ebene Dachflächenbeplankung - habe ich zu hohe Ansprüche?

Diskutiere ebene Dachflächenbeplankung - habe ich zu hohe Ansprüche? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, neben guten ratschlägen gibt es hier im Forum auch immer mal wieder Beiträge, die die Fragesteller auf den Boden der Tatsachen...

  1. #1 Bolanger, 21.11.2012
    Bolanger

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    Hallo,

    neben guten ratschlägen gibt es hier im Forum auch immer mal wieder Beiträge, die die Fragesteller auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Vielleicht habe ich ja zu hohe Ansprüche an den Trockenbau und werde hier auf eines Besseren belehrt.

    Heute nach der Arbeit bin ich nochmal kurz bei einem Neubauvorhaben von Reihenhäusern vorbeigefahren. Passend zu unserem Bauvorhaben wurde dort gerade der Trockenbau des Dachgeschosses durchgeführt. Also habe ich höflich gefragt, ob ich denn reinkommen dürfte und auch ein paar Fragen stellen dürfte, was natürlich kein Problem war.

    Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass man eine Unterkonstruktion unter den Sparren so ausrichtet, dass trotz teilweise versetzer und schiefer Sparen anschließend eine ebene Fläche entsteht. In der Schule habe ich ferner gelernt, dass eine Ebene durch drei Punkte definiert ist. Und wie machten die Profis das?

    Erst wurde die untere Latte angeschraubt und so ausgerichtet, dass sie keine Wellen hatte - OK. Dann wurde die oberste Latte angeschraubt und ebenfalls so ausgerichtet, dass sie keine Wellen hat. Meine Frage bzw. meinen Hinweis, dass so keine Ebene entstehen kann, haben die Handwerker glaube ich noch nichteinmal verstanden.

    Mit meinem Verständnis müsste man doch eigentlich die erste Latte anschrauben und ausrichten, dann die zweite Latte anschrauben, einen Endpunkt der zweiten Latte als 3. Bezugspunkt für die Ebene wählen... dann die Diagonale dieses 3. Punktes durch die Ebene nehmen und anschließend vom verbleibenden Punkt der ersten Latte über die Diagonale den vierten Punkt der Ebene wieder diagonal ausrichten, welcher dem Ende der zweiten Latte entspricht.

    Bin ich mit einem solchen Verständnis zur Ausführung alleine auf der Welt oder gibt es tatsächlich Trockenbauer, die das so machen? Oder sollten wir uns bei unserem eigenen Dachgeschossausbau eine solche Genauigkeit sparen, da man bei Neubauten mit vgl. zu Altbauten ohnehin meist ordentlichen Dachstühlen die Wölbung gar nicht mehr erkennt?

    Gruß,

    Bolanger
     
  2. #2 Ralf Dühlmeyer, 21.11.2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Du bist nicht zufällig Angestellter im Bereich Maschinenbau?? So pingelig sind nämlich eigentlich nur Masch.-bauer.

    Ja, eine 100 % und auf den 1/10 mm ebene Fläche ist so nicht zu erreichen. Ist aber auch gar nicht gewollt.
    Für den Baubereich reicht die damit erzielbare Ebenheit im Raum absolut aus.

    Wenn Dir die bauübliche Ebenheit nicht ausreicht, musst Du erhöhte Anforderungen vereinbaren. Das vergrössert den Preis und verkleinert den Kreis der Anbieter.
    Denn viele Trockenbauer wären mit der Herstellung einer derart ebenen Fläche überfordert, weil Ihnen das Know-how dafür abgeht.

    Ausserdem ist es überflüssig, weil eine nach Maschinenbau-Anforderungen erstellte Fläche spästestens nach dem 1. Winter nicht mehr erfüllen würde. :p
     
  3. #3 Gast23627, 21.11.2012
    Gast23627

    Gast23627 Gast

    Das war Mitleid...

    oder schlicht und einfach die für "solche" Vorschläge erforderliche praktische Ignoranz...

    Gruß
     
  4. #4 Gast036816, 21.11.2012
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    dann definiere doch mal deine ansprüche an eine unterdecke. anschließend schaust du einmal in die din 18202 ebenheitstoleranzen und gleichzeitig in deinen vertrag, was du als toleranzspielraum vereinbart hast.
     
  5. #5 Bolanger, 21.11.2012
    Bolanger

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    Hallo,

    ich merke schon, dass meine Vorstellungen überzogen sind. Am überzeugendsten finde ich Ralf's Argumentation, dass diese Ebenheit nach einem Winter ohnehin nicht mehr gegeben wäre.

    So ganz allgemein denke ich allerdings, dass meine Überlegung gar nicht so abwegig ist. Klar, es gibt Normen und Regeln der Technik, die auch Ebenheitstoleranzen benennen. Das ist dann aber erstmal kein Grund, nicht doch zu versuchen, genauer zu arbeiten, wenn das mit vertretbarem Mehraufwand möglich ist. Ein sich ohnehin noch leicht bewegender Dachstuhl würde dann allerdings diese Sorgfalt zu Nichte machen.

    Mal gucken, wie weit unser Dachstuhl von meiner Idealvorstellung überhaupt entfernt ist.

    Gruß,

    Bolanger
     
  6. #6 Marius 666, 12.12.2012
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    Hallo

    Ich verwende immer einen Laser ;)
     
  7. #7 wasweissich, 12.12.2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ...........
     
  8. #8 MoRüBe, 12.12.2012
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Wann lernen die Maschinenbauer endlich, dass das ein Haus ist und kein Möbelstück :D und kein CAD-gefrästes Teil . Und selbst da gibt es noch genügend Qualitätsmängel
     
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