Durchfeuchtung / Horizontalsperre

Diskutiere Durchfeuchtung / Horizontalsperre im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, hoffe auf einen Ratschlag dieser Gemeinde in folgender Angelegenheit - bin ziemlicher Laie, was die Instandhaltung von Altbauten...

  1. #1 Kosh667, 14.04.2010
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    Hallo zusammen,
    hoffe auf einen Ratschlag dieser Gemeinde in folgender Angelegenheit - bin ziemlicher Laie, was die Instandhaltung von Altbauten angeht. Ich versuch es mal:

    Ich habe ein Haus im Bereich Paderborn geerbt, Baujahr 1899. Ist also schon etwas älter, steht nicht unter Denkmalschutz. Die Grundfläche des zweigeschössigen Objekts beträgt rund 105 qm. im Bereich des Kelles gibt es nur eine teilweise Unterkellerung; zu zwei Seiten gibt es anscheinend keine "richtigen" Außenwände.

    In dem Objekt gibt es anscheinend Feuchtigkeitsprobleme. Eine Firma hat mir nur ein Angebot gemacht. Sie hat festgestellt, dass es zu aufsteigener Feuchtigkeit aus dem Keller und Querdurchfeuchtung gekommen ist.

    Zudem hat die Firma eine sog. Schlagregenaufnahme an der Außenfassade festgestellt, wodurch Feuchtigkeit ins Innere gelangt.

    Das hört sich für mich alles sehr sinnvoll an - ich habe einen Kostenvoranschlag mit zwei Maßnahmen bekommen.

    a) Zum einen wurde eine Horizontalsperre mittels Hochdruckinjektionstechnik ünerhalb des Kellerbereiches angebracht werden (Kostenpunkt: Rund 5000 €).

    b) Zum anderen wurde eine sog. Fassadenhydrophobierung vorgeschlagen. (Kosten: weitere 5000 €).

    Mich würde nun interessieren, was ihr von beiden Maßnahmen (insbes. der Horizonatlsperre bei einem deraertig altrem Bauwerk) haltet. Habe im Internet etwas gesucht und bin etwas zwiespältig, gerade weil ich keine Ahnung habe. Würde gerne etwas gegen die Feuchtigkeit tun.

    Zum anderen würde mich ubreressieren, was als Preis für einen lfd. Meter für eine derartige Horizontalsperre angemessen ist.
     
  2. Yilmaz

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    Hallo, ich kann mir schon vorstellen das die preise bei dieser art von sanierung angemessen ist. Andere alternative fällt mir bei dieser bausupstanz nicht ein. Bei der fassade müßte man schauen ob es wirklich notwendig ist. Hat die fassade äußerliche schäden? Mfg
     
  3. #3 Kosh667, 14.04.2010
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    Also würden Sie sagen, dass eine Horizonatlsperre sinnvoll und angemessen ist. Hatte gelesen, dass hier teilweise gefuscht wird und man dringend aufpassen muss, gerade bei älteren Gebäuden...

    Die Fassade selber hat keine offenkundigen Risse, nein.

    Aber auch bei dieser Fassadenhydrophobierung bin ich mir unsicher, ob man das bei einem so alten Haus machen sollte.
     
  4. #4 Kosh667, 16.04.2010
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    Keiner mehr eine Meinung dazu?
    Habe noch ein paar Angaben:

    die Bauart ist doppelgebranntes Ziegelmauerwerk, die Wandstärke beträgt zwischen 40-43 cm Mauerwerk und der gemessene Feuchtigkeitswert liegt bei rd. 86 % Materialfeuchtigkeit.
     
  5. #5 Ralf Dühlmeyer, 16.04.2010
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    Von wem gemessen? Von der Firma? :smoke

    Wenn zwei so unterschiedliche Maßnahmen wie Horizontalsperre und Fassadenhydrophobierung eines Zweigeschossers jeweils 5.000 € kosten sollen, klingt das schon mal merkwürdig.

    Ob das nötig und sinnvoll ist, kann so keiner sagen.
    Es läßt sich aber sagen, dass jede Firma -ob seriös oder nicht- erstmal verkaufen will.
    Eine seriöse sicher gute Leistungen, die aber vielleicht "zu gut" und damit zu teuer für Ihr Haus sind.
    Eine unseriöse wird ................... aber lassen wir DAS.

    Suchen Sie sich jemanden, der nur an der Besichtigung des Erbstücks und der Analyse evtl. Probleme sowie einem evtl. nötigen Sanierungsvorschlag verdient und kein Interesse daran hat, Ihnen ein für ihn möglichst lukratives Sanierungsangebot zu unterbreiten.

    MfG
     
  6. #6 Pirellitx31, 16.04.2010
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    ohne den Zustand der Kelleraußenwände und der örtlichen Gegenebheiten zu kennen, kann man wenig dazu sagen. Neben der Injektage ist insbesondere das Mauersägeverfahren als Horizontalsperre eine anerkannte Lösung, die aber technisch nicht immer durchführbar ist. Oft bleibt dann nur das Injektageverfahren, das zweifellos einige Schwächen aufweist.
    Bei einem 40er Außenmauerwerk muss man mit Kosten von ca 100-120 €/lfm rechnen. Die angesetzen 5000,-- € für die Maßnahme halte ich für realistisch. Ansonsten würde ich auch einen unabhängigen Fachmann empfehlen. Die Kosten hierfür machen sich bezahlt, zumal sich auf diesem Gebiet viele Pfuscher tummeln.
    Bei einer Fassadenhydrophobierung muss das Mauerwerk trocken sein, denn durch die Hydr. wird die Verdunstung von Feuchtigkeit nach außen unterbunden. Auch Salze können nicht mehr an die Außenflächen transportiert werden, sondern reichern sich hinter den hydr. Flächen an. Das kann zu Abplatzungen führen. Des weiteren sind später auftretende Risse und Fehlstellen problematisch. Hier dringt Wasser hinter die hydr. Schicht, die im Laufe der Jahre zu Frostabsprengungen und Abblätterungen führt.

    Hier in Leipzig gibt es viele Bauten aus der gleichen Entstehungszeit. Während man zu Beginn der Sanierungswelle grundsätzlich Hydrophobierungen bei Fassadensanierungen durchgeführt hatte, so wird dieses Verfahren heute bei den Sanierungen aus o.g. Gründen nicht mehr angewandt.
     
  7. mls

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    auf welcher höhe soll die horizontalsperre eingebaut werden?
    welche garantie - welche absicherung der garantie (bei injektageabdichtung)?

    eine echte "eingesägte" sperre ist jedenfalls ein anderes kaliber ..

    wenn´s an der fassade feuchteprobleme gibt, würde ich die deckenbalken angucken (lassen)..

    regen wird wohl auf einer (!) wand am stärksten auftreffen - temp./feuchte dieser
    wand (auch innen) messen lassen ..
     
  8. #8 Kosh667, 29.04.2010
    Kosh667

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    Sorry für die späte Antwort - lag zwei Wochen im Krankenhaus.
    Erstmal vielen Dank für die Antworten. Scheint wohl sinnvoll zu sein, einen unabhängigen Sachverständigen einzuschalten.

    Frage nun - wo bekomme ich einen solchen her (Architekt) bzw. woran erkenne ich, dass er wirklich unabhängig ist?
     
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