Dampfsperre / Dampfbremse nötig?

Diskutiere Dampfsperre / Dampfbremse nötig? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo! Mein Bungalow ist wie folgt aufgebaut: -Deckenbalken, bei denen der Zwischenraum mit Steinwolle ausgefüllt ist, aber nach oben...

  1. taxman

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    Hallo!

    Mein Bungalow ist wie folgt aufgebaut:

    -Deckenbalken, bei denen der Zwischenraum mit Steinwolle ausgefüllt ist, aber nach oben keinerlei Holz oder ähnliches angebracht, es liegt also offen.

    - unter den Deckenbalken befinden sich OSB-Platten

    - darunter ist eine Rahmenkonstruktion angebracht, 4 cm Dicke. In diesem Zwischenraum befinden sich die Kabelleitungen für die Spots (jeweils 10Watt) welche im ganzem Haus angebracht sind. Die Leitungen gehen vom Dachboden, durch die Steinwolle in den 4 cm Zwischenraum

    - unter dieser sind 10mm Spanplatten angebracht, welche mir Rollenputz oä behandelt sind.

    Das Haus ist nun 8 Jahre alt und die ersten Risse zwischen den Spanplatten sind zu sehen, es ist das einzigste, was der Erstbesitzer selbst gemacht hat, aber auch das einzigste was meines Erachtens Mist ist.

    Ich möchte nun die "kleine Fläche" von 120qm erneuern.

    Habe mir bisher folgende möglichkeiten überlegt:

    1. Spanplatten raus und Styrodur auf die OSB anbringen, armieren und verputzen

    2. Holzpaneelen einfach auf die Spanplatten anbringen

    3. Malervlies und zuzüglich eine Glasvliestapete anbringen

    Da keine Dampfsperre bzw eine Dampfbremse angebracht ist, wollte ich fragen ob ich diese nachträglich einbringen sollte.

    Zu beachten ist, der Dachboden, welcher dierekt darüber ist, ist nicht beheitzt. Unter den Ziegeln befindet sich eine Art Vlies, aber keinerlei Dämmung. Somit könnte doch ggf aufsteigende Feuchtigkeit, welche in die Steinwolle gelangen kann auch direkt wieder "ausfliegen"?

    Für mein "Gewissen" würde ich gerne im Badezimmer eine Sperre einbauen.

    Für jeglichen Rat wäre ich dehr dankbar.
     
  2. #2 00imperator, 09.02.2012
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    Für meine Begriffe fehlt hier eindeutig die Dampsbremse. Anderfalls wird das Kondenswasser in der Dämmung kondensieren oder auf der Dachunterseite. Möglicherweise ist der Bodenraum so zugig, dass die Feuchtigkeit momentan noch wegtrocknet, aber das kann sich auch ändern? Wäre mir zu unsicher. Die OSB Platten wirken zwar wie eine Dampfbremse, wenn die aber nicht richtig dicht sind kann es später mal Probleme geben...

    Ich würde mir das von Grund auf neu planen lassen und bei handwerklichem Geschick selber machen und neu aufbauen. Wichtig ist aber die korrekte Planung, sonst wird das Murks und eine Tropfsteinhöhle...
     
  3. taxman

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    Hallo!

    Vielen Dank für Deine Antwort!

    Also ich habe mal nachgemessen, die Steinwolle, welche auf dem Dachboden "offen" liegt, bis auf ca 20qm, welche als "Kruschstellplatz" genutzt werden, hat eine Dicke von 20 cm. Habe mal bei der Firma, welche das Haus gebaut hat, angerufen und dort mit dem damaligen Bauleiter gesprochen. Mir wurde gesagt, dass es nicht schlimm wäre, da im Badezimmer ja zuzüglich zum Fenster auch eine Lüftung eingebaut wurde. Die Restfeutigkeit könne ja durch die Dämmung entweichen, da das Dach ja nicht Isoliert sei.
    Zudem kann durch die 2 Deckenschichten die Luft zirkulieren, da dort ja der Freiraum der Elektrokabel sei. Er hätte damals dem Bauherren ( Erstbesitzer des Hauses ) den Rat für diesen Aufbau gegeben, da es dies ja in Eigenleistung erbacht hatte.

    Habe mit einer Kamera, durch sämtliche Spotöffnungen der Hausdecke gesehen, 4 Stunden lang, auf der Suche nach Schimmel oder Verfärbungen, habe aber keine gefunden.

    Wenn da nach 8 Jahren nichts ist, müsste das auch für die Zukunft gut sein....Hoffe ich zumindest.

    Die letzte Schicht besteht nicht aus Spanplatten, sondern Fermacell, war ein Fehler von mir.
     
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