Einige Fragen zu Vorwandverkleidungen im Bad

Diskutiere Einige Fragen zu Vorwandverkleidungen im Bad im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Das Hauptproblem ist zunächst einmal die Verkleidung der Installationsrohre an einer Wand. In einer Ecke geht das große 100er Fallrohr runter,...

  1. #1 Patty, 20. März 2007
    Zuletzt bearbeitet: 20. März 2007
    Patty

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    Das Hauptproblem ist zunächst einmal die Verkleidung der Installationsrohre an einer Wand. In einer Ecke geht das große 100er Fallrohr runter, links daneben die Rohre für WW, Heizung & Co. Diese sollen durch eine Metallständerwand verkleidet werden, so knapp wie möglich an das 100er Rohr. Um keinen Platz zu verschenken, wohl mit 50er Profilen.

    Problem 1: Die Steigrohre liegen dort auf dem Boden, wo die Zwischenwand hinkäme, auch das Abflußrohr von der Wanne geht quer dort her. Die Ständerwand könnte also nur auf dem Estrich befestigt werden, nicht auf dem Rohfußboden. Hier ist des öfteren zu lesen, das dies nicht die Optimallösung ist, ich sehe aber keine andere Möglichkeit. Wir reden hier übrigens von Holzrahmenbau, der Rohfußboden besteht also nur aus Span- bzw. MDF-Platte. Kann ich das so machen oder ist das grober Pfusch??

    Problem 2: Ich habe relativ wenig Platz für die Dusche, sowohl in Breite als auch Länge, die direkt an diese Ständerwand kommt. Ist eine Doppelbeplankung zwingend notwendig? Die 12,5mm mehr sind zwar nicht viel, könnten aber entscheidend werden. Andererseits, wenn die Wand eh schon auf dem Estrich stehen muß, denke ich mir, muß ich die Doppelbeplankung machen, um die nötige Verwindungssteifigkeit zu bekommen. Kann ich im übrigen statt doppelt Fermacell auch wie im Rest des Hauses erst OSB, dann Fermacell auf die Metallständer schrauben oder geht nur zwingend Fermacell doppelt? Hat das wohl was mit der Längenausdehnung zu tun, das auf Metallständern nirgends Holz als Alternative vorgeschlagen wird in den diversen Anleitungen, die auf den Herstellerseiten zu lesen sind?
    Muß noch eine Folie auf die Metallständer??

    Neben der Dusche steht das WC, dazwischen soll eine weitere Metallständerwand, sozusagen als Duschkabine. Diese soll nicht deckenhoch, sondern nur etwa 2m hoch werden, damit es nicht zu dunkel wird und damit sich oben an der Decke nicht die Feuchtigkeit staut. Diese Wand kann ebenfalls nicht auf dem Rohfußboden befestigt werden, dort gehen auch Wasserleitungen über den Boden, muß auch auf den Estrich. Welches Profil nehme ich dann am besten, um eine vernünftige Stabilität zu erreichen? 50 wird dann wohl zuwenig sein? 75 oder muß es 100 sein? Doppelte Beplankung wieder Pflicht? Es werden beide Seiten verfliest. Sollte Dämmung rein? Folie? Könnte man z.B. bei Doppelbeplankung zwischen die beiden Schichten machen und erscheint mir besser, als wenn die Wand von innen feucht wird oder kann man das aufgrund der Verfliesung vernachlässigen?
     
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  3. Peeder

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    hallo

    zu 1
    Auf dem Rohboden wäre schon besser, Das U-Profil ausklinken, auch wenn die Achsabstände ( CW ) veringert werden.

    zu 2 doppelte Beplankung ist nicht zwingend, aber der Achabstand der Profile muss verkleinert werden. Min. 50 cm besser halber Abstand wie bei doppelter Beplankung. ( 31,25 )
    In verbindung OSB und Fermacell sehe ich überhaupt kein Problem, die Stösse sollten versetz sein.


