Diffusionsoffenheit bei Wandaufbau

Diskutiere Diffusionsoffenheit bei Wandaufbau im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, der Wandaufbau bei einer Holzständerbauweise soll - von innen nach aussen - zunehmend diffusionsoffen sein (Faktor 7 - 10). Soweit, so...

  1. acensai

    acensai

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    Hallo,

    der Wandaufbau bei einer Holzständerbauweise soll - von innen nach aussen - zunehmend diffusionsoffen sein (Faktor 7 - 10). Soweit, so gut!

    Jetzt hab' ich eine zentrale Diskussion mit dem Planugsbüro das meine Berechnungen für die Statik / Wandaufbau durchführt.

    Nach Rücksprache mit dem Zimmerer schlage ich vor, das statisch tragende Ständerwerk beidseitig mit OSB/3 zu verplanken. (Ob 12, 15, 18 wird dann eh die Statikberechnung zeigen) Die Luftdichtigkeit will ich auf der inneren OSB-Platte realisieren lassen. Nach aussen hin will ich dann eine deutlich diffusionsoffenere Holzfaser-/DWDSchicht auf die äussere OSB-Platte aufbringen lassen. (z.B. Holzfaserdämmung mit Marmorit-Warmwand etc.)

    Der Statiker ist von meiner Idee nicht angetan weil beim Wandaufbau die durchgängig diffusionsoffenere Gestaltung von innen nach aussen nicht durchgängig gewährleistet ist.


    Kann uns vielleich jemand einen Tip geben oder uns "zurecht weisen"? :)


    Vielen Dank
    Martin
     
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  3. #2 Isolierglas, 16. Juli 2008
    Isolierglas

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    Warum wird dann nicht die äussere OSB durch eine DWD Platte ersetzt????
     
  4. R.J.

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    Da hat der Statiker aber Recht.
    Warum schlägst du denn den Aufbau vor? Wieso lässt sich der Zimmerer auf so etwas ein? :confused:
    Tip: Forensuche
     
  5. acensai

    acensai

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    Wir haben einen Mischbau und ich will die äusserste Ebene mit einer durchgängen Vorhangfassade machen (Hanghaus mit Ziegel unten, oben der Holzständer).

    D.h. sowohl der Ziegel als auch die "OSB-Konstruktion" oben erhalten eine durchgehende Fassade, somit haben wir eine "glatte Aussenhaut" ohne Sprung zwischen UG und EG. In der durchgängen Vorhangfassade könnten wir dann problemlos die Jalousien / Raffstore-Kästen bündig mit der Wand abschliessen lassen.

    Das OG will ich unbedingt in Holz (z.B. Spannweiten / "Dachkonstruktion" / Karma).

    OK, hmmm ... Ich dachte, dass es kein Problem sein sollte, wenn man die Innen- und Aussenseite mit einer OSB macht. Denn nach aussen hin würde dann die Wand ja diffusionsoffener sein ... Eine Alternative wäre die Verwendung der DWD Protect N+F -
    d.h. Wandaufbau oben von Innen nach aussen könnte dann so sein:

    (->teilweise Installationsebene)
    ->OSB/3 (Wasserdampf Diffusionswiderstandsfaktor = 200 - 300)
    ->KVH-Ständer mit Dämmung
    ->OSB/3 oder evtl. Agepan DWD protect N+F (Wasserdampf Diffusionswiderstandsfaktor = 11)
    *->Holzrahmen-Unterkonstruktion (80 - 100 mm) mit Dämmung
    *->Holzfaserplatte THD N+F 230 (Wasserdampf Diffusionswiderstandsfaktor = 5)
    *->teilweise mit Marmorit Putzfasssade / teilweise als hinterlüftete Holzfassade


    Wandaufbau unten:
    ->Ziegel
    *->Holzrahmen-Unterkonstruktion (100 mm) mit Dämmung
    *->Holzfaserplatte THD N+F 230 (Wasserdampf Diffusionswiderstandsfaktor = 5)
    *->teilweise mit Marmorit Putzfasssade / teilweise als hinterlüftete Holzfassade


    I.d.R. hat man 2 "Platten" im Einsatz: Innen OSB, aussen DWD ... bei uns wären es aber 3 Ebenen ...
     
