Deckenheizung - Systeme und Erfahrungen

Diskutiere Deckenheizung - Systeme und Erfahrungen im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Wir planen in unserem EFH-Neubau (2-geschossig, Flachdach, KfW 70, 180 qm Wohnfläche) eine Deckenheizung. Leider sind wir aufgrund der Kosten dazu...

  1. #1 akoss123, 3. Mai 2013
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    Wir planen in unserem EFH-Neubau (2-geschossig, Flachdach, KfW 70, 180 qm Wohnfläche) eine Deckenheizung. Leider sind wir aufgrund der Kosten dazu gezwungen, noch einmal über unser favorisiertes System nachzudenken und schauen uns nun nach Alternativen um.

    Ich möchte hier explizit keine Diskussion bzgl des Für und Widers lostreten - davon gibt es schon genug im Netz!

    An diejenigen die selbst eine Deckenheizung einsetzen:
    - Welches System setzt ihr ein? (Heizschlangen in Filigran-Decke, Heizschlangen unter der Decke verputzt, Gibskartonverkleidung, Kapilarrohrmatten, ...)
    - Wie zufrieden seid ihr?
    - Könnt ihr euer System weiterempfehlen?
    - Was würdet ihr anders machen?
    - Wie schnell reagiert die Heizung? Wie lange dauert es wenn ich ein ungeheiztes Zimmer (16°C) auf 20°C hochheizen möchte?
    - Könnt ihr etwas zu qm-Preisen sagen?

    Vielen Dank für viele Rückmeldungen,
    die Häuslebauer
     
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  3. #2 ThomasMD, 3. Mai 2013
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    Na dann wünsche ich Dir viel Erfolg.

    Ich kann mich an keine Erfahrungsberichte aus dem EFH-Bereich erinnern.

    Ich kann nur mit Erfahrungen aus dem Industriehallenbereich und mit Kühlsegeln im Bürobau dienen.

    Skeptische Grüße
     
  4. #3 coroner, 3. Mai 2013
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    gern, per mail
     
  5. #4 Inkognito, 3. Mai 2013
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    Nicht ganz unkritisch sind die gewaltigen Mengen Kunststoffrohr, die in die Decke gelegt werden müssen. Dies muss mit dem Statiker abgesprochen werden, der häufig von seinem Glück nichts weiß.
    Insbesondere Durchstanzbereiche sind hier entsprechend auszusparen - das sollte Ihr Bauleiter dann auch wissen, das ist leider nicht immer der Fall.
     
  6. #5 Skeptiker, 3. Mai 2013
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    Ich schon :konfusius!

    Mit letzteren hatte ich planerisch schon öfter zu tun, aber auch mit BKT (Betonkerntemperierung) im EFH. Eines davon bewohne ich selbst, ein nicht von mir geplantes steht eine Hausnummer weiter und ein paar mehr habe ich mir vor der Planung angesehen. Auch mit anderen Flächenheizungen (Decke, Wand, eingeputzt, auf GK bin ich aus der Planung und Realisierung vertraut, alles im Bürobau, bei öffentlichen Gebäuden und einem Museum.

    Generell lässt sich sagen, dass diese Systeme nach heutigem Baustandard durchweg sinnvoll realisierbar sind und funktionieren - wenn man sie sinnvoll plant und Rahmenbedingungen beachtzet. Was genau möchtest Du wissen?

    Ging das in meine Richtung!? Wenn ja, hallo nach Machteburch! :bierchen:
     
  7. #6 ThomasMD, 3. Mai 2013
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    Grüße zurück in die Hauptstadt. :bierchen:

    Wollte Dir aber nicht Dein Copyright klauen.

    Heizt Du ausschließlich mit der Deckenheizung oder ist die Betonkernaktivierung in Fußboden und Decke gleichmäßig wirksam? Solch System habe ich in Frankfurt bei einer Versicherung auch kennengelernt.
     
  8. #7 Skeptiker, 3. Mai 2013
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    :winken

    Das BKT-Konzept fürs mehrgeschossige kompakte EFH (UG-2.OG) ist relativ simpel: Unterstes beheiztes Geschoß schwimmende Estrich-Fußbodenheizung, darüber dann alle Decken BKT in Filigran-Decken, die beidseitig heizen, bis auf die oberste (StB-Flachdach), denn ist die oberseitig kräftig gedämmt, also nur nach unten heizend. Haus wurde nach ENEV 2007 als KfW-70-Haus geplant.