    Freistehende Wand am besten mit CW 75, 2 x beplanken, wenn diese nicht länger ist als 1-1,5 m kein Problem.

    Eine Folie ist nicht notwendig, Dämmung ? nein, warum ???
    dann ist was falsch gelaufen!
    Die Abdichtung der Dusche innen nicht vergessenen, siehe

    hier


    Peeder
     
  4. Patty

    Patty

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    Wäre schon besser oder zwingend erforderlich?? Weil mit Ausklinken isses da nicht getan, die Wand wird etwa 60cm breit und die Rohre liegen im Bereich der Bodenbefestigung etwa 40-50cm breit. Hab ich jetzt auf den cm nicht genau im Kopf, läßt aber keinen Platz mehr fürs Ausklinken. Wenn müßte der Installateur seine Leitungen komplett umlegen. Vielleicht mach ich nachher mal ein Foto, dann kann man sich das besser vorstellen.
    Die Außenbeplankung der Wand soll etwa 140mm von der bestehenden Außenwand entfernt sein. Wenn ich 100er Profil nehme, könnte ich die 40mm dahinter noch mit Holz unterfüttern, sodaß ich die Profile auch noch an der Außenwand befestigen könnte, also wäre sie dann sozusagen auch auf der Rückseite beplankt. Hoffe Du verstehst was ich meine. Bringt das was oder soll ich auf die Unterfütterung verzichten??

    OK, mit dem kleineren Abstand der Profile hatte ich auch schon geliebäugelt, wußte aber nicht ob das "regelkonform" ist.

    Der Gedanke mit dem OSB kam daher, das sich eine Gipswand im Feuchtebereich evtl. mal verziehen könnte -vielleicht bin ich da auch zu ängstlich- und die OSB-Platte eine gute, stabile Auflage gibt.

    Die freistehende Wand wird ~75cm in den Raum hineinragen und an Außenwand und Estrich befestigt werden können. Meinst Du 75er 2-seitig mit einer Platte oder doppelt, also 2x2 Platten?? Dann wäre ich schon wieder bei 125mm, hatte gehofft das es sich mit 100mm ausgeht.

    Zwischen die beiden Wände soll dann die 90x75cm Duschwanne. Wunder Dich nicht über die verschieden langen Wände (1x60, 1x75), das hat seinen Sinn, ist aber schwer zu erklären. Hinterher sind es jedenfalls auf beiden Seiten 75cm.

    Die Abdichtung macht mir sowieso schon Kopfzerbrechen, Dein Link unterstützt das ganze noch. Klingt mir alles sehr kompliziert. Mein Installateuer wollte Wanne und Dusche direkt auf den Holzboden stellen, hab mir schon gedacht, das da noch einiges beachtet werden muß. Das mit der Dusche geht so eigentlich eh nicht mehr, da hinten das große 100er Rohr parallel zur Wand läuft und die Duschwanne da drüber muß. Von daher wollte ich den Estrich nur im Bereich des Abflusses aussparen, die Duschwanne dann aber erst auf den Estrich. Eine besondere Abdichtung muß dann wohl trotzdem erfolgen, aber zumindest läuft nichts an der Duschwanne vorbei direkt auf den Holzboden, wenn eine Fuge undicht werden sollte.
    Die Badewanne sollte aber lieber nicht auf den Estrich, erstens wegen der zusätzlichen Bauhöhe, aber auch weil mir die Belastung des Estrichs mit einer größeren Wanne voller Wasser und unter Umständen 2 Personen darin, zuviel erscheint. Die Trittschalldämmung drückt sich mit der Zeit zusammen, Wanne sackt ab, usw. Aber wie bereite ich den Rohfußboden dann vor? Hat das noch Zeit bis nach Estrichlegung oder muß da jetzt schon was geschehen?

