EFH KFW55 mit Fernwärme / mögliche Heizungsergänzungen etc.

Diskutiere EFH KFW55 mit Fernwärme / mögliche Heizungsergänzungen etc. im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich hoffe man kann sich etwas unter dem Titel vorstellen. Wir sind gerade in der Planung mit unserem Bauträger ein EFH zu...

  1. #1 pommes1234, 19. Januar 2015
    pommes1234

    pommes1234

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    Hallo zusammen,

    ich hoffe man kann sich etwas unter dem Titel vorstellen.
    Wir sind gerade in der Planung mit unserem Bauträger ein EFH zu bauen. Ein Grundstück ist gefunden, allerdings besteht dort die Verpflichtung min die nächsten 5 Jahre die Fernwärme zu nutzen.

    Eingestellt habe ich mich vor dem Grundstück auf eine LWP. Nun stellt sich mir die Frage, kann oder sollte ich in meine Planung eine Heizungsunterstützung einplanen (Solarthermie, Brauchwasserwärmepumpe, Wasserführenderkamin)

    Das Haus hat 140m, kein Keller, Fußbodenheizung, 3 Fach verglaste Fenster, Dämmung WLG035.
     
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  3. feelfree

    feelfree Gast

    Nach den 5 Jahren oder sofort? Falls sofort, ist das erlaubt?
     
  4. Jan81

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    LWP und Solarthermie passen nicht zusammen. LWP hat die beste Leistung im Sommer und die Solarthermie auch.

    Ich würde auf Kamin komplett verzichten, außer man will unbedingt einen habe und bereit ist den Schornsteinfeger jedes Jahr zu bezahlen. Bei LWP und Fernwärme benötigt man den Schonsteinfeger nicht und würde nur wegen dem Kamin kommen.
    Bei den meisten lohnt ein Wasserführenderkamin auch nicht, kommt drauf an wie billig ihr an das Holz kommt und wie oft ihr wirklich mit Holz heizt. Und wenn ihr ohne Keller baut, dann braucht ihr jeden qm Nutzfläche.

    Ich persönlich würde bei deinem Grundstück die Fernwerme benutzen und mit eine Option für andere Heiztechnik offen lassen bzw. vorbereiten.
     
  5. #4 pommes1234, 19. Januar 2015
    pommes1234

    pommes1234

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    Meine bisherigen Informationen sind die, dass eine Verpflichtung für die ersten 5 Jahre besteht. Ich erfahre morgen genaueres.

    Da wir etwa in der Mitte des Jahres anfangen würden zu bauen, möchte ich die weiteren Systeme vorbereiten und mit einplanen.
    Ist die Fernwärme mit einer LWP kombinierbar? Mit der einer Solarthermie schon, wenn ich richtig informiert bin.
    Ich möchte unsere Heizkosten so gering wie möglich haben.
     
  6. Jan81

    Jan81

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    Willst du LWP oder Solarthermie für Heizungunterstützung benutzen? oder für Warmwasser Erzeugung? oder für beides?
     
  7. #6 pommes1234, 19. Januar 2015
    pommes1234

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    Zum start evtl. nur das Warmwasser mit der Option nach den 5 Jahren auch die Heizung zu unterstützen.
     
  8. feelfree

    feelfree Gast

    Was soll das bringen? Was ist an der Fernwärme so böse, dass Du sie nicht nutzen willst?
     
  9. Jan81

    Jan81

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    Das würde ich persönlich auch gern wissen. Man müsste jetzt die genauen laufenden Kosten von Fernwärme anschauen. Betreitstellung usw.

    Man muss auch gucken ob die zustäzliche Technik auch Wirtschaftlich ist. Was bringt es dir wenn du jetzt deine Heizkosten um 100 Euro senkst, aber dafür 5000 Euro ausgeben musst?
     
  10. R.B.

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    Feelfree hat es richtig erkannt, "darfst Du neben dem Fernwärmeanschluss überhaupt noch einen weiteren Wärmeerzeuger betreiben?" Da könnte es Klauseln geben, die das zumindest für die ersten 5 Jahre verbieten. Also unbedingt klären.

    Falls erlaubt, dann ist das technisch auch kombinierbar. Wäre aber völlig sinnfrei. Eine LWp ist nicht gerade die günstigste Lösung um Wärme zu erzeugen.

