EFH in Bayern - Fragen zu Detailausführungen

Diskutiere EFH in Bayern - Fragen zu Detailausführungen im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo, wir planen gerade ein EFH in Bayern. Und irgendwie gibt es ein paar Punkte, da ist unser Architekt nicht ganz von überzeugt. Unser...

  1. #1 Fragensteller69, 15.12.2014
    Fragensteller69

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    Hallo,

    wir planen gerade ein EFH in Bayern. Und irgendwie gibt es ein paar Punkte, da ist unser Architekt nicht ganz von überzeugt. Unser Architekt ist sehr bemüht und erfahren, aber inzwischen unser Zweiter. Dies liegt vlt. auch daran, dass ich durch Mitlesen hier im Forum und Gespräche mit Handwerkern mir selber zahlreiches Wissen im Bereich Enev und ordentliche Bauausführung angelesen habe. Bei unserem zweiten Architekten habe ich nun aber auch das Gefühl, dass er bestimmte Punkte nicht beachtet bzw. zu stark auf den Preis schaut und evtl. zu viel einsparen möchte. Letztlich würde er auch alles so ausschreiben & zeichnen wie wir uns das wünschen, aber da wir Laien sind frage ich hier mal bzgl. einer Dritten Meinung nach.
    Ich würde Euch daher mal bitte zu den Punkten Eure Meinung kund zu tun. Würde echt helfen

    1) Das Treppenhaus-Fenster


    Im Treppenhaus haben wir ein Fenster in der Wand vorgesehen, da
    a. Ein Dachflächenfenster aus unserer Sicht teurer ist
    b. Das Dachflächenfenster schwer erreichbar wäre (>Höhe über 2,80m)
    c. Sich gerne Feuchtigkeit an dieser „Fenster-Wärmebrücke“ bildet (vor allem in der Trocknungsphase der ersten 6 Monate), wo einfach noch viel Wasser im Haus ist.
    d. Unser Fensterbauer aus dem Ort hat uns erklärt, dass man das Dachfenster wegen der besseren Luftzirkulation auch besser direkt an die Wand anbaut – steht auch so in der Broschüre von VEXXX zur Kondensat-Vermeidung.
    e. Wir jetzt schon wissen, wenn wir das putzen oder Lüften müssen, wir irgendwann vergessen werden es zu schließen und es rein regnen wird.

    Unser Architekt möchte ein Dachflächenfenster verbauen und argumentiert, dass man dies gleich als Dachausstieg für den Schornsteinfeger nehmen könnte. Nach meiner persönlichen Rücksprache mit unseren zuständigen Schornsteinfeger will der aber gar nicht durch das Haus gehen, sondern am liebsten seine Leiter von Außen dran stellen. Zudem habe ich mal geschaut bei VEXXX, ob sich da so Standard-Schwingfenster überhaupt als Ausstiegsfenster eignen. So weit ich das gesehen habe eigentlich nicht, da Dachausstiegsfenster einen gewissen Öffnungswinkel benötigen und ganz anders vom Typ her sind. Rein preislich habe ich auch argumentiert, dass das doch bestimmt doppelt so teuer ist mit dem Dachflächenfenster, was er nicht so sieht. OKK modelliertes Gelände bis OK Dachhaut liegt bei 5,42m. Ist bei 5,42m ein Dachflächenfenster nötig? Wenn Ja?
    Wo steht ab welcher Höhe dies notwendig ist?
    Dachflächenfenster oder Wandfenster ?

    2) Das Luftrohr für den Ofen
    Unser Ofen benötigt Luft von außen. Dazu würde unser Architekt auf der Betondecke im Estrich ein Kunststoffrohr vorsehen und die Trittschalldämmung in diesem Bereich reduzieren. Ich persönlich sehe da eigentlich Probleme mit der Fußbodenheizung und würde das Rohr eher in der Betondecke versenken. Die dritte Variante es über den Keller (und damit unter der Betondecke) finden wir beide nicht gut, da der Kellerraum eher wohnlicher Natur ist und dann wieder Trockebauarbeiten notwendig wären um es zu kaschieren. Die Luftleitung über den Schornstein nimmt einem eigentlich die Möglichkeit ggf. später doch mal einen raumluftunabhängigen Kamin einzusetzen und wird auch von einer Firma mit der ich telefoniert habe, die solche Kaminzüge anbietet nicht unbedingt empfohlen – zumindest wenn man bauaufsichtsrechtliche 100% Raumluftunabhängigkeit sicher stellen möchte.
    Luftrohr im Estrich oder in der Betondecke?