    Fragen über Fragen, ich weiß..
    Bin wirklich ziemlich nervös diese Woche, weil ich es ziemlich perfekt haben möchte und nicht einfach die Wanne aufs nackte Holz stellen will, nur weil andere es auch so gemacht haben und bisher keine Probleme hatten. Deren Häuser stehen aber auch erst weniger als 2 Jahre, sodaß da gar keine Langzeitauskunft möglich ist.
     
  5. Peeder

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    Die Vorsatzschale kann auch auf den Estrich stehen, ist oft in der praxis so, das der Estrichleger zu schnell war, oder wir zu langsam :sleeping -- nee oft falsch geplant. In der Praxis versuchen wir den Sanitör zum Verlegen der Rohre zu bewegen , scheitert aber oft an der Bauleitung, Zeitdruck. Nach möglichkeit ist ein unterfüttern sinnvoll, damit wenigstens an ein paar punkten die Last abgetragen wird.

    Bei der freien Wand, bei den längen geht auch 50 Profil. Lass das Holz da raus, mit zwei beplankungen wird das genau so stabil ( GKBI oder Fermacell )

    Die Wandseiten, die mit spritzwasser direkt in Berührung kommen, sollten auch trotz Fliesen vorbehandelt werden.

    Kollegen Fliesenleger und Co sind hier gefragt, ......

    auch hier nicht mein Gebiet :confused: , wir sind immer schon weg, wenn die Wanne kommt :lock

    Peeder
     
  6. Patty

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    So, Entscheidung gefallen. Werden jetzt doch vom Rohfußboden her arbeiten. Dadurch zwar jetzt wieder Zeit verloren, das hätte ich ja schon vor 2 Wochen regeln können, aber naja, jetzt auch egal.

    Werden an den Stellen wo die vielen Leitungen den Weg versperren, die Land -wie Du´s glaub ich auch meintest- mit ein paar Stützen abfangen. An der Wand ist sie ja eh nochmal befestigt.

    Muß jetzt an jede berührende Stelle dieses Filzband drunter, an Wand, Decke und Boden?? Nein, oder?? Das braucht man hoffentlich nur wenn man die Wand auf den Estrich stellt? Das kostet ja soviel wie ´ne ganze Roh-Ständerwand.

    Du weißt sicherlich hoffentlich wie weit diese Plastikstopfen aus der Verkleidung schauen müssen?? Mein Installateur ist zu allem Überfluß nämlich diese Woche nicht erreichbar. Werden die Löcher dort noch irgendwie abgedichtet?
     
  7. Peeder

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    Hat mehr was mit Schallschutz zu tun, also nicht unbedingt. ( Trennband 70 mm breite 30 mtr.Rolle kostet ca 6 € )

    links und rechts davon je ein Profil, die Wand abfangen, geht nicht.
    Die Vorsatzschale wird nur an der Wand gestützt, z.B. mit einen Profil oder GK Streifen.
    Die GK Platten nicht auf die Rohre stellen, ein paar cm Platz lassen.
    Zusätzlich mit Pu-Schaum ausfüllen schadet nicht.

    reicht von bündig mit der UK bis ein paar Zenti zurück. ( so finden wir es immer vor )
    Fachgebiet Sanitör --- :28:

    Peeder
     
  8. Patty

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    Ja, muß Dich leider weiter nerven...

    Hab auch nicht ganz verstanden was Du meinst.
    Die 75cm lange Zwischenwand würde an 3 Stellen von unten gestützt und verschraubt und natürlich an der Wand verschraubt. Oben könnte ich noch eine Strebe zur Außenwand machen, so wie das bei Duschkabinen der Fall ist, um zusätzliche Stabilität zu schaffen.

    Die Verkleidungswand der Rohre an der Außenwand würde wieder unten an mehreren Punkten mittels Holzklötzen gestützt und rechts, links und oben verschraubt.
    Die halbhohe Verkleidungswand des Waschtischs nicht am Boden verschrauben oder wie meinst Du das?
    Hatte jetzt eigentlich vor beim WT 100er CW direkt an die Wand zu schrauben und unten auf den Boden. So würde ich mir ein doppeltes Ständerwerk sparen und vom Abstand zur Wand käme das wohl hin.