    Dann darfst Du Dich nicht an einen Fernwärmeversorger binden. Fernwärme wird ja mit dem Argument, dass ein Wärmeerzeuger entfallen kann, schöngerechnet. Investierst Du nun in einen (teuren) Wärmeezeuger, dann hast Du nicht nur die höheren Fernwärme-Betriebskosten an der Backe, sondern gleichzeitig auch noch die Investitionskosten für den zusätzlichen Wärmeerzeuger. Das kann sich dann nie mehr rechnen.
     
  11. pommes1234

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    Mein Ziel ist es, die laufenden Kosten soweit wie möglich zu minimieren.
    Ich dachte an eine Kombination, wenn ich die Fernwärme schon nutzen muss, dann nur für die Heizung.
    Warmwasser dann über eine Solarthermie. Ggf. ist es ja auch möglich die Solarthermie soweit auszubauen, dass sie auch als Heizungsunterstützung dient und die Fernwärme nur genutzt wird wenn die energie nicht ausreicht.

    Ist das sinnvoll?
     
  12. feelfree

    feelfree Gast

    Das kann man rechnen. Dazu muss man die Investitionskosten, die Wärmekosten des Fernwärmeanbieters und den Wärmebedarf des Hauses kennen.

    Gefühlsmäßig würde ich sagen: Es lohnt sich nie. Denn wenn es sich lohnen würde, würden es viele so machen und der Fernwärmeanbieter hätte einen massiven Kundenverlust zu beklagen. Bevor es soweit kommt, sinken eher die Fernwärmekosten, und dann lohnt es sich noch weniger...
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Rechnet sich normalerweise nicht. Ausnahmen gibt es, beispielsweise bei sehr hohem WW Bedarf, aber bei der typischen Familie mit durchschnittlich 50Liter WW pro Person und Tag kann es Jahrzehnte dauern bis sich Solarthermie rechnet, wenn es sich überhaupt jemals rechnet (Kollektoren etc. halten ja auch nicht ewig).
    Der WW Bedarf einer Familie ist doch eher überschaubar, d.h. pro Jahr vielleicht 150,- € bis 200,- € (hoher WW Bedarf). Wenn Du nun eine Solaranlage hast die 50% des WW Bedarfs abdecken kann, dann sparst Du 100,- € im Jahr, vermutlich noch etwas weniger.

    Heizhungsunterstützung, sofern überhaupt zulässig, bedeutet doch nur, dass Überschüsse verwertet werden. Diese Überschüsse fallen aber vorwiegend im Sommer an wo sowieso nicht geheizt werden muss. Bereits während der Übergangszeit gehen die Erträge deutlich zurück. Je nach Anlagengröße kannst Du dann vielleicht 1.000kWh einsparen, das wären in "Gas" gerechnet etwa 70,- € pro Jahr. Keine Ahnung was Deine Fernwärme kosten soll, ich denke Du hast Dich über den Tarif bereits informiert, also nachrechnen.

    Für eine Anlage die auch noch die Heizung unterstützen soll, benötigst Du schnell eine Kollektorfläche von 10m2 aufwärts, sinnvolle Erträge fallen wohl eher bei 20m2 aufwärts an. Noch größer wäre noch besser, aber dann kriegst Du im Sommer ein Problem mit der Verwertung der vielen Energie, nur damit Du während der Übergangszeit ein paar kWh mehr an Erträgen hast.

    Wenn Du dann theoretisch 200,- €/Jahr sparen könntest, dafür aber 5.000,- € aufwärts investieren musst, dann kannst Du Dir an 5 Fingern abzählen wie lange es dauert bis sich das amortisiert.
     
  14. Julius

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    Wie schon gesagt, würde Dein Vorhaben bedeuten, daß man die Nachteile verschiedener Systeme geschickt kombiniert....
    So bekäme man eine zwar umständliche, dafür aber unnötig teure Lösung.
    Also laß den Unfug!

    In Deinem Fall würde ich NUR die Fernwärme nutzen und sonst nichts.
    Bedenke, daß bei den Kosten für Fernwärme einen nicht unerheblichen Anteil die (anschlußleistungsabhängigen) Grundentgelte ausmachen. Eine Wenignutzung wird sich also schon deswegen nicht lohnen.

    Ich das echte Fernwärme (aus einem größeren Netz) oder vielleicht ein Nahwärmekonzept (mit KWK etc.)? Welcher Primärenergieträger?

    Um die laufenden Heizkosten niedrig zu halten, gibt es übrigens trotzdem ein probates Mittel:
    Sehr gute Wärmedämmung der Gebäudehülle!
    Nicht benötigte Energie muß man auch nicht bezahlen.
     
