Die Dampfbremse wurde beim Beplanken beschädigt. Wie schlimm sind diese Leckagen?

Diskutiere Die Dampfbremse wurde beim Beplanken beschädigt. Wie schlimm sind diese Leckagen? im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Liebe Bauexperten Ich habe im Dachgeschoss die Wände (von aussen nach innen: Putz, Styropor 20mm, Fachwerkbau, Zellulose 170mm, Dampfbremse,...

  1. oonita

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    Ich habe im Dachgeschoss die Wände (von aussen nach innen: Putz, Styropor 20mm, Fachwerkbau, Zellulose 170mm, Dampfbremse, Konterlattung, Fermacell 12.5mm) und das Dach (Steildach: Dachpfannen, Lattung, Eternit, Lattung, Zellulose 260mm, Dampfbremse, Konterlattung, Fermacell 12.5mm/Flachdach: verzinktes Blech, 30mm Fichte, Zellulose 260mm, Dampfbremse, Konterlattung, Fermacell 12.5 mm) isoliert. Der Raum wird später als Wohnraum und Bad/WC genutzt. Ich habe penibel darauf geachtet, dass die Dampfbremse unversehrt bleibt und alle heiklen Stellen (Postich, Wandanstössen ect.) fein säuberlich mit Klebband oder Anschlusskleber abgedichtet. Der Gipser, welcher nun mein Werk mit Fermacell beplankt, hat an mehreren Stellen zu lange Schnellbauschrauben anstatt die vorgesehenen Klammern verwendet. Diese Schrauben haben nun natürlich die Konterlattung durchbohrt und dringen 4mm in die Dampfbremse ein. Bei der Schadensmeldung meintet er, das macht nichts, ich soll sie einfach drin lassen! Es handelt sich aber um rund 200 Schraubenbohrlöcher auf einer Gesamtfläche von 100m2 Dampfbremse. Ich mache mir nun grosse Sorgen bezüglich Dichtheit der ganzen Konstruktion. Sind meine Sorgen unter Einbezug der schwachen Rücktrocknungsfähigkeit des Blech- bzw. Eternitunterdaches berechtigt????
     
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  3. Taipan

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    Als Dampfbremse ist es dieser Folie egal. Als Luftdichtigkeitsebene ist es eine Katastrophe. Alles wieder runter, Folie neu, Blower-Door-Test und Platten diesmal RICHTIG wieder ran.
     
  4. Taipan

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    Ich relativiere: Als Dampfbremse KÖNNTE es dieser Folie egal sein .... Das Blechdach und die Ethernitplatten haben auch schon einen nicht unerheblichen s_d-Wert. Damit muss der s_d-Wert der Folie entsprechden hoch sein. je nach Folie können sich als auch schon Leckagen in der Dampfbremse schädlich auswirken. Katastrophal ist auf jedenfall die Perforierung der Luftdichtigkeitsebene. Ein bisschen luftdicht ist wie ein bisschen schwanger ....
     
  5. oonita

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    Danke für die rasche Antwort! Oh je, das ist worst case! Der sd-Wert meiner Folie ist bis über 25 m im win*ter*li*chen Kli*ma und 0,25 m bei som*mer*li*cher Rück*dif*fu*si*on. Könnte man nicht die verschraubten Platten - sind vereinzelte - wieder demontieren und überall dort wo sich das Schraubloch befindet dahinter die Dampfbremse mit Tesconband gut verkleben?
     
  6. Neutal

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    Ich zweifel langsam ernsthaft daran das ich es noch erleben werde, das ein Handwerker durch einfache addition der Werkstoffstärken eigenmächtig die richtige Schraubenlänge ermitteln kann.
    Leider ist dies im Trockenbau der absolute renner, weil viele Firmen anscheinend nur eine Schraubenlänge einkaufen.....sehr zur Freude der Elektriker und anderer Gewerke, weil die langen Schrauben der ersten Lage mal wieder ein Kabel durchbohrt haben oder eine Rohrleitung getroffen haben.
    Platten demontieren und Löcher abkleben ist sicherlich nicht optimal, sollte aber trotzdem funktionieren, dann aber mit passenden Schrauben die Platten montieren.
    Ob der Ihre Konstruktion bei dem gewählten Aufbau auch Tauwasserfrei bleibt, müßte man nachrechnen. Styropordämmung auf Zellulose ist ein bisschen Perlen vor die Säue werfen. Mir gefällt sowas nicht
     
  7. Taipan

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    DAS wird wohl einer geplant haben und bei sauberer Ausführung funktinieren ... *hoff*
     
  8. Peeder

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    oder die Lattungen sind zu schwach



