Eigenleistung 70.000 EUR geht das ?

Diskutiere Eigenleistung 70.000 EUR geht das ? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Guten Morgen, gestern hatten wir Besuch von Freunden die auch nächstes Jahr bauen wollen. Sie erzählte freundestrahlend, dass sie durch sehr...

  1. Hakli

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    Guten Morgen,

    gestern hatten wir Besuch von Freunden die auch nächstes Jahr bauen wollen.

    Sie erzählte freundestrahlend, dass sie durch sehr viele Eigenleistungen einen Betrag von ca. 70.000 EUR sparen könnten zum schlüsselfertigen Haus.

    Wenn Sie Glück hätten, könnte dies auch noch höher werden.

    Der Betrag klingt äußert hoch, kann das möglich sein ??

    Der schlüsselfertige Preis für 135 qm + Keller liegt wohl bei 216.000 EUR zuzüglich ca. 25000 EUR für Grundstück.

    Folgende Eigenleistung sind wohl geplant, wo nur das Material beschafft wird:

    - Bodenplatte, Rohbau (Stein auf Stein), Zwischendecken (ohne Erdarbeiten)
    - Dacheindecken/Klempnerarbeiten
    - Sanitär
    - Elektrik
    - Wärmeverbundsystem und Außenputz
    - Innenputz Keller
    - Trockenbau, Deckenverkleidung, Innendämmung (Dach usw)
    - Innentüren, Fließen, Bodenbeläge, Tapeten

    Ich hoffe ich habe nix vergessen.

    Laut Architeken können sie, wenn jeden Tag durchschnittlich 3 Personen am Bau sind, den Bau in 1 Jahr durchgezogen haben.

    Irgendwie möchte ich nicht, dass sie sich übernehmen und die EL dann doch nicht so hoch sind.

    Was meint ihr dazu ?

    LG

    P.s.: Wir selber kommen gerade mal auf ca. 30.000 EUR EL.
     
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  3. Woolfi

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    Guten morgen

    ich bin zwar hier nicht der Profi, aber jetzt dann in der selben Situation!
    Wenn Sie aber wirklich den Rohbau in Eigenregie machen, kann das schon sein.
    Kosten des Rohbaues macht glaub ich so ca.1/3 der Gesamtkosten aus.

    Liebe Grüß0e

    Woolfi
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 29. Dezember 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Was ausser Zimmerarbeiten (Dachstuhl) bleibt denn da noch an Handwerkerleistung??
    Kriegen die 1 Jahr bezahlten Urlaub? Nein. Woher kommen dann die 3 Mann?
    Beherrschen die all diese Leistungen auch nur ansatzweise??

    Bau steht mit vielen Mängeln, ist nahezu unverkäuflich und die Ehe ist hin - aber viel Geld ham mer gespart :mauer


    Ist das so ein Bausatzhaus?
    Da gabs mal einen Steinhersteller, der Architekten gelockt hat. Die sollten den Bauherren das Bausatzmodell verkaufen und bekamen dann zusätzlich zu ihrem Honorar (vom Bauherren) auch noch vom Bausatzverkäufer ne Provision. :yikes.
    Wenn es das ist, GANZ schnell den Architekten wechseln.
     
  5. Hakli

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    Als Handwerkerleistung soll wohl der Dachstuhl, Fenster, Haustüren und Heizung gemacht werden.

    Der Bauherr bekommt vier Wochen am Stück frei und muss ansonsten jeden Tag nur bis halb drei arbeiten (danach will er immer auf den Bau)

    Die 3 Personen kommen wohl durch den Bauherren, den Vater (ist zu Hause), dem Bruder (arbeitet immer bis halb zwei) und weiteren verwandschaftlichen Helfern.

    Zu jedem Gewerk die in Eigenleistung gemacht werden, steht ihnen ein Facharbeiter aus der Familie zur Verfügung.

