Deckenspannweite von 8 m möglich?

Diskutiere Deckenspannweite von 8 m möglich? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe eine Frage zu den möglichen Spannweiten von Stahlbetondecken. Unser Statiker ist momentan in Urlaub und wir haben Zeit, um uns...

  1. Bolanger

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    Hallo,

    ich habe eine Frage zu den möglichen Spannweiten von Stahlbetondecken. Unser Statiker ist momentan in Urlaub und wir haben Zeit, um uns unsere Gedanken zur Statik zu machen, die wir vor Weihnachten bekommen haben.

    Dabei kommt uns die Idee, eine tragende Wand, welche vom Keller bis unters Dach durchgeht, herauszunehmen. Das würde die Spannweite der Betondecken von 2x4 m auf 8 m vergrößern. Ich weiss, dass das kein Pappenstiel ist. dennoch würde es mich sehr interessieren, mit welcher Deckenstärke diese Spannweite bei normaler Belastung möglich ist.

    Kann uns jemand eine ungefähre Abschätzung geben, mit welchen Deckenstärken das möglich ist? Das würde unsere Phantasien vielleicht bremsen, bis der Statiker wieder erreichbar ist und uns eine exakte Aussage machen kann.

    Vielen Dank,

    Bolanger
     
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  3. #2 Hendrik42, 1. Januar 2010
    Hendrik42

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    Äh, bei welcher Breite? 2m?

    Bei uns ist ein "Streifen" der EG Decke ca. 8x3,5m. Dieser Streifen liegt auf der 8m Seite und den beiden 3,5m Seiten auf, an der anderen 8m Seite nur auf einem "Punkt" (quasi Säule).

    Hilft das?

    Frohes Neues, Hendrik
     
  4. H.PF

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    Als kleinen Anhaltspunkt: wenn du die Spannweite verdoppelst, vervierfachst du mal eben locker die Kräfte...
     
  5. bauoli

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    Wir haben 25cm starke Decken. Unsere Garage ist 7x8m und hat besagte 8m Spannweite- ohne Pfeiler o.ä.

    Grüße
    bauoli
     
  6. Julius

    Julius

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    Wieviele darüberliegende Stockwerke mit welcher Verkehrslast, welchen Zwischenwänden und was für einem Dachstuhl hat denn Eure Garage???

    Will sagen - diese Aussage ist nutzlos bis irreführend!
     
  7. mls

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    wenn man alle nebelkerzen streicht, bleibt nur eins:
    abwarten, bis der "statiker" wieder da ist... und bis dahin:
    hoffnungs- und awgh-pegel niedrig halten ;)
     
  8. Bolanger

    Bolanger

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    drüber kommt nichts mehr

    Hallo,

    bei uns geht es um die oberste Geschossdecke. Diese kann man an den 8 m langen Seiten leider nicht mehr auf Mauerwerk auflegen, da diese Seiten an den Dachstuhl grenzen. Also bleibt eigentlich nur, die Decke mit etwa 8 m x 5 m auf den Giebeln abzustützen. Zur Zeit befindet sich im Geschoss drunter ziemlich mittig eine Stütze, die wir gerne weg hätten.
    Der Statiker hat schon einen Überzug in der Decke, um den Dachstuhl auflegen zu können. Mal gucken, vielleicht kann man den Überzug ja einfach etwas dicker machen, die generelle Deckendicke aber belassen. Im Spitzboden stört ein Überzug nämlich nicht wirklich.

    Vielen Dank für die Antworten,

    Bolanger
     
  9. Julius

    Julius

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    Was soll das denn?
    Massivdecke zum Spitzboden, aber offenbar keine massiven Dachschrägen bis dorthin???
    Fast freischwebende Betondecke also...

    Bitte um Erklärung von deren Sinnhaftigkeit!
     
  10. Bolanger

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    Hallo Julius,

    wenn wir die Schräge auch aus Beton machen würden, dann wäre der Dachaufbau relativ ungewöhnlich. Wir bräuchten eine Außendämmung und würden damit den gesamtaufbau deutlich dicker machen asl es bei einem Holzdachstuhl mit Zwischensparrendämmung möglich ist. Ferner könnten wir in Zukunft nur mit unverhältnismäßigem Aufwand Dachgauben nachträglich errichten. Das ist aktuell aus Kostengründen gestrichen, wäre aber für die Zukunft durchaus denkbar.

    Wo sollten also die Vorteile der massiven Dachschrägen sein? OK, Wärmespeicherfähigkeit kenne ich, aber sonst?

