die dänen

Diskutiere die dänen im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; an dieser Stelle nur ein Link

  1. planfix

    planfix Gast

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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 25. Februar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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  4. Der Da

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    na dann wird eben mit Holz geheizt, bis keines mehr da ist.

    Solch ein Verbot ist schlichtweg falsch. Ich als Bauherr will die Wahl haben. Wenn ihr mich zwingen wollt, regelt das übern Preis. Klappt ja beim Öl ganz gut.

    Ich habe mich bewußt für Gas entschieden, erstens weil ich eh mit Gas kochen werde, und dadurch nicht um eine Gasleitung herum gekommen wäre, und weil ich die Technik so einfach wie möglich halten will.
    Erdwärme mit Tiefenbohrung geht nicht, und Flächenkollektoren gehen auch nicht, soll der Garten wie unserer als Nutzgarten verwendet werden.

    Die Luft-Weissgottwas Lärmventilatoren sind auch nicht das dollste, und was dann noch als Alternative bleibt, ist sehr experimentell. Oder eben unverhältnismässig teuer. Gerade bei hocheffizienten Neubauten ist es sinnlos diese Ressourcen zu verbieten. Wirklich Erfolg hat man nur, wenn man die Großverbraucher angreift... Kreuzfahrtschiffe, Fabriken, und und und.
    Ist mindestens genaus bescheuert wie die Energiesparbirne... um ein bisschen Energie beim einzelnen zu sparen, dafür die Produktionsenergie nach oben zu treiben.

    Ist aber eh ein unendliches Thema... und Dänemark hta grade mal etwas über 5 Mio Einwohner... kaum vergleichbar :) Ein Tropfen auf den heissen Stein.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Das stimmt zwar nicht, aber unabhängig davon, soll halt jeder selbst entscheiden wie er heizen möchte.

    Das Verbot bei Neubauten hat den Vorteil, dass hier durch sinnvolle Planung oftmals auf Gas und Öl verzichtet werden kann. Bei Häusern im Bestand ist das nicht so einfach, und führt zu den allbekannten Problemen. Unser Hauptproblem sind aber nicht die Neubauten, sondern der Altbestand, denn was dort an Energie verheizt wird, ist viel mehr als bei den Neubauten. Ohne Konzepte den Altbestand zu "sanieren" können Politiker die Neubauer gängeln soviel sie wollen. In Der Bilanz wird sich das so schnell nicht bemerkbar machen, und was in 20 oder 30 Jahren sein wird.....wer weiß das schon.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Julius

    Julius

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    Das ist doch rein aktionistische Augenwischerei:

    Dann wird eben das Erdgas im Kraftwerk verstromt und mit dem Strom dann die Wärmepumpe im Gebäude betrieben.

    Und das einsparte Heizöl kann man gut brauchen, um das Brennholz zu machen und zu transportieren.

    Erfolg: Höherer Systemaufwand, höhere Umweltbelastung und geringerer Gesamtwirkungsgrad.
    Toll...!

    Merke:
    Noch immer, wenn Politik den Weg statt des Ziels vorgegeben hat, ging das grandios in die Hose.
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 25. Februar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Julius, bevor Du hier Stammtischparolen verbreitest, beschäftige Dich mal mit der Energiepolitik der Dänen in den letzten 20 Jahren (oder noch mehr)

    1) Die Dänen sind Erdöl- und ich meine auch Erdgasexporteure. Die haben also mit Versorgungssicherheit (nch) kein Problem!

    2) Trotzdem oder gerade deswegen haben die konsequent in die erneuerbaren Energien investiert. Die haben einen irre hohen Anteil an Windstrom im Stromnetz! Atomstrom haben die aus eigener Produktion nie gehabt! Bestenfalls aus Svergie und D importiert.

    3) Die Dänen sind Pragmatiker. Das dänische Pendant zur EnEV ist ganz simpel. Für Bauteile min. U-Werte + einen max. Verbrauch. Da gibts keine "vergessenen" Häkchen bei Zirkulation und keine geschöntenn Wärmebrückenzuschläge!

    4) Der dänische Strompreis gehört zu den höchsten in Europa, allerdings ist in DK das gesamte Kosten-, aber auch Lohnniveau deutlich höher als bei uns.

    5) In Dänemark gibts es längst nicht so ein Berufsbedenkenträgertum wie in D. Da stehen dann halt mal X-Dutzend Windräder in der Landschaft. Und das eben auch auf Bornholm, einer Insel, die u.a. deutlich vom Tourismus lebt.
    Da klagt kein Häuslebauer wegen drehendem Schattenwurf der Rotoren, da wird der Windpark einfach zur touristischen Attraktion gemacht!