    Es ist kein Bausatzhaus, es ist ein freigeplantes Haus eines Architekten. Zum Glück nicht.

    Gruß
     
  6. Hakli

    Hakli

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    Habe noch vergessen, Estrich und restlicher Innnenputz wird auch durch Handwerker erfolgen.
     
  7. Woolfi

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    [QUOTE=Ralf Dühlmeyer;315194]Was ausser Zimmerarbeiten (Dachstuhl) bleibt denn da noch an Handwerkerleistung??
    Kriegen die 1 Jahr bezahlten Urlaub? Nein. Woher kommen dann die 3 Mann?
    Beherrschen die all diese Leistungen auch nur ansatzweise??

    Bau steht mit vielen Mängeln, ist nahezu unverkäuflich und die Ehe ist hin - aber viel Geld ham mer gespart :mauer


    Seh ich genau so, wir wollen ja auch mit Eigenleistung Geld sparen, aber Rohbau und bestimmte andere Sachen gehören einfach von einer Firma erledigt.

    Guten Rutsch

    Woolfi
     
  8. bernix

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    ....wenn man es selbst nicht hinkriegt....!

    Sieh es einfach mal so: Wenn du den Rohbau (sprich das Kleben der Steine im Wesentlichen) nicht selbst hinkriegst...bleib in deiner Mietswohnung!

    gruss
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Und wenn sie Pech haben wird´s deutlich weniger.

    Ich vermute, der Materialeinkauf wurde hier deutlich unterschätzt. Es ist auch fraglich, ob wirklich 3 Personen jeden Tag über die gesamte Bauzeit zur Verfügung stehen. Viele Freunde und Bekannte verabschieden sich nach anfänglicher Euphorie innerhalb weniger Tage, und dann steht man alleine auf weiter Flur.

    Dann wäre wichtig zu wissen, ob die Helfer vom Fach sind, oder ob es wirklich nur "Helfer" sind. So manche Helfer stehen mehr im Weg und behindern die Arbeit.

    Und auch wenn der Bauherr bereits mittags nach 15:00 Uhr Feierabend hat und auf die Baustelle kann, so darf man nicht vergessen, daß man so eine Doppelbelastung nicht lange durchsteht. Das fehlende Fachwissen und eine meist mangelhafte Ausstattung mit Werkzeugen, führt dazu, daß man viel mehr Zeit benötigt als ein Handwerker der das täglich macht.....und so manche Arbeit muß doppelt gemacht werden, weil´s beim ersten Mal "nicht so richtig klappt".

    Was mir noch auffällt, Heizung soll extern gemacht werden, aber Sanitär in Eigenleistung? Was ist denn das für eine Logik?

    Fazit: Geld sparen durch Eigenleistung? -> JA, aber nur wo es sinnvoll ist.

    Gruß
    Ralf
     
  10. aldente

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    Wenn die geplante Situation nicht eher zum Heulen wäre würde ich vor Lachen 3 tage keinen Schlaf mehr bekommen.

    70.000 € Eigenleistung entsprechen kalkulatorisch Obligat etwa 110.000 € echten Handwerkerleistungen, natürlich will ein GU oder GÜ an der Eigenleitung verdienen, wer anderes glaubt, glaubt auch, das ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

    Um die aus der Summe geschätzten Leistungen von 2.200 Handwerkerstunden zu erbringen bedarf es entweder Heerscharen von "Freunden" (Buntarbeitern die auch bezahlt werden wollen), Familienmitgliedern die wirklich anpacken können, und echten Freunden, die es trotz der Belastung auch nach dem Projekt bleiben sollen.

    Die geschätzte Zeit an Aufwand in Stunden beträgt etwa 3.000 bis 3.500 Std. je nach Qualifikation der Mitstreiter.

    Ralf erwähnte hier noch eigentlich DEN! Risikofaktor Ehe, die mindestens nach 3 Monaten anfängt zu krieseln, und sich die Kriese über eine geschätzte Bauphase von 3 Jahren hinzieht. Das will man bewusst eingehen?