  15. pommes1234

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    Ich denke es ist echte Fernwärme der Stadt Bielefeld. Zumindest wird es von der Stadt gestellt.
    Die Wärmedämmung der Gebäudehülle ist ein interessantes Thema. Heute werden mir die genauen Bestandteile des KFW55 Dämmpaketes genannt, bisher haben wir nur über KFW70 gesprochen, da waren es 30 cm. Die Fenster sind 3 Fach verglast (0,7).
     
  16. R.B.

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    Na dann kannst Du die Kosten ja rechnen. Gem. Tarif pro kW Wärmeleistung 18,36 €/Jahr und der Arbeitspreis liegt bei 6,82 Ct./kWh.

    Macht bei angenommen 6kW Wärmeleistung und 10.000kWh Jahresbedarf 110,16 € + 682, - € = 792,16 € pro Jahr.

    Welche Wärmeleistung man ansetzen muss das wird die Planung zeigen. Hier kommt es ja auch noch auf die WW Erzeugung an. Als grobe Richtlinie sollten die 6kW aber schon in die richtige Richtung deuten, zumal wenn nicht nur KfW70 sondern auch 55 in Erwägung gezogen wird. Letztendlich kommt es halt auch auf das Nutzerverhalten an.
     
  17. feelfree

    feelfree Gast

    Ohne jetzt zu rechnen wage ich mal die Aussage: Bei solchen Preisen lohnt sich eine wie auch immer geartete Heizungsunterstützung und/oder Warmwasserbereitung nie!
    Zum Vergleich: Nahwärmetarif in unserem Neubaugebiet: Arbeitspreis ca. Faktor 10(!!!) im Vergleich zu den obigen Zahlen, Wärmepreis irgendwo bei 5,x ct/kWh.
    Weil dabei dann (für moderate Verbräuche) unterm Strich völlig irrsinnige Kosten pro kWh rauskommen, wurde der Wärmepreis (incl. Arbeitspreis) auf 15ct/kWh gedeckelt. Da sieht die Rechnung vielleicht schon wieder anders aus.
     
  18. R.B.

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    Deswegen finde ich die obige Variante mit xx,- €/kW gar nicht so schlecht. Zudem gibt es Staffeln, also 0-20kW, 20kW-50kW usw.

    Ich habe bei meiner obigen Rechnung bewusst die 10.000kWh gewählt, weil man daraus gleich den Endpreis pro kWh erkennen kann. ;)
    Immerhin kostet die kWh Wärme fast 8Ct. Ist also teurer als Gas, Pellets, WP, und seit dem letzten Heizölpreisverfall auch teurer als Heizöl. Andererseits sind die Investitionskosten geringer, so dass sich das für den Kunden zumindest theoretisch rechnen kann. Dazu müsste man jetzt halt die ganzen Anschlussgebühren etc. mal genauer unter die Lupe nehmen.
     
  19. feelfree

    feelfree Gast

    Jepp, ist ja bei uns auch so, nur dass eben xx = 175 ist (netto wenn ich es richtig im Kopf habe).

    Der TE muss sich ja für die nächsten 5 Jahre in jedem Fall anschließen. Alles was er in Alternativen investiert kommt ja nicht STATT der Fernwärmeinvestitionskosten, sondern noch obendrauf.
    Wenn er also nach den 5 Jahren die Fernwärme komplett durch etwas günstigeres ersetzt, z.B. 5ct/kWh statt 8ct/kWh, dann spart er ab da ganze 300€/Jahr. Und da ist der Verbrauch mit 10000kWh/a eher noch hoch angesetzt.

    Deshalb würde ich hier tatsächlich in Dämmung investieren und alternative Wärmeerzeuger eher außen vor lassen.
     
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  21. Julius

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    Sehr viele wären froh, wenn sie eine derartig preiswerte Fernwärmeversorgung hätten.

    Aber kann es sein, daß Du gewisse Begriffe verwechselst?
    Der Arbeitspreis IST der "Wärmepreis" (in EUR/kWh)!
    Du meinst stattdessen den Leistungspreis (in EUR/kW).
     
  22. feelfree

    feelfree Gast

    Ja sorry, natürlich ist es genauso wie Du schreibst. Und einen "Verrechnungspreis"(?) für die Wärmemessung per Wärmemengenzähler (Pauschale/Jahr) gibt es auch noch.
     
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