    3) Die Dämmung der Bodenplatte

    Die Dämmung der Bodenplatte würde er durchführen indem er letztlich eine Innendämmung auf den Beton aufbringt. Vorschlag unseres Architekten für den Aufbau ist wie folgt:
    Fliesen (15 mm)
    Zementestrich (65 mm)
    Hartschaum, EPS (20 mm)
    Hartschaum, PUR, alukaschiert (60 mm)
    Dampfbremse sd=10 (0,5 mm)
    Beton armiert (250 mm)
    2 x Folie, PE (0,2 mm)
    Leichtbeton (50 mm)

    Angeblich wird dies so in 80-90% der Fälle gemacht. Ich persönlich habe daraufhin auf Wärmebrücken bei Innenwänden hingewiesen und doch stark angezweifelt, dass tatsächlich so eine Ausführung in 80-90% der Fälle zur Anwendung kommt. Er wiederum hat dann entgegnet, dass man dort prinzipiell Dämmsteine unter dem Mauerwerk einsetzen könnte. Er diese aber aus Kostengründen nicht empfehlen würde. Ich persönlich würde bauaufsichtsrechtlich zugelassene 10-12cm XPS-Platten unter der Beton / Bodenplatte vorsehen wollen. Alternativ 20cm Schaumglasschotter. Rein preislich sind Schaumglassteine bei uns leider nicht machbar. Am meisten Schiss hätte ich bei dieser Lösung vor Setzungen bzw. Materialproblemen in 20 Jahren, da man da nie wieder drankommt. Aber dieses Hartschaum-Zeugs ist für mich eine tauwasserausbildende innenliegende Dämmung mit zahlreichen Wärmebrücken unter jeder Wand und lehne ich total ab. Für die Bestandssanierung völlig ok. Für Neubau für mich ein NoGo. Eure Meinung?
    Dämmung über oder unter Bodenplatte?

    4) Die Dämmung des Dachs
    Er würde unser Dach mittels Mineralwolle (Zwischensparrendämmung 20cm) dämmen. Ich hatte mich viel über den sogenannten sommerlichen Wärmeschutz informiert. Angeblich sei der bei einem heutigen ENEV-Haus schon wunderbar und da müsse man sich nicht durch die Hersteller verrückt machen lassen. Aus meiner Sicht wäre eigentlich das Beste mindestens eine zusätzliche 5cm dicke Aufsparrendämmung drüber zu machen z. B. mittels PavaXXX-Platten. Allerdings ist die Variante echt schon wieder ein paar tausend Euro teurer, so dass ich jetzt zu einer Zellulose-Schüttung tendieren würde, da diese noch halbwegs preislich machbar wäre und einigermaßen ökologisch eingeblasen werden kann. Die Alternative Holzfaserflocken wäre leider schon wieder bissl teurer. Rein ökologisch ist natürlich der ganze Mineralwolle-Kram abzulehnen. Hinter der Dampfsperre habe ich die Hoffnung, dass die Lungenzugänglichkeit nicht wirklich relevant wäre, aber einen sommerlichen Wärmeschutz kann ich bei Glaswolle nicht ausmachen und bei Steinwolle nur einen leicht besseren, aber immer noch weit entfernt von massiven Holzplatten oder sogar Steinen. Die Schüttungen wären ein ganz guter Kompromiss aus Ökologie, Preis (da meist Reste aus Zeitungen oder Sägewerk) und sommerlichen Wärmeschutz. Den erforderlichen U-Wert bekommt man ja mit jedem Material halbwegs hin – am besten natürlich mit Mineralwolle.
    Glaswolle oder Zellulose-Einblasung / Schüttung ?

