Dübelloch in Dampfsperre/ Bremse

Diskutiere Dübelloch in Dampfsperre/ Bremse im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe vor ein paar Tagen ein Fertighaus gekauft...bei der Installation eines CD-Regals an einer Außenwand im Wohnzimmer habe ich...

  1. #1 mikado93, 7. Juli 2015
    mikado93

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    Hallo,

    ich habe vor ein paar Tagen ein Fertighaus gekauft...bei der Installation eines CD-Regals an einer Außenwand im Wohnzimmer habe ich Dampfsperre/ Dampfbremse mit dem Holzbohrer beschädigt.

    Der Aufbau der Wand sieht folgendermaßen aus.

    - Gipskartonwand
    - Spanplatte
    - Dampfsperre/ Dampfbremse
    - Dämmung

    Bei der Installation bin ich folgendermaßen vorgegangen

    - Steinbohrer (8mm) die Gipskartonwand durchbohrt
    - Spanplatte mit Holzbohrer (8mm) durchbohrt -> Dampfsperre eingerissen
    - Plattendübel (Firma Fischer) gesetzt
    - Regal fixiert

    Im Netz habe ich über Dampfsperren/ Bremsen recherchiert...scheinbar gibt es zwei extrem unterschiedliche Meinungen...

    a) extremes Problem, da Feuchtigkeit in die Dämmung eindringt

    b) kein Problem, früher waren die Dämmungen auch nicht dicht und die Häuser stehen immer noch...richtige Lüftung ist viel wichtiger

    Das Haus wurde 2006 gebaut, die Beschädigung ist im Wohnzimmer.

    Falls die Beschädigung ein Problem ist:

    a) Wie bekomme ich die Folie wieder dicht...?? Zur Zeit steckt ein Kunststoffdübel im Bohrloch.

    Der Vorbesitzer hat die Gardinen mit Universal-Dübel an den Außenwänden befestigt, dabei ist sicher auch die Folie beschädigt worden. Die Bohrlöcher sind bei der Renovierung des Hauses mit Spachtelmasse verschlossen worden.

    Wie geh ich mit diesem Problem um...?? Handeln oder entspannt zurücklehnen...??

    Vielen Dank...

    Grüße

    mikado
     
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  3. R.B.

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    oder einfach mal überlegen, wieviele Tropfen Luftfeuchtigkeit in den nächsten Jahrzehnten durch dieses mit Dübel und Schraube verschlossene Loch in die Dämmung gelangen könnten. Dann wohl zu dem Ergebnis kommen, dass jeglicher Reparturversuch in keiner vernünftigen Relation zum möglichen Schaden steht.
     
  4. #3 Inkognito, 7. Juli 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Konvektive Wärmebrücken sind die problematischsten. Je nach Dämmstandard und Luftmenge, die durchgeht kann das einen Tauwasseranfall verursachen, den keine Holzkonstruktion mitmachen kann.
    2006 wurden schon lange funktionierende Dampfbremsen verbaut und der Dämmstandard ist auch recht hoch.

    Tja, was nun. Man kann natürlich hoffen, dass die Spanplatten dicht genug sind, dass es durch das Loch dahinter nicht zieht, siehe oben. Wäre es meine Hütte würde ich es versuchen minimalinvasiv zu reparieren.
     
  5. #4 jodler2014, 7. Juli 2015
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    Ganz einfach :

    Regal abräumen

    Schrauben rausdrehen

    Dübel entfernen

    Bohrloch "dauerhaft" luftdicht verschließen

    10mm neben dem alten Bohrloch mit einer 18mm Schraube das regal befestigen .

    Oder genauer :

    Welche Stärke hat der GK ?

    Welche Stärke hat die UK ?

    Oder eine dickere Schraube nehmen

    Die Fläche ausrechnen , die nach vermeintlich schadensträchtiger Befestigung ,die Dampfsperre beschädigt hat und dann ...?
     
  6. Taipan

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    Oder noch anders:

    Regal abbauen

    Schraube raus und Loch FACHGERECHT verschließen (dauerghaft luftdicht)

    Regal mit einer einfachen x-beliebigen Spax wieder anschrauben und die Shraube NIEMALS rausdrehen (bzw. wieder reindrehen).

    Leider sind die meisten fertigbuden aus Holz dermaßen billig gebaut, dass Befestigungen an Wänden eigentlich unterbleiben sollten, da in jedem Fall die Luftdichtigkeitsebene den Bahc runtergeht, die eh schon nicht so prall ist.

    Was soll eigentlich ein Dübel in einer Spanplatte? *kopfkratz*
     
  7. #6 Inkognito, 8. Juli 2015
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    Inkognito Gast

    Die Folie dahinter muss repariert werden, an die Luftdichtigkeit der Spanplatte glaube ich erst mal weniger.
     
  8. #7 mikado93, 8. Juli 2015
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    Wie verschließ ich das Loch fachgerecht...?? Mit Silikon oder Acryl...??
     
  9. Taipan

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    Hast du ne Ahnung, wass ich da schon für abenteuerliche Erklärungen gehört habe. Das Schärfste war: "Die Ausführung der Luftdichtigkeit ist Betriebsgeheimnis. Die Unterlagen dazu dürfen nicht eingesehen werden. Die Blowertests haben bisher mit einem Wert < 1,5 immer die luftdichte Hülle bescheinigt." Der Bauherr hat leider dem Anbieter geglaubt und nicht mir ... und wohnt nun in dieser Bude.
     
  10. R.B.

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    Wenn die Beschreibung im Eingangsthread korrekt ist, dann gibt es da keine Hinterlüftung, Installationsebene, oder was auch immer, die GK Platten sind (irgendwie) direkt auf den Spanplatten befestigt. Wo also sollen solche Luftmengen herkommen?
     
