diffusionsgeschlossen und ohne Installationsebene

Diskutiere diffusionsgeschlossen und ohne Installationsebene im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir planen den Bau eines Hauses, sind ganz am Anfang und schwanken noch zwischen - Bauen mit Generalübernehmer : ein Ansprechpartner,...

  1. berrybaer

    berrybaer

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    Hallo,

    wir planen den Bau eines Hauses, sind ganz am Anfang und schwanken noch zwischen
    - Bauen mit Generalübernehmer : ein Ansprechpartner, Festpreis im Vorfeld..
    - klassisch mit Architekt

    Ich komme aus dem PLZ-Bereich 74 (nördlich von Heilbronn) und habe noch keinen passenden Architekt gefunden, wird aber evtl auch noch.

    einen Generalübernehmer hätte ich- aber mit folgender Wand von außen:
    - Putz
    - 120 mm Vollwärmeschutzplatt
    - Holzrahmenkonstruktion 210 mm mit Mineralfaser
    - Holzwerkstoffplatte P4
    - Dampfdiffusionsbremse
    - Gipskartonplatte
    was mich hierstutzen lässt:
    - die Wand soll diffusionsgeschlossen ausgeführt werden. Ich hab hier immer rausgelesen, dass diffusionsoffen besser/notwendig ist.
    - Ich erkenne keine Installationsebene

    Meine Frage: - Ist diffusionsgeschlossen so ein großer Nachteil? merkt man dass?
    - Soll ich den großen GÜ mit über 100 Angestellten, eigenen Malern etc. wegen der Wand gleich aussortieren?

    Zum Schluß noch ein großer Dank an alle Hier!!
    tolle Seite und ich habe beim Mitlesen schon sehr viel gelernt!
    - wäre sonst z.B. nie darauf gekommen mit Architekt zu bauen.

    Viele Grüße, martin
     
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  3. Einmal

    Einmal

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    Ich würde zumindest die Frage nach dem Wandaufbau getrennt von der Frage wie/mit wem du baust behandeln. Notfalls findest du einen anderen GÜ. Auch der Architekt sollte Ahnung von der von Euch bevorzugten Bauweise haben.

    Empfehlung wäre also sich zunächst grob einen Überblick über die gewünsche Bauweise, Bauart, KfW-Standard etc. zu machen und damit bei GÜ und Architekten vorsprechen. So haben wir das auch gemacht. Im Detail bekommt man bei diesen Erstkontakten noch etliche Informationen und wird seine Vorstellungen ggf. überdenken. War bei uns auch so - gestartet mit einem reinen Holzhaus - werden wir in ein klassisch verklinkertes Massivhaus ziehen :bierchen: ... also nicht zu sehr an den anfänglichen Vorstellungen festhalten.
     
  4. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Hmh. 210 mm ein recht ungewöhnliches Maß.

    Aufbau ist *amKopfkratz* bedenklich. Dampfbremse? Oder eher die PE-Folie? Diffusionsgeschlossen: sollte sie tunlichst sein, sonst säuft Dir die Wand ab.

    Inst-Ebene?

    Wärs meins, ich würds nicht bauen.
     
  5. Taipan

    Taipan

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    Ich ahne, welcher GÜ das ist ...

    folgendes: Installationsebene ist eine Wunschvorstellung der Normenschreiber - ich würde allerdings auch nicht ohne bauen. Die Folie ist die Dampfsperre. Die GKB auf der Wandinnenseite soll die Luftdichtigkeitsebene sein, welche am Übergang Bodenplatte-Wand, bei innenwänden und am Übergang zw. den Geschossen nicht dauerhaft funktioniert. Der GÜ will natürlich den zur Fertigstellung des Gebäudes durchzuführenden BlowerTest als Nachweis der Luftdichtigkeit verkaufen. Der GÜ gewährt den Bauherrn keinen Eiblick in die Planung der Luftdichtigkeitsebene - Betriebsgeheimnis. Der GÜ droht mit Anwalt und geltend machen von Verzugskosten, wenn der Bauherr bis zu Klärung der Planung und Umsetzung der Luftdichtigkeitsebene einen Baustopp (kein Estrich - dann isses nämlich vorbei mit Nachbessern) anordnet. Der GÜ reagiert überigens auch pampig, wenn man mal eben nach einer Vorwarnzeit alle von der Baustelle schmeisst --> wegen massiven Verstößen gegen die Arbeitssicherheit ... aber ansonsten sind die Buden nicht schlecht ...
     
