Dumme Frage Zur Dachbodendämmung

Diskutiere Dumme Frage Zur Dachbodendämmung im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Ich würde jetzt am WE endlich mal unsere oberste Geschoßdecke Dämmen (16 CM Stahlbetondecke). Die Glaswolle Rollen 032 liegen schon oben....

  1. struppi

    struppi

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    Ich würde jetzt am WE endlich mal unsere oberste Geschoßdecke Dämmen (16 CM Stahlbetondecke).
    Die Glaswolle Rollen 032 liegen schon oben.

    Frage: Wie macht sich die Dämmung denn eigentlich genau bemerkbar?

    A. Wenn ich Dämme und die Heizung so eingestellt lasse wird es in den Räumen darunter wärmer?
    B. Wenn ich die Heizung runterregle bleibt es genauso warm wie vorher.

    Kann man abschätzen wie viele Eur man pro QM sparen kann?

    Danke vg
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Kommt darauf wen Du fragst. Hersteller von Dämmmaterial werden Dir hier eine ganz andere Rechnung präsentieren als Freunde von KF die vermutlich so argumentieren werden, dass das Haus später noch mehr Öl oder Gas benötigt ;)

    Für eine erste Abschätzung rechnet man gerne über den U-Wert bzw. eine Verbesserung des U-Werts. Das funktioniert für Bauteile die direkt an Außenluft grenzen relativ gut, aber bei der obersten Geschossdecke passt das nur bedingt. Theoretisch hat man ja im Dachboden darüber Außentemperatur, aber in der Praxis wird das nicht zutreffen. Zudem entfällt der Effekt der Auskühlung durch die Windverhältnisse, und es ist auch nicht sicher, ob alle Räume darunter auch tatsächlich auf Soll-RT gehalten werden. Es gibt auch Abschätzungen die gehen pauschal von 10-15% der jährlichen Heizkosten aus. Das ist in meinen Augen unzureichend.

    Für eine erste Abschätzung müsste man also erst einmal feststellen, wie der U-Wert der vorhandenen Decke ist. Nehmen wir einfach mal ein Beispiel. Deine Decke hätte einen U-Wert knapp über 2W/m2K und dieser wird durch die Dämmung auf sagen wir mal 0,2W/m2K reduziert, also "Einsparpotenzial" grob 2W/m2K. Dann könntest Du mit 200kWh/m2*a rechnen. Für meinen Geschmack ist das aber etwas zu großzügig geschätzt, ich würde praktisch eher auf irgendwas über 150kWh/m2*a tippen.

    Hat Deine Decke also 100m2, dann wären das immerhin 15.000kWh, zumindest theoretisch. Mit Gasbrennwert wären es um die 1.000,- € p.a., mit WP je nach JAZ und WP Tarif um die 750,- €.

    Aber das ist wirklich nur eine sehr grobe Abschätzung.
     
  4. #3 Alfons Fischer, 9. Dezember 2013
    Alfons Fischer

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    Ich meine, das Haus von struppi wäre aus den 60ern oder 70er Jahren. Auf einer Massivdecke hat man da in der Regel um 1,5 - 2cm Dämmung verlegt, darauf ein Schutzestrich. (bitte prüfen)
    Damit errechnet sich im Bestand ein U-Wert von etwa 1,15 - 1,4W/m²K.

    Achtung: ich will R.B. nicht widersprechen, sondern nehme nur ein bisschen andere Zahlen, die durchaus auch im Bereich des Möglichen liegen...:

    Ich schätze folgendermaßen ab: Durch eine Verbesserung auf 0,24 (Anforderung EnEV) verbessert sich der U-Wert um etwa 0,9 - 1,15.
    Zudem rechne ich mit einer Einsparung von 80-100 kWh/m²a und zusätzlich zur Berücksichtigung der geringeren Temperaturdifferenz auf den Dachboden mit einem Faktor von 0,8 (wie fx aus DIN 4108). die 80-100 sind abhängig vom Dämmstandard des Gebäudes insgesamt (verändert ja die "Heizgradtage". Bei gut gedämmten Häusern ist die Heizperiode kürzer, damit eher 80 oder gar noch niedriger bei Neubautypisch gedämmten Häusern. Bei schlecht gedämmten Häusern eher mehr)

    Damit errechnet sich je 1m² zusätzlich gedämmte Fläche eine Einsparung von
    kleinster Wert: 0,9x80x0,8 = 57 kWh/m²a
    größter Wert: 1,15x100x0,8 = 92 kWh/m²a

    ich übernehme mal die Darstellung von R.B.:
    Hat Deine Decke also 100m2, dann wären das immerhin 5.700 - 9.200kWh, zumindest theoretisch. Mit Gasbrennwert wären es um die 380 - 610,- € p.a.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Ob Du´s glaubst oder nicht, Deine Zahlen hatte ich auch zuerst auf dem Radar. Was mich dann aber stutzig gemacht hat, waren die 16cm. Die kamen mir für die Variante mit minimaler Dämmung und Estrich etwas knapp vor. Deswegen hatte ich geschrieben, dass man den U-Wert der vorhanden Decke erst einmal feststellen muss. ;)
     
  6. H.PF

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    zur Heizung: Wenn du deine Heizungsregler genau so stehen lässt wie bisher wird sich gar nix tun. Drehst du sie hoch wird es wärmer. Drehst du sie runter wird es kälter.

    Aber sie wird weniger Energie abgeben müssen, du kannst dann vielleicht die Vorlauftemperaturen z.B. runterregeln, wirst weniger Energie verbraten im Jahr...
     
  7. Neutal

    Neutal

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    Bei einer Betondecke immer den Randbereich beachten. Bei älteren Hausern geht die Decke oftmals bis in den kalten aussenbereich, ist also eine schlimme Wärmebrücke. Im schlimsten Fall kommt es im Randbereich später zu Schimmelbildung....
     
