Drainage + Baugrubenverfüllung

Diskutiere Drainage + Baugrubenverfüllung im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Erstmal Hallo an alle Forumsteilnehmer, ich habe vor ein EFH (KfW40) zu bauen. Nachdem auf dem Baugrund bereits ein altes Haus gestanden...

  1. sash2811

    sash2811

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    Erstmal Hallo an alle Forumsteilnehmer,

    ich habe vor ein EFH (KfW40) zu bauen.

    Nachdem auf dem Baugrund bereits ein altes Haus gestanden hat, hatte ich einen relativ guten Einblick in die Erdschichten bis ca. 2,50 Meter Tiefe.

    Der Boden besteht bis ca. 1 Meter Tiefe aus ''normalem'' Erdreich. Danach wird der Boden zunehmend schwerer und geht in Lehm über. Es sind keine wasserführenden Schichten zu sehen. Auch ein 'Probestich' mit der Baggerschaufel auf 3,50 war nach Tagen noch trocken.

    Unser Keller wird in Fertigteilbauweise mit WU-Beton und 8 cm Perimeteraussendämmung erstellt.

    Nun habe ich 3 Leute gefragt und habe 4 Meinungen. Drainage bei jedem Haus unerlässlich sagt der Erdbauer, Kann aber muss nicht sagt der Kellerbauer und völlig unnötig sagt der Architekt.

    Nun 3 Fragen:

    Ist eine Drainage (nur für Niederschlagswasser )sinnvoll, wenn ich aufgrund des Einleitungsverbotes keine Möglichkeit habe, das evtl. Wasser abzuleiten??

    Ist es nicht besser, die Baugrübe wieder mit dem entnommenen Erdreich (schwer + bindend) zu verfüllen um so ein Absickert des Niederschlages an der Kelleraussenwand zu verhinder?? Oder was spricht gegen die Verwendung des schweren Materials. Ein entsprechender Schutz der Dämmung beim Einbauen natürlich vorausgesetzt.

    Muss ein Revisionsschacht nach unten geschlossen (also mit Boden) sein?

    Danke schon mal für die Antworten. Bin echt ratlos.

    Sascha
     
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  3. Robby

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    So viele "Fachleute" und keiner wirklich "beschlagen"?

    Fakt (scheinbar) = aufstauendes Sickerwasser

    Also entweder:
    - abdichten nach DIN 18195-6 gegen zeitweise drückendes Wasser aus aufstauendem Sickerwasser als schwarze Wanne auch UNTER der Bodenplatte bis GOK danach nach DIN 18195-4

    oder

    - Mischkonstruktion als WU- Bauteil Bodenplatte (nicht lediglich WU Beton sondern mit allem drum und dran wie Rissbreitenbeschränkung, entsprechender Betongüte und Aufbau usw), dann de Wände entsprechend DIN 18195-6 und an der Bodenplatte hinterlaufsicher angeschlossen

    oder

    Minderung des Lastfalls über eine Dränanlage entsprechend DIN 4095 mit Reinigungs und Revisionsschächten, Im Gefälle verlegten Rohren, Filterschichten, Filtervlies oder Filterstabilen Schichten, Übergabeschacht und Vorflut (Einleitung) die genehmigt werden muss! (Die meisten Dränanlagen sind übrigens falsche Pseudodränungen!)

    oder

    Den Keller als komplettes WU BAuteil (Weiße Wanne) mit allem drum und dran entsprechend der WU- Richtlinie, DIN 1045 mit allem drum und dran, Rissbreitenbeschränkung, Betonsorte, Güte, Druckwasserdichte Öffnungen und Durchdringungen

    Dazwischen ist alles NICHTS

    UND alles gehört geplant und überwacht!
     
  4. sash2811

    sash2811

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    Wenn ich das also recht verstehe, ist es am besten, den Keller von aussen und unten gegen Stauwasser zu schützen.
    Eine Drainage ist, sofern nicht 100%tig erforderlich, wegen der Problematik mit der Ableitung eine sehr kostspielige Angelegenheit.

    Kann das Material, bestehend aus Lehm und schwerem Erdreich wieder eingebaut werden, sofern keine Drainage verbaut wird?? Dann dürfte sich ja auch das Sickerwasser in Grenzen halten, weil die eingebaute Schicht wieder schlecht durchlässig ist. Oder sehe ich das völlig falsch??

    Sascha
     
  5. sepp

    sepp

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    achte darauf dass der keller nicht nur aus WU-Beton besteht, sondern als weisse wanne ausgebildet wird (das kann dir der archi erklären)
    dann hats sich erübrigt mit der drainage (halte eh nix davon)
    und lehm sollte man nicht mehr einbauen, es sei denn du willst dein pflaster nen halben meter tiefer haben in 5 jahren.
     
  6. #5 Carden. Mark, 23. März 2009
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    Der Liste von Robby ist nicht zuzufügen.
    Nur ist es aus meiner Erfahrung so, dass doch nicht jeder Architekt weiß, was ein WW nun tatsächlich ist.
    Daher hat das Bauexpertenforum dieses hier: http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=7456
     
  7. alex2008

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    zur Drainage und Abdichtung haben die anderen alles gesagt.

    Das mit der Durchlässigkeit und dem Niederschlagswasser haste richtig erkannt.

    Bindiges Material kann man bei Verzicht auf Drainage im Prinzip auch wieder einbauen.
    Kleine Schüttlagen und ein geeignetes Verdichtungsgerät mit dem dann auch die erforderlichen Verdichtungsübergänge gemacht werden wie ein Grabenstampfer - mehr ist nicht notwendig.
    Diese Arbeit ist allerdings sehr witterungsabhängig da zu starke durchfeuchtung des Materials hinderlich ist.

    Im Bereich von Verkehrsflächen sollte man selbstverständlich noch ausreichend Frostsicheren Aufbau drauf bekommen.
     
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