das "optimale" Haus ;-)

Diskutiere das "optimale" Haus ;-) im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; ....gibt es vermutlich nicht... Aber wenn man neu gebaut hat und das erste Jahr im eigenen Haus verlebt hat, kommen einem (mir jedenfalls) so...

  1. Uwe!

    Uwe!

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    ....gibt es vermutlich nicht...

    Aber wenn man neu gebaut hat und das erste Jahr im eigenen Haus verlebt hat, kommen einem (mir jedenfalls) so die Gedanken, was man (wenn Geld keine Rolle spielen würde) alles anders machen würde.

    So sehr viel ist es bei uns zum Glück gar nicht!:) Und das meiste davon ist in der Lösung einfach, weil z. B. der ein oder andere Raum größer oder anders geschnitten sein könnt. Auch würde ich jetzt eine KWL nehmen und ähnliches.

    Einzig beim Schallschutz hab ich keine(?) Ansätze, wie man das deutlich verbessern könnte. Und zwar der Schallschutz im Haus zwischen den Räumen. Wir haben Betondecken und Ziegelwände (11,5 bis 24, SF12). Estrich ist ordentlich mit Trittschall- und Randdämmstreifen. Vom Trittschall hört man auch nicht viel. Aber wenn man gegen eine Wand klopft, hört man das fast im ganzen Haus. Ansich logisch, da die Wände und Decken ja alle zusammen hängen und nicht entkoppelt sind.

    Gibt es (jetzt nicht nachträglich bei uns, sondern allgemein bei Neubau) Ansätze dies zu vermeiden bzw. den Schallschutz deutlich zu verbessern? Gibt es Konzepte z. B. mit einer Vorsatzschale / Installationseben vor allen Wänden? Also Lattung, Dämmung und Gipsplatte drauf oder so?

    Interessiert mich einfach mal!

    Gruß
    Uwe
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Es gibt schon Konzepte wie man den Schallschutz optimieren kann. Das fängt bei der Auswahl der Materialien an, und hört bei der Einrichtung der Räume auf. Selbst die Form eines Raums hat einen Einfluß auf die Schallausbreitung.

    Ein Beispiel.

    Vergleiche mal die Schalldämmung einer Zimmertüre in einem Schulklassenzimmer mit einer 0815 Türe die in einem EFH üblicherweise verbaut wird. Dazwischen liegen Welten.

    Um eine gute Schalldämmung zu erzielen muß man einerseits die Entstehung minimieren (Bsp.: Trittschall) und auch die Weiterleitung bestmöglich unterbinden (Bsp.: duch Vorsatzschalen und andere Konstruktionen)

    Dahinter steckt ein erheblicher Aufwand, sowohl für den Planer, als auch für die Handwerker die so eine Planung umsetzen sollen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Uwe!

    Uwe!

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    Türen ist natürlich ein guter Punkt. Wir haben zwar nicht die "Baumarktware", aber natürlich auch keine mit doppelter Dichtung etc. Außerdem hat man uten ja zwangsweise immer einen Spalt, wenn man keine Schwelle haben will (und wer will das schon), oder?

    Zu den Räumen: Naja, mit verputzten Wänden und gefliestem Boden und wenig Mobiliar haben wir da sicher keine guten Voraussetzungen...

    ABer die Idee mit den Vorsatzschalen geht also wirklich? Dann fehlt mir also nur noch der Lottogewinn:konfusius
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Das mit den Vorsatzschalen funktioniert. Stichwort: Schallentkopplung.
    Wurde hier auch schon diskutiert. "Suche" könnte ein paar Beiträge liefern.

    Ich habe hier 3 Räume für Messzwecke. Einer davon auch für Schallmessungen. Aber so einen Aufwand kann man für ein EFH nicht treiben (ein Raum kostet bald soviel wie ein komplettes EFH).

    Also, geht nicht, gibt´s nicht. Es ist alles eine Frage des Aufwands den man betreiben möchte.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Stefan61

    Stefan61

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    Bei Innenwänden aus KS statt Ziegelwänden wäre die von Ihnen beschriebene Schallübertragung bei Klopfen an der Wand wesentlich geringer. Bei 17,5 KS hören Sie das Klopfen schon an derselben Wand nach einem Meter nicht mehr.
     
  7. Uwe!

    Uwe!

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    ja, bin "von Bauch" her kein KS-Freund, aber das nächste Haus würde ich vieleicht auch damit bauen.

    @Ralf: ein Raum so viel wie ein EFH??? Wo kommen denn diese Kosten her? Ne Vorsatzschale ist doch nicht soooo aufwendig? Und man spart Putz und Zeit bei der Installation.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    @Uwe
    Ist schon etwas umständlicher.
    Ein Raum sieht so aus.
    Den Anhang 14950 betrachten

    Der andere hat etwas andere Absorber an den Wänden. Habe hier kein Photo, aber Du kannst Dir das sicherlich vorstellen.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Landbub

    Landbub

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    Ralf, was misst du denn da? Die Absorber wirken auf Schall, die Antenne misst Radiowellen. Diese werden durch die Keile wohl kaum absorbiert...

