Elektrikergips...

Diskutiere Elektrikergips... im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen! Was mach ich falsch: Rühre ich den Elektrikergips nach Herstellerangaben an (zB. Rigips 1:1,5), dann wirds eine Suppe, weit...

  1. HHorst

    HHorst

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    Hallo zusammen!

    Was mach ich falsch:
    Rühre ich den Elektrikergips nach Herstellerangaben an (zB. Rigips 1:1,5), dann wirds eine Suppe, weit entfernt von cremig => unverarbeitbar. Rühre ich es cremig an, beträgt die Verarbeitszeit 2-3 Minuten max. Viel zu kurz. Lt. Hersteller 5 Minuten.

    Beim Knauf soll die Verarbeitszeit 8 Minuten betragen. Die geben zwar das richtige Mischungsverhältnis an, aber mehr als 3 Minuten ist nicht drin, dann fängts schon zu pappen an und hält nirgends mehr.

    Kann doch nicht so schwer sein, oder?
    Wasser, Gips einstreuen, Minute sumpfen lassen, anrühren fertig.

    Mach ich was falsch oder stimmen die Herstellerangaben nicht??

    mfg
    Horst
     
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  3. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also vom Labor her habe ich eine Zeit von 4 min. bis zum Ansteifen des Gipses in Erinnerung.

    Ansonsten, Gips in das kalte Wasser einrühren!! nicht umgekehrt.

    Beim Zement ist es umgekehrt, man gibt Wasser zur Zement-Kies-Mischung.

    "Scherzkeks" ein:
    Ansonsten gab es einen Kirchtumsmaler, dem der Stundenzeiger immer den Pinsel aus der Hand schlug.

    "Scherzkeks" wieder aus.

    pauline
     
  4. KRIS

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  5. R.B.

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    Oder einfach etwas schneller arbeiten. :D

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Der Bauberater, 9. Dezember 2009
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    Wenn man weiß, dass man langsam ist, dann muss man eben ein wenig schneller machen! :konfusius
     
  7. EricNemo

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    ich hab - je nachdem was ich eingipsen wollte - immer bis zur Hälfte Fertiggipsputz zum Elektrikergips gemischt. Mit der Zeit bekommt man raus, welche Mischung wie schnell anzieht und an den letzten drei Stellen im Haus, ist es dann perfekt (doof nur dass man kein 2tes baut wo es gleich klappen würde^^)
     
  8. Julius

    Julius

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    Ja. Oder gleich nur gut abgelagerten Fertigputzgips verwenden.
    Ich nehm am liebsten mindestens 1 Jahr alten Rotband. Der hat genau die richtige Topfzeit für meine Arbeitsgeschwindigkeit und ist im Vergleich zu "Elektrikergips" spottbillig.

    Ansonsten:
    Eine weitere Ursache für zu schnelles Anziehen sind unsaubere Werkzeuge und Behälter sowie nicht ganz klares Wasser.
    Das muß alles penibel sauber sein!
    Rest vom vorherigen Durchgang wirken breitflächig als Kristallisationskeime und beschleunigen das Abbinden enorm.

    Das ist auch ein Vorteil meiner "Rotband-Methode". Ich arbeite mit den benutzten Werkzeugen (ungereinigt, nur grob abgestreift) weiter, dessen beschleunigende Wirkung ist einkalkuliert.

    Fazit:
    Für größere Mengen ist "Elektrikergips" ME völlig ungeeignet.
    Mal eine Dose setzen oder zwei - okay. Aber nicht fürs Durcharbeiten höherer Stückzahlen.
     
  9. HHorst

    HHorst

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    Also heute wiedermal ausprobiert, mehr als ein Gipsbecherl anrühren ist absolut nicht drin, das Zeug zieht so verdammt schnell.
    Eines aber ist klar, 8 Minuten lang ist kein Elektrikergips verarbeitbar, nicht einmal bei saubersten Wasser und Werkzeug.

    Ich verwende den Elektrikergips echt nur zum fixieren von Dosen, oder Schläuche. Zum vollständigen eingipsen nehm ich Grünband. (Gipsdielenwände)
    Ist super zum Verarbeiten und zieht erst nach 40 Minuten.
    Einzig so hart wie Elektrikergips wirds nicht, schade eigentlich.

    mfg
    Horst
     
  10. susannede

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  11. #10 Der Bauberater, 11. Dezember 2009
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    Mische den Haftputz mit dem E-Gips 50:50 und alles wird gut! :biggthumpup:
     
  12. HHorst

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    Werd ich mal ausprobieren, danke.
    Obwohl ja auf jeder der beiden Packungen explizit steht: "Keinesfalls mit anderen Baustoffen mischen!" ;)

    Und heute früh sagt mir mein Kollege dass bei seinem Haus überall wo er die Leitungen mit Elektrikergips fixiert hat, quillt er auf und der Putz bekommt beulen. Iinteressant.

    mfg
    Horst
     
  13. Jonny

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    mal die Suche nutzen, zum thema Gips & Co haben wir schon etliche Seiten geschrieben.

    Grüsse
    Jonny
     
  14. Julius

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    Dann hat der Kollege wahrscheinlich einen zementhaltigen Putz bekommen. Der verträgt sich tatsächlich generell nicht mit Gips.
    In solchen Fällen zum Setzen auch nur zement- bzw. kalkbasierte Materialien verwenden!
     
