DHH aus 1966

Diskutiere DHH aus 1966 im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Tag zusammen! Vorab: Bitte entschuldigt den selten bescheuerten Benutzernamen, habe ewig mit Namen, Geburtsdaten usw. rumprobiert. Nun zu...

  1. Ananas

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    Tag zusammen!

    Vorab: Bitte entschuldigt den selten bescheuerten Benutzernamen, habe ewig mit Namen, Geburtsdaten usw. rumprobiert.

    Nun zu meinem eigentlichen Anliegen:

    Wir (mein Mann und ich) wollen ein Haus kaufen. Soweit sind wir schon mal.

    Nun suchen wir seit einigen Monaten und stehen nun das erste Mal an dem Punkt, dass uns ein (bezahlbares) Haus so gut gefällt, dass wir kaufen würden: DHH aus 1966, 95qm, nette Lage.

    Folgende Vorteile:

    Es ist komplett entkernt. (Löcher für Leitungen in den Geschossdecken usw. wurden gelassen)

    Der Dachstuhl sieht sehr gut aus.

    Das Mauerwerk ist zweischalig = Fassadendämmung nicht erforderlich.

    Die Fassade ist verklinkert.

    Folgende Nachteile:

    Alufenster, teilweise fehlen die Fenster (so sagte mein Mann zumindest, mir ist das nicht aufgefallen wegen der Rolläden, die vor allen Fenstern waren)

    Sämtliche Installationen (Heizung, Sanitär, Elektro) fehlen.

    Folgendes wollen wir: Ein gemütliches zu Hause in schöner Lage, gerne mit viel Eigenleistung nett gemacht.

    Um nun zumindest ca. kalkulieren zu können, was auf uns zukäme, würde ich euch gern nach Erfahrungswerten befragen.

    Für die Elektroarbeiten, also komplette Leitungen durchs ganze Haus, Keller, EG, 1. OG und Studio sowie Steckdosen und Schalter

    Für die Sanitärinstallationen, ein GästeWC im Keller ca. 4qm und ca. 6qm im 1. OG.

    Für eine neue Gaszentralheizung (der Gasanschluss liegt bereits im Keller, ist jedoch derzeit gekappt)

    Dreifachverglaste Fenster (in welcher Einheit gibt man das an? Fläche? Anzahl der Fenster)

    Kamin mit Außenabzug

    Ich weiß, dass ich -wenn überhaupt- nur Richtwerte von euch bekommen kann, da erst nach dem Umbau die tatsächlichen Zahlen vorliegen. :konfusius

    Bin schon sehr glücklich darüber, dass es entkernt ist, da warten sicher weniger Überraschungen als hinter Vertäfelungen und Co.

    Dass die Wände trocken sind, setzen wir gerade voraus, das wird mein Papa durchmessen (er ersetzt gewissermaßen den unabhängigen Gutachter). Der rückt jedoch aus 200km Entfernung an, das möchte ich ihm ersparen, wenn wir uns das Haus (inkl. der o.g. Maßnahmen) eigentlich nicht leisten können.

    Bin euch sehr, sehr dankbar für jede Rückmeldung! :bounce:

    Viele Grüße,
    Ananas (eigentlich Heike)
     
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  3. #2 Bauliesl, 6. Mai 2014
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    Hallo Heike,
    wir rechnen bei einer Sanierung mit ca. 1.500€ pro qm, so grob über den Daumen, für die reinen Baukosten. Was ist mit dem Dach? Ist das Gedämmt? Zweischaliges Mauerwerk heißt auch nicht zwangsläufig, dass energetisch nichts gemacht werden muss....
    Lass das Ding einen Kollegen vor Ort anschauen oder ist Dein Vater per Ausbildung in der Lage den Gutachter zu ersetzen? Und der Kollege kann Dir dann genauer sagen, was das Vorhaben ungefähr kostet (... und zwar nicht erst nach dem Umbau.. ;-) ).
    Die paar hundert Euro werden gut investiert sein.
    Gruß,
    Liesl
     
  4. Ananas

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    Hallo Liesl, vielen herzlichen Dank!
    Mein Vater greift auf ca. 30 Jahre Erfahrung mit "alten" Häusern zurück und hat halt div. Prüfgeräte. Wenn er tatsächlich sein okay gibt (bisher hat er das nie), steht generell an, jemanden zu bestellen, der uns auch was Schriftliches geben kann.