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  9. oonita

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    Die Konterlattungen sollte mit 25x50 genug stark sein und die Abstände dazwischen 20cm. Ja das mit den Schrauben ist mir auch unerklärlich, man sollte doch im Stande sein 1 + 1 zusammen zu zählen. Die Styroporaussendämmung (das Haus ist 150-jährig) wurde vor 40 Jahren als Erstisolation angebracht und zwischen Styropor und Zelluloseinnendämmung ist ja noch das Mauerwerk. Wie auch immer, der Handwerker hat seinen Fehler erkannt, die entsprechenden Platten demoniert, die dahinerliegende Dampfbremse mit Tesconband verklebt und mit kürzeren Schrauben wieder montiert. Damit nicht genug, nun hat mein Handwerker auch noch die Fugen der Fermacellstösse zu klein gemacht, anstatt 7mm nur gerade 0-2mm. Dehnungen/Abfederungen sind unmöglich und wie er da eine Spachtermasse hineinbekommen sollte ist mir auch ein Rätsel. Er ist aber der festen Überzeugung dass die Fugen nicht grössen sein müssen obschon die Hersteller 7mm empfehlen. Ich werde wohl die Platten selber anbringen müssen ...
     
  10. Neutal

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    Bei zu geringem Fugenmaß werden die Fugen immer wieder reißen. Ihr Handwerker soll hier seinen Pfusch beseitigen. Dafür wurde er bezahlt, sonst hätten Sie die Platten auch selber anbringen können.
    Mit Ihren Aussenwänden? Es handelt sich wirklich um ein Fachwerkhaus? Wie genau ist denn da der Wandaufbau? Ich habe etwas die Befürchtung das er für Ihr Haus nicht geeignet ist.
     
  11. oonita

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    Die Aussenwände des Hauses sind aus Stein, welcher Art weiss ich nicht, so wie es vor 150 Jahren wohl üblich war?!? Werde heute mit dem Handwerker eine Krisensitzung abhalten müssen, denn partout will er sich von seiner "langjährig bewährten Montagetechnik" nicht abbringen lassen.
     
  12. #11 Gast943916, 19. März 2014
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    vor solchen Aussagen, sollte man wissen welche Platten verwendet wurden, Scharfkantig oder mit Trockenbaukante?
     
  13. Neutal

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    Gipsfaserplatten sind fast immer scharfkantig
     
  14. #13 Gast943916, 19. März 2014
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    aber nur fast, bei den meisten Beplankungen wird die Trockenbaukante verwendet, zumindest von Fachleuten.....
     
  15. oonita

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    Ja, es handelt sich um scharfkantige Fermacellplatten
     
  16. Peeder

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    dann kommt nur Klebetechnik oder Spachteltechnik mit mind. 6 mm Abstand in Frage .

    Peeder
     
  17. #16 Gast943916, 19. März 2014
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    jou...
     
  18. oonita

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    Ich werde nun die defekten Stellen der Dampfbremse folgendermassen reparieren: - Abdichten der Schraubenlöcher mit Orcon F - Wiedereindrehen kürzerer Schrauben - Abkleben beider Längsseiten des Sparrens mit Tescon Vana (am besten TESCON PROFIL mit geteiltem Liner) von Sparren auf die INTELLO PLUS, das Holz wird hierbei in die Luftdichte Ebene miteinbezogen. Werde dies nun selber machen und anschliessend dann auch die richtige Beplankungsmethode anwenden. Der Handwerker weigert sich die Platten wieder herunterzunehmen und weist sämtliche Schuld von sich - aber zum Glück bin ich ihn nun los!
     
  19. Neutal

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    Wer das so hinnimmt. Es wäre wohl einfacher gewesen den bezahlten zwischenschritt der Plattenmontage zu überspringen und die Platten selber zu montieren. Sorry, aber wenn jemand scheiß gebaut hat, so muß er auch dafür gerade stehen. Es ist noch nicht einmal so das die Montagehinweise ein Geheimnis sind. Da steht sogar ein Vermerk auf jedem Paket der Platten. Die Platten dann aber immer noch falsch zu montieren und das auch noch mit falschen Schrauben geht einfach nicht. Mit Ihrem " Handwerker" sind Sie im übrigen auch Ihr Geld los.... naja, wer hat der hat
     
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  21. oonita

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    er verzichtet freiwillig auf eine Entschädigung - weiss wohl auch dass er damit nicht durchkäme.
     
  22. Taipan

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    ER verzichtet auf eine Entschädigung ...


    UND DU??

    sitzt auf einem ggf. fünfstelligen Schaden. Was lehrst Du? Mathe wirds nicht sein ...
     
Thema: Die Dampfbremse wurde beim Beplanken beschädigt. Wie schlimm sind diese Leckagen?
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