Einstellung Gasbrennwerttherme "isdochegal" in nicht gedämmten EFH

Diskutiere Einstellung Gasbrennwerttherme "isdochegal" in nicht gedämmten EFH im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich habe im Zuge der Grundsanierung in unserem EFH BJ1917 neue Heizkörper, Rohre und eine Therme mit 200Ltr. Warmwasserspeicher...

  1. daniel5884

    daniel5884

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    Hallo,

    ich habe im Zuge der Grundsanierung in unserem EFH BJ1917 neue Heizkörper, Rohre und eine Therme mit 200Ltr. Warmwasserspeicher einbauen lassen. Es handelt sich hier um eine isdochegal-Gasbrennwerttherme mit 20kW für knappe 100qm auf 2 Etagen, wobei die Fassade und Dach noch nicht gedämmt sind, es sind lediglich neue 3-fach verglaste Fenster und eine gute Haustür eingebaut worden und natürlich alle Rohre gut isoliert.
    Meine Frage wäre bezgl. Einstellung der Therme und der Heizkurve, da ich das mit der Einstellung der Heizkurve nicht so richtig kapiere. Diese steht momentan auf 1,7 und bei der heutigen Temperatur von ca. 7Grad draussen haben wir das Gefühl, dass die Heizkörper nicht so optimal warm werden. Haltet Ihr diese Einstellung für sinnvoll oder in welche Richtung müsste ich das korrigieren? Die Heizung steuere ich über ein Bedienmodul welches im ungeheizten Keller neber der Therme hängt. Ist der Ort sinnvoll oder muss diese eher in dem Wohnraum installiert werden, da dort ja auch ein Temp.fühler drin ist???
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Und wie warm war es in den Räumen?

    Bitte nicht den Denkfehler machen und glauben, dass die Heizkörper "warm" sein müssen. Das Ziel ist ausschließlich ein warmer Wohnraum, der die Solltemperatur haben sollte. Wenn dabei der Heizkörper kalt ist, um so besser. Dann braucht man weniger Energie.

    Wenn der Raumeinfluss berücksichtigt werden soll, dann sollte das Bedienmodul natürlich in einem Wohnraum sein. Werkseinstellung wäre aber Raumeinfluss deaktiviert. Die Regelung erfolgt dann ausschließlich witterungsgeführt über den Außentemperaturfühler.

    Und auf welchem Wert steht "Raumsoll" (Tagtemperatur)? Eine Heizkurve von 1,7 ist ziemlich steil. Das führt dazu, dass bei höheren Außentemperaturen die Vorlauftemperatur schnell abnimmt. Hier wäre eine Einstellung von 1,2 (oder so in der Gegend) bei Heizkörpern sinnvoller. Gleichzeitig muss das Niveau der Heizkurve angehoben werden. Das geschieht bei dieser Regelung mit der "Tagtemperatur". Diese muss nicht exakt mit der Raumtemperatur übereinstimmen. Abweichungen könnte man durch Verändern der Korrekturwerte im Regler kompensieren.

    in der Inbetriebnahmeanleitung findet sich ein Bild der Heizkurve.

    Diese Einstellungen setzen voraus, dass die Heizkörper richtig dimensioniert sind und ein hydraulischer Abgleich gemacht wurde.

    So nebenbei bemerkt, eine 20kW Therme mit fast 6 kW min. Leistung, bei nicht einmal 100m2 zu beheizender Fläche, ist schon mutig. Das wird nicht so einfach die so einzustellen, dass sie auch noch sinnvoll läuft, vor allen Dingen wenn dann auch noch Heizkörper in Betrieb sind die über Thermostatventile dicht gemacht werden. Du solltest Dich mal intensiv mit den Einstellmöglichkeiten vertraut machen. Wenn das Teil einfach so in Werkseinstellung vor sich hin rödelt macht das keinen Spaß, und die nächste Gasrechnung könnte für Überraschungen sorgen.
    Sollte dann auch noch Fassade und Dach gedämmt sein, was sinnvoll ist, dann wird´s noch schwieriger die Leistung in den Griff zu kriegen. Spätestens dann musst Du die Einstellungen optimieren.
     
  4. daniel5884

    daniel5884

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    Danke für deinen Beitrag. Die Heizkörper und Rohre wurden damals von einem Techniker berechnet, die 20kW-Therme wurde damals gewählt, da wir einen Anbau planen und somit Reserve haben wollten. Wie funktioniert das denn, wenn ich das Bedienmodul z.B. im Wohnzimmer installiere, muss ich dann die Heizkörper voll aufdrehen und der Rest regelt das Modul? Die Tagtemperatur steht auf 21, Nacht auf 17. Macht hier in meinem Fall, solange das Haus nicht gedämmt ist, die Nachtabsenkung Sinn?
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Das Modul regelt nichts. Die Raumtemperaturaufschaltung kann genutzt werden um bei größeren Abweichungen die Heizkurve anzuheben. Die Regelung der Raumtemperatur selbst erfolgt über die Heizkurve im Zusammenspiel mit den Thermostaten am Heizkörper.

    Bei einer optimal abgeglichenen Anlage haben die Thermostate an den Heizkörpern keine Wirkung mehr, da die Witterungsführung (Heizkurve) dafür sorgt, dass immer die gewünschte Raumtemperatur erreicht wird.
    Praktisch ist das nicht so einfach zu erreichen, deswegen bleiben dann die Thermostate als "Notbremse", wenn beispielsweise durch Sonne o.ä. sehr viel Fremdwärme in den Raum kommt.
    Der Außentemperaturfühler sieht ja nur die Lufttemperatur, er weiß nicht ob es trün oder ein bisschen bewölkt ist, oder ob die Sonne scheint.

    Tagtemperatur erhöhen, Steilheit der Heizkurve runter. Die angezeigte Tagtemperatur kann von der realen Raumtemperatur abweichen, das lässt sich mit Korrekturfaktoren kompensieren (s.o.).

    Aber immer daran denken, nicht der Heizkörper muss warm sein, sondern der Raum.

    Nachtabsenkung kann in Deinem Fall sinnvoll sein. Muss man ausprobieren. Leistung hat die Therme im Überfluss, und bei Raumaufschaltung könnte man auch schnell aufheizen.
     
  6. #5 Achim Kaiser, 12. Februar 2015
    Achim Kaiser

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    Gruß
    Achim Kaiser
     
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