  6. bernix

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    ..vielleicht gibts ne passende Heraklithplatte für aussen....
     
  7. alex2008

    alex2008

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    OSB dann Dämmung und wieder OSB gibt halt gerne Tauwasserausfall.
    Bei Kronoply auf der Webseite gibts ein Tool um derartige Berechnungen zu erstellen.

    Vorschlag für Aufbau

    OSB
    Ständer/Dämmung
    Gipsfaserplatte Fermacell / Rigips Rigidur H
    optional Holzfaserdämmplatte zur Ständerüberdämmung
    Vorhangfassade

    Alexander
     
  8. alex2008

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    Die Heraklithplatten sind primär Putzträgerplatten. Kannste nicht zur Aussteifung nehmen, und sind unverputzt nur sehr mäßig winddicht.
    Zudem sind die Zimmerer nicht so begeistert davon weil sich mit glatten Platten schneller arbeiten lässt.

    Alexander
     
  9. daiku

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    Wozu außen OSB?

    Mal ganz logisch gedacht:
    Die OSB hält mehr Wasserdampf ab als Dämmwolle oder DWD-Platte (die für die Außenlage gedacht ist).
    Jetzt dringt also Wasserdampf durch die innere OSB, geht locker durch die Dämmwolle und kommt in den kühleren Bereich, der diffusionsoffenerer sein soll damit die Feuchtigkeit weg kann.
    Was ist an diesem Punkt also besser? Eine relativ dichte OSB oder eine relativ offene DWD oder Heraklit oder was weiß ich?

    Aussteifen tut die innere OSB allemal!

    Und warum läßt du bei deinen drei Ebenen nicht einfach die Platte zwischen den Dämmebenen weg?
    Also:
    OSB innen
    Ständer / Dämmung 120-140mm
    Querlattung /Dämmung 80-100mm
    DWD
    Konterlattung
    Schalung außen

    Grüße
    Christian
     
  10. mls

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    viel spass mit dem nachweis der aussteifung.
     
  11. bernix

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    ...wann hast du dir das letzte Mal das Produktprogramm der genannten Firma angeschaut?.....

    gruss
     
  12. #11 Torsten Stodenb, 17. Juli 2008
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juli 2008
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    "ich will die äusserste Ebene mit einer durchgängen Vorhangfassade machen (Hanghaus mit Ziegel unten, oben der Holzständer)."

    Etwa mit senkrechten Brettern? Wie lang sollen die einzelnen Bretter denn sein? Da sollen doch wohl nicht zwei Fassadenbretter stumpf aufeinander stoßen!? Ich weiß zwar, dass das manchmal gemacht wird, aber es ist Mist! Die Fuge zieht Wasser (Kapillarwirkung). Die Holzfassaden moderner Häuser werden nicht zufällig für jedes Geschoss getrennt konstruiert. Zum einen natürlich (bei Fertighäusern) wegen des Transportes, zum anderen und nicht zuletzt aber auch deshalb, um den Regenwasserablauf sicher gewährleisten zu können. Heute lässt man dabei meist nicht mehr die obere Fassade über die untere überstehen, sondern arbeitet mit Ablaufblechprofilen, die über die Oberkante der unteren Fassade leicht hinausragen. Das gliedert darüber hinaus die Fläche in optisch angenehmer Form. Man vermeidet unschöne Riesenflächen.

    Am folgenden Haus sind seltener Weise beide Alternativen, jedoch ohne abgesetzte Bretter, verwirklicht. Welche Seite sieht besser aus?
     
  13. alex2008

    alex2008

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    letzte Woche...

