DIN 18195 - wann war Änderung?

Diskutiere DIN 18195 - wann war Änderung? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, weiß hier jemand, wann sich die o.a. DIN hinsichtlich der Abdichtung von erdberührenden Bauteilen dahingehend geändert hat, dass es...

  1. JY 75

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    Hallo,

    weiß hier jemand, wann sich die o.a. DIN hinsichtlich der Abdichtung von erdberührenden Bauteilen dahingehend geändert hat, dass es NICHT MEHR zulässig ist, einfach nur glattgestrichenen Zementputz und "Schwarzanstrich" draufzutun und dann direkt ohne weitere Schutzschichten anzufüllen?

    Danke
    jy.
     
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  3. #2 Carden. Mark, 20. Januar 2010
    Carden. Mark

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    Welcher Lastfall?
    Müsste ich auch erst recherchieren.
    Um welchen Zeitraum geht es denn?
    Dann könnte evtl. was dazu sagen.
     
  4. JY 75

    JY 75

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    Hallo,

    nicht drückendes Wasser.
    Ist ein Bau von 1979/80, KS-Sichtmauerwerk 36,5, außen "Vertikal-Isolierung des Mauerwerks aus einem 2 cm starken Zementputz glatt gerieben und mit Isolieranstrich 2 mal satt streichen" (herrje, ich wünschte man dürfte heute noch derart simpel ausschreiben ;) )
    Hohlkehle lt. LV und Aussage des damaligen Arch. auch nicht vorhanden, Erdreich direkt angeschüttet. War damals ja so irgendwie Stand der Dinge.

    Jetzt hatte sich vermutl. durch eine verstopfte Dachrinne Wasser angestaut und kommt im Fußpunktbereich durch, ausgehend von einer Außenecke im Kellerraum, Indizienlage spricht dafür dass es sich auf der Horizontalabdichtung der Bodenplatte ("Voranstrich und eine Lage Kebu vollflächig verschweißt") verteilt, durch "25/20 Isover", 4cm Zementestrich, PVC verklebt nicht hoch kann, aber ringsum in die Wände, da kapillar in der ersten Steinlage hoch ist, den Latexanstrich stellenweise - bzw. in der besagten Außenecke recht ordentlich - weggesprengt hat und rausverdunstet.
    Wie gesagt, in der Ecke viel viel mehr, dort bröckelt schon unter der Fuge mit der 2. Abdichtungslage der KS zu Sand.

    Schreibe gerade eine "Handlungsempfehlung" für den finanzschwachen Eigentümer, in welcher Reihenfolge welche Maßnahme sinnvoll ist (zuerst werden wir mal mit der Kamera in Regenwasserleitung und Drainage schauen),
    mich würde rein aus Neugier und der Vollständigkeit halber interessieren wann sich die Abdichtungsnorm geändert hat. Google half nicht wirklich weiter ;)

    Wäre supernett wenn Sie was finden ... aber machen Sie sich bloß keinen großen Aufwand...
    Danke :)
     
  5. #4 Carden. Mark, 20. Januar 2010
    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Eines kann ich (fast sicher) aus dem Kopf heraus beantworten.
    Die DIN 4117 wurde letztmalig 11/1960 aufgelegt.
    Seit 1983 wird die Gebäudeabdichtung durch die DIN 18195 mit Ihren 10 Einzelteilen geregelt.
    Ob Ihnen das beim googeln hilft?

    ---------- Post added at 23:31 ---------- Previous post was at 23:04 ----------

    Mir liegt (leider – evtl. hat die ja mal einer für mich)
    die DIN 4117 Abdichtung von Bauwerken gegen Bodenfeuchtigkeit (Nov. 1960)
    (ebenso wenig vor wie die
    DIN 4122 Abdichtung von Bauwerken gegen nichtdrückendes Oberflächenwasser und Sickerwasser (März 1978)
    Oder die
    DIN 4031 Wasserdruckhaltende bituminöse Abdichtungen für Bauwerke (März 1978).

    Ich habe aber gerade in einem Fachaufsatz vom Dipl.-Ing. Günter Dahmen, RWTH Aachen aus 05/1983 nachgelesen, dass in der DIN 4117 „wasserundurchlässige Mörtel“ als Sperrputze und „Anstriche“ enthalten waren.
    Er war dagegen, dass diese nicht mehr in der neuen (dann in der 18195 zusammengefassten Normenreihe DIN 18195) enthalten sein sollte.
    Ob er wohl heute auch noch so denkt?

    Er sagte ferner aus: das in der Baupraxis dann als Abdichtungsmaßnahmen überwiegend solche gegen Bodenfeuchtigkeit, vor allem zweitägige „Schwarzanstriche" vorgesehen wurde. [leider steht da aber nicht, ob es damals Normgerecht war]

    Eine andere Zusammenfassung aus dem Jahre 1977 sagt für dieses Jahr aus, dass Kellerwände zu 57 % mit Sperranstrichen abgedichtet wurden.

    Leider komme ich hier ohne noch größeren Zeitaufwand und ohne die oben zitierten Normen nicht weiter.

    ---------- Post added at 23:53 ---------- Previous post was at 23:31 ----------

    So - habe noch etwas in meiner Sammlung gefunden.
    Und zwar die DIN 18195-4 von 08/1983. Also die erste.
    Hier werden unter 6.3.2 noch Deckaufstrichmittel aufgeführt. Diese durften auf einer Grundierung auch ohne Sperrputz direkt auf das vollfugige Mauerwerk aufgebracht werden. Entweder zweimal heiß oder 3 mal kalt.
    Dichte der Schicht musste dann 1 bis 1.8 KG/dm³ (heiß verarbeitet) Bzw. 1.0 bis 1.6 KG/dm³ (kalt verarbeitet) sein.

    Reine Sperrputze sind hier schon nicht mehr aufgeführt.
     
  6. JY 75

    JY 75

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    Danke

    Danke für die fundierten Informationen.

    Der Schwachpunkt im konkreten Fall liegt wohl am Fußpunkt Kellerfundament, das nach Ausssage des damaligen Architekten ohne Hohlkehle und "Rumkleben" ausgeführt wurde.
    Zudem wird Oberflächenwasser auf Niveau ~UK Kellerdecke schön ans Gebäude rangeführt wird und steht dann in Pfützen auf dem unmittelbar angeschlossenen Waschbeton/Pflaster-Weg, wie jetzt nach Abtauen des Schnees sichtbar wurde.
    Sickert wohl an der Abdichtung runter, steht dann eins tiefer und kriecht nach innen.

    Unibibliothek? *erinner* Vor 10-12 Jahren hatten sie in Kassel jedenfalls einige sehr unaktuelle DIN-Bücher herumstehen.

    :winken Grüße
     
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  8. Baucon

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    Hallo Mark,

    im Wedler "Berechnungsgrundlagen für Bauten" 25. Auflage von 1974 ist die DIN 4117 von Nov. 1960 abgedruckt sowie auf 1366 Seiten noch viele andere Normen auch aus dem Bereich Abdichtung aus dieser Zeit Stand Ende 1972.

    Einfach mal googlen unter "Wedler Berechnungsgrundlagen für Bauten 25. Auflage".
    Sie ist für ein paar Euro gebraucht erhältlich.

    :winken
     
  9. #7 Carden. Mark, 12. März 2010
    Carden. Mark

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