    Mir sind mehrer Projekte bekannt, die auf diese Art und Weise geplant und durchgezogen wurden: 4 Häuser im Dorf, alles Bauernsöhne mit entsprechendem Equipment, (Kran, Ortbetonmischer 1m³, Transportgeräte, Aufzüge, Gerüst, etc.pp) Diese Truppe aus Familie und Handwerkerfreunden hatte keine andere Perspektive, als so zu bauen. Das klappte auch, weil die Dorfgemeinschaft mitzog, der Arbeitgeber, die Ehefrauen, die Kinder, die Grosseltern, Eltern..etc..die Sparkasse das finanzierte, und alle!!! Leistungen selbst erbracht werden konnten, weil das seit Generationen immer!!! so war.

    Diese Situation übertragen funktionierte bei weiteren 3 Objekten in einem reinen Freundeskreis in einem anderen Dorf ohne bäuerliche Gemeinschaft beim ersten Projekt ganz, beim 2. Haus fast ganz, und beim 3.Haus nur noch bedingt und sehr zäh, weil die Frauen der Bauwütigen nicht mehr mitspielten, die Arbeitgeber auch nicht, und die Lust nach 5 Jahren Dauerbauen auch weg war. Die Freunde selbst sind heute keine mehr, von den insg. 5 Pärchen sind 3 geschieden, wäre normal, aber alle innerhalb der Bauphasen.

    Das 4. Haus ist seit etwa 8!! Jahren noch im Bau, sehr sporadisch und es sieht nicht nach Fertigstellung aus.

    Ich möchte hier nochmals die Summe von ab 3.000 Std auf den Augen zergehen lassen.
    Das sind 2 Jahre! normal Durcharbeiten, wobei sich die berechtigte Frage stellt, mit welcher Arbeit ich dann noch dieses Projekt finanzieren möchte????
     
  11. Woolfi

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    Solltest Du nur den Smiley vergessen haben bei Deinem Beitrag, vergiss was ich jetzt schreibe:
    Ich versteh vielleicht nichts von "Steine aufeinander Kleben", ich weiß ja nicht wie Du Dein Haus geklebt hast (Uhu, Patex,......) jedoch wo ich Wohne, wie ich die Steine klebe, wer mir die Steine klebt, oder wer Dir eine klebt musst schon mir überlassen.
    Was soll Dein Beitrag überhaupt, klar wer seinen Rohbau selbst mit 3 Freunden erstellen kann soll es machen, ich für meinen Teil bin halt der Meinung siehe oben!

    Woolfi
     
  12. Shai Hulud

    Shai Hulud

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    Das Forum ist voll mit Diskussionen zur Eigenleistung. Genau vor einem Jahr hab ich schonmal meine Meinung dazu gesagt:
     
  13. #12 Achim Kaiser, 29. Dezember 2008
    Achim Kaiser

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    ...und bei den Eigenleistungen nie vergessen das der Zeitbedarf von *Nichtprofis* regelmäßig zwischen 30 und 100 höher ist als bei denen die das täglich machen.

    Vom zusätzlichen Equipment, dass sich für einmaligen Einsatz auf einer Baustelle ganz einfach nicht rechnet mal ganz abgesehen.

    70 000 Flocken Eigenleistung traue ich mir als jemdand der *täglich* mit dem Bau zu tun hat nicht zu in einem vernünftigen Zeitrahmen leisten zu können.

    Auch bei den *Kumpelaktionen* wird vieles schöngerechnet .... mal abgesehen von den *Spritkosten* verpufft so mancher Abend im frönen und frohlocken ... und nicht unbedingt beim Eigenleistungen erbringen.

    Bei den technischen Gewerken ist der Materialanteil noch höher, so dass aldentes Rechnung noch sehr vorsichtig angesetzt ist ....

