Doppelte Dampfsperre

Diskutiere Doppelte Dampfsperre im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo liebe Experten, ich habe eine Frage zur Dämmung meines sanierten Wohnhauses. Die Situation stellt sich wie folgt dar. Das Dachgeschoss...

  1. #1 michel1209, 23. August 2009
    michel1209

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    Hallo liebe Experten,

    ich habe eine Frage zur Dämmung meines sanierten Wohnhauses. Die Situation stellt sich wie folgt dar. Das Dachgeschoss bzw. der Dachstuhl, das/den ich ausbauen möchte ist bereits mit einer Zwischensparrendämmung (14cm, WLG 040) mit Mineralwolle gedämmt und zur Rauminnenseite mit einer Dampfsperre versehen. Wir haben uns dazu entschieden, die Decke nach unten hin mit Trockenbau abzuhängen. Der Trockenbauer hat nun eine von oben von den Sparren herunterhängende Metallkonstruktion verwendet, um die Decke abzuhängen und weitere Dämmung (24cm, WLG035) einzubauen. Von unten ist diese Anhängekonstruktion ebenfalls mit einer Dampfsperre versehen. Die bereits zwischen den Sparren eingebaute Dämmung wurde so belassen, also auch die Dampfsperre.

    Ich wollte mich eigentlich nur einmal bei Euch erkundigen, ob diese doppelte Dämmung, vor allem aber die doppelte Dampfsperre nicht zur Kondensatbildung führt, weil die eingebaute Decke durch die Metallkonstruktion ja von oben nicht mehr begehbar ist und im Fall von Kondensatbildung, die komplette Decke wieder entfernt werden müsste.

    Beste Grüße Micha
     
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  3. #2 michel1209, 23. August 2009
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    Hier zur Verdeutlichung nochmal ein Skizze der Lage. Die unter der abgehängten Decke liegenden Dachschrägen wurden nochmal aufgelattet und mit weiteren 10cm WLG 035 Mineralwolle aufgestockt und zur Rauminnenseite ebenfalls mit einer Dampfsperre versehen.
     
  4. #3 michel1209, 23. August 2009
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    sorry, leider kann ich hier kein Bild einfügen, aber ich denke meine Ausführungen zur Geometrie der Konstruktion sollten ausrecihen. wenn nicht, dann gebt mir bitte bescheid, dann konkretisiere ich mein Anliegen nochmal.

    Beste Grüße, Micha
     
  5. Eric

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    Es ist doch wohl nur eine Dampfbremse und keine Dampfsperre.

    Eine Dampfsperre wäre z.B. alukaschierte Mineralwolle.

    Frage kommt jetzt zu spät. Der bereits erfolgte weitere Aufbau ist, wie Du es selbst bereits vermutest, falsch. Die alte Dampfbremse/sperre hätte entfernt werden müssen. Der Diffusionswiederstand muß von innen nach außen abnehmen.

    Ob, wann und mit welcher Wahrscheinlichkeit es zum Schaden ( Absaufen der Dämmung ) kommen wird und zurückgebaut werden muß, müßte man von einem Bauphysiker berechnen lassen. Nach der Rechtsprechung genügt für einen Mangel bereits die Gefahr eines Mangels. BGH hat bereits ( soweit ich mich aus dem Stehgreif erinnere ) 5 % Schadenswahrscheinlichkeit genügen lassen.

    Hat der Trockenbauer den weiteren Aufbau von sich aus so vorgeschlagen oder gab es noch einen Archi ? Naja, auf Bedenken hätte der Trockenbauer selbst bei einer bauherrenseitig zu verantwortenden Planung hinweisen müssen.
     
  6. #5 Gast943916, 23. August 2009
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    hat er vermutlich nicht gemacht und ist somit in der Haftung, heisst auch: Rückbau und Änderung zu seinen Lasten.
     
  7. #6 michel1209, 23. August 2009
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    Hi,
    es handelt sich bei meiner beschriebenen "Dampfsperre" um eine blaue Folie. alles klar, dann muss ich den lieben Herr darauf hinweisen. Die Decke ist ja zwar mit der Dampfbremse versehen, aber noch nicht beplankt, die Dämmung ind er Decke könnte man also wieder heraunehmen und mit der Leiter die alte Dampfbremse entfernen, da muss also nachgebessert werden. vielen Dank für den Tip.

    Beste Grüße Micha
     
  8. #7 michel1209, 23. August 2009
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    Hi, die Zwischensparrendämmung kann aber drinbleiben oder, die Dampfbremse muss entfernt werden, richtig?

    Beste Grüße,

    Micha
     
  9. Eric

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    Meine Glaskugel ist gerade in Reparatur. Insofern kann ich zur Zeit nicht sehen, wie die alte Zwischsparrendämmung aussieht.

    Ist die neue Konstruktion denn gewichtsmäßig bei nur 14 cm dicken Sparren vorher geklärt worden? Nicht daß das Ganze am Ende noch einstürzt!
     
  10. #9 michel1209, 23. August 2009
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    hallo eric, nein, der statiker hat gesagt, dass das Gebälk sogar überdimensioniert ist und eine sehr gute Konsistenz hat. Die Metallkonstruktion und die Rigipsplatten für die oberste Geschossdecke ist insgesamt nicht sehr schwer. Den Aussagen des Statikers zufolge hätte ohne weiteres auch ein zusätzlicher begehbarer Dachboden hätte geschaffen werden können. Soviel also dazu. Wie ists denn dann nun mit der Zwischensparrendämmung, kann diese drin bleiben?

    Beste Grüße,

    Micha
     
  11. KPS.EF

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    Wann wurde denn die Zwischensparrendämmung montiert, ist sie noch formstabil, wurde sie fugenfrei verlegt, gibt es Durchfeuchtungs- und / oder Abrieberscheinungen?

    KPS.EF
     
  12. michel1209

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    hi KPS.EF,

    die Dämmung ist in einem guten Zustand, also keine Abnutzungserscheinungen. Die Formstabilität ist ebenfalls gegeben.

    Beste Grüße,

    Micha
     
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  14. #12 Ralf Dühlmeyer, 24. August 2009
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    Ich würde sagen, bevor wir hier weiter den Glaskugelmodus strapazieren, sollte sich der Auftraggeber mal zu einer Geldausgabe durchringen und den Aufbau bauphysikalisch durchrechnen lassen.
    Denn dann ist klar, was wie wohin gehört bzw. gebaut werden darf.

    Erst dem Trocki keine Angaben geben und ihn jetzt prügeln wollen - warum?
    OK, der ist auch ein Trollo, wenn er keine verlangt.
     
  15. Vincent

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    Der "Trocki" ist hier der Planer, sollte also wissen was er vorschlägt. Wenn das nix war, Pech gehabt!
     
Thema: Doppelte Dampfsperre
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