    5) Die Lüftungsöffnungen
    Unser Architekt hat jetzt ebenfalls kurz berechnet, ob grundsätzlich eine zusätzliche mechanische Lüftung notwendig wäre um die Luftwechselrate für den Feuchteschutz einzuhalten. Demnach wäre dies bei uns nicht erforderlich. In zahlreichen Foren und von zahlreichen Baufirmen wird man dazu jedoch verunsichert. Meiner Ansicht nach ist die DIN 1946-6 weiterhin nicht Stand der Technik, auch wenn der Bundesverband der Lüftungsindustrie und zahlreiche Menschen dies predigen, da es sich ja um eine NORM handelt!
    Unabhängig davon habe ich so meine Zweifel, ob das was da so statistisch ermittelt wurde tatsächlich ausreichend wäre. Allerdings haben wir eigentlich nicht so viel Geld wieder >5 TEUR für eine Lüftung auszugeben. Dezentrale Lüfter mit Wärmerückgewinnung lohnen sich im Vergleich zu normalen Ablüftern rein von den Kosten nach meinen Berechnungen nicht. Eine zentrale Wohnraumlüftung kostet nochmals mehr. Unser Architekt würde, wenn Lüfter verbaut werden sollen zu einer dezentralen Verteilung der Lüfter tendieren, so dass Querlüftung ermöglicht werden kann. Diese würde er über das Dach nach Draußen führen. Ich persönlich würde Ablüfter ohne Wärmerückgewinnung für die Feuchträume nehmen, aber stattdessen durch die Wand. Mal unabhängig davon ob jetzt vom Lüftungskonzept eine Querlüftung erreicht wird – die lüftungstechnisch auch aus meiner Sicht besser wäre, wo würdet ihr die jeweiligen Öffnungen vorsehen? Im Dach oder in der Wand?
    Im Dach sehe ich einfach die Gefahr, dass die Dampfbremse zu stark in Mitleidenschaft gezogen wird, teilweise Luft & Wasser hinter die Dämmung bzw. durch das Lüftungsrohr kommen kann. Die Bohrung durch die Wand hingegen ist aus meiner Sicht einfach machbar und es handelt sich um kurze Wege, wo ich auch was warten oder verschließen kann bzw. mit Armacell schön noch ausbessern und dämmen kann, je nach Bedarf. Anderseits sammelt sich ggf. im Dachbereich die meiste warme und feuchte Luft?
    Lüftungsrohr durch das Dach oder durch die Wand?

    6) Die temporäre Absturzsicherung
    Wir planen ein bodentiefes Dachterrassenfenster im OG, das später einmal einen Ausgang zu einer Terrasse bilden wird. Allerdings wird diese Terrasentür noch in einer Höhe von 2,70m über dem Erdboden sein, so dass natürlich eine Absturzsicherung hermuss bis die Terrasse aus Beton / Holz erstellt sein wird.
    Wir würden jetzt eine temporäre Absturzsicherung vorsehen indem man beispielsweise 2-3 abschließbare Teleskopstäbe, die gegen Einbrecher helfen sollen innen zwischen die Wand / Fensteraussparung spannt. Eine bei 90cm – eine bei 60 cm und eine bei 30cm und die Sache ist für uns erledigt. Unser Architekt sagt, dass dies jedoch unzulässig sei. Er würde eine abschließbare Drehflügelsperre einsetzen. Ich persönlich argumentiere, aber, dass dies keine Absturzsicherung darstellt und unzureichend ist, da wir dann ja das Fenster mittels Spezialglas ausführen müssten! Hintergrund ist ja die „Bobbycar-Unfallsicherheit“, also wenn mein Sohn gegenfährt, darf das Glas nicht rausfallen.
    Die Teleskopstäbe hingegen könnten wir später auch gut zur Einbruchsicherung im Keller im Urlaub verwenden. Also bis auf Schrank vorstellen und das Fenster ggb. der Baubehörde mit einem Plakat außen oder ähnlichem verleugnen?

    Hat jemand eine Idee / Vorschlag für eine temporäre Absturzsicherung (für so ca. 6-18 Monate bzw. eigentlich nur für eine mögliche Prüfung vor der Baubehörde), die bauaufsichtsrechtlich zulässig wäre?
    Sind so 2-3 ABXX Teleskopstangen, die eigentlich ja Einbrecher vor dem Eindringen hindern sollen als Absturzsicherung tatsächlich unzulässig – auch wenn die Optik bescheiden ist?