    @Uwe:
    Man kann sehr schön und gar nicht mal so teuer einen Raum akustisch optimieren (hab nen Abhörraum für Tonträger, da beurteile ich die Abmischung), es ist aber unglaublich aufwändig, Schallübertragung in Nachbarräume komplett zu eliminieren. Hier hilft ein berechnetes Masse/Feder-System (die oben genannten Vorsatzschalen) oder Masse. Viel Masse.

    Es gibt übrigens Türen mit Bodendichtung ohne Schwelle. Das ist wie bei den Schiebe-Terrassentüren: Wenn man die Klinke loslässt, senkt sich eine Dichtung auf den Boden. Man erkennst an dem etwas höhren Kraftaufwand beim Klinkedrücken.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Ich hatte nur von einer Kabine ein Photo auf meinem notebook. Die gezeigte Halle ist für EMV Messungen. Deswegen auch mein Kommentar:

    Bei Schallabsorbern ist Material und Form anders.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Uwe!

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    Ach so! Du meinst einen echten Schallemessraum. Dann versteh ichs. Das wäre für die einzelnen Zimmer im EFH aber vielleicht eher ungeeignet. Mir ging es nicht um das maximal technisch mögliche in Bezug auf Schallunterdrückung, sondern auf maximale Schallunterdrückung im EFH bei weiterhin normaler Nutzbarkeit der Räume.
     
  12. Uwe!

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    KOMPLETT muss es ja nicht sein. Eine Hifi-Anlage auf halber Kraft darf man im Nachbarraum schon noch hören....

    Gut, die alte Bunkertaktik geht natürlich, aber wirkt im EFH auch eher deplatziert.;)

    Das klingt gut! Werde ich mir beim nächsten Haus:irre mal ansehen!
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Für ein EFH eignet sich folgende Vorgehensweise.

    - Massive Wände
    - Vorsatzschalen and den Wänden und der Decke
    - Trittschall für den Boden
    - bestmögliche Entkopplung Boden<->Wände
    - Entkopplung des Raums von Nachbarräumen (Bsp: Estrich, Durchführungen usw.)

    Dann bleibt als Schwachstelle noch das Fenster (oder mehrere) und die Tür. Auch hier gibt es Ausführungen mit verbesserter Schalldämmung, doch diese wirkt auch nur, wenn das Fenster bzw. die Tür selbst gegenüber den anderen Bauteilen entkoppelt wird.

    Wie gesagt, vom Pappkarton bis zum schalltoten Raum ist alles machbar. Alles nur eine Frage des Aufwands den man treiben möchte.

    Gruß
    Ralf
     
  14. Uwe!

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    :konfusius
    Danke!
     
  15. KPS.EF

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    Hallo R.B.

    wie sollte man das wohl verstehen?

    Bescheiden nachgefragt von

    KPS
     
  16. R.B.

    R.B.

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    Das sollte man so verstehen, daß die Montageart einen nicht zu unterschätzenden Einfluß hat.

    Es geht ja nicht nur um die Schalldämmung sondern auch um die Schallausbreitung. Nehmen wir an, wir hätte ein schlechtes Mauerwerk (schalltechnisch), deswegen eine Vorsatzschale davor. Im Mauerwerk verankert ein großes Fenster. Dann wirkt das Fenster wie eine Membran und leitet den Schall in´s Mauerwerk. Die Wirkung der Vorsatzschale wird dadurch gemindert.

    Wie gesagt, die Dämmung ist ein Punkt. Man sollte aber auch den Übertragungsweg des Schalls im Auge behalten.

    Gruß
    Ralf
     
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  18. KPS.EF

    KPS.EF

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    Aha

    danke für die gute Absicht, auf die Bedeutung einer schallentkoppelten Bauweise hin zu weisen.

    Die dazu gewählten Beispiele sind sicher nicht immer optimal ... :confused:
    und scheinen manchmal als "von weit her geholt" ...

    (z.B. auch solche, wie

    "... alle Ziegelwände außen und innen mit Bitumenbahn schallentkoppelt" ,

    gefunden unter http://www.villa-bavariae.de/qualitaet.html )

    P.S. Sicher gibt es gerade beim fachgerechten Einbau von Fenstern eine Vielzahl von beachtenswerten Grundsätzen, die in der Praxis vieler Orts kaum bekannt zu sein scheinen (z.B. der dauerhaft luftdichte Anschluss), so dass mir vergleichsweise die von einem als Membrane schwingendem Fensterelement gegebenen Falls ausgehende Schalllängsleitung im Mauerwerk noch die wenigsten Kopfzerbrechen bereiten würden!

    MfG

    KPS
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Es kommt eben immer darauf an, was gefordert wird. In einem "normalen" EFH sind viele Punkte irrelevant, da stimme ich zu. Deswegen hatte ich in meinen Beitrag v. 04.03.2008 21:35 auch nur auf Stichpunkte verwiesen.

    Bei uns (ländlicher Raum) spielt Schalldämmung bei einem EFH nur eine untergeordnete Rolle. Bei einem EFH in der Einflugschneise eines Flughafens sieht das schon anders aus....wobei die Flieger beim Starten mehr Radau machen als beim Landen.

    Gruß
    Ralf
     
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