Ein Heizkreis und FBH und Flachheizkörper

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  1. Andre D

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    Hallo,
    wir haben ein Unternehmen damit beauftragt, in einem Neubau eine neue Gasheizung zu installieren, den FBH-Verteiler und die Flachheizkörper im OG anzuschliessen.

    Nun nach genauer Betrachtung fällt mir auf, dass nur ein Heizkreis zur Gasheizung gelegt wurde und der Anschluss des FBH-Verteilers wie auf den Fotos aussieht.

    Ist das so nach dem heutigen Stand der Dinge umgesetzt?
    Ich dachte immer 2 Heizkreise wären besser :wow

    20150916_165017.jpg
     
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  3. Julius

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    Nach dem "heutigen Stand der Dinge" hätte man eine reine FBH installiert...

    Im Übrigen ist das Bild diesbezüglich nichtssagend.
    Immerhin interessant, daß es abgehend einen Vorlauf mehr gibt als Rückläufe.
    Vielleicht Anlage öfter mal nachfüllen? ;)
     
  4. R.B.

    R.B.

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    d.h. FBH Kreise und Heizkörper hängen alle auf diesem Verteiler?
     
  5. Andre D

    Andre D

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    Der Abgang mehr endet unterhalb des Fotos, hängt nur ein "Manometer"dran.
    An diesem Verteiler hängen nur die Kreise der FBH!
    Die Heizungsrohre der Heizkörper aus dem OG sind unterhalb des Estriches mit dem Zu-und Ablauf der FBH (rechte Seite Foto) verbunden, daher nur ein Heizkreis.
    Man kann doch aber nicht alles mit nur einer Temperatur betreiben, oder? (FBH doch niedriger, Heizungskörper höher,oder?)
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Theoretisch ist das möglich, man wird aber Kompromisse eingehen müssen. Die FBH kann nicht auf geringste Heizwassertemperatur hin optimiert werden da ansonsten die Heizkörper gar keine Wärme mehr liefern. Man wird also die Heizkreistemperatur etwas höher wählen und gleichzeitig müssen die Heizkörper sehr groß dimensioniert werden damit sie bei diesen FBH Temperaturen überhaupt noch Wärme liefern. Bei einer Gastherme als Wärmeerzeuger ist das nicht ganz so kritisch, für eine WP wäre das nicht zu empfehlen.

    Nebenbei bemerkt, wozu überhaupt Heizkörper und FBH gemischt? Man hätte gleich, wie von Julius schon genannt, überall FBH gemacht und fertig. Wird günstiger, funktioniert besser, erspart Probleme.
     
  7. Andre D

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    Naja,
    oben haben wir alles in Leichtbauweise gebaut und uns relativ früh auch für normale Heizkörper entschieden.
    Was soll der Thermostatanschluss rechts auf dem Foto im Rücklauf?
    Und, große heizkörper wollte ich nicht unbedingt haben, gibt es da keine andere Möglichkeit?
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Keine Ahnung was er damit vor hat. Vielleicht will er damit so eine Art RTL-Ventil realisieren. d.h. er fährt den Heizkreis mit höherer Temperatur für die Heizkörper und sorgt dann mit besagtem Ventil dafür, dass der FBH Kreis ausgebremst wird.

    Der richtige Weg wäre gewesen, dass man von der Gastherme kommend 2 Heizkreise aufgebaut hätte die unabhängig voneinander funktionieren und auch entsprechend geregelt werden. Das produziert aber Aufwand und kostet Material und Arbeitszeit.
     
  9. Andre D

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    Habe gerade im Internet geforscht und sowas wie einen Festwertregler für Fussbodenheizungsverteiler gefunden.
    Ist das eine bessere Wahl als so ein RTL-Ventil?
    Hat ein RTL-Ventil erhebliche Nachteile?
     
  10. Julius

    Julius

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    Ja, hat es. Ist eine Behelfskonstruktion, für eine Neuanlage ME unakzeptabel!
     
  11. Kater432

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    ich frage schonmal garnicht nach einer heizlastberechnung für das haus.
    desweiter ist jedes zimmer nur mit einem kreis angeschlossen. das bedeutet also entweder laaaaange kreise oder was eher zutreffen wird auf eine hohe VL Temp.

    EG ist wie groß

    das sieht nach null planung aus, oder ?

    nachtrag die läängen stehen ja oben drauf und sind zumindest im Rahmen
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Dafür wurde dann der VA gezogen. ;)
     
  13. Andre D

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    :bef1006::bef1006::bef1006: Wie ist das gemeint?

    So ein Festwertregler vor dem Verteiler der FBH, muß der mit einer Steuerleitung mit der Gasheizung verbunden sein oder arbeitet so ein Gerät völlig autark und braucht keine direkte Kommunikation mit der Gasheizung?
     
  14. R.B.

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    Bsp.: Wenn man nur 100m Leitung zur Verfügung hat, und damit 30m2 Raum belegen soll, dann bleibt wohl nichts anderes übrig als den VA (Verlegeabstand) zu erhöhen.

    Ob das immer passt? Meist versucht man eine FBH auf möglichst niedrige Heizwassertemperatur hin zu dimensionieren, auch in Hinblick darauf, dass man später vielleicht einen anderen Wärmeerzeuger hat der niedrige Heizwassertemperaturen mag (Wärmepumpe zum Beispiel) oder weil man eine Solaranlage zur Heizungsunterstützung verwenden möchte. Wir reden dann von typ. 10-15m2 pro FBH Kreis. Eine Dimensionierung auf niedrige Heizwassertemperaturen hat an sich nur Vorteile, kostet halt ein paar Euro mehr weil mehr Kreise notwendig sind und mehr FBH Rohr im Boden versenkt werden müssen. Andererseits, das Rohr kostet nicht die Welt, und an die FBH kommt man nie wieder ran, zumindest wenn man nicht den kompletten Boden aufkloppen möchte. Also besser zu Beginn ein bisschen mehr investiert.