  15. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Das Etringitttreiben findet aber nur mit Wasser statt.

    Wie ist denn das Wasser an diese Mischung gekommen??

    pauline
     
  16. Dieter70

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    Wenn man den Stuckgips nicht anrührt, sondern nach alter Väter Sitte vernünftig sumpfen lässt, dann kan man auch einen ganzen Eimer voll vernünftig verarbeiten.

    Eimer zur Hälfte mit Wasser füllen, Gips einstreuen bis dieser ganz flach mit Wasser bedeckt ist, nicht Rühren!
    Ein paar Minuten sumpfen lassen.
    Dann wird mit dem Spachtel immer soviel Gips oben auf angerührt, wie zum setzen der Dose benötigt wird, oder halt(zum einsetzen einer Verteilung z.B.) der ganze Eimer einmal umgerührt und alles verarbeitet.
     
  17. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also mal nach DIN:

    Der Versteifungsbeginn wird geprüft, indem man mit einem spitzen Messer in einen Kuchen aus Gipsbrei schneidet. Fließen die Gipsräder nicht mehr zusammen, so hat die Versteifung begonnen. Der Gipsbrei wird mit 100 cm³ (kaltem) Wasser und so viel Gips hergestellt, bis die Wasseroberfläche verschwunden ist. Der Gipsbrei wird durchgerührt und auf einer Glasplatte zu einem Kuchen ausgegossen.

    Nach DIN EN 13 279-1 ist:

    Versteifungsbeginn bei

    Stuckgips zwischen 8 und 25 min.
    Putzgips >= 3 min,
    Spachtelgips >= 15 min.
    Bei allen übrigen Gipsen >=25 min.

    Wir haben immer Stuckgips zum Einsetzen von Dosen benutzt.
    Insbesondere wenn man die Dosen mit einer kleinen Lehre aus Holzstücken ausrichtete, gab es da nie Probleme.

    Eingestellt wird die Abbindezeit, indem man das bei 120 bis 190 Grad gebrannte Halbhydrat (Ca SO4 *1/2 H2O) mit dem bei 500 Grad gebranntem und vollständig entwässertem Gipsstein mischt.

    Fertigputz enthält zur Steuerung der Abbindezeit noch Weinstein in sehr geringen Mengen. Bei längerer, (jahrelang) trockener und vor allem warmer Lagerung verlängert sich die Abbindezeit des Fertigputzes bis er nicht mehr verarbeitbar ist. Mit frischem Putzgips gemischt reagiert die Mischung aber wieder normal.

    Fertigputz kann, mit und ohne Zugabe von Stuckgips, sehr gut zum Einsetzen von Elektrodosen benutzt werden. Er bindet sehr viel langsamer ab und wird nicht so hart wie reiner Stuckgips.

    pauline
     
  18. HHorst

    HHorst

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    Also genau so werde ich es wohl machen, wird hart, aber dafür nicht sooo schnell.

    Jetzt bin ich dabei den 3-Reihigen Verteilerkasten in mein gestemmtes Loch zu setzen und hab dafür im Baufachhandel gefragt wie das gemacht wird.
    Erster Rat: PU-Schaum... bzw. 2K-Schaum. Aus Erfahrung weiß ich aber dass mir dabei der Kasten sicher eine Spur herausgedrückt wird,... find das nonsens.

    Zweiter Rat: Duo-Light Mörtel von Baumit.

    Wenn ich in Chemie richtig aufgepasst hab besteht doch Mörtel aus Großteil Zement. Und wenn ich darüber dann einen Putz aus Gips gebe,... quillt mir dann das Ganze nicht auf?? Zement und Gips, eher eine schlechte Kombination was ich mich so erinnern kann.

    mfg
    Horst
     
  19. Dieter70

    Dieter70

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    Mit Gips(oder mit der Gips/Haftputz Mischung) natürlich!

    Verteileröffnung etwa 1-2cm grösser als der Verteiler erstellen, Laibungen anfeuchten.
    An den beiden Seiten flächig Gipsbatzen setzen und dann den Verteiler einsetzen. Oben/unten noch kein Gips!
    Hinter dem Verteiler braucht auch kein Gips zu sein, der wäre beim einsetzen eher kontraproduktiv.

    Aber vorsicht!
    Keine Teile des UP-Kasten entfernen(z.B. die oberen/unteren Schieber), sonst verzieht er sich eventuell.
     
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  21. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Schaum ist Quatsch!!!
    Auch Quatsch! Billigster Fertigputz ist da am geeignetsten. Am besten ohne weiteren Gips. Da hat manalle Zeit der Welt zum richtigen Ausrichten.
    Das gibt nur Problem wenn die Verbindung später feucht wird.

    pauline
     
  22. HHorst

    HHorst

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    Ich hab noch jede Menge Rigips Rimano 6-30 daheim, glaub mit dem werd ich das hineinkleistern.
    Grünband von Knauf find ich auch echt super, lässt sich toll von 0-90mm!! auftragen, und ist fast schwindfrei. Leider ist das Zeugs teuer.

    Naja Luftfeuchtigkeit wird man immer haben, und auch wenn das 5 Jahre hält, ich halt nicht viel davon wenn das dann schön langsam anfängt aufzugehen.

    mfg
    Horst
     
Thema: Elektrikergips...
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