Elektrische Fußbodenheizung für Bad. Wer kennt gutes und preiswertes System?

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  1. Sparflamme

    Sparflamme

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    Hallo zusammen, suche eine gute Lösung für eine Fußbodenheizung. Altbaurenovierung eines 5qm Bad in Ferienhaus. Das Problem ist, dass das Haus mit Ölöfen beheizt wird, aber der Kamin vom Bad zu weit entfernt ist und deshalb kein Brenner mit Kaminanschluss in Frage kommt. Jetzt wird das stark veraltete Bad renoviert. Die Bodenfliesen kommen raus. Estrich ist vorhanden. Was ist zu beachten bei der Wahl einer geeigneten Bodenheizung mit Stromanschluss? Temperaturfühler wohin? Schaltmodul wie Lichtschalter? Stromverbrauch? Kosten? Das Verlegen wird von Handwerker erledigt, für die Stromarbeiten steht ein Elektriker bereit. Aber wie wir alle wissen, sollte man als Auftraggeber nicht ganz naiv dastehen, damit die einem nicht alles erzählen können. Das Ferienhaus steht in Bayern, ist vielleicht noch interessant zu wissen? Ich freue mich auf gute Tipps und Empfehlungen von Systemen. Danke an alle. grüße
     
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  3. R.B.

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    Gleich vorweg, Produktempfehlungen wird es nicht geben (Siehe Nutzungsbedingungen des Forums).

    Da kann man aber auch nicht viel falsch machen. Das sind nur "Heizdrähte" die in den Kleber verlegt werden. Achte darauf, dass das Produkt entsprechend geprüft wurde. Manche Hersteller kennzeichnen ihre Produkte auch mit dem GS oder VDE Zeichen. CE Zeichen ist sowieso Pflicht.
    GS bzw. VDE bedeutet hier, dass eine externe Produkt- und Fertigungsüberwachung installiert ist die regelmäßig überprüft, ob das Produkt auch so gefertigt wird wie es ursprünglich mal geprüft wurde. Manche Hersteller verzichten auf diese Produktüberwachung, was zwar erlaubt ist, aber die Produktüberwachung findet dann nur im Unternehmen selbst statt. Ob man so viel Vertrauen hat, das bleibt jedem selbst überlassen.

    Da gibt es keine Unterschiede zwischen den Herstellern bzw. Produkten, denn der Stromverbrauch wird durch den Raum bestimmt dem ja eine bestimmte Energiemenge zugeführt werden muss, damit er seine Solltemperatur erreicht bzw. halten kann.

    Ob es sinnvoll ist hier nur mit einer E-FBH zu arbeiten, das sollte man noch einmal überdenken. Gerade in einem sporadisch genutzten Bad, evtl. noch mit eher mäßigen Wärmedämmung, benötigt man eine relativ hohe Heizleistung. Ob die E-FBH diese alleine bereitstellen kann, ohne dass die Fliesen anfangen zu glühen, darüber sollte man noch einmal nachdenken. Normalerweise würde man zuerst einmal die Heizlast des Raums berechnen, dann überlegen wie schnell man diesen auf Temperatur bringen muss, und daraus dann die notwendige Leistung der Heizung ableiten.

    Eine E-FBH hat eine typische Leistung von 100-150W/m2. Je nach freier Bodenfläche im Badezimmer ist die installierte Leistung also eher gering. Da könnte es sinnvoll seinen einen zusätzliche E-Heizkörper zu installieren, sonst dauert das selbst unter günstigen Umständen viele Stunden bis das Badezimmer auch nur annähernd auf Temperatur kommt.

    Ich gehe mal davon aus, dass der Eli darauf achtet, dass er ausreichend Anschlussleistung für diesen Raum vorsieht. Sonst könnte es passieren, dass man beim Föhnen der Haare im Dunkeln steht.
     
  4. #3 ars vivendi, 18. Februar 2014
    ars vivendi

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    In unserem ferienhaus ist auch eine elektr. Fussbodenheizung installiert, Heizleistung liegt bei 1,5 kw. Diese ist unter den Fliesen verlegt und ein Stück an der Wand unter dem Putz. das Bad ist ca 7 qm groß, 2 Außenwände und die Heizleistung reicht bei uns locker aus.Der Sensor für die Bodentemp. wird mit unter den Fliesen verlegt, Einschaltzeiten, Raum und Bodentemp. kann alles einprogramiert werden. Preislich lag diese bei um die 170€. Gerade für einen selten genutzten Raum ist dies doch recht praktisch. Nix kann einfrieren wenn nicht beheizt wird, und braucht man sie ist das Bad recht fix warm.
     
