Einsparung Ziegel oder Fenster U-Wert Ziegel MZ8 ( T9 ) WDVS 2 & 3-fach Verglasung

Diskutiere Einsparung Ziegel oder Fenster U-Wert Ziegel MZ8 ( T9 ) WDVS 2 & 3-fach Verglasung im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten Immer wieder lese ich von den guten Dämmeigenschaften der Außenwand und habe mich dadurch inspiriert auf die Suche nach einem...

  1. bauschauwem

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    Hallo Experten

    Immer wieder lese ich von den guten Dämmeigenschaften der Außenwand und habe mich dadurch inspiriert auf die Suche nach einem für mich geeigneten Außenmauerwerk gemacht. Ich bin nach vielem lesen zu dem Schluss gekommen, daß ein monolithisches Mauerwerk dem WDVS (Spechtschäden, Anbindung und Abdichtung der Fenster) vorzuziehen ist. Nun bin ich am überlegen, ob nicht eine gewisse Summe sinnvoller weise eher in die Fenster oder in das Mauerwerk investiert werden soll!

    Denn beim Fenster bringt doch dieselbe Summe U-Wert mäßig weniger, als beim Außenmauerwerk (auf die Fläche gesehen)

    Beispiel:

    T12 in 36,5cm mit U-Wert ca. 0,30 im Vergleich zu MZ8 mit U-Wert ca. 0,21 ergibt einen U-Wert Gewinn von ca. 0,09 bei einem Aufpreis von 3000-4000EUR (Aussage eines BU) oder [WDVS 24cm Ziegel + 12cm Dämmung mit U-Wert ca. 0,20 ergibt einen U-Wert Gewinn von ca. 0,10 bei einem Aufpreis von 3000-4000EUR (Aussage eines BU)]

    Wenn ich nun die selbe Summe in Fenster investiere, bekomme ich statt 2-fach Verglasung mit U ca. 1,10 eine 3-fach Verglasung mit U ca. 0,75, also ein U-Wert Gewinn von ca. 0,35 (Faktor ca. 3,89)

    Wenn ich nun meine Fensterfläche mit 40m2 ins Verhältnis zum Außenmauerwerk mit 200m2 setze wäre das der Faktor 5

    Sind meine Überlegungen nachvollziehbar und schlüssig? Oder habe ich den falschen Ansatz gewählt?

    Hat schon jemand von euch Erfahrungen (vor allem mit der Verarbeitung) mit dem MZ8 von mein Ziegelhaus?

    Schon mal DANKE für eure Tipps!
     
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  3. Bauwahn

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    Die Rechnung ist soweit ok (musste einen Moment nachdenken, aber ist mathematisch korrekt).
    Also 200 m² * 0,1 W/m²K = 20 W/K und 40 m² * 0,35 W/m²K = 14 W/K
    Wobei Du wahrscheinlich mit Ug gerechnet hast, richtiger wäre Uw, aber das wird eher noch schlechter ausfallen.

    Zu dem Ziegel kann ich nix sagen, aber die Rechnung stimmt soweit. Rechnerisch lohnt die Fassadendämmung mehr.
    Da die Fenster aber insgesamt deutlich schlechter sind als das Mauerwerk, könnte es sein, dass die Fenster sich im Winter ein weniger komfortables Raumklima erzeugen und sich kälter anfühlen (weniger Wärmestrahlung und Kaltluftströmung vom Fenster weg), so dass Du den Raum etwas höher (Temperatur) heizen musst als bei den besseren Fenstern, so dass sich evtl. ein Teil des Unterschieds wieder ausgleicht.

    Find ich gut, dass Du Dir auf diese Art Gedanken machst, welche Massnahme die effektivste ist, anstatt nur irgendwelches Marketinggelaber nachzuplappern!

    Gruß

    Thomas
     
  4. #3 Hundertwasser, 27. September 2007
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    Ist immer auch ein wenig eine Frage der Weltanschauung, aber ein WDVS muss nicht schlechter sein als ein monolithisches Mauerwerk. Als Beispiel wäre die Kombination KS-Wand plus WDVS nicht schlecht. Der schwere Stein hat eine gute Schalldämmung und ein gutes Wärmespeichervermögen, das WDVS minimiert Wärmeverluste.

