Der richtige Stein (Porenbeton/Ziegel) fürs EFH ?

Diskutiere Der richtige Stein (Porenbeton/Ziegel) fürs EFH ? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich habe mich die letzten Tage mal abgemüht und mich über die gängigen Baumaterialien für meinen anstehenden Rohbau informiert....

  1. JimJones

    JimJones

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    Hallo zusammen,

    ich habe mich die letzten Tage mal abgemüht und mich über die gängigen Baumaterialien für meinen anstehenden Rohbau informiert.

    Die Produktpalette is ja enorm und für einen Laien wie mich nur schwer zu durchschauen ;)

    Ich weiss das mein GÜ am liebstern Porenbeton (Marke Ytong) in Verbindung mit WDVS verbaut. Nun kann ich mich mit diesen Dämmplatten auf der Aussenhaut nicht so recht anfreunden :( Stelle es mir zum Beispiel komplizierter vor mal eben eine Markise/Aussenbeleuchtung etc anzubringen. Das Adapter und geeignete Lösungen seitens der Industrie angeboten werden ist mir bekannt.

    Nach vielem lesen hier im Forum und insbesondere auch nach den bebilderten (Baunoobs lieben Bilder:mega_lol:) und leicht verständlichen Ausführungen von Josef bin ich nun auf die T7/T8/T9 Ziegel von Schlagmann gestossen. Insbesondere mit dem V plus System sieht das für mich nach einer runden Sache aus.

    Ein paar Fragen bleiben aber dennoch.
    Ich war gestern mal auf einer sich im Rohbau befindlichen Baustelle meines (evtl) zukünftigen GÜ's und habe da ein paar Maurer angetroffen. Sie verbauten dort gerade Ytong Porenbeton Steine.
    Auf meine Nachfrage ob sie praktische Erfahrung mit dem T7/T8/T9 Stein hätten kam Kopfschütteln. Als ich weiter ausführte das es sich dabei um einen mit Perlit gefüllten Ziegel handelt wussten sie aber schon was ich meinte und sagten das sie den natürlich auch verarbeiten könnten.

    Die Situation war ein wenig sonderbar, da ich nicht wusste ob man so eine Frage überhaupt stellt. Ist es selbstverständlich das jeder Maurer alles verarbeiten kann ? Bin ich denen vielleicht damit auf den Schlips getreten ?
    Beim Reifenhändler fragt man ja auch nicht ob er nur Bridgestone oder eventuell sogar Pirelli Reifen aufziehen/auswuchten kann. Aber was sollte ich tun ?!?

    Die Wahl des Materials soll ja zum Bauvorhaben passen.
    Nun würde ich mich über die Meinung von Experten sehr freuen. Ich plane ein 160qm EFH ohne Keller mit einem versetzten Pult-Dach.

    Nun meine Fragen:

    Was würdet Ihr empfehlen ?
    Porenbeton mit WDVS, Ziegel ?
    Wenn die Bauarbeiter keine praktische Erfahrung mit T7/T8/T9 insbesondere in Verbindung mit dem V plus System haben, dann eventuell doch sicherheitshalber mit Ytong Porenbeton in Verbindung mit WDVS ?
    Ist es nicht vielleicht Neuland für die Bautruppe bei einem T7/T8/T9 die Fenster etc einzusetzen und dicht zu bekommen ? Übergang zum Dach vielleicht anders/schwieriger ? Ich weiss leider nicht wie kompliziert das ist. Sieht bei Josefs Ausführungen ja alles ganz einfach aus, aber sollte man nicht eine Art Einweisung bekommen ?

    Wenn ich den T7 mit dem T8 und T9 vergleiche frage ich mich warum nicht jeder den T7 nimmt. Der hat doch den besseren Dämmwert ?!? Der Preisunterschied scheint mir auch nicht so gewaltig ? Oder braucht man zehntausende Steine und es summiert sich ?

    Ich weiss, es sind viele Fragen. Was ich selber heraus finden konnte habe ich mir angelesen. Auf die obigen Fragen finde ich keine Antworten (Suchfunktion wurde bemüht) und wäre für ein wenig Licht im Dunkeln wirklich sehr sehr dankbar.

    Vielen Dank
     
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  3. Yilmaz

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    Hallo JimJones,

    Sie sollen aber nicht von Ihrem wunschstein abweichen weil eine firma das nicht kennt oder verarbeiten kann.
    Ihre vergleich mit reifen ist nicht so ganz korrekt, jemand der täglich 1000 PKW reifen wechselt wird bestimmt für ein Trecker oder LKW reifen auch seine probleme haben.
    Stellen sie sich mal vor sie würden in Bayern wohnen und wollen Ihr haus Verblenden, da kriegen ortansässigen baufirmen herzrasen ( Josef :winken)
    Ich bin der meinung wer sein handwerk gut beherscht wird auch ein T9er genau so gut verarbeiten wie ein KS oder PB.
    Manchmal werden ganz einfache sachen in medien und im netz so dramatisiert (auch hier bei uns) das bauherren noch mehr verunsichert werden.
    Eins sollte dennoch klar sein überall wird auch nur mit wasser gekocht. Mit hilfe der Richtigen Partnern wird alles perfekt klappen.
    Viele grüße.
     
  4. Martl

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    Hallo JimJones,

    kurzen Hinweis an das avisierte Bauunternehmen über die Möglichkeit der Baustelleneinweisung der Ziegelhersteller.
    Dann sollte es auch mit dem V-Plus system bei Ihnen problemlos klappen.
    Ist alles kein Hexenwerk und wie Yilmaz sagt sollte das Maurer-Grundwissen ja vorhanden sein.....
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 5. August 2010
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  6. kehd

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    Wenn man willkürlich irgendwelche Eigenschaften hinzufügt, kann man jeden Stein zum Gewinner machen.
    Karma, Feng-Shui, Schwimmfähigkeit. Was soll der Quatsch?
    Fehlen nur noch Homöopathie, Bachblüten und Wellness.
     