    Grüße,

    Bolanger
     
  11. Julius

    Julius

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    Wesentliche Vorteile sind z.B. die deutlich bessere Schalldämmung und eben die geringere Erwärmung im Sommer. In der Praxis gibt es auch weniger Probleme mit der Luftdichtheit.

    Aber Deine Argumente haben natürlich auch etwas für sich.
    Nur fragt man sich, warum dann überhaupt eine Massivdecke???

    Da würde man für gewöhnlich auch eine Holzbalkendecke einbauen.
    Weil offenbar keine Aufenthaltsräume im Spitzboden liegen, kann man die Konstruktion einfach halten und ggf. auf Wärmedämmung optimieren.
    Schon wäre Dein Spannweitenproblem elegant miterschlagen!
     
  12. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Spannweiten über 5 Meter werden mit den im Wohnungsbau üblichen Filigrandecken unwirtschaftlich bis unmöglich.

    8 m Spannweiten mögen mit vorgespannten Hohlkörperdecken noch sinnvoll machbar sein. Vermutlich sind sie es hier auch nicht.

    Wie bereits gesagt: Doppelte Spannweite = vierfache Kräfte.
    Also bei gleicher Deckenstärke vierfache Eisenmenge oder vierfache Deckenstärke mit gleichem Eisen oder irgendwas dazwischen. Jedenfalls als Faustformel. Bei vierfacher Deckenstärke wird natürlich auch das Eigengewicht erheblich größer und erfordert selbst mehr Stahl

    pauline
     
  13. RMartin

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    Also Tragwerksplanung ist nicht so simpel, dass man linear rechnen und sagen kann "Vierfache Kräfte - also vierfache Deckenstärke oder vierfaches Eisen".
    Wie mls schon richtig meinte; "Warten bis der Statiker aus dem Urlaub zurück ist."
     
  14. H.PF

    H.PF

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    deswegen hab ich doch gesagt: grob über den Daumen gepeilt...

    Und für Holzbalken stimmt das schon...





    So grob über den Daumen gepeilt *grins*
     
  15. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Oh Paulinchen...
     
  16. acensai

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    ... wenn ich mal gross und stark bin, dann will auch TWP werden! :28:
     
  17. Baucon

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    Hallo,

    nur mal rein informativ als Größenordnung gedacht:
    Bei einer frei aufliegenden, also nicht eingespannten Decke über ein Feld mit L=8,00m gegenüber einer durchlaufenden Decke über 2 Felder mit Deckenspannweite 2 x 4,0m erhöhen sich im sogenannten „ungerissenen Zustand“, bei gleicher Deckendicke und Last (gesamte Last als gleichmäßig verteilte, ständige Gleichlast), die Auflagerkräfte an den beiden Giebelwänden um das 2,67fache, die Durchbiegung der Decke jedoch um das 38,5fache!

    Die zu erwartenden Verformungen müssen zudem mit der übrigen Konstruktion und Bauweise verträglich sein.

    Ändern sich Deckendicke und die Deckenart, weil die Decke oder eventuelle Überzüge oder Träger, dicker werden, so ändern sich natürlich auch die Eigenlasten, Beanspruchungen und Durchbiegungen erheblich.

    Ohne genaue Kenntnis der zur Zeit vorgesehenen Tragkonstruktion und Bauweise lassen sich hier keine ernsthaften, wirtschaftichen Vorschläge oder Alternativen unterbreiten. :winken
     
  18. Bolanger

    Bolanger

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    Hallo,

    also wir wollen eigentlich eine Betondecke, um eben etwas für den Hitzeschutz im Sommer zu tun. Uns erscheint die Mischung aus betondecke und Holzdachstuhl der beste Kompromiss für Hitzeschutz im Sommer und der Möglichkeit, nachträglich Gauben aufzusetzen.

    Wie ich den bisherigen Kommentaren entnehme, sollte ich mich von der Idee mit 8 m Spannweite wohl doch verabschieden. Mal gucken, was in ein paar Tagen der Statiker meint.

    Danke nochmal,

    Bolanger
     
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  20. RMartin

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    @Baucon: Hast vollkommen Recht mit Deinen beiden Werten/ Faktoren (Durchbiegung bzw. Randauflagerkräfte bei einem Einfeld- gegenüber Zweifeldträger). Wollte das zuerst nicht so Recht 'aus dem Bauch raus' glauben. Habe dann mein Tabellenbuch rausgepackt und nachgerechnet...Paßt genau...Durchbiegung sogar 35,58 fach !
    Dies gilt wie Du schon schreibst für nicht eingespannte Ränder sowie wenn die Decke nur einaxial trägt.
     
  21. Hansal

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