    ...aber träumen darf man ja.

    Blos holen einen diese Träume auf dem Bau ganz übel ein und die Buse ist lang und heftig.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  14. DerSuchende

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    Grenzen der Eigenleistung
    Beispiel:
    Ein Verband, von privaten Bauherren, hat das durchgerechnet::
    Reihenhaus in München.
    Drei Etagen mit Keller, 140 m2 Wohnfläche, reine Baukosten 275.000,00€
    Einspareffekt höchstens 25.000,00€ oder 850 Stunden.
    Fazit von denen:
    Ohne Mithilfe von Familienmitgliedern und Freunden ist der Eingenbau gar nicht zu bewältigen.
    Man warnt vor Selbstüberschätzung!

    MfG
     
  15. SvenW

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    IMHO ist das sehr blauäugig.
    Ein Ausbauhaus ist okay, aber man muß z.B. auch die Miete gegenrechnen wenn der Bau wesentlich länger dauert. Wenn der Rohbau steht, Fenster, Türen und Heizung drin sind, kann man praktisch nach Belieben weiterbauen aber IMHO stehen die Rohbauarbeiten beim gesparten Geld und der benötigten Zeit in keinem Verhältnis. Man muß auch immer bedenken, das es ne Menge Reibung gibt, wenn z.B. die Decke bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein muß oder man muß eben warten bis der Beton/ die Maurer etc kommen aka Zeitverzug. Und wenn man in den Winter reinkommt ruht der Bau etc.

    An Stelle deiner Freunde würde ich auf jeden Fall so kalkulieren, daß maximal die Hälfte eingespart wird und dann die Finanzierung immer noch steht. Alles was darüber hinaus geht kann man dann als Bonus ansehen, aber man fällt nicht ins Loch wenn man manche Sachen aus Zeitgründen vergeben muß.
     
  16. shneapfla

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    Material kostet aber auch bei EL noch was... ;)
     
  17. Woolfi

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    Schon richtig, jedoch das teuerste sind immer noch die Arbeitsstunden.

    Lg Woolfi
     
  18. Isolierglas

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    Eigenleistung im großen Stil ist möglich. Nur sollte man nicht mit Helfern kalkulieren. Ein Stück Rohbau (Allein!) bedeutet 3 Jahre Bauzeit. Das ist brutal. Jeder, der sowas schon mal gemacht hat, denkt da inzwischen anders darüber...

    Gruss, Dirk
     
  19. #18 Alfred Witzgall, 29. Dezember 2008
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    Ich habe gehört

    das da was gehört wurde.
    Wozu die ganze Energie ?
    Nur um ein bissl zu tratschen.
    Die eigentlichen Bauherren wollen es doch gar nicht wissen. Oder man schiebt die hier vor.
     
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  21. Julius

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    Oder kennst Du nicht die Leute, die immer nur für die Nachbarn einkaufen oder fragen? Personal aus dem Handel kennt die zur Genüge!
    Offenbar kaufen ganze Orte immer reihum jeder für den nächsten ein. Nur nie einer für sich selber...
     
  22. Micro

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    Das ist halt eine Steilvorlage. (Für Tratsch)
    Um 70.000 € einzusparen , werden drei Arbeitskräfte ein ganzes Jahr lang gebraucht, dies wirkt auch aus Laiensicht komisch .

    Mich würde sowieso mal interessieren, welche Rechenmodelle diesen Muskelhypothek- Schätzungen zugrunde liegen.

    Ich habe ja Verständnis dafür, dass man die Bank belügt um den Beleihungsauflauf zu reduzieren, aber muß man sich selbst immer gleich mit belügen.....

    Wartet doch lieber auf die Welle von ZVs , die nach Ablauf der Eigenheimförderung kommen, wenn die Bauen zu mietähnlichen Konditionen 5 Jahres Hypos fällig gestellt werden.....halbfertiges zum kleinen Preis...:winken
     
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