EFH im Stil einer traditionellen Finca bauen?

Diskutiere EFH im Stil einer traditionellen Finca bauen? im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Hallo liebe Experten-Gemeinde, ich bin neu in diesem Forum und hoffe hier Tipps und Ratschläge für meinen geplanten Hausbau zu erhalten. Zum...

  1. MacMarco

    MacMarco

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    Hallo liebe Experten-Gemeinde,

    ich bin neu in diesem Forum und hoffe hier Tipps und Ratschläge für meinen geplanten Hausbau zu erhalten.

    Zum Thema: Ich spiele mit dem Gedanken, ein EFH im Stil einer traditionellen Finca zu bauen (bzw. bauen zu lassen). Dabei meine ich aber nicht die momentan so beliebten Bungalows in "mediterranem Stil", von denen ja auch schon diverse in Fertigbauweise angeboten werden. Viel mehr stelle ich mir ein Haus in der Art vor, wie unter folgenden Links:
    http://vandvconstructora.com/sitebuilder/images/homes-mexico_1_-523x325.jpg
    http://www.caribbeanway.com/photos/photo-gallery/107524/cabosanlucas-villapacifica-26.jpg


    Meine Fragen:
    - Sind solche Häuser in unserer Klimaregion überhaupt realisierbar?
    - Wie und woraus wurden diese Häuser gebaut?
    - Gibt es Firmen bzw. Hochbau-/Zimmerermeister in Dtl. die so etwas bauen?
     
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  3. #2 Pruefhammer, 15. August 2011
    Pruefhammer

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    wo soll da das Problem liegen?
    Einen einfachen Putzbau mit recht unebener Oberfläche und ein paar schiefen Holzstämmen drin, das sollte jeder Baumurkser hinbekommen und davon gibts in Deutschland doch genug.:mega_lol:
     
  4. #3 Gast036816, 15. August 2011
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    du möchtest den auszug aus einem urlaubskatalog realisieren. warum?

    beim enev-nachweis wird es schwierig, technisch ist jedoch vieles möglich. lass den spanischen baustil in spanien, es gibt genug stilbruch in unseren wohnsiedlungen.
     
  5. Marion

    Marion

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    Miss Google
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    Gibt es denn auf dem Grundstück schon landwirtschaftliche Nutzgebäude? Das sollte ja schon alles ein bisschen zusammenpassen ... ;)
     
  6. #5 ReihenhausMax, 15. August 2011
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    Gibts solche Häuser als Zweitwohnsitz nicht momentan günstig in Spanien?
    Paßt einfach nicht in unsere Gegend und unser Klima. Allein schon das Holz
    würde in dieser Form sicherlich ziemlich schnell abgammeln und wenn man es
    auf DIN so und so macht, ist die Leichtigkeit und Wirkung beim Teufel.
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 15. August 2011
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Von der Debatte um die architektonische Umgebungsanpassung mal ab, könnte man die Baukörper wohl hinbekommen - bautechnisch und energetisch.
    Erstes Problem dürfte schon das finden eines Grundstücks sein, dass diese Bauweise baurechtlich zulässt.

    Ein ganz anderes Thema sind aber diese "Sonnendächer". In den Regionen, aus denen diese Bauweise stammt, sind zwei Faktoren mehr oder weniger unbekannt:
    1) Dauerregen
    2) Schnee

    1) sorgt für eine Halbwertzeit der Tragbalken von ca. 5 Jahren (dann ist die Hälfte der Balken so morsch, dass sie weg müssen), 2) sorgt dafür, dass es jedes Frühjahr neue Bast-/Strohmatten gibt.

    Insgesamt ist diese Idee auch rein technisch :mauer.
    Es gibt nun mal Bauweisen, die nur in bestimmten Regionen funktionieren. Diese gehört dazu.
     
