Einsatzmöglichkeiten Holz von Laubbäumen

Diskutiere Einsatzmöglichkeiten Holz von Laubbäumen im Dach Forum im Bereich Neubau; In einem dpa-Artikel in der lokalen Tageszeitung wird der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände Philipp Freiherr zu...

  1. #1 Murphyslaw, 18. Mai 2013
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    In einem dpa-Artikel in der lokalen Tageszeitung wird der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände Philipp Freiherr zu Guttenberg mit folgender Aussage zu Holz von Laubbäumen zitiert: "Man kann daraus keinen Dachstuhl machen. Für den klassischen Holzbau ist es aus physikalischen Gründen ungeeignet." Ich würde (ohne praktischen Hintergrund) gerne verstehen warum dies so ist.
     
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    Du kannst aus Eiche wunderbar Dachstühle machen, Robinie wohl auch. Aber andere Laubbäume haben andere Tragfähigkeiten, Da kann es sein, das die einfach nicht stabil genug gegen Durchbiegung etc sind...
     
  4. #3 ars vivendi, 18. Mai 2013
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    Es gibt immer Holz welches nicht für den Bau von statisch relevanten Teilen geeignet ist, Laubholz hier kategorisch auszuschliessen ist aber auch Quatsch. Sicher spielt auch der oft höhere Preis von geeignetem Laubholz sowie das je nach Holzart höhere Gewicht auch eine Rolle. Pappel als Laubholz dürfte wohl zb genau so wenig geeignet sein wie Weymouth Kiefer als Nadelholz.
    Schlussendlich ist es so das Fichte und Kiefer den meisten Bauholzertrag bringen und für den Holzmarkt unverzichtbar sind.
     
  5. mls

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    wieder mal ein präsident, der lötzinnt ..
     
  6. #5 Anfauglir, 18. Mai 2013
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    Man kann und man macht. Aber sicher (zumindest hier) nicht im großen Stil.


    Wichtig sind im Wesentlichen

    - Verhältnis aus Tragfähigkeit und Eigengewicht
    -ausreichende Dauerhaftigkeit für den Einbauort, evtl. ungewünschte Inhaltsstoffe
    -Standverhalten, Trocknungsverhalten (Drehen, Reissen etc.)
    -Bearbeitbarkeit
    -Wuchs (Form und Leistung), Verfügbarkeit (durch Ausrichtung von Forst und Handel)

    Ich würde den Satz umformulieren zu: "Unsere einheimischen Nadelhölzer (Fi/Ta/Ki/Lä) sind als Bauholz für witterungsgeschützte Anwendungen auf Grund ihrer Eigenschaften und Verfügbarkeit wesentlich geeigneter als Laubhölzer."
     
  7. H.PF

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    *hust* Ein Dachstuhl komplett aus Eiche... Wäre preislich wohl ein bisschen der Overkill...

    Und schleppen möcht ich die Balken dann auch eher nicht...
     
  8. #7 ars vivendi, 18. Mai 2013
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    Jo, ein Eichendachstuhl hätte schon seinen Preis. Und, wie du bemerkst, so ganz leicht sind die Balken dann auch nicht.:mega_lol:
     
  9. #8 Anfauglir, 18. Mai 2013
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    Eben. Und erstmal überhaupt Eiche trocken in vernünftiger Qualität organisieren. Von der oben erwähnten Robinie (herrliches Holz) ganz zu schweigen.
     
  10. #9 ars vivendi, 18. Mai 2013
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    Gut, das Besorgen der Eiche ist hier bei derzeitigem Bedarf nicht das Hauptproblem. Das würde es erst, wenn man deutlich vermehrt auf Eiche umsteigen würde. Aber der Preis. Der würde einen Dachstuhl mehr als verdreifachen.Preis Eiche gesägt, pie mal je nach Stärke bei 1500-2000€ je m³ und mehr.
     
  11. #10 Murphyslaw, 18. Mai 2013
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    Um die Verfügbarkeit von Holz von Laubbäumen und Nadelhölzern scheint es Guttenberg zu gehen. Allerdings eher umgekehrt: Er erwartet eine zu geringe Verfügbarkeit von Nadelholz aufgrund eines seiner Meinung nach zu großen Anteils der angeblich für den Bau nicht tauglichen Laubbäume.
    Ich wollte aus unserer Zeitung nicht unnötig lange Stücke zitieren um keine Probleme mit dem Urheberrecht zu bekommen aber ich habe den Artikel gerade auch online in anderen Zeitungen gefunden:
    http://www.sz-online.de/nachrichten...t-guttenberg-zu-viele-laubbaeume-2538019.html
    http://www.mittelbayerische.de/nach...34/zu-viele-laubbaeume-im-deutschen-wald.html
     
  12. #11 Anfauglir, 18. Mai 2013
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    Wer als "Holzfachmann" von Akazie spricht und damit sicherlich Robinie meint, ist bei mir erstmal untendurch. Da brauche ich nichtmal die Sippenhaftung bemühen, damit er mir unsympatisch wird.

    Soweit ich mich erinnere, gab es in Sachsen auf Grund der Holzknappheit einen Erlass, dass pro Hof nur eine sehr begrenzte Menge Holz zum Bau gefällt werden durfte (ca. 15. Jh?). Das begünstigte im Grenzgebiet zwischen fränkischem Fachwerkbau und slawischem Blockbau die Entstehung bzw. Durchsetzung der sehr interessanten Umgebindehäuser.

    Das wäre doch mal ein Ansatz: Holz rationieren und vermehrt durch ingenieurtechnische Meisterleistungen ersetzen. Ab wievielen Keilzinkungen wird der Meter KVH eigentlich unwirtschaftlich?
     
  13. H.PF

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    Robinie IST doch eine Akazie...

    Und ich mag Robinie ja grundsätzlich aber MUSS die so beim Sägen stinken???
     
  14. Viethps

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    Und sofort hat wieder ein Kommentator was am Import sibirischer Lärchen zu mäkeln........

    Die können da vernünftigerweise auch nicht ewig stehen bleiben.
     
  15. #14 Anfauglir, 18. Mai 2013
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    Ich glaube, wir beide sind näher verwandt. Stinken ist schon wichtig, Holz mit Charakter wehrt sich halt...
     
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  17. H.PF

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    wir haben 2007 mit 4 Mann Rings um einen Sportplatz die Hänge davon befreit da es nur aufgeschüttetes Material war... BAH! Und die Dornen sind auch böööööse...

    Aber sonst geiles Holz :)

    Nach Kyrill wollte keiner mehr für die Standsicherheit von den Bäumen garantieren und da drunter waren Häuser und Kindergarten...
     
  18. #16 gwynlavin, 19. Mai 2013
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    Habe gerade meinen Systematiker nicht zur Hand, und zitiere das hier sehr ungern, aber ich betrachte folgenden für Leser schwer verständlichen Satz mal als Hinweise darauf, dass eine Robinie in der Systematik keine Akazie ist sondern eine eigene Unterart darstellt ;):

    Gruss Gwyn
     
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