    Mit was verschraub ich die Profile? Es ist ja von Dübeln mit 35er Schraube die Rede, aber in meinen Holzboden und in die Seitenwände kann ich doch direkt mit Holzschrauben schrauben?? Oder nicht? Habe jetzt mal ein paar 6x40er Holzschrauben m. 6-Kant gekauft. Normale Spanplatten Schrauben mit Torx gibts in so kurz nirgends.
    Muß schon sagen, die Anleitungen bei den Herstellern sind schon sehr dürftig. Das hatte ich mir einfacher vorgestellt. Da war der ganze Rest des Hausaufbau ja einfacher. Naja, Du wirst denken, nicht umsonst braucht man Erfahrung für den Trockenbau und hast auch recht!

    Jetzt könnte der Estrich rein und ich komm nicht aus den Schuhen.

    Noch mehr Fragen: Muß ich zwingend die Schrauben mit Bohrspitze nehmen? Sind hier überall ausverkauft oder von vornherein nicht im Sortiment. Bei den normalen muß ich dann vorbohren oder wie läuft das?

    Um ein Geberit-WC-Element ein Ständerwerk bauen und nur dort verschrauben oder die Fermacell-Platten am Geberit-Element selbst auch?
     
  9. Ropi

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    Hallo Patty,

    die Schrauben gehen auch ohne Bohrspitze. Ist halt was muehsamer beim Schrauben. Etwas fester druecken und irgendwann sind die auch drin. Ich hatte auch beide Sorten (da die mit Bohrspitze ausverkaut waren). Die mit Bohrspitze waren deutlich leichter zu verarbeiten, aber vorgebohrt habe ich nur bei Aussteifungsprofilen :D

    Gruss,
    Ropi
     
  10. #9 Peeder, 11. April 2007
    Zuletzt bearbeitet: 11. April 2007
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    Schnellbauschrauben, - mit Nadelspitze, und wie der Name schon sagt - Schnell-schrauben. bis 0,7 mm Blech .
    beim zu langsamen eindrehen bricht die spitze ab, aber mit 2800-4000 jagt die ins blech wie nix .
    Im 0,7 Blech haben SBS mit Bohrspitze nix zu suchen, da die Bohrspitze breiter ist, als der Kerndurchmesser.
    Die kann man aus dem 0,7 mit den Fingern wieder rausdrehen. Nicht zulässig !!

    Peeder

    Trockenbautragständer- Profile seitwärts mit der Tragständern verschrauben, (Blechschrauben mit Bohrspitze ) in den Querstreben 2 x mit dem Gips oder Ferm. verschrauben , SBS mit Bohrspitze oder vorbohren, aber nich den Wasserkasten oder rohre treffen :D

    Peeder
     
  11. #10 Achim Kaiser, 11. April 2007
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    Hmmmm....

    Sorry, wenn ich die Meinung vertrete dass nachträgliche Verkleidungen von Installationsbereichen im Trockenbau mit C-Profilen in der Regel in einem einzigen Chaos und Gekrampfe enden, wenn nicht *vorher* schon bei den Installationen entsprechende Maßnahmen getroffen wurden.

    Der Verkleider - obs nun der Bauherr in Eigenleistung oder eine Trockenbaufirma ist - wird an fast jeder Ecke genötigt irgend eine lauwarme Lösung *zurechtzubasteln* die zu 95% in nem fragwürdigen Stückwerk endet.

    Wenn Trockenbau - warum nicht mit System ?

    Egal ob hier Vorwandsysteme von den Sanitärherstellern zum Einsatz kommen wie Geberit, Tece, Viega oder Mepa oder Systeme der Trockenbauhersteller wie z.B. Knauff oder ähnliches mit passenden Elementen die auch für einen vernünftigen Lastabtrag der Sanitärelemente sorgen .... es muss *vorher* das Konzept stehen und die passenden Einbauen müssen vorhanden sein, dann funtionierts auch vernünftig mit den Trockenbauverkleidungen.