    7) Die Abdichtung des Keller & Wahl der Lichtschächte
    Laut unserem Bodengutachten haben wir mit zeitweise aufstauendem Sickerwasser zu rechnen wo nach Teil4 abgedichtet werden soll bzw. alternativ per Drainage. Das Grundstück hat ein Gefälle von ca. 5% und es handelt sich um sehr schluffigen Boden, sogenannter Flins. Bei Aushebung des Nachbarkellers und auch während der Probebohrungen für unser Bodengutachten trat kein Grundwasser hervor.
    Unser Architekt würde jetzt eine echte Weisse Wanne mit normalen Kellerfenstern (nicht wasserdicht) und Kunststoffschächten ausführen. Ich persönlich habe bei dieser Kombi meine Zweifel. Unsere Nachbarn haben ein Bodengrundgutachten was wohl eher einen halben Betrug darstellt (Ausführung nach Teil 6 empfohlen!) und daher haben Sie einen WU-Beton mit Bitumendickbechichtung und wasserdichten Fenster mit Beton-Kellerschächten ausgeführt. Unser Architekt argumentiert, dass die Lichtschächte aus Plaste – äh sorry glasfaserverstärktem Polyester 200€ günstiger pro Stück sind. Ich habe da so meine Zweifel, ob die Setzungen des lehmigen / schluffigen Boden bei Kälte oder aufstauendem Sickerwasser dem Druck Stand halten können. Dadurch, dass letztlich nur die Bodenplatte und vlt. noch so 80cm Wand gegen Wasser geschützt werden müssen, weil der Rest eigentlich wegen dem Gefälle über die natürliche Geländeoberkante abfließen dürfte und sich daher praktisch nie etwas großartiger Natur anstauen könnte finde ich eine echte Weiße Wanne so ein wenig mit Kanonen auf Spatzen geschossen und frage mich, ob eine Bitumendickbeschichtung auf normalem WU-Beton ohne Rißbreitenbeschränkung, aber dafür mit Beton-Schächten nicht eine vernünftigere und evtl. sogar kostengünstigere Ausführung wäre?

    Wie ist denn Eure Einschätzung dazu? Ist WU-Beton mit Bitumen günstiger als echte Weiße Wanne mit 10 Jahre Garantie?

    8) Welche Heizung?
    Unser Architekt würde einen Gastank verbuddeln oder eine Außen-Luft-Wärmepumpe installieren lassen. Unsere Heizlast dürfte so bei ca. 8kW-9kW liegen (inkl. Warmwasser für 4 Personen) -16° Bemessungs-Außentemperatur.10200kWH Gesamtbedarf. Für eine Tiefenbohrung bekommen wir keine Genehmigung. Max. 10m, sonst sind wir im Tertiär drin und das wäre unzulässig laut Wasserwirtschaftsamt. Eine Pelletheizung nimmt uns für den Lagerraum zu viel Platz weg und Grundwasser konnte bis 4,4m nicht gefunden werden (Bohrabbruch – felsartige Kies und Gesteinsschichten, nach meterweise Schluff.). Eine Gasleitung ist wohl nicht in der Nähe vorhanden. Ich tendiere im Moment zu einer Innen-Luft-Wärmepumpe, die wir dann luftgeführt im kalten Winter noch über den Ofen unterstützen können, damit sie nicht so viel ackern muss bzw. sich der Heizstab und damit unsere Stromrechnung zurückhält.
    Was würdet ihr für eine Heizungsanlage verbauen?

    Und jetzt bin ich mal gespannt was geantwortet wird!
     
  2. #2 Bauliesl, 16.12.2014
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    In Anbetracht der Länge Deines Textes evtl. nicht sehr viel.....
     
  3. #3 Thomas B, 16.12.2014
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    ICH würde ein normales fenster bevorzugen, wg. "handling"/ Zugänglichkeit. Ist aber nat. auch abhängig von der Fassade!

    In der Decke würde ich es auf keinen Fall machen. Irreversibel! Im EWstrich wgh. reduzierter Dämmung eher, aber auch nicht so gerne. Ich würde es via Keller machen. Man kommt jeder Zeit ran, wenn mal was sein sollte. Klar: GK-Verkleidung notwendig, wenn Wohnkeller. Na und?

    Unterdeckbahn aus Holzfaserplatten + raumseitige Zwischensparendämmung. Neben sommerl. Wärmeschutz werden die "Wärmebrücken", die die Sparren darstellen abgepuffert (Wärmebrücken bewußt in " " )

    Ich würde den kürzesten Weg wählen. Welcher das ist? Keine Ahnung :)
    Die Gefahren von Durchdringungen der Dampfbremse sind grundsätzliche natürlich berechntigt, jedoch werden immer irgendwelche Bauteile (z.B. Entlüftungsleitungen der Abwasserleitungen) da durch gehen. Muß man eben sorgfältig arbeiten (lassen).