  5. #4 00imperator, 18. Februar 2014
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    Generell: Suchfunktion, dieses Thema gab es hier schon sehr häufig.

    So eine Heizung ist eher eine Behaglichkeitsheizung, macht warmen Boden, heizt den Raum an sich eher schlecht, ist aber ein nettes Gimmick. Bleibt aber nur ein Gimmick.

    Kosten: Ich hatte ca. 10-20 € pro qm für die Heizmatten (Meterware auf Gitterrolle) + Steuergerät (ca. 150€). Beim Steuergerät (digital) war auch der Temp-Fühler dabei inkl. Verlegerohr welches in den Estrich direkt unter der Fliese kommt. Raummitte ist ideal, kann aber auch zu den Seiten hin liegen (natürlich nicht am Rand). Boden wird so recht schnell warm, nach ca. 20 min. hat man ein angenehmes Niveau erreicht. Natürlich nur, wenn der Raum nicht unterkühlt ist/war.

    Anschlusswert ca. 2 KW. Keine Ahnung wie hoch der Verbrauch ist, das Ding wird nur manchmal im Winter für 1-2 Stunden angeschaltet, wenn die Prinzessin baden will. Ist ganz nett, aber als alleinige Heizung m.E. zu schwach.
     
  6. #5 ars vivendi, 18. Februar 2014
    ars vivendi

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    Wie ich gerade geschrieben habe, sie heizt den Raum sehr gut. Das sie nicht ausreichend heizt kann ich nicht bestätigen.
     
  7. feelfree

    feelfree Gast

    Der Verbrauch ist dann, wie Du geschrieben hast, ca. 2kWh/h. Also bei üblichen Strompreisen derzeit ca. 60ct/h.
     
  8. #7 ars vivendi, 18. Februar 2014
    ars vivendi

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    Nur wenn sie durchgängig läuft. Ansonsten rein davon abhängig wie hoch der Wärmebedarf des Raumes ist.
     
  9. Julius

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    Ebenso wie die Frage, ob die ausreichend heizt oder nicht, von der Heizlast des Raums abhängt.

    Schnell erwärmen kann sie aber generell NICHT.
    Dafür eignet sich ein Umluftheizer (für Wandmontage) besser.
     
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  11. Sparflamme

    Sparflamme

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    Hallo R.B., danke für die Infos. Der Hinweis zur Anschlussleistung war wichtig. Und verwirrt gleichzeitig ein wenig. Bei den angegebenen 5qm wäre die Leistungsaufnahme also ca.750W. Bei gleichzeitigem Betrieb eines Föns mit ca. 1.200W käme man auf etwa 2KW inkl. Raumlicht. Eine 16Amp Absicherung sollte doch da genügen.
    Bezüglich den Produktempfehlungen verstehe ich nicht, weshalb nicht jemand zu einem Produkt raten soll, mit dem er selbst gute Erfahrungen gemacht hat, oder ein Ingenieur, der die Qualität eines Herstellers besser beurteilen kann, als ein Laie. Z.B. hat mein Elektriker mir immer geraten, Steckdosen etc. nur von der Firma Busch&Jaeger zu verwenden, da er damit kaum Ärger hatte beim Einbau oder danach. Das ist aus meiner Sicht keine Werbung, die in den Nutzungsbedingungen richtigerweise ausgeschlossen ist, da sonst nur noch Firmen sich tummeln würden. Eine Frage habe ich noch zu Ihrer Antwort: Wie berechne ich die Heizlast eines Raumes? Danke für die Hinweise. grüße
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Da passiert noch nichts, das ist korrekt. Ich hatte das auch im Zusammenhang mit einem weiteren el. Wärmeerzeuger geschrieben, d.h. nicht nur die E-FBH und Föhn und Licht, sondern von mir aus noch ein Heizlüfter oder IR-Strahler. Da kann man schnell die Grenze der Vorsicherung erreichen.