    Nun hängen die Leitungen irgendwie im Gelände, die Trageelemente sind wohl wie üblich zum einmauern gedacht und *jetzt* soll das Gewürge mit ner Gipskartonplatte zugefummelt werden....und die Lösung soll die nächsten 20 Jahre halten ??....ich hab da einfach so meine Zweifel ... dafür hab ich schon zu oft nach 5 bis 20 Jahren genau solche Konstruktionen wieder rausgerissen und mit nem heftigen Aufwand umgebaut, weil die Wandkonstruktion z.B. im Bereich des WC´s mit samt den Fließen einfach weggebrochen ist.

    Ich werds nie verstehen wie man *so* bauen kann, dass an jedem Eck Profile ausgeklinkt werden müssen, Holzklötzchengefummel notwendig ist und dort wo Halteprofile notwendig sind Rohrleitungen verlaufen....

    Eine Waschtischbefestigung hat 200 Kilo zu halten, eine WC-Befestigung muss 400 Kilo Belastung vertragen .... wie soll in einer solchen Fummelkonstuktion der Lastabtrag ins Bauwerk funktionieren ??

    Vernünftige Konstruktionsvorschläge finden sich auf den Seiten der genannten Hersteller, nur um mal aufzuzeigen wies eigentlich gemacht gehört.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  12. Patty

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    OK, Danke euch, das mit den Schrauben hat mich zumindest schonmal vor einer Dummheit bewahrt.

    Für mich wäre jetzt noch interessant:
    - Soll ich erst die freistehende Zwischenwand komplett beplanken und daran das Ständerwerk fürs Geberit anschrauben oder erst das komplette Ständerwerk aufstellen und dann beplanken? Version 1 scheint mir etwas stabiler, weil alle Ständer komplett beplankt sind.
    - Mit was verschraubt man bei Version 2 die Ständer miteinander? Blechschrauben welcher Stärke und wieviel?
    - Mit welchen Schrauben die UW-Profile auf dem 22mm-Holzboden verschrauben? Kann ich die 6x40er m. 6-Kant dafür nehmen?
    - Mit welchen Schrauben die CW-Profile an die Wand (bestehend aus 12,5 Fermacell & 12 OSB) schrauben? Auch solche dicken?
    - Mit welchen Schrauben die Profile an die Decke schrauben? Da sind ja nur die 12,5er Fermacellplatten. Hätte jetzt mal so spontan gedacht, Schnellbauschrauben könnten dafür gut gehen. Muß ja irgendwas kurzes sein, was darin gut hält. Oder irgendwelche Spezialdübel verwenden?

    @Achim Kaiser: Dafür ebenfalls Danke, in gewisser Art und Weise seh ich das ja genauso. Allerdings ist manches wohl etwas mißverständlich rübergekommen. Ich habe da keine Bastelbude am Start. Es ist ein originales Geberit-Trockenbau-WC-Element verbaut worden und der WT wird ein richtiger Tisch mit Aufsatzbecken, es muß also keine Last an der Wand abgetragen werden. Deswegen haben wir da auch auf die Geberit-WT-Elemente verzichtet. Mein "Problem" liegt also hauptsächlich in der Verkleidung der Steigleitungen und des Abflußrohrs, weil diese auch nur an dieser Stelle möglich waren, aber nunmal von dort längs durch ganze Zimmer müssen.
    Diese eine Zwischenwand, die ebenfalls auf Leitungen trifft war vorher so nicht geplant. Als ich mich dazu entschloß, lagen die Leitungen schon. Vorher sollte da eine ganz normale Duschkabine hin.
     