    6) Holzheizungen sind in einem Land mit rel. geringem Waldbestand auch nicht das, was da wirklich de Energiewende herbeiführen soll.
    Der Kamin ist nur for hyggelig, ikke for værme.

    Also bitte mal den deutschen Stammtischdunst in der Kippe lassen und wie hier eigentlich üblich, erst Wissen sammeln, dann schreiben!
     
  8. #7 Alfons Fischer, 25. Februar 2013
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    ja, aber womit heizen die Dänen dann, wenn nicht Öl, Gas und Holz und wenn Strom zu teuer ist?
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 25. Februar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Zum einen Lesestoff:
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-09/daenemark-energiewende

    Zum anderen - ich habe nicht geschrieben Strom zu teuer, sondern "nur" teurer als hier!

    In DK sind Stromheizungen (Widerstandsheizung) wesentlich verbreiteter als hier. Zum Anteil der WP vermag ich kein Urteil abzugeben.

    Es ist ja andererseits auch egal, womit sie bisher heizen! Das ist so, als hätte man bei der Elektirfizierung Europas gesagt:
    Hey, unser Gaslicht ist doch, Strom brauchen wir nicht!
     
  10. Der Da

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    <spass> In Grönland bietet sich doch die Eisheizung an <spass-aus> :bierchen:
     
  11. mastehr

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    Die Franzosen sind da schon viel weiter:

    Das Miets-Haus, was ich über vier Jahre bewohnte, kam schon seit 1980 ohne Öl- oder Gasheizung aus. Ebenso die Wohnungen und Häuser der Nachbarn und Kollegen. Dank der französischen Strom-Erzeugung wurden über 80% des Stroms CO2-frei erzeugt.

    Die Heiz-Kosten dafür beliefen sich 2010 auf 8 Cent / kWh thermisch tagsüber und 5 Cent / kWh thermisch in der Nacht. Es wurde kein Schornsteinfeger gebraucht und die Heizungen waren auch wartungsfrei.
     
  12. sarkas

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    Naja - etz sollen ja auch wieder Nachtspeicherheizungen kommen ......
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 25. Februar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich stelle mir das gerade in D vor.

    Hr. Altmaier gibt am 29.02.2013 bekannt, er wolle per Gesetz wie die Dänen ...... :
    Aufschrei der FDP - die deutsche Thermenindustrie wird in Grund und Boden getreten (Äh, wo fertigen die doch gleich)
    Aufschrei der SPD - die Stromkonzerne haben eh schon zu viel Macht (ja wer hat sie ihnen denn nicht weggenommen, als er an der Macht war)
    Aufschrei der Piraten - fürs Internet gibts dann nicht mehr genug Strom ( öööööööhm )
    Aufschrei der CSU - wir sind dagegen, weil die CDU dafür ist, wäre die CDU dagegen, wären wir dafür
    Aufschrei der Grünen - wir sind dagegen, weil es von der CDU kommt und nicht genug Energie gespart wird. Es fehlt die Forderungen nach drei Lagen Norwegerpullis übereinander im Winter
    Aufschrei Fr. Aigner als Verbraucherschutzministerin - Sie braucht vorher einen Aktionsplan
    Aufschrei BUND, Greenpeace und Bauernverband - wir sind dagegen, weil es ökologisch wertvolle Flächen verbraucht und Atomstrom fördert (warum auch immer)
    Aufschrei aus Brüssel - wir sind dagegen, weil der freie Warenwirtschaftsverkehr behindert wird
    Aufschrei Hr. Putin - wir (Plural matjestatis) sind dagegen, weil es die russische Volksseele (vertreten durch ein paar Öl- und Gasoligarchen) schädigt
    Aufschrei der Energieversorger - wir sind dagegen, weil wir die Netze nicht kriegen
    Aufschrei der Gas- und Ölbranche - wir sind dagegen, weil wir dagegen sind, dass wir weniger verdienen
    Aufschrei Hr. Schäuble - Erst muss geklärt werden, wie die Steuerausfälle kompensiert werden
    Aufschrei der Sanitärinstallateure - wir sind dagegen, weil wir nicht umlernen wollen
    Aufschrei der Hedgefonds - wir sind dagegen, weil wir keine Kupferaktien im Portfolio haben
    Aufschrei der Elektroinstallateure - wir haben nicht die Mitarbeiter, dass zu schaffen
    Aufschrei Konrad Fischer - die Häuser werden erst verschimmeln, dann absaufen und dann unter Wasser brennen
    Aufschrei der Schornsteinfegerinnung - wir werden unserer gottgleichen Stellung beraubt