    Und jetzt wieder ...
     
  9. #8 Skeptiker, 3. Mai 2013
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    Natürlich muss das "abgesprochen" werden, aber die liegen üblicherweise in der statisch "neutralen" Deckenmitte. Kritisch ist vor allem die Leitungsbündelung im Bereich der Heizkreisverteiler.

    P.S. Deine Berufsangabe finde ich wenig hilfreich bei der Beurteilung der Qualiät Deiner Antworten. Arbeitest Du bei einer Versicherung oder im Sozialamt?
     
  10. #9 Inkognito, 4. Mai 2013
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    Inkognito Gast

    Die 'statisch "neutrale" Deckenmitte' ist aber dennoch nicht einfach so ohne weiteres durch Luft ersetzbar, Thema Querkraft/Schub. Natürlich gibt es z.B. Cobiaxdecken, die nach dem grundlegend gleichen Prinzip funktionieren, diese müssen aber auch entsprechend nachgewiesen werden und auch hier wird in so nicht nachweisbaren Bereichen auf die Hohlelemente verzichtet.

    PS: Durch einen Titel wird eine falsche Antwort auch nicht richtiger - und umgekehrt.
    PPS: Hätte ich neu gebaut, hätte ich mich mit dem Thema Betonkernaktivierung auch näher beschäftigt, ich halte das für eine der brillanteren Lösungen.
     
  11. #10 Skeptiker, 5. Mai 2013
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    Man muss aber das Einlegen von Heizleitungen in StB-Decken nicht komplexer machen, als es ist. Und Cobiaxdecken sind etwas ganz anderes, wobei tatsächlich "Luft" eingebaut wird - übrigens auch kombinierbar mit BKT. :shades

    Das ist einerseits richtig, andererseits gehr es nicht um Titel, sondern um Berufsbezeichnungen. Und da würde ich es weiterhin bevorzugen, zu erfahren, ob Du nun im Sozialamt oder bei der KfZ-Haftpflicht Sachen bearbeitest. Tiefstapeln ist genauso wenig hilfreich wie das Gegenteil.


    :bierchen:
     
  12. H.PF

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    Mhhh... Bei den Beiträgen von dem Unbekannten tipp ich eher auf Bauamt... Irgendwo wo viel mit Beton gespielt wird. Oder Mafia, Spezialist für Schwerschuhwerk da er so über die Expositionsklassen bescheid weis ;)
     
  13. #12 akoss123, 6. Mai 2013
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    Ersteinmal vielen Dank für die Rückmeldungen. Mit coroner werde ich mich per Mail austauschen, von ihm hatte ich hier im Forum bereits einen Thread zum Thema Deckenheizung verfolgt.

    Vielleicht noch einmal zum Hintergrund der Frage:
    Geplant war ein System, bei dem vom Hersteller in die Filigrandecke Heizschlangen integriert werden. Die Filigrandecke wird dann mit Ortbeton ergänzt. Die Idee zur Nutzung einer Deckenheizung war ein Vorschlag von unseren Architekten und ist natürlich mit dem Statiker abgesprochen.

    @Skeptiker
    Wir haben uns recht ausführlich mit "unserem System" beschäftigt und uns das Ganze auch schon einmal bei jemandem angeschaut. Da wir nun mit den Kosten etwas überfordert sind, suchen wir "schnell" nach einem Ersatz (momentan läuft die Entscheidung für einen Rohbauer und dann solls auch schon bald losgehen). Dabei sind wir auf die Variante Gibskarton und Einputzen gestoßen. Letztendlich bräuchten wir eine Lösung die bei deutlich unter 60€/m2 liegt, ansonsten würden wir bei "unserem System" bleiben. Da man im Netz relativ wenig Infos zum Einsatz von Deckenheizung und schon gar nicht zum Preis findet, habe ich mich an diesen Thread herangetraut. Die Fragen die ich ganz oben geschrieben hatte, sind auch die, die uns interessieren...
    Betonkerntemperierung und -aktivierung hatte ich erst einmal ausgeschlossen, da ich davon ausgehe, dass damit keine "schnellen" Temperaturwechsel möglich sind. Ich lass mich aber auch gern eines besseren belehren :)
     
  14. #13 Skeptiker, 6. Mai 2013
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    Mit Deinen Überlegungen werde ich mich erst heute am späten Abend genauer beschäftigen können. Generell halte ich wie mindestens ein weiterer Forist hier, schon die Vorstellung, in einem den aktuellen Mindestanforderrungen entsprechenden Gebäude mit massiven Bauteilen im Tagesverlauf nennenswerte Temperaturwechsel (> 2 - 3 K) realisieren zu können für unrealistisch (Stichwort: Nachtabsenkung). Auch halte ich das dahinterstehende Gedankenmodell für überholt. Wir hatten vor kurzem hier eine Diskussion über gesunde Schlaftemeperaturen und die Möglichkeit, diese zu erzielen. Lies den Thread doch schon mal durch, habe grade keine Zeit, den zu finden.

