Die Qual der Wahl bei den Ziegeln (36 oder 42)

Diskutiere Die Qual der Wahl bei den Ziegeln (36 oder 42) im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir bauen ein Einfamilienhaus und sind gerade mit der Einholung der Angebote für den Rohbau beschäftigt. Für uns ist ziemlich klar:...

  1. Linger

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    Hallo,

    wir bauen ein Einfamilienhaus und sind gerade mit der Einholung der Angebote für den Rohbau beschäftigt.

    Für uns ist ziemlich klar: Es soll ein Isolierziegel werden. Allerdings gibt es ja da nicht wenige.

    Im Moment favorisieren wir die beiden:
    - Schlagmann Poroton T9 (Perlitgefüllt)
    - Schlagmann Poroton T7 (Perlitgefüllt)

    Bisher gingen wir immer von einem 36,5er Mauerwerk aus. Doch nach einigen Recherchen bin ich nicht mehr ganz so sicher ob ein 36,5er reicht.

    Was meint ihr ist Zeitgemäßer?

    PS: Wir bauen nicht nach einem bestimmten KfW-Wert. Trotzdem soll ein guter zukunftsfähiger Baustoff werden.
     
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  3. Julius

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    Dir fehlt das Konzept!

    Ein (gutes und preiswertes) Haus ist kein Mix aus irgenwelchen zusammengewürfelten Einzelbausteinen.

    Will sagen:
    Das ist kein Punkt, der vorab festzulegen wäre.
    Sondern einer, der sich aus den sonstigen Anforderungen folgerichtig ergeben wird!
     
  4. Linger

    Linger

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    Ich habs vielleicht etwas unpassend formuliert:

    Mein Konzept sieht bzw. sah folgendermaßen aus:

    - Mauerwerk aus Isolierziegel (bisher T9 oder T7) 36,5 cm
    - Fenster 3-Fach verglast
    - Da wir 2 Vollgeschosse bauen, wird oberhalb des 1.OG isoliert.
    - Zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
    - Holzofen (Wasserführend)
    - Wärmepumpe

    Ich ging immer davon aus, dass ein 36,5er Ziegel ausreichend ist, allerdings hab ich mittlerweile von einigen gehört, dass sie es "bereuen" nicht den 42er genommen zu haben. Das hat mich dazu bewegt mein Konzept nochmals zu überdenken....
     
  5. #4 breezer19811, 9. Juli 2012
    breezer19811

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    Es gibt auch den T8 in 36,5, ein Mittelweg. Hab ich verwendet.
    Und auf KFW70 nach EnEV 2009 kommst da auch hin auch wenn du es nicht brauchst/willst.
    Mitm T9 in 36,5 wirds ziemlich schwierig in Richtung KFW70. und 42er bedeuten auch wieder weniger Raum innen, auch wenns nur (von Außenwand zu Außenwand) 12cm sind...
     
  6. Linger

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    Ich hab mir den T8 nun mal genauer angeschaut. Da hast du vollkommen Recht. Das sieht nach ner guten Alternative aus. Ist der Preissprung zwischen T8 und T7 sehr hoch?
     
  7. #6 Stingray77, 9. Juli 2012
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    Meine Frau und ich haben auch gerade gebaut, mit T7 36,5cm. Im nachhinein hätte ich ich mich auch für den 42er entschieden. Rechnet sich vielleicht erst in 20 Jahren aber habe ehrlich gesagt keine Lust auf eine energetische Sanierung wenn ich in Rente gehe. Gerade in Verbindung mit einer Wärmepumpe, jedes Grad das die Vorlauftemperatur macht sich positiv bei der Jahresarbeitszahl bemerkbar.

    Dein Konzept mit dem Wasserführenden Holzofen in Verbindung mit der Wärmepume würde ich noch mal überdenken. Hohe Investitionskosten und ein fragwürdiger Mehrwert. Du brauchst dazu einen Multifunktionspufferspeicher welcher den Wirkungsgrad der Wärmepumpe reduziert. Wenn es nicht gerade eine Luftwärmepumpe ist, kommt Dich die erzeugte kwh bei der Wärmepumpe günstiger als beim Holz.

    Wenn Holzofen, dann nicht wasserführend. Steck das gesparte Geld lieber in die bessere Dämmung.
     