    Für sporadisch genutzte Badezimmer favorisiere ich el. Gebläsekonvektoren. Diese haben den Vorteil, dass sie die Raumluft schnell erwärmen, und das gibt eine "gefühlte" Wärme, auch wenn der Raum an sich noch nicht richtig beheizt ist (Wände sind noch kalt etc.). Eine E-FBH ist zum schnellen Aufheizen denkbar ungeeignet. Diese benötigt also entsprechend Vorlaufzeit. Wenn ich mich aber kurzfristig entscheide unter die Dusche zu gehen, dann liege ich schon wieder im Bett bis die FBH den Raum auch nur annähernd auf Temperatur gebracht hat.

    Eine weitere Alternative wären el. IR-Strahler. Diese haben aber den entscheidenden Nachteil, dass man die Wärme nur dann spürt, wenn man sich in direkter Nähe befindet. Es dauert bis durch die IR-Strahlung die Bauteile auf Temperatur sind und diese wiederum Wärme an den Raum bzw. die Raumluft abgeben.

    Nach einschlägigen Erfahrungen mit solchen Themen hat der Betreiber des Forums beschlossen eine klare Linie zu fahren. Das vermeidet Ärger und der Kostenaufwand für Anwälte ist seitdem wohl auch gesunken.
    Abgesehen davon sind solche "Empfehlungen" immer kritisch zu betrachten, denn kein Mensch weiß, wer was warum empfiehlt. Im Internet kann man sehr viel lesen und schreiben, darunter befindet sich auch sehr viel Müll. Das Risiko trägt ja der User, der solche Empfehlungen wörtlich nimmt.

    Steht detailliert in der EN12831. Vereinfacht gesagt, man rechnet den Wärmedurchgang durch die Hülle des Raums (Wände, Boden, Decke, Fenster, Tür) und die Lüftungsverluste. Damit hat man die Heizlast bei einer festgelegten Außentemperatur (je nach Region beispielsweise -14°C) und einer gewünschten Raumtemperatur (Bsp.: +24°C). Das ist die Energie die man dem Raum in Form von Wärme zuführen muss, damit er die gewünschte Raumtemperatur hält.
    Wird der Raum sporadisch geheizt, dann wäre noch eine Art Aufheizfaktor zu berücksichtigen. Die Heizlastermittlung geht ja von einer kontinuierlichen Beheizung aus. Wie hoch dieser Aufheizfaktor gewählt wird, das hängt davon ab, wie schnell man den Raum erwärmen möchte.
    Für Leute die´s ganz genau wissen möchten, müssten man dann auch noch das Verhalten der umgebenden Bauteile berücksichtigen, genauer gesagt so Dinge wie Wärmekapazität und Temperaturleitfähigkeit. Das macht die Sache aber ziemlich kompliziert, und deswegen beschränkt man sich üblicherweise auf das was die EN12831 vorgibt, und lebt damit, dass es bei extremen Randbedingungen auch Abweichungen davon geben kann.

    Bsp.: Eine Außenwand hätte einen U-Wert von 1W/m2K und eine Fläche von 5m2. Aus der Temperaturdifferenz (24°C- -14°C = 38K) folgt dann 1 * 5 * 38 = 190 (die Einheiten lasse ich mal weg) also 190W. So rechnet man jedes Bauteil der Hülle und addiert dann die Einzelwerte.
    Werden benachbarte Räume beheizt, aber mit einer geringeren Temperatur, dann werden auch diese gerechnet, dann halt mit einer Temperaturdifferenz von sagen wir mal 5K (Nachbarraum hätte 19°C).

    Die Lüftungsverluste lassen sich über das Luftvolumen (Raumvolumen) und den entsprechenden Luftwechsel ermitteln.
    Nehmen wir mal an, der Ruam hat die 5m2 Fläche und ist 2,5m hoch. Luftvolumen also 12,5m3. Temperaturverhältnisse wie oben. Luftwechsel setzen wir mal mit 2/h an.

    Dann ergibt sich daraus 12,5 * 0,34 * 2 * 38 = 323 also 323W die man aufwenden muss um die Verluste durch den Luftwechsel zu kompensieren.
    Mit Einheiten (in Klammern) würde das dann so aussehen, 12,5(m3) * 0,34(Wh*K/h) * 2(1/h) * 38 (K) = 323 W

    Die 0,34 stellt die spez. Wärmekapazität der Luft dar, wobei der Wert genau betrachtet noch von weiteren Faktoren (Temp. Feuchte etc.) abhängt. Das lassen wir aber mal unter den Tisch fallen. Ich kenne auch keinen Heizlüfter dessen Nennleistung im Datenblatt auf 2 Stellen nach dem Komma genau angegeben wird. ;)
     
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