    Alles wartet auf ein Machtwort der Kanzlerin. Da dieses ausbleibt (Fr. Merkel besucht gerade mal wieder Eisbären in Grönland), erklärt Hr. Altmaier am 02.03., das alles sei gar nicht zur Umsetzung gedacht gewesen, sondern war nur eine Machbarkeiststudie, die ein übereifriger Mitarbeiter ohne Anweisung erstellt habe und die durch noch zu klärende Umstände (Enileaks-Affäre) in die Öffentlichkeit gelangt sei, die davon niemals hätte erfahren sollen.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Deutschland ist halt cool.
     
  15. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    sagt mal: kann es sein, dass da gar keine ökologischen Gesichtpunkte dahinterstehen, sondern politische?
    Wenn ich lese, dass die Dänen Europameister bei CO2-Erzeugung / Kopf sind?
     
  16. #15 Ralf Dühlmeyer, 28. Februar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Wo liest Du das denn???
     
  17. #16 Vorgartenzwerg, 28. Februar 2013
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    :mega_lol: Den fand ich am besten. :biggthumpup:
     
  18. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    folge dem Link oben...-> unten weitere Artikel zum Thema -> link zu heizungsfinder.de

    Auszug:
    Sensibilisierung durch Ölkrise

    Aber warum geht Dänemark diesen Weg? Auf die Gründe des dänischen Ausstiegsbeschlusses geht Thorsten Zörner vom blog.stromhaltig näher ein. Diese seien in der Energiegeschichte Dänemarks zu finden, das in der Ölkrise in den 1970er Jahren schmerzlich erfahren musste, wie abhängig das Land von Energieimporten war. Während in der Folgezeit die Atomenergie von der dänischen Bevölkerung abgelehnt wurde, stieg Dänemark mit seinem langen Küstenstreifen zu einem der größten Windenergieproduzenten auf. Dies konnte den steigenden Energieverbrauch der Dänen jedoch nicht eindämmen, was den Dänen in der Folge einen Negativrekord mit dem höchsten pro Kopf CO2-Ausstoß in der Europäischen Union einbrachte. Das Verbot von Öl- und Gasheizungen ist daher auf diesem Hintergrund sowohl als energie- als auch klimapolitisch konsequent zu betrachten.
     
  19. Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    naja, die Dänen haben im Vergleich zu D wenig Problme mit Stromleitungen von den Windrädern zu den Verbrauchern. Ich sach mal, max. 100 Km von einer der Küsten bis zur Mitte. Nicht wie bei uns, über 1.000,00 km von der Küste bis Bayern.

    @ Ralf,
    die Windräder machen nicht nur unangenheme Schatten, die Dinger sind auch recht laut. Ich war vor einiger Zeit zu einem Ortstermin, war etwas früher als geplant und hatte Zeit, mich in eine ruhige Ecke zu setzen. Diese Geräusche wären in der Nacht für mich ein Albtraum.

    si
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 28. Februar 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Sowas nenne ich den Spinat-Efekt

    Einer schreibt von einem ab, der von einem abgeschrieben hat, der von einem .......

    Hier ist DK gar nicht vertreten:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Kohlenstoffdioxidemittenten

    und hier Stand 2003 auf Platz 31 mit einige europäischen Länder vor sich.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Länderliste_CO2-Emission

    Also nicht alles glauben, was irgendwer in die Welt setzt!
     
  22. ralph12345

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    Wieso werden Dänemark und Frankreich hier diskutiert. Hat das irgendwelche Auswirkungen auf uns?
    Dänemark hat eine endlose Küstenlinie mit Inseln und Flachwasser ohne Ende und relativ wenige Einwohner. Die könnten vermutlich 100% des Strombedards aus Windkraft decke. Das sieht in Deutschland komplett anders aus.

    Und Frankreicht? Atomkraft ohne Ende. Ist hier gerade im sterben begriffen. Warum also heizt Frankreich mit Strom und Deutschland nicht?

    Was ich in Deutschland vermisse ist Pragmatismus. Hier herrscht Idealismus pur. Solarstrom wird gefördert auf Teufel komm raus, obwohl hier selten die Sonne scheint und es mit Abstand die teuerste Form der Energiegewinnung oder -einsparung ist. Atomkraft wird abgeschaltet, obwohl wir weltweit spitze waren in der Technologie, keine Erdbeben und keine Tsunamis haben. Und hinterher wird sich gewundert, warum Strom so teuer wird und neidisch auf die Nachbarn geschielt.
     
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