  8. #7 breezer19811, 9. Juli 2012
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    Hallo Linger,

    der Preisunterschied vom T9 zu T8 ist akzeptabel, da der T8 ja wesentlich bessere U-Werte hat, folglich sparst du dir nachher Kosten (ganz grob gesagt). Zum T7 ist der Preisunterschied schon deutlicher zu merken, ausserdem wird nach meiner Info der Stein "schwächer". D.h. diese Kammern wo das Perlit eingefüllt ist werden schmäler und somit die Belastbarkeit weniger.
    Mein Maurer meinte schon, dass man da in der Praxis einen Unterschied zwischen T8 und T7 merkt. Auch wenn die ganzen Prospekte von fast gleicher Druckfestigkeit bzw. Belastbarkeit schreiben.
    Für mich war der T8 die richtige Wahl, da preislich im Rahmen und Dämmwerte gut passen.

    Falls mich jetzt ein Fachmann belehren will, sehr gerne, ich schreib nur meine Erfahrungen und meinen Wissensstand auf :konfusius
     
  9. #8 Stingray77, 9. Juli 2012
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    Der Preissprung von T8 zu T7 war bei uns 2000,- € bei einem 155m² Haus mit zwei Vollgeschossen. Preissprung vom T9 zu T8 wird ähnlich sein.

    Beim 42er Stein sind es auch weniger Wärmebrücken, z. B. beim Ringanker wurde bei mir mit 12 cm gedämmt.
     
  10. #9 wairwolf, 9. Juli 2012
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    Rechne doch einfach mal aus, wieviel qm Außenwand du hast, multipliziere mit dem qm Preis der verschiedenen Ziegel, dann hast du den groben Preisunterschied fürs Material.

    Die Summe müßtest du dann an Heizkosten bzw. durch Förderungen sparen.

    Das ist natürlich nur geeignet, um ein Gefühl für Größenordnungen zu bekommen. Obwohl ich selber hier neu bin, habe ich schon eins gelernt: Man muß das komplett für sein Haus durchrechnen (lassen)!
     
  11. #10 nachttrac, 9. Juli 2012
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    Wir haben T8 in 42cm und würde ihn wieder nehmen. Spätestens wenn die Installateure anfangen den Stein zu maltretieren weißt Du warum.
     
  12. mls

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    im gegensatz zum heizungskonzept, wo man ohne die
    indviduelle situation zu kennen, ganz leicht ganz viel
    krampf schreiben kann, ist die bauliche situation einfach
    und der trend zu mehr dämmung nur logisch.
    wenn nicht, dann viel spass mit 36,5 und der künftigen enev.
    warum? weil die ach so progressive enev nur nachvollzieht,
    was die ölpreise (oder andere energiepreise) vormachen.
    wie die künftige energiekostenkurve aussieht, ist nicht in den
    schwärzestens alpträumen vorstellbar.

    also: 42,5 - 007 - v+
     
  13. coroner

    coroner

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    ... und es empfiehlt sich auch, die Kopplung des Ofens nicht nur aus der Sicht der Heizungsunterstützung,
    sondern auch zur Energieabführung aus dem Hauptnutzungsraum zu sehen...

    Denn bei Einsatz eines Kaminofens ist der Vorteil hochgedämmter Häuser ihr Nachteil :D
    Es gibt dazu verschiedene Konzepte die erbrachte Energie, anders abzuführen, zu verteilen
    oder zeitlich verzögert abzugeben. Beziehe frühzeitig einen Ofenbauer mit in die Planung ein.
     
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  15. fmw6502

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    eher 49cm ;)

    Gruß
    Frank Martin
     
  16. bismku

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    wenn auseichend Platz (Grundstück) da ist würde ich eher einen dickeren Stein nehmen als einen besser gedämmten.

    In Summe muss man aber (leider!) immer noch sagen: Keine Investition lässt sich wirklich in € rechnen. Die Amortisationszeiten sind grausam selbst wenn man mit Energiekostenerhöhungen von 100% und mehr rechnet. Bleibt also der Wille etwas für die Umwelt zu tun bzw. sehr sehr langfristig auf der sicheren Seite zu sein.

    Wir haben uns sehr lange mit dem Thema beschäftigt und hatten auch überlegt T8 in 36,5cm zu nehmen. Alternativ hat der GU aber ein Angebot über einen ungefüllten T8 gemacht inklusive besseren Aussenputz (der wohl bei dem nötig ist). Die Preisdifferenz (Stein an sich + Handling T8) war so exorbitant hoch, das wir den T9 genommen haben. Wir haben sogar noch den T10 überlegt, da auch das € mäßig auf 30 Jahre betrachtet "besser" gewesen wäre.

    An sich Schade, aber aktuell sind die Energiepreise absehbar noch nicht hoch genug, dass sie die Steinaufpreise rechtfertigen. Leider!
    Lasst euch mit der EnEV Software mal einige Szenarien durchrechnen und spielt mit den Energiepreisen. Erschreckend wie wenig ein besserer Stein in €/Monat Energiekosten bringt...
     
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