eine Frage zum Thema Ausbildung....

Diskutiere eine Frage zum Thema Ausbildung.... im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; hallo ihr lieben =) Zuerst einmal hallo an alle, ich bin neu hier, und mir gefällts gut =) :e_smiley_brille02: nun zu meiner Frage an alle...

  1. studi

    studi

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    hallo ihr lieben =)

    Zuerst einmal hallo an alle, ich bin neu hier, und mir gefällts gut =) :e_smiley_brille02:

    nun zu meiner Frage an alle Architekten/ Leute hier, die Architekten für sich versklavt haben ;-)

    Wie sucht ihr euch einen zukünftigen Mitarbeiter aus?
    Titel? (Diplom, Master, Bachelor) ? Uni oder FH?
    oder doch eher rein nach Leistung (vorgelegte Pläne, Erfahrung,...)
    Wie wichtig ist euch Weiterbildung in gewissen Gebieten?
    Z.B. Sanierung oder Denkmalpflege?

    Das interessiert mich alles, da ich selbst gerade noch in der Ausbildung stecke und natürlich für mich das Optimum erreichen möchte ^-^
    Denn wer will das nicht? :D

    Aktuell ist dieses Thema auch sehr wichtig für mich, weil ich überlege, meinen angestrebten Dipl.Ing Architektur (FH) Titel aufzugeben zugunsten eines berufsbegleitenden Studiums.
    Soll heissen, dass ich dann "NUR" noch einen Bachelor Abschluss machen würde, aber dafür schon 2 Jahre Büroluft und Erfahrung vorzeigen kann, wenn ich mit dem Studium abgeschlossen habe =)

    Ich habe das Gefühl, das ist mehr Wert als ein Dipl.Ing auf der Visitenkarte, oder? was meint ihr?

    Grüsse
    a.g. :winken
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 9. Februar 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Der Jung-Geselle...

    (Bachelor) entspricht vom Studienstand her wohl dem, was früher der cand.arch. war, also dem Vordiplom.
    Architekten gelten eh schon als die, die alles wissen, aber nichts richtig.
    Aber der cand.arch ist in der Beziehung die Quadratur des Kreises.
    Von allem mal was gehört, aber nichts richtig zu Ende gebracht, weil keine Vertiefungsrichtungen eingeschlagen wurden.
    Ich glaube nicht, das eine Jung-Geselle der Architektur für den Berufsweg irgendwas Wert sein kann.
    ****
    Master = ????
    ****
    Dipl.Ing ist wohl immer noch Voraussetzung für die Eintragung in Kammerlisten und damit die Bauvorlageberechtigung - das "Recht", Bauanträge unterschreiben zu können.
    ****
    Erstmal überlegen, was es später sein soll - ob das klappt, sei dahingestellt.
    Und DANN prüfen, was dafür mindestens an Abschluß notwendig ist.
    ****
    Meine Meinung: Was soll ich mit einem Bachelor.
    Da nehm ich mir lieber einen Lehrling (so daß denn ginge). Dem müßte ich auch alles beibringen, aber der meint nicht, mit seinem "Abschluß" wedeln zu können oder gar zu müssen.
    Master seh ich ähnlich.
    Einem Dipl.Ing müsste ich auch noch genug beibringen, aber da wären hoffentlich Grundlagen, auf denen ich aufbauen könnte.
    Aber nur MEINE Meinung.
    MfG
    PS : Zum Titel - egal welchem, gehört immer einen entsprechende Leistung - ohne hilft auch ein Prof.Titel nichts.
     
  4. tp17

    tp17

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    Master? Der Master-Grad müßte doch über kurz oder lang den Diplom-Grad verdrängen, oder nicht? Ist doch m.E. nur ein neuer Name.
     
  5. #4 Carden. Mark, 9. Februar 2007
    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    schaut mal über den Tellerand.
    Im Ausland (jedenfalls einigen Länder) läuft das schon lange so.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 9. Februar 2007
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Ja Mark...

