Dezentrales Abluftgerät im hochgedämmten Haus

Diskutiere Dezentrales Abluftgerät im hochgedämmten Haus im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, ich habe folgende Frage: Macht in einem mit 200mm WDVS (EPS) gedämmten Haus (LWWP) der Einsatz von dezentralen Lüftern Sinn...

  1. Jim888

    Jim888

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    Hallo zusammen,

    ich habe folgende Frage: Macht in einem mit 200mm WDVS (EPS) gedämmten Haus (LWWP) der Einsatz von dezentralen Lüftern Sinn (Abluft im Bad, ansonsten Pendellüfter mit WRG)? Konkret frage ich mich, ob die Geräte nicht eine Kältebrücke darstellen? Solange sie im Betrieb sind, mag alles wunderbar sein. Aber was passiert, wenn sie ausgeschaltet werden - was zumindest bei den Bad-Ablüftern ja die Regel ist?

    Wird die Fassade dann noch schneller grün?

    Danke und Gruß,
    Jim
     
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  3. feelfree

    feelfree Gast

    Kannst du mal erläutern, wo Du einen Zusammenhang zwischen der Lüftung eines Hauses und der Neigung der Fassade zu Algenbildung siehst?
     
  4. Jim888

    Jim888

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    Naja, aus den dezentralen Lüftern tritt ja Kondensat aus. Das tropft zwar bei den meisten Herstellern vernünftig ab, ohne an der Hauswand runterzulaufen, vermutlich aber nur bei Windstille.

    Ich bin auf die Frage gekommen, als ich in der Montageanleitung eines dieser Hersteller gelesen habe, dass man die Fassade im Bereich des Auslasses besonders vor Algen zu schützen habe. Wie auch immer das gehen soll...

    Eine zweite Frage betrifft die Bad-Lüfter, die bei entsprechender Feuchte anspringen. D.h. dass sie nur selten laufen. Für den Rest der Zeit sind sie nach meinem Verständnis eine Kältebrücke, die in einem mit LWWP beheizten Bad nicht unbedingt erwünscht ist.
     
  5. #4 Fliesenfuzzi, 27. Oktober 2014
    Fliesenfuzzi

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  6. SirSydom

    SirSydom

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    Willst du wirklich ein hochgedämmte Bude bei der extra viel Wert auf Luftdichtigkeit gelegt wird in jedem Rauch ein Loch machen?? Ne, das willst du nicht.

    Ich habe solche dezentralen Reversierlüfter (DHH zur Miete):
    - Schalldämmung innen/außen: Man ein Gespräch das mit normaler Lautstärke draußen geführt wird im Inneren verstehen! Klar ist, wie sich ein LKW anhört, der morgens um 6 mit 50km/h am Haus vorbeifährt.
    - WRG: ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses System mit den Keramikspeichern eine ähnliche Effizienz bietet wie eine zentrale Lösung. Vor allem weil gerade in den Räumen mit der höchsten Temparatur die meiste Luftfeuchtigkeit erzeugt wird und du hier nur Abluft machst (keine WRG!).
    - Wartung: Es ist viel einfacher einen Filter zentral zu wechseln, als alle 6-8 Wochen die Filter und die Keramikkartusche in jedem Raum zu reinigen (Herstellerempfehlung)
    - Lüftergeräusch: Bei meiner Anlage auf 100% unerträglich laut. Bei 25% erträglich, aber duetlich wahrnehmbar. Durch das Reversieren hat man auch alle 60s eine Änderung, das nimmt man viel eher wahr als eine kontinuierliches Rauschen.
    - unzureichendes Lüftungsergebnis: ohne zusätzliche Fensterlüftung komme ich nicht aus. Insbesondere im Bad, selbst im Sommer Kondensat an Fließen, Fenster etc. Aber auch an DFF.
     
  7. Jim888

    Jim888

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    Ich vermute, dass es bei dezentralen Geräten - wie überall - Licht und Schatten gibt.

    Es gibt Geräte mit lächerlicher WRG und die vor allem als Windeinfall dienen. Es gibt aber auch welche, deren Außenschalldämmung so gut ist, dass man schon extrem schallisolierte Fenster braucht, um durch den Lüfter eine Verschlechterung zu erleben. Und wo die WRG im Bereich von 90% liegt. Geräusch im Bereich von 20dB. Ob das Lüftungsergebnis ausreicht, dürfte von der ordentlichen Dimensionierung abhängig sein (natürlich auf kleine Lüfterstufen ausgelegt).
    Klar - wenn man den Lüfter ausschaltet, fungiert er als Kältebrücke. Und das Argument bzgl. Wartungsaufwand empfinde ich auch als deutlichen Nachteil. Dafür kann man die unterschiedlichen und variierenden Bedarfe im Haus eben auch dezentral bedienen. Hat weniger Probleme mit trockener Luft. Investitionskosten sind ebenfalls niedriger. Zumindest in der kleineren Wohneinheit unseres ZFH dürfte sich eine zentrale Variante kaum lohnen, bei der großen Einheit schwanke ich.

    Zurück zum Thema: Mich interessiert der Aspekt Fassade. Wobei es da inzwischen auch gute Lösungen gibt (Einbau in Fensterleibung, Kondensatableitung über Schlauch zwischen Wand und Dämmung)...
     
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