  13. Peeder

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    @Achim

    Das ist mal endlich das, was ein Trockenbauer gerne hört.
    Die Abhandlung darüber würde Seiten füllen, und bei @Patty nur noch mehr verwirrung stiften.
    Jede Vorsatzschale im Bereich Sanitär ist immer wieder eine Herausforderung, so blöd es klingt.
    Die Herstellersysteme sind auf Standart zugeschnitten, aber egal ob nun ein WC Kern in einem Bürogeäude, oder die Vorsatzschale im Gäste WC, ohne vernünftige Planung nur ein gebastel.
    Gruselfotos habe ich zur genüge, aber nun mal zu dem Problem.

    Um es mal einfach zu erklären, beschreibe ich mal den Aufbau mit ein paar Worten.
    1. Umlaufend werden die Grundprofile angebracht, wobei das U-Profil am Boden das wichtigste ist.
    2. Die Tragständer werden in das U-Profil eingesetzt, am Boden befestigt, die C Profile re u.li an diesen befestigt.
    Ist es nicht möglich, eine befestigung der Tragständer an die Rückseitige Wand zu erstellen, so sind die C Profile zu verstärken oder ein UA 2 Profil benutzen.
    3. Der Sanitör schliesst die Leitungen an, kann hinter den Ständern oder durch die Ständer fahren.( ein 50er Abfluss kann durch ein CW 75 geführt werden)
    Nach dem einstellen der Befestigungen/ Anschlüsse und dem Abdrücken der Leitungen wird beplankt. Dabei beachten, das die zweite Lage stossversetzt ist. ( mind. um ein Profil ) Evt. Dämmung wegen Schallschutz nicht vergessen.
    Schrauben- bei Fermacell die Schrauben für Gipsfaserplatten verwenden, die haben einen Fräskopf, grösse für die erste Lage 3,5(3,9) x 25 , die zweite 3,5 ( 3,9 ) x 35 bei 12,5 mm Platten
    das war die erste Frage --
    - Ständer werden nicht miteinander verschraubt - nur mit den Tragständern , 4,5 x 16 mit Bohrspitze Flachkopf, es genügen 2-3 stück je seite.
    - CW an Wand - Dämmstreifen aufs Profil Kleben - zusätzlich Acryl drauf, und mit SBS 3,5 x 35 oder 45 im Abstand von 20 cm einschrauben.
    - UW Decke analog - 3,9 x 25 ( man kann auch PU-Kleber statt Acryl verwenden ) dabei die Schrauben etwas schräg einschrauben.
    Da die Decke nur aus einlagiger Ferma besteht, ist die Wand an der Wand mit Knaggen ( GK Streifen ca 30 cm oder Profilen ) abzustützen.

    iss doch ganz einfach :biggthumpup: :biggthumpup:

    Peeder
     
  14. Patty

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    Noch ´ne Frage, bin mittlerweile aber schon ganz gut vorwärts gekommen, obwohl ich nur 2x ein paar Stunden Zeit hatte.

    Bringts was die Schmalseiten, also sozusagen den äußeren Rahmen der freistehenden Zwischenwand auch doppelt zu beplanken??
     
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    nee, nicht unbedingt, bringt nur bei Schallschutz und Brandschutz ( zwingende Beplankung ) was.

    Peeder
     
  17. #15 kleinerolli75, 31. Juli 2011
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    Hallo zusammen,

    ich hätte wohl mal eher diesen Beitrag lesen sollen, dann .... nun ja.
    Der Installateur hat sich die Trockenbaukonstruktion im Gäste-WC angesehen und festgestellt, dass wir die Gipskartonplatten nicht mit dem Geberitkasten verschraubt haben.
    Nun hat er die Doppelbeplankung (2x 12,5mm) unten abgeschnitten, die Platten fixiert und eine 25mm Platte von Geberit angeschraubt. Nun stelle ich fest, dass die neue Platte 4-5mm zurücksteht.
    Ich wollte in dem Gäste WC die Wand lediglich verspachteln und streichen.
    Mit der Konstruktion habe ich aber eher das Gefühl, dass die Platten das Gewicht nicht halten und brechen.

    Muss ich die Platten wieder lösen und neu installieren?

    [​IMG]
     
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