    1.500 pro qm für den kompletten Innenausbau? Also, in Sachen Elektrik und Sanitär? Das hört sich fast wenig an.

    Das Dach ist bereits gedämmt, ich hatte aber etwas das Gefühl dass es zieht (mag an den Fenstern gelegen haben), deshalb lassen wir das auf jeden Gall von meinem Vater und auch von einem Energieberater (der auch eh kommen wird, wenn Papas Daumen oben ist).

    Lieben Gruß
    Ananas eigtl. Heike


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  5. #4 Zellstoff, 6. Mai 2014
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Dir ist bewusst, dass das bei knapp 100m² rund 150.000€ veranschlagte Gesamtkosten sind?
    Für wenige zehntausend mehr, bauen andere Leute ein 95m² Haus komplett neu, nur mal so als Denkanstoß.
     
  6. #5 Bauliesl, 6. Mai 2014
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    .... wenig.... ;-)
    Zellstoff hat Recht - für ein paar hundert Euro mehr pro qm kann man neu bauen...
    Nichtsdestotrotz denke ich, dass man bei so einer Maßnahme bei ca. 150T€ rauskommen wird (auch wenn´s in meinen Ohren viel klingt..).
     
  7. #6 Stolzenberg, 6. Mai 2014
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    Darf man nach dem Grund der "Entkernung" fragen? - Und wie lange sich das Haus in diesem Zustand befand?
     
  8. Ananas

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    Ja, ein Multiplikation schaff ich grad noch, danke. Verzeihung bitte, dass ich meine laienhafte Einschätzung kundgetan habe.

    Fakt ist, dass man sich für einen Neubau kein 500qm Grundstück plus Erschließung mehr leisten kann.

    Den genauen Grund für die Entkernung kenne ich nicht, es liegen jedoch Planungen für einen geänderten Grundriss vor, daher gehe ich davon aus, dass dies die Intention war. Abgebrochen wurde der Umbau wegen der Scheidung der jetzigen Besitzer.


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  9. Ananas

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    Oh, vergessen: In dem Zustand länger als zwei Monate.


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  10. #9 Stolzenberg, 6. Mai 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Scheidungsopfer ist die einzige Version die in der Regel ohne wesentliche Substanzprüfungen und ein schlechtes Bauchgefühl hinnehmbar ist. Immer vorausgesetzt der Leerstand war nicht zu lange!

    PS: Zwei oder drei Monate sind nichts wenn die Rohrleitungen stillgelegt waren...
     
  11. Ananas

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    Danke, das beruhigt mich etwas. Es ist tatsächlich alles stillgelegt, die Zugänge im Keller sind vorhanden, aber gekappt.

    Was mich auch etwas ruhig hält, ist, dass der Winter ja prinzipiell nur jahreszeitentechnisch ein Winter war.

    Wir haben am Donnerstag nachmittag einen Termin mit der Maklerin. Sie legt uns die Kalkulation vor, die sie erstellt hat. Ich bin sehr gespannt. Faszinierenderweise hat sie eine Summe in den Raum geworfen, die nur einen Bruchteil von meinen Vorstellungen und der hier genannten Summe von 1.500 pro qm beeinhaltet. Dafür nehm ich mir die Zeit gerne. :shades

    Wir gehen aktuell mal davon aus, dass es für uns weiterhin in Frage kommt.
     
  12. Julius

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    Derartige Angaben von Marklern und Eurolern sind unbeachtlich (um nicht zu sagen: meist viel zu niedrig, ob aus echter Unkenntnis oder um den Kauf schmackhaft zu machen)!
     