  8. lordpaps

    lordpaps

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    von wegen Stilbruch: Der täte so manchem gleichgeschalteten Baugebiet ganz gut. Ich sag nur Hasenställe...
    Was eher vorstellbar wäre: Diese "spanische" Bauweise mit zeit und klimagemäßen Materialien stilistisch aufzunehmen. Warum nicht Metall statt faulendes Holz für die Pergolas (Pergolen? Pergoleriche?)
    Warum kein Markisenstoff statt Strohmatten mit einer HWZ von 1 Jahr?. Den Rest kriegt das deutsche Baugewerbe bestimmt hin, vor allem buckeligen Putz und runde Ecken :D
    Billig wirds aber nicht: "...buckelig und schief? Na das kost extra..."
    Ich finds gut. Ole.

    Gruß Andreas
     
  9. Thomas B

    Thomas B

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    Mal ganz unabhängig von der baurechtlichen Zulässigkeit und den technischen Problemen eine fürs südliche und trockene Klima tradierte Bauweise ins nasse und kalte Deutschland zu tranportieren, solltetst Du Dir mal Gedanken über die Gebrauchstauglichkeit machen.

    Natürlich machen Pergolen oder andere raumgreifende Verschattungen unter südlicher Sonne Sinn. Bei uns ist es eher anders: man will Licht ins Innere holen um es dort auch etwas warm zu haben. Bei uns liegt man gerne in der Sonne, im Süden veruieht man sich zur Siesta in den Schatten...alles richtig und logisch, aber eben nicht unbedingt übertragbar.

    Horizontale oder Absätze bildende Putzflächen sind im Süden kein Problem (es regnet wenig und wenn dann eher kurz...), bei uns sollte man diese mit Blechen abdecken sonst grünt es dort unverhofft.

    Was bleibt übrig, wenn man die südeuropäische Bauweise mit hier vorhandenen Hilfsmitteln "wetterfest" bekommen hat?

    Fazit: Technisch eher problematisch ohne Garantie der Dauerhaftigkeit...eher experimentells Bauen. Das ebenb ist auch der Grund, warum sich in unterschiedlichen Klimazonen gänzlich unterschiedliche Bauweisen entwicklet haben.

    Grüße
    Thomas
     
  10. bluecher

    bluecher Gast

    zu1 ja
    zu2 stahl, holz, beton, mauerwerk ...
    zu3 alles was man zeichnen kann, kann man bauen.

    rückfragen:
    a sind es die kuben die dich reizen? oder
    b die großen öffnungen auf terrassen und das leben im freien?
    oder
    c die horizontalen verschattungen und die weiten dachüberstände?
    d die weißen putz-oberflächen?
    e das ferne fremde und die sehnsucht nach urlaub im süden?

    fazit:
    anything goes, es kommt letztlich auf die reflexion und transformation deines planungsteams an. ohne hirn versinkt aller quark im schwarzen loch ...
     
  11. Schwarz

    Schwarz

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    naja, über die sinnhaftigkeit von verschattung, diversen dachterrassen, freiliegenden kragträgern und ähnlichen südländischen spielereien wurde sich ja nun schon entsprechend ausgelassen. bluechers fragen gehen ja schon mal in die richtige richtung, würde ich meinen.

    nachdem ich nun am we mal wieder durch deutsche neubaugebiete gegurkt bin, muss ich feststellen, dass nicht mal der pseudo-mediterrane stil da noch viel kaputt machen könnte.

    vorstellen könnte ich mir bei uns vielleicht etwas in der folgenden art.