  11. mikado93

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    ...die Materialdicke der GK Platte ist 12-13mm und die der Spanplatte ist 13-14mm...insgesamt liegt die Materialdicke bei 25-27mm...der Aufbau der Wand sieht nach meiner Meinung nach folgendermaßen aus

    - GK Platte
    - Spanplatte
    - Folie
    - Dämmung

    Eine Installationsebene gibt es bei diesem Haus nicht...

    Die GK-Platte und Spanplatte sind direkt verschraubt bzw. genagelt...

    Ob es zwischen Spanplatte und Skelett des Hauses noch eine Lattung gibt ist mir nicht bekannt...ich vermute dass die Einheit GK & Spanplatte direkt an das Skelett des Hauses befestigt ist...

    Gruß
     
  12. mikado93

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    Der Plattendübel ist fest in der GK- & Spanplatte verankert...mein Verständnis ist, dass durch den Dübel/ Schraube feuchte Luft vom Innenraum an die Folie kommt und anschließend in die Dämmung. In der Dämmung kondensiert die feuchte Luft -> Taupunkt

    Ich denke durch die GK-Platte und Spanplatte wird nicht viel Luft durchdiffundieren...oder lieg ich falsch...??

    Muss das Loch jetzt fachgerecht verschlossen werden...oder kann ich alles lassen wie es ist...?? Der Plattendübel ist fest in der GK- & Spanplatte verankert...ich denke am meisten Luft wird durch den Übergang Gewinde der Schraube/ Dübel durchgelassen...

    Wenn das Loch verschlossen werden muss...mit welchen Material verschließ ich das Loch fachgerecht...?? Silikon, Acryl...??
     
  13. #12 Inkognito, 8. Juli 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    "Mit Acryl und Schaum kannst Du ganze Häuser bau'n"

    Weder noch! Die Folie wird mit einem geeigneten Dampfbremsenklebeband verklebt. Der Rest ist nachrangig, da können Sie auch Ihr Regal davor hängen.
    Ansonsten, werfen Sie mal einen Blick hinter Steckdosen und Schalter an der Außenwand, ob die UP Dosen diese Gummieinsätze haben bzw. ob die Kabel die Dampfbremse durchdringen.
     
  14. mikado93

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    ...jetzt bin ich immer noch nicht schlauer...die Meinungen sind extrem unterschiedlich...

    a) nichts machen

    b) GK-Platte mit Spanplatte bzw. OSB-Platte ausbauen, anschließend Klebeband auf das Bohrloch

    Bei Lösung b) werde ich wahrscheinlich die Dampfbremse bei dem Ausbau der GK- und Spanplatte noch weiter beschädigen...

    Nach meiner Meinung bin ich nicht der erste der in die Außenwand von einem Fertighaus ein Loch gebohrt hat und dabei die Folie der Dampfbremse beschädigt hat...die Lösung des Problems kann es doch nicht sein dass ich das halbe Haus abreiße...
     
  15. #14 Alfons Fischer, 10. Juli 2015
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    ob ein solches Loch problematisch ist, wird man nur mit Sachverstand und unter Kenntnis der Gesamtzusammenhänge bewerten können.
    dazu muss man mehr wissen, als diese Schilderung des Aufbaus:
    denn da, wo es anfängt, interessant zu werden, hört die Auflistung der Schichten auf.

    Da gibt es Veröffentlichungen (ich glaub, vom Fraunhofer), die bei gewissen Aufbauten eine Verdunstungsreserve von 200g/m² wünschen, um bautypische Unzulänglichkeiten zu kompensieren. Wäre das hier auch so, dann ist bei bloßem "Zupfropfen" die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schief geht geringer, als wenn die Verdunstungsreserve nur 2g/m² begträgt...
     
  16. Bauking

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    Da werden sicher sehr grosse Luftmengen durch das verschlossene Loch zirkulieren, am besten die ganze Wand abreissen....
     
  17. #16 Inkognito, 10. Juli 2015
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    Es geht um das Loch in der Folie dahinter - und wenn z.B die Steckdosen mit diesen Zwischenraum in Kontakt stehen, dann können überraschend große Mengen an Kondensat ausfallen, das ist korrekt.

    Nur abreißen oder demontieren ist wohl overkill, mit einem Minimum an handwerklichem Geschick kann man sich mit einem Lochbohrer ein Griffloch machen (ohne noch mehr Folie zu beschädigen) und das Loch in der Folie dahinter mit einem geeigneten Dampfbremsenklebeband abkleben.
     
  18. Bauking

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    Mein Post war Ironie, was soll durch ein mit einem Dübel und einer Schraube verschlossenes Loch zirkulieren? Ein Haus ist kein Flugzeug in 8000m Höhe, wo solch hohe Druckunterschiede herrschen, dass ein verschlossenes Dübelloch zum Kondensatausfall führen kann.
     
  19. #18 Inkognito, 11. Juli 2015
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Das Loch in der Folie ist aber nicht durch den Dübel 'abgedichtet' und darum geht es.
     
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  21. mikado93

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  22. #20 Inkognito, 15. Juli 2015
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    Inkognito Gast

    Das halte ich für fragwürdig. Da gab' es vor einiger Zeit doch diesen Versuch, eine konvektive Wärmebrücke, 1mm breit, 1m lang mit Tauwasseranfall in Mengen, den keine Holzkonstruktion überlebt hätte.

    Na klar. Warum aber eine beschädigte luftdichte Ebene so viel besser sein soll, als eine unzureichend geplante erschließt sich mir nicht.
     
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