    Bachelor und Master sind ja keine deutschen "Erfindungen", sondern abgekupfert.
    Das Problem ist aber, das man dem deutschen System in den Unis wie draussen diese Abschlüsse übergestülpt hat, ohne am Rest zu arbeiten.
    Ich habe im Verein (da wir Uni-Sport "mitbetreuen") regelmässig Kontakt zu Studenten aller möglicher Studienrichtungen.
    Und viele von denen sind nicht begeistert von diesem Abschlüssen, weil sie damit weder in Deutschland noch anderswo große Marktchancen sehen.
    MfG
     
  7. PG196

    PG196

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    zum Bachelor...

    ... ne kurze, wenn auch branchenfremde Anmerkung:

    Das Bachelor- / Master- System ist ein Ergebnis des Bologna-Prozesses, mithin auch der Vereinheitlichung des EU-Hochschulabschlusses. Die Diplome werden zunehmend durch die Master ersetzt, in den Geisteswissenschaften ist´s schon im vollen Gange, die B.Sc. (Bachelor of science) gibts auch schon - selbst bei den WiWi´s (Wirtschaftswissenschaftlern) wird schon umgestellt. Ich studiere selbst nochmal an der FernUni Hagen - Bachelor of Laws. Das nützt mir i. d. F. - außer dass ich viel nützliches lerne - erstmal gar nix. Erst wenn ich den Master draufsattel, bin ich wenigstens mit nem Dipl.-iur. vergleichbar (damit könnte ich mich an ausgewählten PräsenzUnis zum 1. Staatsex einschreiben). Da Hagen auf Wirtschaftsjuristen ausbildet, wollte ich eigentlich noch den Dipl.-Kfm. (da sich einiges doppelt) mitmachen... letzte Möglichkeit, sich dazu einzuschreiben, war Sommersemester 07 - zeitmäßig nicht realisierbar. Also bleibt mir dort momentan nur der B.Sc. Das ärgert mich:mad:
    Da alles noch in den Kinderschuhen steckt, wird meist an den Hochschulen erstmal auf den Bachelor ausgebildet und parallel dazu die Akkreditierung zum Master beantragt - das dauert so um die 2 Jahre.
    Abgesehen von der Regelstudienzeit des Bachelors (ca. 7-8 Vollzeit-Semester) meine ich, dass ein B. nicht einen Dipl. (oder wenn´s dann kommt, ´nen Master) ersetzt. Auch Bearbeitungszeit und -anspruch zwischen Bachelor- und Diplomarbeit ist sehr unterschiedlich (18 Wochen AFAIK ./. ein Semester). Und das Erlernen selbstständigen Arbeitens während dieser Zeit ist für den weiteren Berufsweg prägend.
    Um auf den Punkt zu kommen: wenn sich in meinem Büro ein Bachelor mit dem Zusatz "Praxiserfahrung" (was ja erst mal sehr positiv ist) bewirbt, würde ich ihm einen -selbstverständlich bezahlten- Praktikumsplatz anbieten und ihn an die Uni zurückschicken, den Master nachzuholen. Bachelor allein reicht für die komplizierten Abläufe am Bau nicht, zumindest nicht als Gleichwertigkeit zum Ing./Arch.
     
  8. #7 Torsten Stodenb, 10. Februar 2007
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    @Ralf: Bei Deinem Vergleich zwischen Bachelor/Master und Diplom meinst Du aber Uni, nicht FH, nehme ich an?

    @PG196: Wo gibt oder gab es denn einen Dipl.jur.? Meines Wissens gab es dort genau wie in den ganzen Geisteswissenschaften nur den Magister, der ja in vielen Studiengängen zugunsten des Diploms abgeschafft worden war, um eine höhere wissenschaftliche Qualifikation zu gewährleisten und gleichzeitig den Erwartungsdruck abzuschaffen, unbedingt gleich promovieren zu wollen. Da fallen mir ein: alle Naturwissenschaften, in der DDR auch Medizin (sehr sinnvoll, da die medizinischen Dissertationen sowieso oft nicht mehr viel wert sind), Technik, Sport, Wiwi, Soziologie, Psychologie, Pädagogik. Bestimmt habe ich ein paar vergessen.

