Dehnungsfuge in Decke einbringen

Diskutiere Dehnungsfuge in Decke einbringen im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich beabsichtige bei unserem Haus (Baujahr 1959) in die Decken der einzelnen Räume eine Dehnungsfuge einzubringen und zwar an den...

  1. meinecke

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    Hallo,

    ich beabsichtige bei unserem Haus (Baujahr 1959) in die Decken der einzelnen Räume eine Dehnungsfuge einzubringen und zwar an den Stellen an der die jeweilige Decke auf die Wand stösst.

    Es handelt sich bei den Decken um Holzbalkendecken, die Unterseite ist mit den klassischen "Bastmatten" versehen und dann verputzt.

    Wir beabsichtigen die Decken und Wände neu zu verputzen und möchten sichergehen das bestehende Setzrisse den Putz nicht wieder aufbrechen obwohl ich persönlich der Meinung bin, da bewegt sich nicht mehr so viel wie im Vergleich zu einem Neubau der frisch erstellt worden ist.


    Mein Vorgehen:
    Einsatz des Multitools und fräsen einer Dehnungsfuge um noch mögliche Spannungen herauszunehmen. Die Dehnungsfuge würde ich an allen Kanten machen, wo die Decke auf die Wand stösst. Die Breite wäre ca. 5mm.

    Wäre dieses Vorgehen praktikabel/sinnvoll ?

    Anmerkung noch:
    Einige Decken haben "Spannungsrisse" in der Oberfläche, die nach meinem Wissen wohl normal sind, genau diese Spannungsrisse (die manchmal mitten drin sind) möchte ich mit dem o.g. Vorgehen entlasten.

    Bitte um konstruktive Meinungen hierzu. Vielen Dank
    Oliver Meinecke
     
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  3. RMartin

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    Da läßt Du ohne die Einschaltung eines TWPs mal schön die Finger von. Das Erstellen von Dehnungsfugen ändert (kann ändern) das statische System. Bei Mehrfeldträgersystemen geht z.B. die Durchlaufwirkung verloren wenn da irgendwo rumgeschnitzt/ gefräst wird...und dann machts *knack*.
     
  4. Gast

    Gast Gast

    @Oliver.
    mal eine Frage : "neu verputzen", in welcher Form denn? nur Risse verspachteln?
    oder neues Putzgewebe anbringen und dann neu verputzen?
    Empfehlenswert wäre ja das alte Putzzeug komplett rausreißen und eine neue Decke, zB. Gipskarton einbauen.
    durch die Schwingungen der Holzdecke sind auch bei neu Verputzen neue Risse gewiss nicht zu vermeiden.
     
  5. meinecke

    meinecke

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    Zu den bestehenden Rissen:

    Wir haben 3 Risse (an der breitesten Stelle max. 1,5mm breit) und ca. 2-3 m lang. Dann haben wir noch ein paar vereinzelte Risse 4-5 die jeweils ca. 50-75cm lang sind.

    Konkret dreht es sich beim Verputzen um verspachteln/glätten und danach das Aufbringen eines Reibeputzes. Es dreht sich hier also nur um den Milimeter-Bereich und nicht um die Aufbringung von neuem Putzgewebe.

    Zur Statik:
    Trifft das zu ? Ich hatte beabsichtigt nur in der reinen Putzschicht die Dehnungsfuge einzubringen. Das man keine tragenden Balken ansägt ist mir klar.
     
  6. RMartin

    RMartin

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    Okay, habe das anders verstanden....also als richtige Trennfuge...sorry.
     
  7. meinecke

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    oki, danke.... nichtsdestoweniger werde ich nochmal einen Spezialisten vor Ort fragen, da jede Decke natürlich anders aufgebaut ist.

    Die Fleissarbeit selbst mache ich dann schon.
     
  8. Gast

    Gast Gast

    Reibeputz an der Decke???,
    was kommt denn dann für ein Belag an die Wände ?
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 9. September 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    @ werner - mal wieder voll daneben

    @ Fragesteller

    1) Alter (meist Kalk)Putz auf Strohmatten haftet zum Teil nicht mehr sonderlich gut. Die Haftung reicht zwar, das Herunterfallen zu verhindern, aber oft nicht mehr, um auch noch eine mechanische Bearbeitung zu verkraften.

    2) Sind diese alten Putze oft ursprünglich mit Kalkfarben oder Binderfarben gestrichen worden, die eine Trennlage bilden. Manchmal reicht schon ein zu hektischer (= zu zeitiger) 2 Neuanstrich, um alle Farbschichten, die später aufgetragen wurden, abzulösen.
    Eine Haftung für eine -wenn ach dünne- Putzschicht ist da sicher nicht gegeben

    3) Werden "nur" verspachtelte Risse ggf. auf Grund der Schwingungen der Deckenbalken wieder aufgehen.

    4) Der Putz der obersten Decken ist gleichzeitig die luftdichte Ebene der Räume zu den kalten Dächern/Dachböden hin. Diese Luftdichtigkeitsebene mutwillig zu zerstören kann massive Tauwasserprobleme nach sich ziehen.

    Also entweder so lassen und tapezieren oder vollständig ausbauen (Riesensauerei) und eine fachgerechte neue Unterdecke einbauen (lassen)
     
  10. Gast

    Gast Gast

    hab ich es denn anders geschrieben????

    "sind auch bei neu Verputzen neue Risse gewiss nicht zu vermeiden."
     
  11. meinecke

    meinecke

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    Tschuldigung, Reibeputz an die Wand, normaler sehr feinkörniger Putz an die Decke.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 9. September 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Empfehlenswert ist es gar nicht! Es ist eine Möglichkeit.
    Und wenn schon eine Möglichkeit aufgezeigt wird, sollten auch die dadurch möglichen Probleme angerissen werden.
    Und wen interessiert, wie die Wände gestaltet werden, wenn es um Deckenputz geht? Keinen ausser dem Fragesteller, denn der muss drin leben!
     
  13. Gast

    Gast Gast

    ja, Herr Dühlmeyer
     
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  15. Peeder

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    Eine Sanierung mit GK ist eine gute Möglichkeit, je nach dem, wieviel ein Aufbau unter der bestehenden Decke als fertige Raumhöhe zumutbar ist.
    Eine Direktbefestigung ist nicht ratsam. Eine UK mit CD und Direktabhängern und 12,5 GK baut ca 5 cm auf. Nachteil ist die mühsame Suche nach den Befestigungspunkten.
    Kann der Aufbau größer sein, so ist die Möglichkeit einer freitragenden GK Decke möglich.
    Begrenzt wird diese durch die Spannweiten.
    Vorteil ist, die alte Decke bleibt mit ihren Funktionen erhalten, ein schneller und sauberer Aufbau.
    Voraussetzung ist allerdings, das in den Wänden eine gute befestigung erfolgen kann.

    Peeder
     
  16. meinecke

    meinecke

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    Sieht mittlerweile auch anders aus:

    - tragende Balken durch abklopfen gefunden und Lattenkonstruktion für Deckenpaneele draufgebracht
    - Nut-Feder Paneele (Bocado 200) in 45 Grad diagonal verlegt....
    - Spots reingesetzt (teilweise Halogen, teilweise LED)

    Sieht echt geil aus... und der Kalkputz auf den Strohmatten ward nicht mehr gesehen :-)
     
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Dehnungsfuge in Decke einbringen

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