    Das Ding braucht keine Meldung an den Wärmeerzeuger. Es regelt ja auf einen festen Wert, wie der Name schon sagt. Den Rest müssen die Raumthermostate erledigen die dann den Stellantrieben signalisieren, wann sie den entsprechenden Kreis abwürgen sollen. Aufgrund der Trägheit einer FBH ist das aber eine denkbar schlechte Lösung, denn die im Estrich gespeicherte Wärmeenergie will natürlich weiterhin in den Raum.

    Deswegen plant man eine FBH vorzugsweise so, dass man die Oberflächentemperatur nur knapp über die Raumtemperatur legt, und dann ist das Teil ständig in Betrieb. Richtig geplant muss dann nichts geregelt werden, denn durch die Heizkurve im Wärmeerzeuger wird dem Raum im Idealfall immer die richtige Wärmemenge zugeführt.
    Das Ziel ist, konstant mit niedrigster Temperatur durch zu heizen.
     
  15. Andre D

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    Habe ich bessere Möglichkeiten, eine bessere Einheit vor die FBH o.ä., ohne jetzt einen zweiten Heizkreis verlegen zu müssen?

    Das ist nämlich unmöglich :motz
     
  16. R.B.

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    Man könnte mit einer Regelstation arbeiten. Die gibt es in allen möglichen Varianten, bis hin zu Luxusausführungen mit eigenem Regler, Außentemperaturfühler und allem drum und dran. Nur Kaffee kochen können die Dinger noch nicht. Das ist dann quasi ein 2. Heizkreis, nur halt entfernt vom Wärmeerzeuger.
    Bevor man jedoch solche Entscheidungen trifft, sollte man zuerst einmal in die Planung schauen, hilfreich wäre die Dimensionierung der Heizflächen etc. Aufgrund der Dämmung sieht man nicht mit welchem Rohrquerschnitt der Verteiler angebunden ist. Hier muss man aufpassen, welchen Volumenstrom man überhaupt bewegen kann, ohne dass der Pumpe "im Keller" die Puste ausgeht. Man muss die benötigte Energiemenge ja auch transportieren können, und man kann nicht beliebige Wassermengen durch ein dünnes Rohr schicken, ohne dass es an allen Ecken anfängt zu pfeifen, oder die Pumpe kapituliert.

    Eine Heizungsanlage ist halt ein bisschen mehr als ein paar Meter Rohr und eine Gastherme.
     
  17. Andre D

    Andre D

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    Sind Regelstation und Festwertregler nicht nahezu das Gleiche?
    Habe auf jeden Fall schon an so eine aussentemperaturgeführte Geschichte mit eigener Pumpe gedacht. Und diese Station wäre autark und wäre nahezu ohne Nachteile?

    Zur Info:
    Rohrquerschnitt der FBH ist 16mm, Heizkreislänge siehe Klebestreifen auf Fotos, VA variiert zwischen 7,5cm (Badezimmer) und 12,5cm (Schlafzimmer). Maximale Fläche eines Kreises = 14qm
     
  18. R.B.

    R.B.

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    So ein Festwertregler wird auf eine feste Temperatur eingestellt. Üblicherweise variiert man jedoch die Heizwassertemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur.
    Beispiel: Bei einer FBH wird die Heizkurve so eingestellt, dass bei +10°C Außentemperatur die Vorlauftemperatur 25°C beträgt, bei -10°C AT jedoch 35°C.
    In Deinem Fall würde der Festwertregler beispielsweise auf 35°C gestellt und bliebe dort das ganze Jahr über. Die überschüssige Energie würde dann durch den Raumthermostat geregelt, der dann den FBH Kreis schließt und öffnet.

    Das klingt ordentlich. War aus dem obigen Bild so nicht zu entnehmen. Da sieht man nur einen Verteiler mit 7 Kreisen, das wären bei max. 14m2 pro Kreis ja nur 98m2 beheizte Fläche.
     
  19. Andre D

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    Mein EG ist genau 100m2 groß :bierchen:
    Zumindest in der Hinsicht scheint alles okay. Kleine Randnotiz: Die FBH habe ich geplant und verlegt und nicht die Firma :wow

    Ähm..., also..., eine einigermaßen gute Regelstation vor den Verteiler der FBH und man kann damit gut und ohne große Nachteile arbeiten?
    (Gegenüber einer klaren Auftrennung in 2 Heizkreise direkt an der Gasheizung)

    By the way: Suuuuper klasse, wie einem hier geholfen wird!!!! Danke an alle!!!:28::28::28:
     
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  21. R.B.

    R.B.

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    Dann schaust Du nach, welchen Volumenströme Du für die einzelnen Kreise berechnet hast, nimmst die Summe, und prüfst ob die Anbindung überhaupt funktionieren kann. Dabei kannst Du berücksichtigen, dass der Verteiler, oder die dann eingebaute Station, mit höherer Wassertemperatur angefahren wird.
     
  22. Andre D

    Andre D

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    Also alle Volumenströme addiert komme ich auf 400l/h.
    Wie ist das mit der erhöhten Wassertemperatur zu verstehen, in wie weit hat das einen Einfluss?
     
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