  6. berrybaer

    berrybaer

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    Vielen Dank für Eure Antworten. Jetzt bin ich schon ein bisserl schlauer.

    @ Taipan: Der GÜ kommt aus Hohenlohe, ist relativ groß, ca. 150 mitarbeiter und macht so ziemlich alles selber (Maler, Elektriker..)

    Das Häusle wird ja nicht ganz billig, ist auch kein billiger. Die 160 qm plus Keller liegen über 300.000. Deshalb bin ich auch ein bisserl genauer mit Installationsebene etc. Schlecht bauen geht auch billiger...


    @ einmal: wenn ich mit dem GÜ baue kommt von dem der Architekt- der sollte wissen wie seine Firma baut.

    am Freitag kommt mal eine Architektin vorbei- vielleicht wirds ja doch das Viergestirn

    @ all: wenn von den klassischen Vier hier aus dem Forum jemand Lust hat nördlich von Heilbronn zu bauen- gerne melden.
     
  7. JoeMontana

    JoeMontana

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    Hallo Martin,

    ich habe bereits vor 14 Jahren schon einmal ein Holzständerhaus in diffusionsoffener Bauweise gebaut.

    Vor uns steht nun wieder ein Neubau, den wir auf Grund der guten Erfahrungen wieder in Holzständerbauweise mit rein diffussionsoffenem Wandaufbau realisieren. Dass ein Haus "absäuft", wie hier geschrieben, wenn es keine Folie gibt, ist aus unserer Sicht völliger Nonsens.

    Wenn ich das heute mit früher vergleiche, hat sich das Verhältnis der Hausanbieter, die entweder diffusionsgeschlossen oder offen bauen völlig verkehrt. Dies hat sicherlich auch seine guten Gründe.
    Bei Diffussionsgeschlossener Bauweise kommst Du jedenfalls um eine kontrollierte Wohnraumlüftung nicht herum.

    Bedenke auch, dass es wahrscheinlich nur nur ganz wenige Häuser gibt, die seinerzeit mit Folie gebaut wurden, deren Folie nicht an irgendeiner Stelle beschädigt wurde. Sei es beim Bau selbst oder nur weil Du einen Nagel oder Schraube in die Wand kloppst und dabei einen Schaden anrichtest.

    Den Grund für Deine Frage zur Installationsebene kann ich jetzt (noch) nicht ganz nachvollziehen.

    Uwe
     
  8. #7 ultra79, 16. November 2013
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. November 2013
    ultra79

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    Erklärst du bitte auch warum?

    Und was in Bezug auf die installationsebene ist nicht verständlich?
     
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  10. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Also, was die Häuser der 90er Jahre anbelangt, da liegen zu den heutigen Welten dazwischen. Es sei denn, man baut altbekannt, die pappen nur ein wenig mehr WDVS druff, der Kern ist wie in den 70ern :D

    Gleiches gilt natürlich für die Inst-Ebene.

    Aber da kann man nur erkennen, wenn man halbwegs vom Fach ist
     
  11. #9 Ralf Dühlmeyer, 16. November 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Nein, es ist kein Nonsens - jedenfalls nicht grundsätzlich
    Der TE schreibt
    Aus was die ist, wie die befestigt ist und welche my/sd-Werte daraus entstehen, ist nicht erkennbar.
    Es besteht aber die Gefahr eines nicht gegebenen oder gar falschen Diffusionsgefälles. Und dann ist ein innen dampfdichter Aufbau einfach besser.
    Ausserdem gibt es noch die Funktion der luftdichten Ebene, die unabhängig von der Diffusionsdichte erstellt werden muss!

    Ohne Instebene wird diese Schicht allerdings schnell zum Spaghettisieb.
     
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