    Wenn WW, dann WW. WU-Beton + Abdichtung heißt, daß die Abdichtung die Abdichtung übernimmt. Bei WW ist der Beton dicht (soll es sein). Alles Andere ist Detailplanung und kann hier nichtgeklärt werden.

    Bin selber kein ausgewiesener Freund von WP, die einem Medium die Energie entziehen sollen, wenn es davon am wenigsten hat. Eine WP ist - Zitat meines EnEV-Planers- eine Braunkohleheizung. Werden aber derzeit sehr gut und viel verkauft. Meins wäre es dennoch nicht.

    Ob Gas "die" Alternative ist? Alles Kaffeesatzleserei.
     
  4. #4 th_viper, 16.12.2014
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    Flüssiggas dürfte einer der teuersten Heizungsvarianten sein.
    Habt Ihr mal überlegt, das Dämmniveau zu erhöhen und den Heizwärmebedarf zu verringern? Dann sollte auch die Luftwärmepumpe kein Problem sein. Wobei durch den Kamin auch schon einiges ausgeglichen werden kann. Ist aber auch eine Frage des Komforts.

    Sommerlicher Hitzeschutz beim Dach:

    Sind alle Fenster von außen zu verschatten? Lüftungsanlage mit WRG vorhanden?
    Warme Luft steigt nun mal auf und sammelt sich daher unterm Dach. Wenn im EG die Sonne reinknallt oder warme Luft durch ein Fenster strömt, kann es im EG zwar noch angenehm sein, aber oben wird's dann schneller ungemütlich. Da nützt dir auch der beste Dachaufbau nix, wenn viel mehr Energie von unten kommt, als halt durch das Dach selbst.
    Mit einer Klimaanlage kann man da am komfortabelsten Abhilfe schaffen, auch was die Feuchte betrifft.
     
  5. #5 Fragensteller69, 16.12.2014
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    @Thomas B: Vielen Dank!
    @viper:
    1) Dämmung weiter zu erhöhen produziert unverhältnissmässig hohe Kosten. Wir planen KFW 70 - was inzwischen nur noch ein Nullsummen-Spiel mit der KFW-Förderung nach ca. 10 Jahren ist oder wenn man halt mehrere Wohneinheiten hat, die man alle sehr ähnlich ausführt und so nicht so viele Wärmebrücken rechnen muss. Gibt Studien, die zeigen, dass sich Passivhaus finanziell nicht lohnt. Und gefühlsmässig ist uns dies auch zu dicht - würden wir uns wie in einer Plastiktüte fühlen. Bitte keine Passivhaus-Diskussion!
    2) Wir planen überall Rolläden. Ja!
    3) Bitte zu Lüftungsanlage mit WRG keine Diskussion. Grundsätzlich natürlich ein Aspekt beim Thema Heizlast.
     
  6. #6 Fragensteller69, 16.12.2014
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    Achso...ja die Optik leidet bei dem Treppenhaus-Fenster in der Wand natürlich schon...Fassade sieht dann nicht so schön einheitlich aus - aber das wäre für uns das kleinere Übel.
     
  7. reezer

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    gibt auch Studien die zeigen daß sich Dämmung grundsätzlich nicht lohnt
    und früher haben die Menschen auch in Höhlen gewohnt, ganz ohne Dämmung - geht auch

    Gefühle sind natürlich wichtig
    aber woher wisst ihr wie ihr euch fühlen würdet, und woher kennt ihr das Gefühl "wie in einer Plastiktüte" ?
    oder glaubt ihr nur daß ihr euch so fühlen würdet wenn...
     
  8. #8 th_viper, 16.12.2014
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    Auch beim Thema Sommerlicher Hitzeschutz, deshalb habe ich es ja da erwähnt.
     
  9. #9 Ralf Dühlmeyer, 16.12.2014
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    Ich dachte, Du liest hier schon lange mit.

    Dann solltest Du wissen, dass es
    a) keine seriösen Prognosen zum Armortisationszeitraum von Dämmungen gibt! Niemand hat nämlich die [​IMG] zur sicheren Vorhersage der Energiepreisentwicklung (Siehe aktuelle Bezin- und Heizöl/Dieselpreise)
    b) der Großteil des Dämminvests die dickenunabhängigen Kosten sind. Das gerüst und den Verarbeiter brauche ich bei 4 cm Dämmung genauso wie bei 40 cm, dito die weiteren äusseren Schichten
    c) Die Dämmstärke nichts, aber auch gar nichts mit luftdichter Gebäudehülle zu hat!
    Die Gebäudehülle muss bei EnEV Mindeststandard genauso luftdicht sei wie beim Passivhaus - ausser bei einer Lüftungsanlage.
    Das hat aber techn. Gründe und keine, die auf dem Dämmstandard basieren!
     
