Din 18014:2014-03

Diskutiere Din 18014:2014-03 im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; In Ergänzung zum gepinnten Beitrag von Jonny bei den Linktipps habe ich die Änderungen der neuen Normausgabe zusammen gestellt. Bitte beachten,...

  1. Dipol

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    In Ergänzung zum gepinnten Beitrag von Jonny bei den Linktipps habe ich die Änderungen der neuen Normausgabe zusammen gestellt.

    Bitte beachten, dass das allseite bekannte PDF von Elektro+ die Neuerungen noch nicht enthalten kann. Wenn das geht, kann man die Folien auch zusammenfassen.
     

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  2. Dipol

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  3. H.PF

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  4. Dipol

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    Aus Anlass der neuen DIN 18014:2014-03 hat Heinz Kleiske nachgelegt und das PDF für Fundamenterder aktualisiert.
     
  5. Mibe25

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    Hi Dipol,

    ich habe eine Frage zu Deiner Folie 9: Ist das erstellen von Anschlussfanen für spätere Blitzschutz- oder Photovoltaikanlagen bei einem Neubau eine Soll- oder eine Muss-Bestimmung?
    Muss also ein Neubau in jedem Fall solche Anschlussfanen haben?
     
  6. Dipol

    Dipol

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    Sorry, Beitrag erst jetzt bemerkt.

    Normativ wird niemand dazu verdonnert künftig erforderliche Anschlussfahnen gleich beim Neubau legen zu lassen, wo es noch technisch einfach und kostengünstig möglich ist.
     
  7. Mibe25

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    Hallo Dipol,

    passt schon. Vielen Dank für Deine Antwort. Ich konnte in der Norm nicht finden, dass die Anschlussfanen grundsätzlich vorgeschrieben sind. Daher habe ich mich darüber gewundert, dass im Ablaufdiagramm dieser Punkt auftaucht.

    Ich habe eine weitere Frage: Wenn die DIN 18014 nicht eingehalten wurde z.B. dadurch, dass (beim Fall Perimeterdämmung) die Verbindung mit der Stahlbewehrung nur alle 6 Meter statt wie vorgeschrieben 2 Meter gemacht wurde, dann lässt sich das messtechnisch im nachhinein nicht mehr nachweisen, da der Ringerder den lokalen Potenzialausgleich herstellt. Welche Auswirkung hat das technisch und von den Vorschriften her?
    Nach den TAB dürfte das Haus dann nicht mit Strom versorgt werden, oder? Wie könnte man so einen Fall "heilen"? Grundsätzlich wird es wohl so sein, dass diese DIN nur in den seltensten Fällen eingehalten wird.
    Welche praktischen Auswirkungen/Gefahren hat denn die unzureichende Verbindung mit der Armierung bei einem Einfamilienhaus?

    Grüße von Oli
     
  8. Dipol

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    Ringerder und der Potenzialausgleichsleiter in isolierten Fundamenten oder Bodenplatten müssen an jeder Anschlussfahne bzw. je 20 m Gebäudeumfang miteinander verbunden sein. Nur der PA-Leiter ist genauso wie ein Fundamenterder alle zwei Meter mit der Bewehrung zu verbunden.

    Die VNBs geben sich bei normwidriger Ausführung der Erdungsanlage zumeist zufrieden wenn wenigstens ein Erder vom Typ A (Vertikal- oder Band-/Strahlenerder) vorhanden ist. Die Unkenntnis der DIN 18014 ist nicht nur auf Architekten und Rohbauunternehmen beschränkt, auch Mitarbeiter von VNB sind manchmal "großzügig". Dass sich von denen jemand um den PA der Bodenplatte geschert hätte, habe ich noch nicht gehört.

    Man fällt auf den Sicherheitsstandard früherer Jahre ohne soliden Potenzialausgleich der Bodenplatte zurück. Überschläge sind insbesondere bei Gebäuden mit einer Blitzschutzanlage, erdungspflichtigen Dachantennen oder Photovoltaik-Anlagen und Freileitungseinspeisung möglich.
     
  9. Mibe25

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    Hi Dipol,

    die Unkenntnis der VNBs habe ich bereits in einer Diskussion mit mit Netze BW festgestellt, und war darüber sehr verwundert.

    Die von Dir angesprochenen Überschläge sind mir von der Theorie her bekannt. Aber gibt es Fälle, in denen tatsächlich Schäden (Personenschäden, Sachschäden) entstanden sind? Provokant ausgedrückt: Bieten die Vorschriften der Norm in der Praxis irgendwelche Vorteile/irgend einen nachweisbaren Sicherheitsgewinn?
     
  10. Dipol

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    Ich gehöre nicht zu denen die hinter jeder neuen Norm das Unwesen von Lobbyisten vermuten. Daher vertraue ich auch ohne Kenntnis empirischer Untersuchungen von Hochspannungslaboren darauf, dass die im NaBau engagierten Fachleute ihre Gründe haben, dass ein Fundamenterder oder PA-Leiter alle 2 Meter mit der Bewehrung verbunden sein muss und das seit 2007 geltende Verbot von Keilverbindern bei maschineller Verdichtung leuchtet mir noch mehr ein.