  8. struppi

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    Also
    es ist ein 16 cm stahlbetondecke. Baujahr ist 1974. Estrich oder Ähnliches gibts am Speicher nicht ...
    Bin nur etwas zusammengezuckt da wir jetzt für 2 Tage 24 m3 Gas gebraucht haben (also ca. 7 eur am Tag)...:-( gut das waren kalte Nächte aber ... schon ein bissl viel, deswegen soll am We endlich die Dämmung drauf...
     
  9. R.B.

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    Na ja, 12m3 pro Tag ist so selten jetzt auch nicht. Bj. 1974 ist ja nicht gerade bekannt dafür, dass die Häuser gut gedämmt waren. In welchem Zustand sind die restlichen Bauteile der thermischen Hülle? (Wände, Fenster etc.). und wie groß ist das Haus?

    Wenn es sich um eine massive Stahlbetondecke handelt, ist ein U-Wert deutlich über 2W/m2K wahrscheinlich.

    Wieviel Dämmung soll auf die Decke?
     
  10. struppi

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    Hi Ralf.
    Hm :-/
    Naja das ist halt nur für unsere OG Wohnung (ca. 100 qm Wohnfläche), (mit den EG Bewohnern gibts ja momentan Krieg)- Wände sind 30er Hohlblockbeton , Fenster sind neu, Haustüre neu - auf die Decke soll (schon abgeräumt bei der Praktikerpleite) 16 cm 032 Glaswolle.
    ich habe im u-wert rechner mit Beton Armiert 2% gerechnet--....
     
  11. struppi

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    Ich denke eben dass über die Decke sehr viel energie / wärme verloren geht ...
     
  12. R.B.

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    Sicherlich geht auf diesem Weg viel Wärme verloren. Es ist halt schwer in Zahlen zu fassen. Für den späteren U-Wert spielt die Betondecke keine Rolle, der wird primär durch die Dämmung bestimmt und wird irgendwo um 0,2W/m2K liegen, vermutlich knapp darunter. Das lässt sich ja leicht nachrechnen.
    Schwierig ist halt die Bestimmung des Anteils den die oberste Geschossdecke am aktuellen Gasverbrauch hat. Selbst wenn man über die Verbesserung des U-Werts rechnet, s.o., bleibt das eine Schätzung und Vermutung. Letztendlich ist die oberste Geschossdecke ja nur ein Teil der thermischen Hülle, und es gibt noch viele andere Stellen an denen Wärme abwandert. Auch das Nutzerverhalten spielt eine erhebliche Rolle, das wird gerne mal unterschätzt.

    Nehme ich mal meine obige Abschätzung mit den 15.000kWh p.a. dann würde das ja voraussetzen, das bisher ein entsprechend höherer Anteil über die Decke verloren ging. Das kann man aber nur vermuten. In der Praxis ist der Anteil meist geringer als die theoretische Berechnung/Abschätzung weil die Räume darunter nicht ständig "nach Norm" beheizt werden, und oftmals auch nicht alle Räume beheizt werden.
     
  13. struppi

    struppi

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    Hm ja schon klar, aber sinn macht es doch? und einsparen KANN man damit was, mehr zählt ja nicht ;-)
    Weisst ein WDVS kostet 15 Mille, da kann ich lange heizen ... selbst wenn ich die Kosten von sagen wir mal jählich 1200 eur reinen Heizkosten halbiere, dann wären das auch 25 jahre ....
    das geld leg ich anders an,
    Dachboden ist halt relativ quick and cheap gedämmt.
     
  14. Julius

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    Anderer Faktor, der bei Eurem Verbrauch mitspielt:
    Da die Unterliegerwohnung - wenn ich richtig verstanden habe, ist das die mit den Problemmietern - selber viel zu wenig beheizt wird, wird diese von der Oberliegerwohnung zwangsläufig mitgeheizt!

    Trotzdem unbedingt die oberste Geschoßdecke umgehend dämmen.
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Sehe ich auch so. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, zumal das Material sowieso schon vorhanden ist. Der Aufwand ist auch überschaubar. Also kann man unter´m Strich nur gewinnen, und wenn es nur ein paar kWh sind. Da ist es auch völlig egal ob letztendlich 100kWh mehr oder weniger "gespart" werden, Hauptsache es stellt sich eine Ersparnis ein.

    Bei einem WDVS ist es halt schwierig, das liegt aber nicht am WDVS an sich, sondern an den hohen Kosten die damit verbunden sind. Gerade die meist große Fassadenfläche hat einen erheblichen Anteil an den Gesamt-Wärmeverlusten. Zudem entschärft man damit die Problematik mit den neuen Fenstern usw. (Du kennst das ja), und eine Wand mit höherer Oberflächentemperatur erhöht auch den Komfort.
    d.h. man darf nicht nur an die Wärmeverluste denken.
     
  16. Julius

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    - ups, war doppelt -
     
  17. struppi

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    Ja genau aber daran kann ich momentan nichts ändern ... Decke wird gedämmt ...
     
  18. R.B.

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    ja logisch. Du könntest schon längst im Dachboden sein und die ersten Rollen verlegen. ;)
     
  19. struppi

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    Ja Am Samstag gehts los...:-)
    konnte bisher net , war durch meine Mieter sehr mitgenommen, ....:-/
     
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  21. #19 Alfons Fischer, 10. Dezember 2013
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    ok, Späßle gemacht, muss auch mal sein... :mega_lol:
     
  22. struppi

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    ...:-) ja kostenlose mitfahrt auf einen Höllentrip ...

    aber denen werde ich schon noch Mores lehren ... aber das ist ein anderer Thread
     
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