    BKT ist extrem langsam, aber das ist meiner Meinung nach unter bestimmten Bedingungen kein Problem. Wieviele Geschosse hat Dein Haus, flache Bungalowform oder kompakt, welche Dachform, welche Dachbaustoffe, welche Wand- und Deckenoberflächen innen?
     
  15. #14 gwynlavin, 6. Mai 2013
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    Ist hier zu finden:

    http://www.bauexpertenforum.de/show...ehme-Temparatur-zum-Schlafen-(Nachtabsenkung)

    @Skeptiker: wenn du mit Gedankenmodell meinst die Heizung abzuschalten kann ich dir nur recht geben.

    Biologisch sieht die Sache jedoch durchaus anders aus: Nicht jedem Menschen reichen die anderen Zeitgeber um ihren Stoffwechsel auf Nacht zu regulieren. Diese haben daher meist Probleme, die Sie gar nicht der Ursache zuordnen können. Kann man natürlich als Humbug abtun, wurde in den Auswirkungen allerdings schon in vielen wissenschaftlichen Studien der Chronobiologie belegt.

    Ich werde den Faden sicher nochmal aufnehmen und meine Berechnungen im Detail zur Diskussion stellen. Soweit will ich hier nur sagen, dass selbst ein minimal gedämmtes Gebäude nach derzeitiger EnEV kaum eine Möglichkeit bietet eine nächtliche Verminderung der Schlaftemperatur ohne Lüften zu erreichen :(.

    Gruss Gwyn
     
  16. #15 Skeptiker, 6. Mai 2013
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    Ahh, danke, genau der war gemeint!

    Und noch einmal richtig interpretiert! :winken

    Nein, Deinen Aussagen zur Chronobiologie in der von Dir verlinkten Diskussion wollte ich nicht widersprechen. Diese sind mir auch aus anderen Quellen so ähnlich bekannt. Ich denke sogar, dass viele Menschen in Nordeuropa, die auch in den Übergangjahreszeiten bei offenem Fenster schlafen, dieses eher wegen der Temperatur, als wegen der frischen Luft tun, für deren "Frischegrad" uns Menschen (fast) das Sensorium fehlt. Und das Erlebnis, wegen absolut zu hoher oder gegenüber dem Tag zumindest nicht ausreichend abgesenkter Temperatur nicht erholsam schlafen zu können, ist mir aus persönlichen Erleben bekannt, spätestens seit meiner Zeit im Berliner Gründerzeitbau in einer Einzimmerwohnung mit Südfassade. Bei mir ist die kritische "Grenztemperatur" aber praktischerweise relativ hoch.

    Ja, das Problem grundsätzlich ist bekannt, aber eher in seiner Umkehrung, nämlich bei der sommerlichen "Nachtauskühlung" von Massivbauten rein durch natürliche Lüftung, welche idealerweise ermöglicht, Bürogebäude ohne ständig zugeführte Betriebsenergie für den nächsten Tag vorzukühlen. Ich finde es tatsächlich überlegenswert, reine (kleine) Schlafräume zu planen und diese als Block eher an die sommerlich kühlere Nordseite eines Gebäudes zu legen und auch im Winter etwas niedriger zu temperieren, ggf. sogar gar nicht, wohlgemerkt aber eben ganztägig!

    Ausnahmsweise eigentlich mal nicht ...
     
  17. #16 akoss123, 8. Mai 2013
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    Den Thread zur Nachtabsenkung hatte ich schon gelesen. Mir geht es nicht darum, die Heizung ständig tagsüber abzuschalten sondern vielmehr darum, wie schnell ich z.B. das wenig genutzte Gästezimmer bzw. nach einem 3wöchigen Urlaub das Haus aufheizen kann. Dabei würde ich während dieser Zeit auch die Heizung nicht komplett ausschalten, aber zumindest drosseln, so dass die Temperaturen vielleicht nicht bei 16 °C, jedoch zumindest ein Stück unter den gewollten 20°C liegen.