  10. #10 Fragensteller69, 16.12.2014
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    Hallo Ralf,

    zu a)
    außer man gehört zu denen die sie manipulieren!

    Grundsätzlich würde ich aber von aktuellen Preisen ausgehen. Und ob man dann für die Zukunft 2% oder 5% Steugerung annimmt macht sich erst bei Amortisationszeiten von >6 Jahren bemerkbar.

    1) Die aktuellen Heizölpreise sind wohl eher eine Ausnahmesituation - der LANGZEITtrend zeigt nur in eine Richtung für alle Rohstoffe - und zwar nach oben.

    2) Sobald ich eine zweite Dämmschicht drauf machen muss wird es zwangsläufig teurer. Sobald die Kellerwand eine Kante ausbildet, die vor der 36,5 Wand mehrere cm absteht muss man sich irgendwas anderes einfallen lassen. Und bei diesem Punkt sind wir nun aus meiner Sicht bei unserer Planung eigentlich schon angekommen. Wir planen mit WLG024-WLG026 als Dämmung für die Kellerwand. Daher behaupte ich: Sobald wir jetzt die zweite Lage XPS oder etwas anderes drauf machen müssen: Don´t do it. Amortisiert sich nicht - spätestens dann muss man sich aus meiner Sicht nämlich eigentlich eher dem Thema Lüftung und Wärmerückgewinnung widmen und damit wieder der dichten Hülle um noch tatsächlich etwas raus zu holen. Dann geht es aber wieder um Investitionskosten >5000€.
     
  11. mls

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    ich versteh die fragestellung nicht.
    der a. näht auf kante (anscheinend erfolgreich - kfw70),
    gewollt ist knirsch auf kante (keine la/wrg) - oiso wos?
    bleibt noch dff vs. wf im treppenbereich zur diskussion -
    oder pkt 7 - äpfel-birnen oder äpfel/äpfel > twp :p
     
  12. #12 qwertzuio, 16.12.2014
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    Die Komplexität der Frage ist nicht ideal, um den maximalen Nutzen aus den Antworten zu ziehen.

    zu 2.) Bei uns soll auch die Dämmung auf die Bodenplatte kommen, wobei die Wand massiv aus 36,5er Poroton errichtet wird. Die Antworten hierzu würden mich also auch interessieren.
     
  13. #13 Thomas Traut, 16.12.2014
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    zu 2.: Dass Schornsteine mit Luftzug nicht für raumluftunabhängigen Betrieb zugelassen sein sollen, ist Unsinn. Gerade dafür gibt es diesen Zweck gibt es den Luftzug!
     
  14. #14 Thomas B, 16.12.2014
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    Nicht so gut sind Zuluftversorgung über Ringspalt...keine Frage. Ein eigener Zuluftzug ist natürlich völlig in Ordnung!
     
  15. flo79

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    Wie groß ist euer Grundstück?
    Habt ihr ein Bodengutachten? Was für Boden bis ca. 2m Tiefe?
    Heizlast wurde ja wahrscheinlich noch nicht berechnet das die Dämmung (z.B. Dach) noch nicht feststeht?
    Kannst du uns denoch etwas zu den Hausdaten sagen?
     
  16. #16 Thomas Traut, 16.12.2014
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    Thomas, ich hatte das hier:
    gemeint. War auch für quertzuio.
     
  17. #17 Kalle88, 16.12.2014
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    Zum Fenster:

    Dachüberstand ist welcher? Damit ergibt sich an der Fassade der Faktor der das Fenster verschattet oder nicht. Zum Dachfenster steht viel unfug drin! 1. Ein Ausstiegsfenster ist ein Ausstiegsfenster und kein Wohnfenster. Es öffnet seitlich angeschlagen, nicht mittig und nicht oben! 2. Gibt es elektrische Fenster mit Regensensor. Diese schließen automatisch bei Regen und öffnen per Funk oder aber Kabel elektrisch über ein Controll-Interface. Standard größe mit guter Verglasung dürfte irgendwo bei 1500-2000 Euro liegen, Einbau zzgl. Günstig ist etwas anderes, ob es im Verhältnis zum Fassadenfenster steht? Kann ich nicht beurteilen. Ich persönlich würde das DFF mit Rolladen nehmen.

