Eigenes Rohrsystem für Toilettenspüllung

Diskutiere Eigenes Rohrsystem für Toilettenspüllung im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Guten Morgen, wir stehen kurz vor dem Bau eines EH (ohne Keller), welches wir bei einer Baufirma schlüsselfertig in Auftrag gegeben haben....

  1. andi88

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    Guten Morgen,

    wir stehen kurz vor dem Bau eines EH (ohne Keller), welches wir bei einer Baufirma schlüsselfertig in Auftrag gegeben haben.

    Wir möchten gerne ein getrenntes Rohrsystem für unsere Toilettenspüllug haben, damit wir Regenwasser verwenden können. Dafür benötigt man eine Trennung zum Trinkwasser.

    Was würde das kosten? Unsere Bauleiter hat ca. 1.500 EUR - 2.000 EUR an Mehrkosten für das getrennte Rohrsystem angegeben.

    Unser Technikraum ist im Erdgeschosse, die Toilette im EG wäre auf gleicher Höhe und wäre ca. 9 m entfernt. Die Toilette im OG liegt direkt über der Toilette im EG.

    Ist die Angabe für die Mehrkosten realistisch? Es müsst doch nur ein extra Rohr, 9 m lang der Wand entlang zusätzlich verlegt werden. Kostet das wirklich 1.500 EUR - 2.000 EUR zusätzlich?

    Dann lohnt sich die ganze Geschickt fast nicht mehr...
     
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  3. mastehr

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    Warum?
    Wie soll das Wasser dahin kommen? Wollt Ihr Rohre mit Innenbeschriftung und Beleuchtung installieren, damit das Wasser von alleine dort hinfließt?
    Was passiert, wenn es nicht regnet und jemand sein Geschäft wegspülen möchte?
     
  4. Boergi

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    wenn du das machen willst um Geld zu sparen lass es lieber bleiben, wenn du es wegen eines beruhigten "grünen" Gewissens machen möchtest möchte ich dir nur sagen dass es alleine bei den 2.000€ für die zusätzliche Leitung nicht bleibt. Der Wasserspeicher braucht einen getrennten Trinkwasserzulauf, der Speicher muss gewartet werden, eine Pumpe hält auch nicht ewig. Und wenn du Pech hast verlangt deine Gemeinde dafür auch noch Abwassergebühren. Bei 2-3€ für 1.000 Liter Trinkwasser rechnet sich so etwas leider nie...
     
  5. #4 Zellstoff, 11. Mai 2015
    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Meine Meinung: mach das nicht mit dem Regenwasser für die Toiletten. Neben den Mehrkosten der Installation, werden es Dir auch die Sanitärgegenstände danken. Spülkasten, Keramik etc. Kenne es von Bekannten: Nach 2 Jahren wurde wieder umgestellt auf Trinkwasser.
     
  6. #5 ThomasMD, 11. Mai 2015
    ThomasMD

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    Wieso Pech?
    Sagst Du das auch Leuten die im Supermarkt einkaufen, dass sie Pech haben, wenn sie an der Kasse zum Bezahlen aufgefordert werden?
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Eben.

    zuerst mal klären wie die Gemeinde bzw. der Wasserver-/entsorger dazu steht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein getrennter Zähler erforderlich wird, und dass für die Regenwassernutzung trotzdem Abwassergebühren anfallen. Es ist ja was anderes als die Nutzung des Regenwassers zum Gießen der Blümchen (versickern des Wassers). Eventuell gibt es aber noch einen Bonus für die Niederschlagswassergebühr.
    Das wird halt alles in den verschiedenen Gemeinden etwas unterschiedlich gehandhabt, deswegen vorher informieren.

    Sollte dann die Entscheidung zugunsten der Regenwassernutzung fallen, dann gibt es noch ein paar Spielereien zu betrachten. Absolute Trennung ist klar, zudem braucht´s eine Nachspeisung die etwas Geld kostet, und ein Hauswasserwerk gibt es auch nicht gratis. Angesichts der Tatsache, dass die Wassergebühren in DE relativ niedrig sind, und Wassermangel in DE nicht zu erwarten ist, werden sich die Investitionen nie rechnen können. Es braucht also schon eine gehörige Portion Enthusiasmus um diese Investition zu tätigen.

    Bei uns kostet Wasser, je nach Gemeinde, zwischen 2,- €/m3 und 2,50 €/m3. Ein Spülkasten ist meist auf 6Liter (3Liter bei Spartaste) eingestellt. Bei einer 4 köpfigen Familie rechnet man mit 70-80Liter pro Tag, also etwa 25m3 pro Jahr.
    Das Einsparpotenzial liegt somit bei etwa 50-60,- € PRO JAHR. Wenn allein schon die getrennte Rohrführung mit 1.500,- € bis 2.000,- € veranschlagt wird, dann bräuchte es bereits 30-40 Jahre, bis sich die Maßnahme amortisiert. Verzinsung lassen wir mal unter den Tisch fallen, obwohl bereits 1% Zinssatz fast schon die Wasserkosten für ein halbes Jahr "kostet".
    Mit dem getrennten Rohrsystem ist es aber nicht getan, denn da kommt noch Einiges hinzu. Zisterne, Nachspeisung, Hauswasserwerk, da landen wir dann bei einer Amortisationsdauer jenseits der 100 Jahre, vorausgesetzt es geht in dieser Zeit nichts kaputt. Wartung/Reinigung und dann im Laufe von 20 jahren auch mal kleinere und größere Reparaturen, und die Amortisationsdauer geht gegen Unendlich.

    Fazit: Kann man machen, und wer Geld übrig hat, kann sich das auch leisten. Wirtschaftlich betrachtet ist das nicht sinnvoll, aber für das grüne Gewissen kann es nicht schaden.
     