    Normen sind aber nicht durchgängig konsequent. Exemplarische Beispiele:

    Bei Gebäuden ohne Blitzschutzanlage müssen Dachantennen blitzstromtragfähig geerdet werden, Edelstahlschornsteine daneben aber nicht. Dass man Bewehrungen in Bodenplatten in den PA einbeziehen muss ergibt gegenüber der Zulässigkeit von unbewehrtem Faserbeton auch bei mir ein Logikproblem. Mit solchen Diskrepanzen wird man so lange leben müssen bis das in den Normengremien thematisiert wird.

    Deine Konjunktivfrage, wie hoch der Sicherheitsgewinn einer ordnungsgemäßen Ausführung der Kombinierten Potenzialausgleichsanlage (en: common bondig network) nach 5.7.2 der DIN 18014 gewesen wäre, kann dir ohne Dokumentation mit Detailfotos nach dem Betonieren der Bodenplatte niemand beantworten.
     
  11. Dipol

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    Zufällig im Internet entdeckt:

    Seminarausschreibung Fundamenterder nach DIN 18014 – abnahmesicheres Errichten von Erdungsanlagen der Bauakademie Hessen-Thüringen e. V.

     
  12. Dipol

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    Und noch ein Fund:

    Fundamenterder nach DIN 18014 - korrekte Ausführung

     
  13. Kischi

    Kischi

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    Hallo zusammen,

    ich beziehe mich auf diesen leider geschlossenen Ursprungs-Thread.

    Infolge eines abgeschlossenen gerichtlichen Beweisverfahrens muss der Generalunternehmen an meinem unterkellerten Haus einen Ringerder nachrüsten. Die Mängelbeseitigungskosten wurden aufgrund der fertigen Außenanlagen von dem gerichtlich bestellten Sachverständigen mit einem mittleren fünfstelligen Betrag beziffert.

    Daraufhin bietet mir die Gegenpartei nun an, den Ringerder nachrüsten zu lassen, wobei man eine Frist von 5 Monaten benötige.

    Ersatzweise bietet mir die Partei an, binnen 3 Monaten Vertikalerder gemäß dem Normentwurf von DIN 18014 nachzurüsten sowie eine Zahlung von 5.000,00 Euro.

    Meine Fragen:

    Haben Sie neue Erkenntnisse zum Status des Entwurf der DIN 18014? Ist es Ihrer Ansicht nach wahrscheinlich, dass dieser die aktuelle Fassung ablösen wird? Man findet im Netz keine wirklich aktuellen Informationen. Ich sehe hier das gravierende Problem dass, sollte der Entwurf nicht Norm werden, mein Haus für immer nicht der aRdT entsprechend würde und ich einen späteren Käufer darauf aufmerksam machen müsste.

    Würde eine Nachrüstung von 2 x 5m Vertikalerdern an den diagionalen Gebäudeecken entsprechend des Entwurfs bedingen, dass die Vertikalerder mit den Anschlussfahnen des Fundamenterders verbunden werden müssen (ergo Aufbaggern der Gebäudeecken bis zur Kellersohle, da die Anschlussfahnen auf Höhe Kellersohle liegen und nicht nach oben verlängert wurden)? Oder ist es laut Entwurf ausreichend, dass die Erder ab Geländeoberkante eingetrieben werden können und dann nur oberirdisch bzw. < Frosttiefe miteinander verbunden werden müssen?

    Sind die georderten Vorlaufzeiten von 3 bzw. 5 Monaten nach Ihrer Einschätzung aktuell notwendig?

    Für welche Variante würden Sie sich in technischer Hinsicht entscheiden?

    Vielen Dank vorab.

    VG

    Kischi
     
  14. #14 Dipol, 09.06.2022
    Zuletzt bearbeitet: 09.06.2022
    Dipol

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    Dessen unerklärliche Schließung offenbar nur temporär war und wieder aufgehoben wurde.

    Normkonform ist ein Werk, wenn es den zum Zeitpunkt der Fertigstellung gültigen anerkannten Regeln der Technik (= Normminimum) entsprochen hat, was bei dieser Erdungsanlage wie so oft nicht der Fall war.

    Mängel werden durch Normentwürfe, die weniger fordern, nicht geheilt.

    Im Entwurf der DIN 18014 sind anstelle eines Ringerdes als Konzession an den Disput mit dem b.v.s., der die Notwendigkeit von Fundament- und Ringerdern ganz grundsätzlich bestreitet, alternativ zwei 5 m lange Tiefenerder vorgesehen, welche über die Bodenplatte miteinander und der HES oder auch örtlichen PAS verbunden sind.

    Im Bild 2 des Normentwurfs sind nur mit der Bewehrung verschraubte Direktverbindungen dagestellt, in einem zusätzlichen weiterreichenden Beispielbild aus dem Vortrag von B. Schulze aber auch mit einem wie schon bislang unter den Außenwänden zu verlegenden Funktions-PA-Leiter.

    DIN 18014_2021-01_Bild 2.jpg

    Erder sind primär möglichst erdnah zu verbinden. Erdfühlige Verbindungen in frostfreier Tiefe und möglichst in gewachsenem Boden außerhalb aufgefüllter Arbeitsräume verbessern den Erdausbreitungswiderstand.

    FAZIT: Auch der Standard nach dem Normentwurf ist nachträglich nicht mehr möglich. Den mir persönlich bekannten NABau-Vorsitzenden wollte ich ohnehin schon anschreiben um den letzten Entwurfsstand zu erfahren, das mache ich kurzfristig.
     
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