Detailfragen zu Spachtelarbeiten

Diskutiere Detailfragen zu Spachtelarbeiten im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hi! Ich poste meine weiteren Fragen zum Verspachteln mal unter "Trockenbau", wo sie hingehören ;) Hintergrund: Wir verspachteln unser...

  1. Azalee

    Azalee

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    Hi!

    Ich poste meine weiteren Fragen zum Verspachteln mal unter "Trockenbau", wo sie hingehören ;)

    Hintergrund: Wir verspachteln unser Holzständerhaus selbst, d.h. sämtliche Wände und Dachschrägen (diese später), aber keine Decken (Holzdecke). Danach wollen wir ein glattes Malervlies aufziehen und dieses mit Lehmstreichputz streichen. Es sollte daher schon eine bessere Q2-Verspachtelung entstehen :)

    Mittlerweile haben wir mit dem Verspachteln unserer Fugen angefangen. Es ist gar nicht so "schlimm" ;) Allerdings tauchen immer wieder kleinere Probleme auf, die ich im Vorfeld nicht absehen konnte.

    1. Was machen wir mit der Schutzummantelung es Estrichs, die erst der Parkett- bzw. Fliesenleger entfernen soll? Müssen wir bis runter auf den Estrich verspachteln? Eigentlich schon, oder? Denn das geht mit dem Schaumstoffrand gar nicht.

    2. Die meisten Fugen zwischen GK-Wand und Sichtholzbalken bzw. den Holzbrettern der Decke wollen wir mit Trennfix verspachteln. Muss dazu der GK angefast werden?
    Auch hier noch mal die Frage, ob die entstehende letzte Mini-Fuge dann mit Acryl geschlossen oder offen gelassen werden sollte. Die Balken sind Konstruktionsvollholz, der Unterbau der Gipskartonwände ist OSB (Holzständerwand).

    3. Wie erkenne ich, ob eine Fuge nach dem ersten Spachteldurchgang noch einen oder zwei weitere Durchgänge benötigt? Der letzte Durchgang soll mit Knauf Finish gemacht werden.

    4. Innenecken: Ich hab' das heute einfach ausprobiert: Spachtelmasse relativ dünn, aber nicht zu dünn in die Ecke geschmiert, darauf ein gefalztes Kurtband gelegt und mit dem Spachtel in die Masse eingedrückt. Dann mit ein wenig Spachtelmasse glatt überstrichen. Passt das so?

    Für Fugen und Löcher in Küche, Wohnzimmer und Diele haben wir wir bislang gut 20 Arbeitsstunden benötigt (ein Durchgang plus einmal Schleifen, alle Fugen mit Easy Tape bewehrt).

    Unser Bauleiter ist für ein paar Tage nur in Notfällen zu erreichen, daher hoffe ich auf eure Unterstützung :)

    Danke und Grüße
    Christiane
     
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  3. Lukas

    Lukas

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    Zu 1.: Randdämmstreifen heißt das Ding. :) Den kannste einfach nach unten biegen.
    Wenn Sockelleisten/-Fliesen drankommen, gibts wenig Grund, zu weit nach unten zu spachteln.
    Du kannst den Randdämmstreifen auch so weit abschneiden, daß er noch sicher und großzügig über die Höhe des Bodenbelages (OKFF) reicht.

    Gruß Lukas
     
  4. Azalee

    Azalee

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    Prima, danke :) Dann ziehe ich die getackerten Klammern einfach raus, richtig? Die verhindern nämlich derzeit noch an manchen Stellen das Umbiegen.

    Hier ist noch ein Foto von meinem heutigen Werk :hammer:

    [​IMG]
     
  5. Lukas

    Lukas

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    Jo, solange es mit der Schwerkraft nicht anders kommt, brauchts die Klammern nicht mehr. :)
    Beim Abschneiden aber etwas Vorsicht und ne scharfe Klinge, damits die Streifen nicht herauszieht.

    Gruß Lukas
     
  6. #5 Gast943916, 22. März 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    1. durch Lukas geklärt
    2. GK anfasen, staubfrei machen evtl. mit Tiefengrund vorbehandeln,
    Acryl würde ich hier nicht verwenden, sauber anspachteln, Trennfix abschneiden
    und du hast einen sauberen "Haarriss" der besser aussieht als das gerissene Acryl
    3. zweiter und dritter Arbeitsgang absolut notwendig, mit einmal spachteln hat das noch
    keiner hingekriegt
    4. wenn der Kurt satt in der Ecke liegt, ohne Hohlstellen, Luftblasen oder Falten, ok


    Gipser
     
  7. Azalee

    Azalee

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    Super, danke für die informative Antwort :)

    Ok, also anfasen. Eventuelle Spachtelverschmierungen auf dem Holz kann man wieder abwaschen, oder?

