elektrische Fußbodenheizung durch was ersetzen?

Diskutiere elektrische Fußbodenheizung durch was ersetzen? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo , wir wollen evtl. ein Haus, BJ 1980 mit elektrischer Fußbdenheizung kaufen. Ichh würde gerne nicht komplett "unbedarft" mit dem...

  1. Anna76

    Anna76

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    Hallo ,

    wir wollen evtl. ein Haus, BJ 1980 mit elektrischer Fußbdenheizung kaufen.

    Ichh würde gerne nicht komplett "unbedarft" mit dem Heizungsbauer sprechen, deswegen:

    Welche sinnvollen Möglichkeiten gibt es zur Umrüstung auf Gas / Erdwärme etc? (Gasanschluss ist noch nicht vorhanden, aber Kamin im Wohnzimmer)

    Vielen Dank!
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    d.h. das komplette Haus wird durch eine E-FBH beheizt?

    Bevor man an die Planung eines neuen Wärmeerzeugers geht, müssten die Randparameter geprüft werden. Du bräuchtest zumindest mal die Heizlast für das Gebäude. Die kann man berechnen, oder für eine erste Einschätzung auch abschätzen. Hilfreich wären die Stromrechnungen der letzten Jahre für die E-FBH.

    Sollte dann die Heizlast bekannt sein, muss man überlegen, welcher Wärmeerzeuger sinnvoll ist und wie man die Wärme in die Räume bekommt. Die beste Variante wären möglichst größflächige Heizflächen, also FBH oder evtl. auch Wandheizung (Achtung, nur an freien Wänden möglich, vorzugsweise Innenwände).
    Das bedeutet sehr viel Umbauaufwand.

    Alternativ kann man Heizkörper nachrüsten. Mit diesen erreicht man aber nicht das niedrige Temperaturniveau das für Wärmepumpen ("Erdwärme") optimal wäre. Vorteil, der Arbeitsaufwand ist deutlich geringer. Aber auch da müssen zuerst einmal "Rohre" verlegt werden.

    Für eine Gastherme braucht Ihr auch einen eigenen "Schornstein", sprich LAS. Dazu kommen Kosten für den Gasanschluß. Das alles gibt es nicht gratis.

    Eine Wärmepumpe benötigt einen passenden Stromanschluß. Da bisher E-Heizungen verbaut waren, sollte man prüfen, ob diese mit einem "Heizungstarif" betrieben wurden (Zweitarifzähler). Dann könnte man dort einfach eine Wärmepumpe anschließen. Zuvor ist natürlich der Versorger zu befragen, aber darum kümmert sich der Fachbetrieb der die WP installiert.

    Es gibt viele Wege nach Rom. Zuerst mal die Randparameter prüfen. Dann kann man über Details nachdenken.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Anna76

    Anna76

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    Vielen Dank, das war schon mal sehr hilfreich!

    Das ganze Haus mit einer neuen Warmwasser-Fußbodenheizung auszustatten um eine WP betreiben zu können ist wohl wirtschaftlich nicht vertretbar.

    Würde denn eine Möglichkeit bestehen eine bestehende elektrische Fußbodenheizung in eine Modernisierung einzubeziehen?
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Wäre schon möglich, aber wirtschaftlich nur schwer zu rechtfertigen. Bei einer sehr niedrigen Heizlast, und somit auch sehr geringem jährlichen Wärmebedarf des Gebäudes, könnte es sinnvoll sein wenn man die E-FBH weiter betreibt.

    Denkbar wäre auch, dass man die Grundlast der Heizung mit einem anderen Wärmeerzeuger abdeckt, und die E-FBH nur noch an extrem kalten Tagen zum Einsatz kommt.

    Das müsste man rechnen, wobei die in meinen obigen Beitrag erwähnten Stromrechnungen auch hilfreich wären. Ich frage deswegen nach den Stromrechnungen, weil man sich einen Überblick verschaffen muss, wieviel das Haus jährlich für die Heizung "verbraten" hat. Dann muss man noch berücksichtigen, dass sehr wahrscheinlich auch der Kaminofen geschürt wurde. d.h. die Stromrechnung wird nur einen Teil des Heizbedarfs ausweisen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Anna76

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    Hallo Ralf, danke für die Antworten!

    Habe gerade nachgefragt: Aktuell liegen die Stromkosten für die Heizung bei ~350 Euro / Monat (bei ca. 150qm Wohnfläche).

    Wenn sich das auf 100 Euro im Monat reduzieren lassen würde, würde sich eine große Investition in eine effiziente Heizungsanlage schon lohnen. Wir hatten (ohne irgend ein Vorwissen was möglich ist und wie teuer das wird) 25.000 Euro budgetiert, mal sehen was sich damit realisieren lässt.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Aua, da besteht wirklich Handlungsbedarf. Hier reden wir von einem Beitrag über 4.000,- € p.a. (oder beziehen sich die 350,- € nur auf Heizmonate.....kann ich mir kaum vorstellen).
    Wenn man jetzt den Tarif genauer kennen würde, könnte man auch was zum Wärmebedarf (kWh) sagen.

    Also bleibt.....Meine Glaskugel sagt, die Heizlast wird wohl irgendwo um 10kW liegen.

    Damit lässt sich schon was anfangen. Man darf nur nichts überstürzen. Der nächste Schritt wäre eine detaillierte Heizlast, und zwar raumweise. Dann kann man feststellen, welche Heizfläche in welchen Raum nachgerüstet werden muss. Gleichzeit erkennt man auch Schwachstellen am Gebäude die man vielleicht einfach beheben kann (Bsp.: Verluste durch Fenster, Dachboden, Geschoßdecke, Kellerdecke o.ä.).

    Gruß
    Ralf
     
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  9. Anna76

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    Wird die Heizlast sinnvollerweise von einem Installateur oder von einem Energieberater berechnet?
     
  10. R.B.

    R.B.

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    DAS ist die 100 Punkte Frage.

    Der Energieberater benötigt ja sowieso alle Daten für den EnEV Nachweis. Also könnte er (theoretisch) auch noch die Heizlast rechnen. Ob er´s aber auch wirklich kann, steht auf einem anderen Blatt.
    Beim Heizungsbauer, der sollte das an sich auch können, sehe ich weniger Chancen. Die Erfahrung zeigt, dass in vielen Fällen der HB lieber über den dicken Daumen peilt, oder die Arbeit extern machen lässt (beispielsweise über seinen Lieferanten). Es gibt aber auch welche die ihren Beruf nicht nur als Job sehen und denen ich problemlos die Heizlastermittlung anvertrauen würde.

    Es gibt auch ext. Büros die, vorausgesetzt man hat alle notwendigen Unterlagen, eine Heizlastberechnung machen. Google liefert da einige Infos und Adressen. ABER immer daran denken, die Ergebnisse sind nur so gut wie die Unterlagen die der Berechnung zugrunde liegen.

    Wie Du siehst, eine eindeutige Antwort auf Deine Frage habe ich nicht. Da wird wohl jemand anders die 100 Punkte einsammeln.

    Gruß
    Ralf
     
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