    [​IMG]

    mal eine weile bewohnt im süden vor ein paar jahren. für die dortigen klimaverhältnisse sicher gut geeignet, für hier eher weniger, aber immerhin "wat mediteeeeeeraanes un' dat holz liecht auch net so frei 'rum".

    brauchst nur einen bebauungsplan, der dir möglichst viel spielraum lässt. des menschen wille - gebüsch - usw.

    schwarz
     
  12. wolfgang69

    wolfgang69

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    Ich sehe die Sache nicht so problematisch. Die von MacMarco verlinkten Beispiele sind doch moderne Interpretationen und haben mit einem traditionellen landwirtschaftlichen Gebäude wenig gemeinsam. Abgesehen von den rustikalen Beschattungselementen werden Häuser in diesem Baustil (Kubus, Flachdach, Dachterrasse etc.) doch sehr häufig auch bei uns realisiert! Für einen guten Architekten dürfte diese Planungsvorgabe kein Problem sein.
     
  13. ManfredH

    ManfredH Gast

    Dann muss ich wohl ein schlechter Architekt sein, denn ich würde mich weigern, eine spanische (Pseudo-)Finca irgendwo hinzusetzen, wo sie sich genauso gut in die Umgebung einfügt wie z.B. ein Schwarzwaldhaus in ein mallorquinisches Dorf.
     
  14. bluecher

    bluecher Gast

    du mußt genau lesen und schauen!
    denn es steht nicht da: ich will eine finca bauen, sondern im stil!

    bei laientheater ist doch eher die frage nach der message, was gewollt und gewünscht wird. explizit wird meist was anderes erwartet als architekten auf den bildern sehen.

    stell dir vor, die forderungen wären: licht und luft, brise soleil, klarer baukörper, flachdach oder flach geneigtes dach, fließender übergang von innen nach außen, preiswerter schnörkelloser baukörper .....

    und schon klingt das für archis zum anbeissen :-)
    ergo: alles eine frage der formulierung?
    regionalromantik war übrigens schon vor 30 jahren kein erfolgsmodell!
    wir leben einfach global ... und meiner oma passen jeans auch ganz gut!?
     
  15. Schwarz

    Schwarz

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    naja, ich weiss nicht so recht.

    klingt nie zum anbeißen :mega_lol:
     
  16. Baumal

    Baumal

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    finca heißt übersetzt grundstück, nix anderes,
    wenn mich nicht alles täuscht.

    klare baukörper, flaches dach, fließender übergang
    von innen nach außen, schnörkelloser baukörper....

    mehr als schön und gut.

    nur was soll ich mit diesen sonnenterrassen und
    dachüberständen zur verschattung, mitten im verregnet-
    oder verschneiten brandenburg?

    da sähe für mich der baukörper anders aus, als
    die "urlaubsfinca" auf la palma.

    global hin oder her....
     
  17. bluecher

    bluecher Gast

    schon mal was vom klimawandel gehört?
    viel ozon
    viel hagel
    viel sturm
    heißt
    sonnenschutz, hagelschutz, aerodynamische flachdächer ... klarer fall -> finca statt datscha
     
  18. #17 Pontius Pilatus, 16. August 2011
    Pontius Pilatus

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    Also wenn unsere Vorfahren so dogmatisch gedacht hätten, wäre unsere Landschaft um einige Sehenswürdigkeiten ärmer.

    Beispiel gefällig?

    Ciao, PP
    PS: Ja, das ist keine Finca ;)
     
  19. Baumal

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    was das mit dem thema zu tun hat, erschließt sich
    nur dir Pilatus.
     
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  21. Baumal

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    mal spaß beiseite....

    in dieser, in urlaubstimmung angedachten idee, bauen
    wir mal im baustil unserer urlaubsfinca, bekommen die
    bewohner doch in brandenburgischen regionen depressionen,
    mangels licht, luft und sonne....
     
  22. #20 Pontius Pilatus, 16. August 2011
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    Es bezog sich auf solche Statements:

    Zitat Baumal:
    Zitat ManfredH:
    Wenn ich mir das Gewürge in vielen deutschen Neubaugebieten so ansehe: Dackelgarage an Dackelgarage mit einem Bebauungsplan, der genau das zum Ziel hat....
    ...Ich bin eher ein Freund von Vielfalt.

    PP
     
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