    Hast du zufällig ein Foto von einem guten Haarriss, der mit Trennfix gemacht wurde? Und womöglich zum Vergleich noch einen mit Acryl zugemschierten...? :o

    Nee, ich meinte auch nicht, dass einer reicht (soweit hab' ich das schon erkannt *g*), sondern ob nach dem ersten noch EIN weiterer oder noch ZWEI weitere Durchgänge nötig sind, also:
    a) Uniflott - Uniflott - Finish oder
    b) Uniflott - Finish oder sogar
    c) Uniflott - Uniflott
    Natürlich jeweils plus Schleifen.

    Schön, dann müsste das so passen. Ich schätze, auch hier gilt: Abstoßen, Schleifen, zweite Runde und noch mal Schleifen, gell?

    Noch etwas zu den Kreuzungen: Man verspachtelt ja erst die Querfugen. Daher habe ich (wenn ich dran gedacht habe...) auch erst die Querfugen mit Easy Tape beklebt und bei den Längsfugen dann an der Fugenkreuzung das Band kurz unterbrochen, damit es dort nicht doppelt liegt. Richtig so?

    Ach so, und diese doofen Außenecken... Müssen die Stöße (mehr oder weniger rechtwenklig abgeschnittene Kanten) vorbereitet werden, bevor da das Alueckprofil drauf kommt? Grundieren klar, aber nicht anschrägen oder so?
    Also, Spachtelmasse aufziehen, Profil reindrücken und durchdringende Masse glattziehen. Und dann steht ja die Aluecke etwas hervor. Wird die Spachtelmasse dann so dick aufgetragen, dass die Ecke genau bündig mit der Wandfläche ist?

    Vielen Dank!
    Christiane
     
  8. #7 Gast943916, 22. März 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    nein, da ist ja das Trennfix
    nein, sowas fotografiere ich eher nicht
    zum Spachtelgang: Variante a), wire schleifen aber nur am Schluss....
    richtig, aber ich hätte erst die Längsfugen gemacht, wäre einfacher gewesen
    an den Eckschutzprofilen die Masse breit ausziehen, mindestens auf Traufelbreite


    Gipser
     
  9. Azalee

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    Okay, danke!

    Mit dem Verschmieren meinte ich kleine Stellen, wenn man beim Hantieren mit dem Gerät mal ans Holz kommt, also auch mal weiter daneben irgendwo.

    Ist es nicht so wichtig, ob man erst die Quer- oder erst die Längsfuguen verspachtelt?

    Viele Grüße
    Christiane
     
  10. #9 Gast943916, 22. März 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    im Prinzip richtig: erst quer dann längs, aber wenn ich den Kurt verarbeite dann umgekehrt, weil ich das Band nicht unterbrechen muss.


    Gipser
     
  11. Azalee

    Azalee

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    Ah, okay, das betrifft also die Kreuzungen von Innenecken (längs) und Querfugen. Ja, klar, da habe ich den Kurt auch durchgängig eingelegt. Bei den Kreuzungen in der Fläche nehme ich ja Easy Tape (damit komme ich übrigens besser zurecht als mit dem Band ohne Gitterlöcher), das kann man ja problemlos unterbrechen.

    Danke für deine vielen Tipps!
     
  12. Azalee

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    So, da bin ich wieder :D Weil uns beim Beplanken das Trennfix ausgegangen war, haben einige Balkenauflagen noch keines abbekommen. Ich habe heute angefangen, das nachträglich reinzuschieben. Was für eine nervige Angelegenheit...

    Dazu ein paar Fragen:

    1. Ich schiebe den Streifen so weit zwischen GK und Holz, wie es geht, oder? Also natürlich guckt noch etwas heraus, aber vermutlich sollte die Trennung ja möglichst über die ganze Plattendicke bestehen.

    2. Ist es besser (aber auch schwieriger), das Trennfix gleich wellenförmig oder U-förmig um die Balken zu legen, oder macht man das mit Unterbrechungen/Einschitten an jeder Holzkante?

    3. Mit welchem Werkzeug (kleiner Spachtel, breiter Spachtel, Innenspachtel...) bekomme ich die Spachtelmasse am besten in die Fuge? Man kann ja hier nicht drüber hinweg ziehen, sondern müsste das Zeug eher "hineinschieben".

    4. Wann wird der Streifein abgeschnitten? Nach dem letzten Spachteldurchgang (hier auch drei Mal??) oder nach dem abschließenden Streichen?

    Danke :)

    [​IMG]
     
  13. #12 Gast943916, 23. März 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 23. März 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    logisch, ist ja auch 65 mm breit und soll eine Trennung der Materialien bewirken

    2. das Trennfix faltenfrei um den Balken kleben, am besten ohne Trennung

    3. kleine Spachtel, musst du probieren

    4. ich würde ihn erst nach dem streichen abschneiden, ansonsten musst du den Balken ja noch einmal abkleben

    Nachtrag: die Platte am Balken etwas großzügiger ausschneiden um auch Spachtelmasse in die Fuge zu bekommen


    Gipser
     
  14. Azalee

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    Gut, danke.

