Einblasdämmung und Styropuraußendämmung nicht möglich

Diskutiere Einblasdämmung und Styropuraußendämmung nicht möglich im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Mal wieder komme ich mit Fragen. (bisher wart Ihr Klasse!):28: Es handelt sich um ein Haus eines Freundes. Das Haus war gestern noch von...

  1. Falko

    Falko

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    Mal wieder komme ich mit Fragen.
    (bisher wart Ihr Klasse!):28:

    Es handelt sich um ein Haus eines Freundes.

    Das Haus war gestern noch von 1930, aber wegen meiner Nachfrage, da es auf Granit gegründet wurde, erfuhr ich, dass es von 1730 ist.:yikes:winken

    Die Energiekosten bei ca. 160 m² Wohnfläche und ca. 560 m³ Volumen betrugen im letzten Jahr > 6.000 €.

    Also ein klassisches Beispiel für Sanierung.


    Dach, Dachgeschoss, Spitzboden, Zwischendecke usw. habe ich im Griff und keine Fragen.

    Denkmalschutz ist vorhanden aber außer der Fassade ist der Bestand nach dem Krieg modernisiert worden und daher freut sich das Denkmalamt, wenn hier im Stil etwas rückgebaut wird (Design).
    Geplant hatte ich bei einem 400 mm Mauerwerk eine Einblasdämmung mit Rigibead. Bei Baujahr 1930 ging ich von einer Luftschicht aus.
    Heute war ich da und habe in der Fuge ein paar Löcher gebohrt und mit einer Optik rein geschaut......... Mist, mehr oder weniger durchgängiges Mauerwerk. Luftschicht nicht vorhanden. Diese Dämmmöglichkeit ist nicht möglich.

    Fast 30 % der relevanten Außenmauern sind Fenster. Da kann man ja schon Einiges erreichen. Nur ich dachte und denke an eine weitere Dämmmöglichkeit von innen.
    50% der Außenmauern oder der ehemaligen Außenmauern interessiern kaum weil eine Giebelseite einen Anbau bekommen hat und eine Traufseite keinen Anspruch auf Denkmalschutz hat (mit Zement abgedichtet und nicht im sichtbaren Bereich). Für diese Traufseite habe ich Vorwanddämmung mit Styropor und Putz vorgesehen.

    Mir bleibt aber ein Problembereich von einer Giebel- und einer Traufseite.

    Dämmung von Innen war oder ist problembehaftet. Ich kenne da schlechte Ergebnisse mit Schimmelbildung aus der Sanierung. Nur ich habe keine Wahl.

    Ich denke, eine mit dem Mauerwerk fest verbundene Dämmung aus Jakodur o.Ä. oder "Wedi" mit anschließender geschlossener Putzschicht könnte ok sein. Ich bin aber hier nicht auf dem neuesten Stand der Technik.

    Daher bitte ich um Hilfe.

    Danke.:winken:winken:winken
     
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  3. Falko

    Falko

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    Ich war heute beim Baustoffhändler.

    Er empfahl Silikat Platten, die einen schlechten Dämmwert haben und extrem teuer sind.

    Und, wenn es sich mit dem Taupunkt rechnet, einfach eine gedämmte Innenschale mit Luftdichter Folie und 6 - 8 cm Dämmung 035. Da drauf OSB und Rigips oder Fermazell.

    Ich frage mich, wo der Taupunkt liegt, wenn die Mauer 40 cm massiv aus Rotstein und KS gemauert ist und raumseitig die Vorsatzschale angebracht wird.
    Alle Innenwände sind knochentrocken.
     
  4. Proffie

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    Hallo Falco.

    Der Taupunkt ist ja von so vielen Faktoren abhängig...
    so Pi mal Daumen gerechnet hat man bei 40 cm KS ziemlich trockene Wände bis etwa 75% Luftfeuchtigkeit wenn es draussen -10 Grad ist, um so wärmer, um so besser.
    Wenn allerdings 6 cm Wärmedämmung innenseitig davor kommen, liegt der Taupunkt bereits in der Dämmung. Da würde ich doch zu einer genauen Berechnung raten. --> Fachfirma.
     
  5. Falko

    Falko

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    Danke Proffie,

    das habe ich mir auch gedacht, nur noch nicht gerechnet.

    Ich wähle den anderen Weg.
    Die Fenster im EG nehmen mehr als 1/3 der EG Wandfläche ein. Ich wähle K07 'ner Glas.

    Aus Sicherheitsgründen werden die Heizungsrohre komplett Aufputz in einem Fußleistensystem verlegt und quasi rund um das EG verlegt. Somit ist der kälteste Bereich im Mauerwerk erwärmt.
    Im OG ist mit insgesamt 26mm 035er Glaswolle mit Installationsebene ausreichend gedämmt.
     
  6. Falko

    Falko

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    Ich hatte etwas Zeit und habe heute geplant und gerechnet:

    Haus, BJ. 1730
    Außenmauerwerk mit Rotstein außen und mit Vollstein und Bruchstein zu einer 40 er Wand gemauert. Keine Hohlschicht.
    An dieser Konstruktion finden keine Änderungen statt.