    @ Skeptiker: Unser Haus ist 2 geschossig mit Flachdach, kompakte Form (quadratisch praktisch gut), Wandaufbau: EG 36er Ziegel Eder XP9, OG Stahlbeton (20.5) mit Dämmung(16), Dachaufbau: 26er Stahlbetondecke mit 8-14.5cm Dämmung (im Gefälle), Innenwände Malervlies + Farbe, Decke (momentan auch nur Malervlies+Farbe). Reichen dir diese Aufzählungen oder brauchst du es noch genauer?
     
  18. #17 gwynlavin, 8. Mai 2013
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    Die Informationen reichen nicht, aber die Frage kannst du dir selbst beantworten indem du die in der thermischen Hülle befindliche Baumasse berechnest und deren Wärmekapazität zwischen 15° und 20°C im Internet suchst. Grobe Abschätzungen sind dafür gut genug. Dann schaust du wie viel Leistung deine Heizung hat und berechnest wie lange es braucht um die Wände und Decken von 15° auf 20°C zu erwärmen. Luft und Dämmung kann man dabei vernachlässigen.

    Wenn du es etwas genauer wissen willst schätzt du noch den Wärmeverlust des Hauses in dieser Zeit ab und erhöhst die benötigte Energieeintrag entsprechend - ganz genaue Rechner packen hier jetzt ihre Differenzialgleichungen aus dem Studium aus ;) - für den hier benötigten Bereich sollte aber auch einen einfache lineare Näherung reichen, da die Eingangsdaten sowieso unsauber sind ...

    ... im Sommer lautet die Lösung der Differenzialgleichung übrigens 0h :).

    Egal, wenn man über den Berechnungsweg nachdenkt, beantwortet sich aber auch der Rest deiner anfänglichen Frage. Die Trägheit eines Heizsystems bestimmt sich nämlich allein durch die Wärmekapazität der zu erwärmenden Masse. Die ist als singuläres Bauteil bei Fußboden oder Decke zwar höher als bei einem konventionellen Heizkörper, aber die zur Erwärmung des gesamten Baukörpers benötigte Energie bleibt die Selbe.

    Der Grund warum heutige Decken- und Fußbodenheizungen als "träge" gelten liegt daran, das sie auf Grund der Dämmung mit niedrigerer Vorlauftemperatur und insgesamt geringerer Heizleistung ausgelegt werden.

    Früher hat man mit einem mächtigen Heizkörper Energie in den Raum geschleudert um wenigstens die Luft auf 20°-22° zu erwärmen. Die Wandtemperatur überstieg selbst dann im Winter selten die 16°C Marke. Ein Haus war nach 2 Tagen ohne Heizung kalt. Heute hat das Haus auch nach 2 Wochen ohne Heizung im Winter immer noch eine Differenz zur Außentemperatur.

    Wenn einem eine Heizung also zu träge ist, hat man zwei Möglichkeiten bei der Planung:

    (1) Dem Baukörper mit weniger Masse bauen, d.h. mehr Holz, leichte Steine, leichter Beton, Stahl reduzieren oder durch Karbonfasern ersetzen ;) - was alles in gewissem Umfang möglich ist, z.B. HRB.
    (2) Die Maximalauslegung des Heizsystems für solche Sonderfälle erhöhen, was aber insgesamt die Wirtschaftlichkeit des Heizsystems negativ beeinträchtigt, da es dann unter normalen Bedingungen nicht mehr im optimalen Bereich arbeitet.

    Sonst kann ich nur sagen: bin ein Fan von BKT je mehr ich über diese Aspekte nachdenke :).

    Gruss Gwyn
     
  19. #18 Nutzername, 8. Mai 2013
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    Hallo akoss,
    auf der Dresdner Hausbaumesse gab es einen Anbieter von Deckenheizungen, bei denen die gesamte Decke als Fertigteil angeboten wird. Angeblich sogar günstiger, als sich die Heizrohre vor Ort verlegen und dann betonieren zu lassen. Abforderung eines Angebotes auf Basis zugesandter Grundrisse ist möglich. K.A. ob ich den Namen hier nennen darf, kann ich Dir aber per PN mitteilen.
     
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  21. R.B.

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    Gruß
    Ralf
     
  22. #20 akoss123, 8. Mai 2013
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