    Das ist zu spät, die Platten sind ja alle schon dran, und wir hatten versucht, die Fugen möglichst schmal hinzubekommen, um eben nicht überall spachteln zu müssen. Ich werde jetzt einfach nur die etwas breiteren = unschönen Fugen anfasen und dort Trennfix reinfriemeln.

    Grüße
    Christiane
     
  15. Azalee

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    Hi!

    So, mittlerweile sind die Balkenenden hübsch ausgefast (ein paar einzelne Abschnitte haben wir ausgelassen, weil dort keine Fuge vorhanden war) und mit Trennfix bestückt. Ein paar (später kaum sichtbare) Fugen haben wir schon mal testweise verspachtelt, morgen folgt der Rest.

    Passt das so?

    [​IMG]

    Muss man da oben eigentlich auch zweimal verspachteln? Wenn die Fugen beim Trocknen schrumpfen vermutlich schon, oder?

    Danke und Gruß
    Christiane
     
  16. Azalee

    Azalee

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    Guten Morgen!

    Nachdem wir gestern alle "Us" des Wohnzimmers wie oben verspachtelt haben, ist mir noch etwas aufgefallen: Das Eigengewicht des Trennfix' drückt an den waagerechten Fugen die Masse nach unten, so dass nach dem Trocknen bzw. später nach dem Abschneiden doch wieder eine (zum Teil wellige) Fuge zwischen Trennfix und Holz entsteht.

    Was kann ich dagegen tun? Reicht ein zweiter Durchgang, oder gibt es eine Möglichkeit, wie die Spachtelmasse gar nicht erst "absackt"?

    Danke!
    Christiane
     
  17. Peeder

    Peeder

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    nicht das Trennfix drückt, sondern der Spachtel zieht.

    Ursache , der Spachtel zu dünn, oder zuviel Masse an Spachtel, die der Erdanziehungskraft nichts entgegen zu setzen hat.

    Bei größeren Flächen 2-3 x Spachteln.
    Nicht den Fehler machen, die Masse kurz vor dem abbinden nochmals nachdrücken, oder den Spachtel durch nachstreuen etwas fester anzumachen.
    Ebenso falsch ist, wenn der Spachtel anfängt ab zu binden, mit Wasser verdünnen, oder schnell noch in größeren Fugen eindrücken.




    Peeder
     
  18. KPS.EF

    KPS.EF

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    Knauf bietet eine neue Spachtelmasse namens "Trias" an, lt. Prospekt :deal

    - ohne vorheriges Einsumpfen
    - ohne Fugeneinfall
    - ohne Fugen-Platten-Kontrast
    - hohe Risssicherheit

    Da ich selbst dieses Material noch nicht verarbeitet habe, wäre ich an Rückinformationen bzgl. der Praxisbewährung interessiert.

    MfG

    KPS
     
  19. Azalee

    Azalee

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    Okay, dann werde ich beim zweiten Durchgang darauf achten. Ist eben blöd, wenn man nachher eine zwar schmalere, aber dafür wellige Fuge hat statt der geraden vorher...

    Zum Trias: Damit haben wir bislang keine Erfahrung.

    Dann habe ich gestern angefangen, im Wohnzimmer die zweite Schicht Uniflott aufzubringen. Das verbraucht kaum Spachtelmasse, was ja hoffentlich ein gutes Zeichen für den ersten Durchgang ist ;) Ich mache den zweiten von der Technik her wie den ersten, also mit dem breiten Knauf Schraubgriffspachtel und Uniflott, und achte ganz besonders auf eine glatte Fugenoberfläche. Im dritten Durchgang nehme ich dann das Finish und die Glättkelle, richtig?

    Kann ich auf das Finish eigentlich bei anspruchslosen Stellen (z.B. wo drübergefliest wird) verzichten?

    Danke und Gruß
    Christiane
     
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  21. #19 Gast943916, 26. März 2011
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    ich empfehle grundsätzlich zum Originalfugen spachteln die Glättekelle, weil man beim nochmaligen abziehen viel weniger Masse aus der Fuge mitnimmt,
    beim ersten Spachtelgang kann die Masse etwas dicker angemacht werden, beim 2. etwas dünner und beim dritten wieder etwas dünner oder Finisch verwenden.
    So habe ich über Jahre gespachtelt und meist ohne schleifen zu müssen, aber das erfordert Übung...

    bei Fliesenbelag reicht ein Spachtelgang, aber bitte auch die Schrauben mitspachteln.


    Gipser
     
  22. Azalee

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    Hi, danke für die Tipps.

    Meinst du mit "Originalfugen" die nicht geschnittenen, also die maschinell abgeflachten Kanten?

    Also von Anfang an, sprich alle drei Durchgänge bei diesen Fugen mit Glättkelle? Das "quer zur Fuge einbringen", wie es bei Knauf so schön heißt, geht mit der Kelle aber nicht, oder?
     
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