    Zum Thema Sicherheit:

    Bei der Traufhöhe würde ich es persönlich lieber sehen, wenn ein Ausstieg und Standrostanlage verbaut werden würde. Sicherlich ist normales Anleitern mit 7 Meter möglich und durchführbar. Wenn ich mich aber nicht irre, müsste ab 3 Meter Traufhöhe ein Fangschutz verbaut werden oder Anseilmöglichkeiten vorgegeben werden. Was ist, wenn der Schorni mal ins Rutschen kommt? Da ist die Standrostanlage mit Ausstieg sicherlich die sicherer Variante. Klar geht es auch so und wenn der Schorni damit kein Prob hat. Dein Bier, wenn etwas passiert, bleibt es dennoch.

    Zur Dachdämmung:

    Für einen wirklich effektiven Beitrag zum sommerlichen Hitzeschutz müsste die Aufsparrendämmung unterhalb der Sparren sitzen. Meiner Meinung nach. Man könnte für Außen sicherlich über eine dünnere Aufsparrenplatte mit guter Festigkeit nachdenken. Die dann als Unterdach fungiert, im Sinne des Regelwerks und höhere Sicherheit bietet als eine Unterspannung. Zumal sie positiv zu beurteilen ist, wenn mit Zellulose gedämmt werden soll. In dem Kontext würde ich außen immer eine starre Schicht anordnen, als die handelsüblichen Unterspannbahnen. Positiv beeinflussend sind hier auch noch Verschattung von Dachabschnitten die starker Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind. Erhöhung des Lüftungsquerschnitts unter der Eindeckung. So wie die Verschattung von DFF in der Flähe. Wenn man es auf die Spitze treiben will und kleinlich sehen will, könnte auch die Farbe des Deckwerkstoffes eine Rolle spielen.

    Zur Absturzsicherung:

    Man könnte hier einen Hartholzbalken entsprechend bearbeiten, Löcher vorsehen, Edelstahlstangen einsetzen und das im Gesamten im Baukörper ausreichend sicher verankern. Problematisch wird sicherlich das WDVS, was die Verankerung verkomplizieren wird. Vormontierte Platte mit Befestigung und wärmetechnischer Entkopplung wäre zwar eine Lösung, macht die Revisionierbarkeit aber auch wieder zu nichte. Da das Entfernen recht aufwendig werden könnte. Ob man hier z, B Gewindestangen in ein Gewinde eindrehen kann, die man am Ende wieder entfernen kann und die Löcher ausschäumt müsste man im Detail mal betrachten. Ob das am Ende zulässig ist, müsste man ebenfalls schauen.
     
  18. #18 planfix, 16.12.2014
    planfix

    planfix Gast

    Wandfenster wenn möglich immer!

    eher estrich, in betondecke kritisch weil beschädigungen beim betonieren möglich sind und die decke dafür auch bemessen sein sollte.

    über. jedoch würde ich anstatt PUR EPS verwenden und die dämmstäre dicker wählen

    mineralfaser zwischen die sparren und holzfaser auf dach wäre meine lieblingslösung. ich würde dafür jedoch ein günstigeres produkt wählen ;)

    würde ich prinzipiell abraten.
    wenn lüftung dann zentral mit wärme- UND feuchterückgewinnung. wenn das zu teuer ist, oder man lebt in ruhe auf dem land dann eben fensterlüftung.

    gitter vom schlosser

    WW + dampfsperre, wenn keller beheizt, lichtschächte aus kunststoff.
    WW weil da gehört mehr dazu als nur der stahl. lichtschächten kannst du noch eine angstdrainage geben, wenn diese über dem ermittelten höchstgrundwasserstand liegen

    WP, 1. wahl DK/DV, 2. wahl L/W



    ferddsch
     
  19. #19 Fragensteller69, 16.12.2014
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    @Kalle & Planfix: Vielen Dank für euer konstruktives Feedback!

    zu 1)
    Dachüberstand ist geplant bei 48cm giebelseitig und 70cm traufseitig bei 25° Dachneigung.