    Und ob der Master dem Diplom das Wasser reichen kann, lässt sich wahrscheinlich nicht so eindeutig beantworten, zumal eben die Ausgangsbedingungen und Strukturen in Deutschland andere sind als in den Ländern, in denen der Master sich historisch entwickelt hatte. Vielleicht wird es die Zukunft zeigen.

    Aber es gibt ja eine klare Tendenz in Richtung besserer Praxisverwertbarkeit der Studieninhalte. Aber beim Bachelor reicht es wahrscheinlich nicht einmal zum guten Spezialisten (auf deutsch: "Fachidioten"). Deutschland ist allerdings in der Vergangenheit stark geworden durch die Leistungen seiner Wissenschaftler und Ingenieure, und eben die sehen heute viele in der Zukunft gefährdet. Eigentlich ist die Zeit wieder reif für eine neue 68er Bewegung, aber das wird wohl nichts. An den Hochschulen wird nicht mehr so viel gedacht, dazu kommen die Studis gar nicht mehr. Heute gibt es nur noch Druck durch zu schnell und unreflektiert durchgepaukten Stoff, so dass auch eher Konkurrenzdenken entsteht und vor allem Existenzangst. Schnell, schnell im Job unterkommen, egal, was bezahlt wird, tun, was verlangt wird. Der Rubel muss rollen - für die Aktionäre!

    Insgesamt sollten wir uns wehren gegen so manche Vereinheitlichungstendenzen, wie sie auch Brüssel durchzusetzen versucht. Vereinheitlichung bedeutet fast immer auch Verflachung. Noch weist unsere gymnasiale Ausbildung Überreste des v. Humboldtschen Ideals einer humanistischen Bildung auf. Noch heißt unser Abitur deshalb auch "Zeugnis der Reife". Weil Ausbildung mehr sein sollte als die Programmierung mit Fakten und Arbeitsmethoden. Neulich habe ich einen Schock erlitten, als jemand von der Schulausbildung in den USA sprach. Dort wird im wesentlichen auswendig gelernt, Denken wird kaum geschult. Und als Fach soll nur Englisch obligatorisch sein, alle anderen Fächer können frei gewählt oder eben umgangen werden. Wenn das stimmt, kann also jemand mit Englisch, Sport, Religion, Geschichte (was da in USA wohl gelehrt wird), Spanisch, Kunst, je nachdem, wieviele Fächer man belegen muss, durch's Schulleben kommen. Ich vermute aber, dass doch Mathematik auch obligatorisch ist, weil ich es mir nicht anders vorstellen kann.

    Ich bin etwas vom engeren Thema abgekommen, möchte mich aber eher nicht dafür entschuldigen.
     
  9. studi

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    na da gibts nun ja schon viele meinungen....

    das bachelor-master system kommt inzwischen unaufhaltsam (revolution in deutschland? heutzutage ne 68er bewegung? deutschland ist inzwischen unfähig zum widerstand und nimmt alles hin wies ist, höchstens begleitet von ein paar nörgeleien.)

    bis vor kurzem habe ich aber auch so gedacht wie ihr....ich war stolz noch mein diplom machen zu dürfen und nicht nur so einen wertlosen bachelor...
    und dann komm ich hier in die schweiz, in ein tolles büro, und sehe einfach, was alle anderen praktikanten schon können, und das obwohl die schweiz schon ein paar jahre (extra wegen der eu) auf das bachelor system umgestellt hat.
    selbst die eidgenössische technische hochschule, der ganze stolz des landes hier, an dem professoren wie kollhoff oder deplaces lehren, führt gerade das bachelor system ein.

    aber alles neue ist ja erstmal schlecht....

    nachdem ich nun meine "angst" vor dem bachelor überwunden habe, und mich intensiv mit dem thema auseinandergesetzt habe, sehe ich alles gar nicht mehr so schwarz.

