aRdT gehen davon aus, dass das gewählte Abdichtungssystem die dem drückenden Wasser ausgesetzten Bauteile als einheitliches Ganzes lückenlos umschließt. Das System wird geändert, wenn daran eine Abdichtung aus einem anderen System angefügt wird. SS = eine allseitige Umhüllung mit zugelassenen Bahnen oder Folien. WW ist ein in sich wasserdichtes Betonbauwerk mit zugelassenen Fugenabdichtungen nach WU-RiLi. Der Systemwechsel ist hier genau an der kritischen Fuge zwischen Bodenplatte und nachträglich aufbetonierter Aufkantung. Nix mit " TamTam ".
     
  16. #16 Carden. Mark, 29.11.2011
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    Abdichtung gegen drückendes Wasser befindet sich regelmäßig auf der Wasser zugewandten Seite. Nicht raumseits. Daraus ergeht, dass die Aufkantung analog der WU-RiLi hätte ausgeführt werden müssen. Ist diese aber offensichtlich nicht. =Regelverstoß.

    Der Rest kann nur noch als Dampfbremse- Dampfsperre angesehen werden.
     
  17. #17 susannede, 29.11.2011
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    Sagt auch keiner. Fußplatte abtrennen, Stütze kürzen um die Dicke Abdichtung+thermische Trennung, ggf. plus Einbaupagel, Fußplatte wieder dran.

    Problem scheint eher zu sein, dass das vorliegende Problem von Dir nicht verstanden werden will.
    So wie es ist, isses halt falsch.

    Da kann man entweder dran rumpfuschen oder neu machen.
     
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