    ..u.a. auch Band7 der technischen Informationen. Heraklith BM / C Tektalan alle zum verputzen und der gute erwähnt doch eine zumindestens teilweise hinterlüftete Fassade

    Alexander
     
  14. daiku

    daiku

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    Gut!
    Bau in jede Wand zwei Streben ein und der Statiker wird keine schlaflosen Nächte haben!

    Wo ich jetzt auch schon bei der Steigerungsform des Wandaufbaus wäre:
    OSB innen
    Ständer / Dämmung 240mm
    DWD
    Eventualposition: weitere Dämmplatten 1-200mm
    Konterlattung
    Fassade außen

    Und hier kanst du die Streben wieder weglassen, denn das ist ja wohl nun eindeutig eine anerkannte Wandkonstruktion aus dem Holzrahmenbau! Oder hat wieder ein Statiker Bedenken so etwas "Gewagtes" auszuführen?

    Grüße
    Christian
     
  15. R.J.

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    So in etwa 1Stk Wand nach ABP oder aardt?
    Was soll das sein?
     
  16. mls

    mls Bauexpertenforum

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    sicher nicht.
    die heutigen bauherren erwarten mit recht bessere und angemessenere lösungen.

    na also, geht doch ;)
     
  17. daiku

    daiku

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    Gehts jetzt hier um die Aussteifung oder um den Wandaufbau in dem Thema? :mauer

    Grüße
    Christian
     
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  19. acensai

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    HRB auf monolitischem Mauerwerk

    Hallo,

    vielen Dank für die zahlreichen Beiträge und Meinungen ... die zentralen Anforderungen waren / sind:

    1. Im UG und im OG mind. 0,16'er U-Wert der Wände (somit auch Dach und BoPla gedämmt)
    2. Konsequente Vermeidung von Kältebrücken
    3. Bündige Aussenfassade, das OG (= Holzständer) soll teilweise verputzt werden - aber wir wollen keine vor-/hinterstehende Wandfläche -> Bündige Aussenfassade
    4. Die Rollokästen / Raffstore sollen sowohl im OG als auch im UG nicht sichtbar / vorstehend sein. (Schon oft gesehen, dass bei Holzhäusern die Rollokosten einfach an die Aussenfassade geschraubt wurden)
    5. Beim Holzständerwerk eine Installationsebene innen
    6. Teilweise eine Holzfassade
    7. Möglichst kostengünstige Lösung


    Die einzige -halbwegs kostengünstige- LÖSUNG hierfür scheint mir zu sein, dass das UG monolitisch gemauert wird und dann ein Holzständer mit 2 Ebenen (Installationsebene + statisch tragende HRB-Ebene) draufgesetzt wird (d.h. kein Ziegel + WDVS unten):


    Problem 1 gelöst - bündige Aussenfassade:

    Die Werte vom Porenbeton sollten ausreichend sein, um auf ein WDVS gänzlich verzichten zu können (0-Wert 0,18)- und genau da war ja das Problem.
    Denn das WDVS hätte mehrere cm über den HRB übergestanden -> und genau das wollten wir eben nicht.
    Die Porenbetonwand ist statisch belastbar - und somit kann der HRB ganz einfach auf der Decke / Gasbeton aufliegen.
    Somit könnten wir nun innen die Installationsebene machen, und den HRB ganz klassisch aufbauen (Inst.-Ebene -> OSB -> HRB -> DWD)
    Und die DWD kann "bündig" mit der Porenbetonfassade sein (Details bzwgl. Wandübergang / Sockel etc. vom Planungsbüro zu machen).


    Problem 2 gelöst - versteckte Jalousien-/Rollokästen:

    Die Kästen müssen dann im Holzrahmen integriert werden - das wäre machbar, es ist aber mehr Arbeit bei der Konstruktion und dem Abbinden des Holzständers.


    Soweit, so gut - eine Lösung wäre gefunden. Die Kostenseite macht uns aber mittlerweile Sorgen - und ob es ein HRB werden wird, steht "in den Sternen"!


    Danke für die Info's
    Martin
     
  20. Imhotep

    Imhotep

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