    das hauptargument, der bachelor dauert nur 6 semester und somit wird man nicht kammerfähig, gilt nur begrenzt. ein paar einzelne hochschulen in deutschland kämpfen dafür, den bachelor auf 8 semester auszuweiten und kommen damit auch durch. wer also dann noch einen 6 semestrigen bachelor macht, ist selbst schuld :D

    ich zumindest bin inzwischen echt enttäuscht von meiner bisherigen fachhochschule, obwohl sie nicht den schlechtesten ruf hat.
    hier im büro lerne ich dinge, die werden uns von der fachhochschule fast schon "vertuscht" habe ich das gefühl. nach dem motto das brauchen wir euch nicht beizubringen, davon erfahrt ihr schon früh genug von alleine.
    was soll das? ich kann nicht nach dem studium ein diplom in der tasche haben, ohne jemals ein lv erstellt zu haben, oder?

    und hier in der schweiz habe ich so eine andere stimmung kennen gelernt.
    dieses ewige geheule und gejammere in deutschland, à la "ihr studiert euch in die arbeitslosigkeit" und "es wird doch heutzutage nichts mehr gebaut" das gibt es hier einfach nicht! die schweizer machen das beste aus ihrer situation und sehen alles optimistischer.
    was noch ein für mich sehr persönlicher punkt ist: sie legen noch wert auf denkmalpflege, und wissen was diese wert ist und geben dementsprechend bereitwillig ihr geld dafür aus. in deutschland ist es das schlimmste, wenn ein haus unter denkmalpflege gestellt wird, weil das bedeutet ja nur einschränkungen der eigenen freiheit und könnte eventuell geld kosten.
    geiz ist ja bekanntlich geil.
    ein spruch, bei dem einem schweizer gerade schlecht wird. und mir ehrlich gesagt auch.

    deswegen seh ich es im moment für mich echt den besten weg darin: scheiss aufs diplom, geh arbeiten, lern dort vieles (in der schweiz ist praktikantenbetreuung und förderung ehrensache, nix von wegen kaffeekochen und plänefalten) und mache meinen bachelor nebenbei.
    ich sehe kaum qualitätsunterschiede zu so manchem diplomanten. wie ihr selbst sagt, einen wichtigen teil macht das selbststudium aus.
    ich arbeite hier an millionenprojekten mit, und zwar als vollwertiges teammitglied (das natürlich noch nicht alles wissen kann mit lediglich einem vordiplom in der tasche) aber was ich nicht kann wird mir beigebracht.

    an der fh in deutschland würde ich nur wieder demotivierten schlecht gelaunten professoren begegnen, die kaum bock haben uns was beizubringen.
    darauf kann ich verzichten.

    danke für eure meinungen und sorry für den langen text. aber ich hab mich glaub ich entschieden: ich bleibe in der schweiz und in meinem büro, und mache eben "Nur" den bachelor, eventuell ja noch später einen master.

    lg

    ps: vielleicht noch zwei kleine statements zum schluss:

    1. unserem sogenannten cad-professor mussten wir eines tages zeigen, wie man einen pc ins stand-by fährt. er wusste das nicht. daraus könnt ihr euch nun sicher sein wissen in punkto cad herleiten.............
    2. mir haben bisher schon mind. zwei architekten gesagt, wenn sie eine bewerbung bekommen, werfen sie die seiten mit den zeugnissen gerade in den aktenvernichter, weil das für sie nicht zählt. sie versuchen im bewerbungsgespräch, allein anhand der vorgelegten pläne (berufliche fähigkeiten) und ganz wichtig....anhand des funkelns in den augen des bewerbers, wenn er von architektur redet...leute die mit herz dabei sind, arbeiten meiner meinung nach sicher besser als solche, die siche zu den höchsten titeln "gequält" haben.....
     