    Die von dir angesprochenen Schwachpunkte resultieren aus einer schlechten Verarbeitung der Anschlüss, so was Ähnliches kann dir beim T9 auch passieren. Ich möchte da nix schlecht reden, aber so pauschal konnte ich das jetzt auch nicht stehen lassen.
     
  5. hamunaptra

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    Recht so !!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  6. Olaf (†)

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    Eichentlich....

    sollte ich ja Fenster verkaufen....aber steck das Geld ins MW.
    Ich nehm mal an, dass die Werte sich, wie vermutet, nur aufs Glas beziehen. Aufs ganze Fenster bezogen, dürfte sich für Uw 1,3 zu 1,0 ergeben, Differenz mit Nachkommastellen unter 0,3. Berücksichtigt man den schlechteren g-Wert (Wert, der die solare Energiegewinnung beeinflusst), ist das ganze ab 30 Euronen Mehrpreis, selbst unter Berücksichtigung steigender Energiepreise, kein Geschäft. Mal den Wohlfühlfaktor außen vorgelassen. Außerdem gips Leute, denen ihr Bauchgefühl sacht, des das nich gut is:p
    Abgesehen davon, dass ein Aufpreis von 100 Euronen pro m² Fenster nur für 3-Scheibenglas mehr als recht fürstlich ist.
    Vorschlag: Spar das Geld an ner Stelle, die Du nach- oder umrüsten kannst (so es darauf ankommt), nimm nen besseren Rahmen und zwei Scheiben-Glas, zahl 20% mehr als zum Standardfenster und erreiche Uw 1,0. (n'bisschen muss ich ja doch mal an meine Branche denken :e_smiley_brille02:)
    Mit dem eingesparten "Heizgeld" finanzierste Ersteres schon wieder gegen.

    Olaf
     
  7. bauschauwem

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    Einsparung Ziegel oder Fenster U-Wert Ziegel MZ8 WDVS Spechte Haltbarkeit

    Hallo und danke für die Antworten

    @Hundertwasser
    KS ist bei uns in Bayern ein Problem. Kaum verfügbar und wird auch kaum verbaut. Ist wahrscheinlich wegen der langen Lieferwege auch zu teuer
    Den T9 will ich auch nicht verbauen, ich spechte (passt irgendwie zum Thema) auf den MZ8

    @Olaf
    In wie weit verschlechtern innen liegende Sprossen denn den U-Wert der Fenster? Ist das in Werte zu fassen? (z.B. Kreuzsprosse ca. +0,1)

    Zum WDVS: Mir ist klar, dass ein U-Wert von 0,2 mittels WDVS / Vollwärmeschutz einfacher herzustellen ist, als mit monolithischer Wand aus Ziegel. Trotzdem bin ich pro monolithisch eingestellt, da ich bei WDVS folgende Bedenken habe:

    1. Vögel (Spechte) nutzen dies als Nistplatz. Gibt es hier Präventionsmöglichkeiten?
    2. Haltbarkeit. Das WDVS soll weniger lang halten, als eine monolithische Wand. Stimmt das?
     
  8. Olaf (†)

    Olaf (†)

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    Das...

    macht man zur Zeit noch mit Abzugswerten, Du bist schon auf dem richtigen Tripp. einfaches Sprossenkreuz innenliegend 0,1, "Wiener Sprosse" 0,2, glasteilend 0,3

    Olaf
     
  9. #8 Hundertwasser, 28. September 2007
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    zu 1. Spechte gehen an das WDVS wenn sie (wie auch immer) Insekten im Inneren lokalisieren. In meiner Laufbahn (habe jetzt seit 10 Jahren mit WDVS zu tun) habe ich erst eine Fassade gesehen wo der Specht anklopfte. Insekten könen ins System eindringen wenn die Anschlüsse nicht sauber ausgeführt wurden.

    zu 2. Auch hier eine Frage der Verarbeitung. Die Renovierungsintervalle sind mit Sicherheit nicht kürzer als beim monolithischen Mauerwerk mit gleichem U-Wert.

    KS Stein muss es auch nicht unbedingt sein, ein anderer, schwerer Stein tuts auch. KS Steine gibt bei uns (ich wohne auch in Bayern) um die Ecke.
     