    Ich habe mir auch ein Angebot für ein "normales DFF" inkl. Rolladen elektrisch geben lassen. Das lag bei ~1800€ Netto inkl. Einbau. Das Fenster in der Wand lag bei ein paar hundert Euro inkl. Einbau.Dazu kommen natürlich noch Fensterbank, Rollokasten und Rolladen - aber ich würde auch sagen, dass das Fenster in der Wand die Hälfte vom DFF kostet. Zudem gibt es auch Dreifach-Iso-Fenster als Wandeinbau für wenig Geld mit Uw = 0,8 oder noch besser.

    Zum sommerlichen Wärmeschutz: Trägt eigentlich eine Photovoltaikanlage dann zum sommerlichen Wärmeschutz bei. Ich hätte gedacht da überträgt sich die hohe Temperatur auf das Dach und die paar mm bringen kaum etwas, oder irre ich da?


    zu 2)
    scheint ja eindeutig Richtung Estrich zu gehen
    Das mit dem Kamin und dem Luftzug im Kamin hab ich vlt. ja auch nur falsch verstanden...?hmmm

    zu 4)
    @Planfix: meint Mineralwolle hier Glaswolle? Mein Holzfaser so eine gepresst Holzfasermatte oder Fichte?

    zu 5)
    wir sind auf dem Land - da ists aber nicht immer ruhig ;-)

    zu 6)
    Die Idee mit den herausdrehbaren Gewindestangen finde ich besonders interessant.

    zu 7)
    ja Keller beheizt, Höchstwassergrundwasserstand nicht festgelegt, da Grundwasser nicht ermittelbar, wahrscheinlich so bei frühestens -5m evtl. aber auch bei -25m oder gar nicht. Fluss in der Nähe liegt 27m tiefer.

    zu 8)
    DV = Direktverdampfer ? Meint das eine Sole oder Erdwärmepumpe als Direktverdampfer? Da Grundwasser nicht ermittelbar und meine Frau keine Gräben und Kollektore im halben Garten haben möchte wohl leider eher nicht...aber ich fänd es cool, wenn man mal irgendwas halbwegs Bezahlbares finden würde was nicht 10 Bohrungen oder mehr benötigen würde mit 2-3m Tiefe.
     
  20. #20 Fragensteller69, 16.12.2014
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    @ Flo
    Wie groß ist euer Grundstück?
    516qm

    Habt ihr ein Bodengutachten?
    Ja

    Was für Boden bis ca. 2m Tiefe?
    Siehe meine Frage. Schluff / Lehm / Flins wie man auch immer diese klebrige Pampe mit teilweise Steinen duchsetzt bezeichnen will..nach unten immer fester werdend. bodenfeucht, kein Grundwasser, versickert aber kaum Wasser.

    Heizlast wurde ja wahrscheinlich noch nicht berechnet da die Dämmung (z.B. Dach) noch nicht feststeht?
    Ich habe selber ein Heizlastprogramm herunter geladen und die Werte auch mal im Rechner von u-wert.net eingegeben. Dabei ändert sich bei den paar U-Wert Unterschieden und dem einen Fenster kaum noch was. Leider widersprechen sich dei Werte aus dem Programm und dem U-Wert Rechner. Die Heizungsbauer widersprechen sich aber noch viel mehr..der ein oder andere will und eien 8kW LWP verkaufen, die nur noch 5kw bei -13°C macht. Der andere will und eine 11kW mit Pufferspeicher verbauen. Es sind 208qm beheizbare Fläche und von den Programmen her kommt immer ein Wert von ca. 31-33Watt / m2 heraus.
    Un damit liegen wir ohen Warmwasserbereitung bei knapp unter 7kW. Beim U-Wert Rechner kommt leider 9,1kW raus, obwohl genau die selben Abmessungen der Hüllflächenrelevanten Bauteile angegeben. Gesamtprimärenergiebedarf liegt je nach Programm bei 9400 -10400kWH. Ist ja aber auch noch alles ein wenig variabel, da wir gerade in den letzten Zügen sind um zu beschließen wie wir es ausführen.

    Kannst du uns denoch etwas zu den Hausdaten sagen?
    Siehe oben? 50qm Dachfläche genau Richtung Süden, die anderen 50qm Richtung Norden, Haus freistehend, Wandaufbau planen wir massiv mit 36,5 Ziegel entweder PoroXXX T8 oder ungefüllter Ziegel EDXX XP9 mit einem Uges von ca. 0,23. - beim T8 natürlich besser. Nichts besonderes, aber uns reicht´s. Hauptsache kein zweischaliger Wandaufbau - außer beim Keller natürlich.
     
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