  10. susannede

    susannede

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    Hi a.g.

    gehöre auch den Versklavten an...und dies seit über 15 Jahren.:D

    Bin jetzt im 3. Büro tätig ( 5 / 10 Jahre / 5 Monate) und habe mich nie beworben, sondern bin immer "headgehunted" mitgenommen worden.
    Weiß also ehrlich nicht, was ich mit meinen Zeugnissen, meinem Uni-A-Diplom, meinem Kammereintrag und sonstigem Zettelwerk soll, da das noch nie einer auch nur sekundenweise sehen wollte. Vorstellungsgespräch, was is das...? Maximal Gespräch, wieviel Kohle.:yikes

    Aus meiner Erfahrung isses egal, was auf den Zetteln steht, da sowieso nur die Praxis und das Erfahrungsammeln was bringen, und der eigene "Ruf", der sich daraus ergibt (die Welt ist eben doch klein).

    In meinem alten Büro wurden schwierigste Bauaufgaben von Azubis, Studis und Fachhochschulfrischlingen bearbeitet und genauso an die Wand gefahren, wie von älteren all-day-Käfighühnern (solchen, die ihr Leben lang das Büro nie verlassen und nur "Zeichentrick" malen = bunte Bildchen am PC).:irre

    Da scherte es keinen von den Chefs, wenn in Schnitten von GK-Wänden die CW-Profile waagerecht in den Wänden waren. Ja, den Knauf-Ordner schön durchgeblättert, aber leider nix kapiert. Noch nie den Bau einer GK-Wand live gesehen. Und das war nur ein ganz ganz harmloser "Patzer".
    Ob die daheim ein Bild aufgehängt bekommen?:shades

    Mein Rat wäre daher, schnellstmöglich nix wie raus in die Praxis und zusehen, dass Du viel auf Baustelle bist. Hat allerdings den Nachteil, dass frau schnell zur Bausau degeneriert. Ich stelle immer mehr fest, entweder wird man Freiland-Huhn oder Legebatterie-Huhn. Was dazwischen kennen die Herren Sklavenhalter nich.:motz

    Will frau was dazwischen sein, muss frau sich das erkämpfen.

    Grüße!

    Susanne
     
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  12. PG196

    PG196

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    Aber, um aufs Thema zurückzukommen - es scheint ja schauderlich zu sein, wie an manchen Hochschulen ausgebildet wird, da kann ich den Frust schon verstehen. Meine bisherigen Praktikanten (TU bzw. HTW Dresden) waren eigentlich immer "gut drauf". Natürlich erwarte ich nicht, dass sie ein LV selbst erstellen können (meine Versicherung würde mich erschlagen), sowas muss wachsen, auch nicht, dass sie Rahmen über die Steifigkeitsverhältnisse aufteilen können - das weiterzubringen sind "wir Alten" doch da. Ich hab´s allerdings am Anfang des eigenen Berufslebens schon gehabt, dass ich an den PC geworfen wurde und Tragwerke mit FEM berechnen sollte... Glücklicherweise hatte ich das nebenher im Studium freiwillig gelernt.
    Liebe studi, vielleicht ist es auch wert, einen Gedanken daran zu verschwenden, nach dem Bachelor die Hochschule zu wechseln (ist das möglich, sich in der Schweiz einzuschreiben?) und neben der Arbeit Richtung Master zu marschieren? Ich mein ja nicht, dass alles Neue schlecht ist - aber den Master sollte man schon anstreben. Früher gabs ja auch schon mal den Baumeister;)
     
  13. butterbär

    butterbär

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    es soll architekten geben, die arbeiten mit kanpp 40 noch als praktikant in diversen büros und "schnuppern" büroluft.

    wenn du noch kannst... lern was vernünftiges. architekten braucht bald keiner mehr und das anspruchsdenken der leute geht in eine völlig andere richtung. bestenfalls wird gute architektur noch so mitgenommen, wenn irgend so ein motivierter trottel das für lau mitmacht. es gibt heute zwei varianten die möglich sind:

    unterbezahlter depp für alles oder überqualifizierter bauzeichner.

    nein... ich kann dir nicht wirklich ernsthaft empfehlen architektin zu werden.
     
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