  7. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Genau so funktioniert es aber beim deutschen Bauherren.;)
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 5. August 2010
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    Das ist ein DenkMal :D.
     
  9. #8 Shai Hulud, 5. August 2010
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    Die Auswahl und die Gewichtung der Kriterien erfolgt individuell auf den Bauherren und das Projekt zugeschnitten. Außerdem sind Vorteile bei vielen Kriterien mit Nachteilen bei anderen Kriterien verbunden.

    Daraus folgt: Den häufig gefragten optimalsten superduper Wandaufbau gibt es nicht. Der passende Wandaufbau ist der beste Kompromiß für das aktuelle Projekt.
     
  10. ecobauer

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    Wieso?? Ist doch schon ausgefüllt! :biggthumpup:

    Dennoch wäre es hilfreicher gewesen, wenn da noch so ein paar Erklärungen dazu gemacht worden wären. Z.B. die Steinsorten PPW4 oder HRB??????
     
  11. ecobauer

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    Hallo J.J.,
    es kann tatsächlich zu einer Preisfrage werden.
    Mal ausrechnen, wieviele Steinchen so in die geplanten Wände passen und von den in Frage kommenden Baustoffhändlern mal die Steinpreise anfragen.
    Bei uns ist es leider so, dass alles, was die nicht im Angebot haben - und da zählen leider die Porotoner dazu, weil hier angeblich lieber mit anderen Steinchen gebaut wird - extrem teuer, ich würde sogar sagen, überteuert angeboten wird.
    Ich hab mich dann leider auch von meinem "Favoriten" verabschiedet.:motz
     
  12. JimJones

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    Ok danke für die hilfreichen Antworten. Vielleicht wird es am Ende ja doch eine reine Preisfrage:o
     
  13. #12 Shai Hulud, 5. August 2010
    Shai Hulud

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    PPW4: Porenbeton
    HRB: Holzrahmenbau
     
  14. ecobauer

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    Danke Shai Hulud, der Tag war mal wieder nicht umsonst. Wieder was dazugelernt :konfusius
     
  15. #14 Shai Hulud, 6. August 2010
    Shai Hulud

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    Diese Methode dürfte nur hilfreich sein, wenn der Bauherr selbst baut oder das Material stellt. Wenn man vom Bauunternehmer die fertige Wand kauft, gilt wie der kalkuliert und anbietet. Dabei ist der Steinpreis nur ein Faktor unter vielen.
     
  16. ecobauer

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    Schade, heute konnte ich jetzt nix lernen, das wusste ich schon!:D

    Die Methode ist dennoch hilfreich, um herauszufinden, wie hoch die Unterschiede schon alleine beim Material sein können.
    Dass die Verarbeitung - oder fertige Arbeit - da einen anderen Preis hat, ist schon klar. Aber auch der BU muss die Steinchen ja wohl kaufen und die wird er wohl auch irgendwo aus der Nähe beziehen. Und meistens haben die auch ihre Favoriten......
     
  17. #16 wasweissich, 7. August 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    der klassische lopez-denkansatz . das der billigere stein beispielweise höhere kosten beim kleber,putz,dämmung,statisch erforderlichen änderungen oder wwi verursacht geht aus diesem sinnfreien vergleich nicht hervor .

    aber man hat dann eine information , die einem den blick für das wichtige verschleiert.:yikes und dann kann man sich super das richtig billige aussuchen:mauer
     
  18. bernix

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    ...streich das DENK, dann stimmts wohl. Der "gute" Mann kann nicht gedacht haben...und seine Mitstreiter auch nicht....
    .
    Immer wieder schön zu lesen dass sich zumindest in den letzten 15 Jahen nix geändert hat. Immernoch bestimmt das Baumaterial den Wohlfühlfaktor (AWG)...und wenn es dann hinterher nicht stimmt, wird halt nachgerüstet.
    .
    ...man müsste Leute mit verbundenen Augen (*) durch die Häuser schicken...und dann fragen: Was ist es?

    * Bei vielen Häuser nicht mal notwendig. Man erkennt optisch nicht ob Massiv oder nichtMassiv

    Nach über 10Jahren im eigenen Haus und Kenntnis vieler anderer Häuser bleibt das Fazit:

    Gut oder schlecht geplant und ausgeführt?!
     
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  20. #18 wasweissich, 8. August 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    und da spielt der stückpreis irgendeines steins/balken absolut keine rolle .

    und wenn doch , nur um eine vernünftige entscheidung zu verhindern .
     
  21. ecobauer

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    Wenn da "...verursachen könnte" stehen würde, könnte ich das so noch stehen lassen.
    Da der TE jedoch konkret nach einer Entscheidungshilfe für/gegen einen Stein gefragt hat, finde ich die Aussage a weng überzogen!
    Und dass man einen Stein nicht alleine nach den technischen Merkmalen aussucht, dürfte einigen oder vielen Menschen inzwischen auch bewusst geworden sein.Und dass in den verschiedenen Regionen in deutschen Landen mit unterschiedlich bevorzugten Steinchen gebaut wird, ist hier im Forum schon zu erkennen.
    Also nix Lopez!!
    Und wenn der TE es ganz genau haben möchte, wird er einen Bauprofi aufsuchen, der ihm den qm-Preis für eine Wand unter Berücksichtigung der konstruktiven Besonderheiten ausrechnen wird.
    Ob jedoch ein BU zu den vorberechneten Kosten arbeiten wird..........:biggthumpup:
     
Thema: Der richtige Stein (Porenbeton/Ziegel) fürs EFH ?
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