  10. bauschauwem

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    @Hundertwasser
    Zum Spechtthema habe ich unter www.energiesparhaus.at 2 Meinungen gelesen:
    1. Spechte gehen dran, wenn sie Insekten riechen
    2. Spechte gehen dran weil es hohl klingt und sehr schnell Höhlen zu bauen sind

    Was soll denn bei einem mit Steinwolle gefüllten, massiven Ziegel mit breiten Stegen kaputt gehen? Hat der nicht automatisch eine längere Lebensdauer, als das "weichere" WDVS? Oder sehe ich das falsch?
     
  11. Julius

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    Theoretisch nein, praktisch sicherlich deutlich länger!
    Insbesondere bei nicht optimaler Pflege der Oberfläche.
     
  12. Julius

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    Das halte ich für ein Gerücht:

    Interessant!
    In unserer innenstädtischen Gegend findet sich kaum ein WDVS, das im EG-Bereich nicht ständig repariert werden muß. Irgendwelche menschlichen "Spechte" finden sich doch immer, die da anecken...
    In hartnäckigen Fällen wurde dann nachträglich mit Steinplatten oder Fliesen verblendet.
     
  13. #12 VolkerKugel (†), 28. September 2007
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    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Das ...

    ... lieber Julius gilt dann aber auch genauso für Putzfassaden.

    Deshalb sind hier von Anfang an geeignete "sanierungsfreundliche" Schutzmaßnahmen zu planen - egal für welches System :konfusius .
     
  14. Julius

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    Quark!
    Eine Putzschicht auf Mauerstein hält mechanisch gewaltig was aus (versuch mal, mit dem Knie ne Delle reinzumachen!), während man gängige WDVS bereits mit einem handelsüblichen Daumen eindrücken kann. Der braucht dazu noch nicht mal ausgewachsen zu sein - im Gegenteil...
     
  15. bauschauwem

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    WDVS zu weich und hält der Kleber auch noch in 20 Jahren

    Das ist auch genau meine Befürchtung. Denn wenn man durch Städte geht, sieht man immer die WDVS Fassaden als demoliert an. Klar gab es da früher auch noch welche mit so dünnen Platten dran, die dann nachts eingeworfen wurden/werden

    Außerdem habe ich Bedenken, weil ja mittlerweile die Platten „nur noch“ geklebt werden. Was macht der Kleber in 20 Jahren? Andererseits. Wie sieht es mit dem Dünnbettmörtel bei Planziegel mit V-PLUS aus?
     
  16. Bauwahn

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    Sowohl Dämmplatten-"Kleber" als auch Dünnbettmörtel sind beides im wesentlichen mineralische Mörtel. Da hätte ich die Bedenken wegen der Langzeitstabilität weniger als bei den Dämmplatten selber.

    Gruß

    Thomas
     
  17. Julius

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    Nur daß der Kleber bei Dämmplatten auf Zug und Scherung beansprucht wird und bei Mauersteinen auf Druck...
     
  18. Bauwahn

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    Und was hat das mit der Alterung zu tun?
     
  19. #18 bauschauwem, 3. Oktober 2007
    bauschauwem

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    Probleme mit dem Styrodur?

    Hallo Thomas

    wie meinen sie das? Was ist mit dem Material "Styrodur" selbst? Kann dies zerfallen? Hält dies keine 20-30 Jahre? Wo genau kann das Problem liegen?

    Wie ist das bei Holzfaserdämmplatten (z.B. Pavatex) bei Holzhäusern? Langzeitstabilität? Angriff der Spechte?

    Zum Kleber: Der sollte zwischen den Fugen nicht der Belastung (horizontale Belastung) ausgesetzt sein, wie am WDVS (vertikale Belastung), oder?
     
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  21. Julius

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    Ganz einfach:

    Wenn mit der Zeit Kohäsion und/oder Adhäsion doch nachlassen sollten (kommt theoretisch bestimmt niemals vor, in der Praxis aber eben doch), fällt die nicht verdübelte Dämmung ab (dazu gibts ein schönes Foto hier im Forum!).
    Die monolithische Mauer bleibt hingegen trotzdem stehen... :p
     
  22. koschi

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    Und sind die Renovierungen dann auch preislich gleich?
     
Thema:

Einsparung Ziegel oder Fenster U-Wert Ziegel MZ8 ( T9 ) WDVS 2 & 3-fach Verglasung

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