  13. Koempy

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    Nimm dir auf jeden Fall einen Gutachter dazu, der das auch wirklich einschätzen kann. Makler wollen nur verkaufen.
     
  14. Ananas

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    Schon klar, auch wenn ich tendenziell keine Ahnung von realistischen Preisen habe. Wer aber welche wirtschaftlichen Interessen verfolgt, ist mir durchaus klar. Ich bin schlichtweg gespannt auf die Kalkulation der Maklerin und nehme mir daher die Zeit. Auch wenn die Gesamtkalkulation wahrscheinlich in sich in die Tonne gehört, wer weiß, vielleicht hat sie ja die eine oder andere gute Idee.

    Nichts desto trotz: Herzlichen Dank für die Hinweise!


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  15. #14 Zellstoff, 7. Mai 2014
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    sorry wenn das falsch rübergekommen ist, wollte wirklich nicht ironisch Dir was vorrechnen. Ich wollte nur sichergehen, dass da kein Missverständnis vorliegt, alá "pro m² im Bad kann das hinkommen, aber der m² im Wohnzimmer muss doch billiger zu renovieren sein"

    Ist nur ungewöhnlich, dass jemand die Zahl als niedrig ansieht, normalerweise ist der Tenor etwa so: "aber so ein Bodenbelag kostet doch nur 12€/m², wo gehen die anderen 1488€ hin?" oder "keine Sorge, mit Eigenleistung bekommen wir das für 300€/m² hin"

    Ich kann Dich verstehen. Solche kleinen DHH bzw. die Grundstücke sind für BT uninteressant, weil nicht änderbar/anders bebaubar. Viele andere scheuen den Sanierungsaufwand.
    Das sind auch hier die Fälle, wo jemand mit rel. überschauberen Invest an ein Eigenheim kommen kann. Bezahlt wird mehr oder weniger nur der Bodenrichtwert.

    Habe den gleichen Fall aktuell im Freundeskreis. Alte, kleine DHH sogar aus den 50ern. Seit gut einem Jahr wird saniert und natürlich kommen immer neue Überraschungen. Es war nicht entkernt bei Kauf, sondern bis zum Tod durch Besitzerin bewohnt.

    Was ich sagen will: soetwas kann ein schönes Eigenheim werden, wenn man den Sanierungsaufwand nicht scheut und sich der Kosten bewusst ist.
    Die Bausubstanz muss aber stimmen, und da ist ein Gutachter ganz ganz wichtig, das wirklich fachmännisch zu beurteilen. Selbst wenn der 1500€ kostet, das ist nichts (1%) im Verhältnis zu den Sanierungskosten, oder soviel, wie man locker an kleinsten Details später wieder sparen kann.
    Dass entkernt ist, ist gut. Da ist die Beurteilung einfacher.
     
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  17. Ananas

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    Kein Thema, ich denke mir, dass ich mit meiner Einschätzung eher ein Einzelfall bin.
    So oder so, wir haben uns gegen das Haus entschieden, nachdem wir den Grundbuchauszug gesehen haben. Dieser hat ein K.O. Kriterium aufgewiesen. Leider...
    Interessant war noch die Kalkulation der Maklerin, die uns einen Gesamtpreis für die Sanierung von gut 50.000€ vorgerechnet hat. Okay, ohne Fenster, trotzdem abenteuerlich wenig. Ich hoffe, dass das niemand als Kalkulationsgrundlage nimmt. Sonst steht bald eine Zwangsversteigerung an...


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  18. Grimm19

    Grimm19

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    Haben wir auch Pi*Daumen gezahlt (evtl. auch 10.000 mehr, aber es passt einigermaßen): Neue Bäder, Fliesen, Elektrik komplett, Heizungen mit Vor- und Rücklauf neu, Verputzen, Spachteln & Tapezieren. Unser Haus hat 140m².
    Man kann schon viel sparen, wenn man was in Eigenleistung macht (Stemmarbeiten z.B.).
     
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