    Fenster zum Teil einfach oder doppelt verglast, 25 % mit alter Isolierverglasung, teils Holz. teils Kunststoff.

    Eingebaut werden nach ENEV und überwacht durch RAL Güteprüfung 6 Kammerfenster von ald** mit Wärmeschutzglas. (U-Wert 1.1)

    OG: Giebelfronten, Giebelseiten, Abseiten und Schrägen sowie die Decken sind aus verputztem Reet auf Schalung ohne Dämmung.

    Wandflächen werden mit zweifacher Dämmung mit innen liegender Folie SD> 100, also 200mm 035 und 60mm 035 aus KVH Latten und KVH Schalung verbaut. Fenster wie im EG.

    Die alte Gastherme bleibt vorübergehend vorhanden. Alle Heizkörper und die Thermostaten werden auf den neuesten Stand gebracht. Als Ring werden die Heizungsrohre um die ungedämmten Außenwände in einer dafür vorgesehenen Fußleiste als Vorwandmontage verbaut.

    Vorheriger Energieverbrauch (Gasverbrauch) > 6.000 €.
    Berechneter Gasverbrauch nach den Maßnahmen: eben über 2.000 €.

    Geplant ist, zwei Häuser, die nicht weit von einander weg stehen mit einer gemeinsamen Pellet - Heizung zu versehen. (daher verbleibt die alte Therme temporär)

    Gerechneter Verbrauch nach Ausführung der Heizung auf Pellets: < 1.800 €.

    Bei dem auszuführenden Blower-door Test erwarte ich einen Wert unter 0,8 aufgrund fachlich einwandfreiem Trockenbau und Fenstereinbau.



    Das zweite Haus ist neueren Baujahres (1962) und hat eine 8 cm Luftschicht im zweischaligen Mauerwerk. Da wird Einblasdämmung durch mich eingebracht und die Dämmung im gesamten Haus deutlich verbessert. Im Moment ist eine Ölheizung verbaut, die auf Gas umgestellt werden sollte. Jetzt sieht es so aus, dass beide Gebäude alternativ dezentral beheizt werden.


    PS.: Eine Frage habe ich.

    Die gedämmten Leitungen für unterirdischen Einbau von Vor und Rücklauf kenne ich aus den Bereichen Fernwärme. Die sind aber deutlich überdimensioniert. Was ist das Beste für ca. 50 m Abstand?
     
  7. bikasso

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    Hallo,

    es ist natürlich eine Frage des Aufwands den man sich machen will und natürlich auch eine Kostenfrage. Aber mir scheint hier eine Innendämmung mit Mineralschaumplatten durchaus sinnvoll zu sein. Bei vorschriftsmäßiger Verarbeitung spielt es überhaupt keine Rolle wo der Taupunkt liegt, da es ein hydrophiles System ist. Man kann das je nach Anspruch an die Oberfläche mit eingebettetem Gewebe überarbeiten oder mit Kalziumsilikatplatten bekleben. Die erforderliche Stärke muss vorher berechnet werden, was kein Problem ist.

    Gruß Werner
     
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  9. Falko

    Falko

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    moin Werner, danke für deinen Beitrag.

    Klar ist das möglich, rechnet sich aber nicht in der gesamten Energiebilanz. Meine genannten Möglichkeiten, wie Heizungsrohre in einer Fußleiste rings um das gesamte einschalige Mauerwerk von >40 cm verhindert, dass ein Taupunkt in oder auf der Wand (innen) entstehen kann. Wärmeverluste sind da eingeplant.
    Die von dir angesprochene Lösung würde sich nach 20 Jahren nicht rechnen.


    Und heute habe ich im OG die Schrägen und die Abseiten weggerissen und hatte freie Sicht auf die Dachhaut. Dabei ergaben sich neue Fragen:

    1. Ein Sparren, der Hauptsparren der den Dachstuhl als erstes Gebinde nach dem Krüppelwalm trägt, hat am unteren Ende massiven Holzwurmbefall und das Holz ist extrem trocken, hart und bricht in Segmenten bei Hammerschlag weg. Früher hätte ich Formalin (Formaldehyd) gegen den Holzwurm, sofern er noch da ist, angewandt. Ist aber nicht zeitgemäß. Tips?????

    2. Die Giebelwand hat folgenden Aufbau:
    Rotziegel im Verbund gemauert (24 cm) KS von 1730 11 cm, dann zweimal Heraklit 3 cm mit Styropur zwischen den zementgebundenen Fasern, dann Grauputz mit viel Kalk.


    Zu 1.: Ich mache morgen weiter auf und schaue mir den Verbund mit dem Deckenbalken an. Danach denke ich über sinnvolle Sanierung nach.

    Zu 2.: So lassen oder von innen auf das ganze Styropur (bisher trocken) noch eine weitere Schicht aufbringen und dann putzen?


    Danke an Alle.
     
  10. Dingo

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    Ist eine zentrale Pelletheizung noch effektiv, wenn 50m Entfernung zwischen den Objekten überbrückt werden müssen? Würde da eher an eine getrennte Anlage für jedes Haus denken. Stehe gerade vor einem vergleichbaren Problem und werde wohl meine "Rasenheizung" rückbauen.
     
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Einblasdämmung und Styropuraußendämmung nicht möglich

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