  8. andi88

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    Danke für eure Meinungen!

    Eine Zisterne werden wir sowieso eingraben, da wir diese für die Gartennutzung haben möchten.

    Ich werde noch mal mit unserem Bauleiter sprechen und wenn er die Kosten für das getrennte Rohrsystem bestätigt, dann denke ich auch, dass es sich auf lange Sicht wirtschaftlich nicht lohnt bzw. erst sehr, sehr spät lohnt.


    Da ich eine Zisterne sowieso eingraben werde, würden die Mehrkosten für eine mögliche Regenwassernutzung (eine Pumpe+größere Zisterne) ca. 700 EUR betragen. Bei einem geschätzten Einsparpotential von 60EUR pro x 10 Jahre, wäre ich bei 600EUR.

    Wenn unsere Baufirma das Rohrsystem für diesen Preis einrichten kann, dann würde ich es in Erwägung ziehen. Bin gespannt, was die dann sagen :-/
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Oben schreibst Du, dass allein für die getrennte Rohrführung 1.500,- € bis 2.000,- € fällig werden, und jetzt soll das alles inkl. größerer zinsterne und Hauswasserwerk nur 700,- € kosten? na, wenn Du da mal nicht einen gewaltigen Rechenfehler machst.
     
  10. andi88

    andi88

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    Nein, das habe ich nicht deutlich geschrieben.

    700EUR ist der Betrag, den ich auf 10 Jahre gerechnet zusätzlich für die Regenwassernutzung ausgeben sollte. Da das Einsparpotential und die Investitionskosten extrem stark auseinander gehen, wird sich das höchst wahrscheinlich nicht lohnen. Aber fragen kostet ja nichts, die Hoffnung stirbt zuletzt...
     
  11. grubash

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    Hi,
    bei uns kostet Trinkwasser irgendwas um die 2 Euro je Kubikmeter. Abwasser liegt bei ca. 6 Euro. Ich würde mal sagen, dass man nicht so viel S***** kann, dass sich das jemals rechnet. Das Abwasser musst du ja trotzdem bezahlen. Dafür kommen dann Gebühren für den 2. Zähler dazu, da ja das Abwasser erfasst werden muss. Illegal Einleiten wird derbe teuer.

    Kostentechnisch kommt das mit den 2k schon mal hin. Saugleitung Zisterne, Verrohrung im Haus, 2. Zähler ist nicht ganz billig. Was dich die Pumpe an Strom frisst, sollt das Sparpotential nochmal verringern. Du kannst ja schon mal 10-15 cent Stromkosten pro Kubikmeter rechnen (Überschlagen ca. 1500 Watt bei 3 Kubikmeter/h). Anlagenwartung und ggf. Ersatzteile für 10 Jahre Betrieb kommen ja auch noch dazu.

    Hatte das man selbst mit 100% DIY gerechnet und sein gelassen.

    Evtl. rechnet sich die Sache, wenn die Waschmaschine noch dranhängt. Hier kosten aber die für Regenwasser explizit freigegebenen Maschinen deutlichen Aufpreis. Ansonsten wird noch zus. Filter (Wartunskosten) erforderlich sein, da ja Regenwasser nicht 100% rein ist.

    Ciao Christian
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Dann müsste die Firma die getrennte Rohrführung gratis machen. Alles zusammen für 700,- € wird nicht funktionieren.
     
  13. #12 toxicmolotow, 11. Mai 2015
    toxicmolotow

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    Regenwasser und Wäsche würde ich nicht machen. Brunnenwasser und Wäsche ginge u.U. noch.

    Umd damit sind wir beim Thema, wo ich mitreden kann.

    Wir haben beim Hausbau einen alten Brunnenschacht erhalten, weil diese "zufällig" im Technikraum endete. An diesen Brunnen haben wir ein System zur Gartenbewässerung installiert, so dass wir zwei Außenzapfstellen für Brunnenwasser besitzen. Wir standen auch vor der Wahl, ob wir die Toiletten und die Waschmaschine daran anschließen wollen.

    Alleine die Mehrkosten für Zähler/Abrechnung und Installationsleitungen hätten hätten eine Armortisation jenseits der 20 Jahre ergeben, so dass wir darauf verzichtet haben.
     
  14. mastehr

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    Bei uns kostet die Berücksichtigung eines Zählers für das Gartenwasser schon 1,20 Euro / Monat! Da sind die Kosten für den Zähler und dessen Montage und Austausch noch gar nicht enthalten. Für das Geld könnte ich schon 200 Mal / Monat auf die Spülung drücken.
     
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    Ich bin in einer ählichen Situation wie der TE: Zisterne mit Pumpe für Gartenbewässerung ist mit Hausbau geplant. Die Größe der Zisterne sollte nicht zu klein gewählt werden (mind. 8 m³, besser 12-15 m³), da ein Leerstand in den regenarmen Monaten (Febr./März/April) verhindert werden sollte. Leerstand bedeutet Trinkwasserverbrauch und keine Einsparung.
    Desweiteren wird in unserer Gemeinde kein zusätzlicher Zähler für Regenwassernutzung benötigt. Ersparnis durch Regenwassernutzung in etwa 75 €/Jahr. Frischwasserstation (mit automatischer Trinkwassernachspeisung bei Zisterne leer) ~700 €, plus ca. 5m Kupferrohr zum WC.
     
  17. Sidona

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    Desweiteren wird in unserer Gemeinde kein zusätzlicher Zähler für Regenwassernutzung benötigt. Ersparnis durch Regenwassernutzung in etwa 75 €/Jahr. Frischwasserstation (mit automatischer Trinkwassernachspeisung bei Zisterne leer) ~700 €, plus ca. 5m Kupferrohr zum WC.
     
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