Elektrofußbodenheizung

Diskutiere Elektrofußbodenheizung im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo. Meine Freundin und ich wollen uns ein schönes Häuschen kaufen. In der kommenden Woche wollen wir uns eine interessante Immobilie...

  1. #1 TommyTulpe, 17. April 2008
    TommyTulpe

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    Hallo.
    Meine Freundin und ich wollen uns ein schönes Häuschen kaufen.
    In der kommenden Woche wollen wir uns eine interessante Immobilie anschauen. Nun sagte mir der Makler, dass das Haus mit einer Elektrofußbodenheizung beheizt wird. Ist das nicht total teuer, bei den Strompreisen?
    Angeblich haben die Vorbewohner insgesamt ca. 150€ pro Monat für Strom bezaht. Kann das sein?
    Könnte man die Heizung mit einer Photovoltaicanlage betreiben? Wie hoch wären hierfür die Kosten?
    Vielen Dank!
    Thomas
     
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  3. R.B.

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    Hallo,

    richtig erkannt. Direktstromheizung dürfte momentan wohl die teuerste Möglichkeit sein. Dabei würde ich mich auch niemals auf die Sprüche eines Maklers verlassen. ;)

    Photovoltaik in Verbindung mit einer Direktstromheizung wäre zwar gut für´s Gewissen, aber wirtschaftlich unsinnig. Die notwendige Fläche, Speichermöglichkeiten und die damit verbundenen Investitionskosten wären enorm. Zudem wäre zu bedenken, wozu Strom produzieren und selbst verheizen, wenn man diesen für viel Geld einspeisen und dann deutlich billiger vom Versorger wieder beziehen kann?

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

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    Kläre, ob das ne Anlage mit genügend Speichermasse ist, so daß Aufladung nur mit Nachstrom genügt. Das wäre (falls der örtliche Versorger nen Schwachlasttarif anbietet) noch akzeptabel.
    Eine Anlage, die hingegen auf Tagstrom angewiesen ist, geht bezahlbar nur in Gebieten, wo ein spezieller Heiztarif (auf tagsüber, aber unterbrechbar) verfügbar ist.

    Dann gff. anderes Objekt suchen. Oder eben eine Umrüstung der Heizung mit einkalkulieren (teuer).
     
  5. #4 TommyTulpe, 17. April 2008
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    Lohnt es sich den eine Photovoltaicanlage installieren zu lassen und den Strom zu verkaufen, oder sind die Anschaffungskosten zu enorm?
     
  6. R.B.

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    Na ja, kommt darauf an, was man unter "lohnen" versteht.

    www.solarrechner.de

    Kleine Anlagen lohnen sich nicht wirklich. Ich behaupte mal frech, die Eeinspeisevergütung ist eben so gerechnet, daß man bei dem Geschäft nicht drauflegen muß, und irgendwann kommt man auch in die Gewinnzone...sofern die Anlage bis dahin noch funktioniert und zwischenzeitlich keine Reparaturen notwendig waren.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 TommyTulpe, 17. April 2008
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    Naja, es würde mir ja reichen wenn die Kosten der Elektrofußbodenheizung in etwa abgedeckt wären und ich nicht zu tief in die Tasche greifen muß.
    Und ich würde ja kein Gas für die Heizung benötigen, welches ja auch immer teurer wird.
     
  8. #7 Achim Kaiser, 17. April 2008
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    Unter dem Gesichtspunkt .... vergiss es :).

    Wenn du mit Photovoltaik eine Elektro-FBH speissen willst unterhalten wir uns min. über ne Größenordnung da bauen andere ein mehr als großzügiges EFH drum .... und haben die Heizkosten für die nächsten 10 Jahre noch über ...

    Ausserdem kaufst du den Strom vom E-Werk weit unter der Hälfte des Preises, die es dich kostet ihn per Photovoltaik zu produzieren. Von Zwischenspeichern und solchem Gesumse fangen wir dann besser mal gar nicht erst an ... sonst musst noch anbauen damit den Batteriesatz unterbringst.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  9. Jonny

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    Ja, leicht möglich bei einer 40kw-Anlage, finanziert mit übrigem Schwarzgeld!

    Spiel erst mal mit dem Solarrechner in Ralfs Beitrag, damit du ein Gefühl für die zahlen kriegst.
    Bei einer 3kw - Kfw finanzierten Anlage bleiben nach 20jahren ca 2500€, wenn du dich in den 20 jahren mit den Heizkosten ein bisschen zurückhältst könnte es klappen.
    :D

    Grüsse
    Jonny
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Also grob geschätzt 50kW und ein Zimmer voll mit Akkus...das könnte klappen.:bounce:

    Ich müßte mal in meinen Unterlagen stöbern...irgendwann hatte ich schon so eine autarke Inselanlage gerechnet....war garnicht so teuer. :biggthumpup: ein AKW kostet ja auch.

    Gruß
    Ralf
     
  11. #10 TommyTulpe, 18. April 2008
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  12. Julius

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    Klingt schonmal nicht schlecht.
    Bringt aber eben nur etwas, wenn die Anlage damit ausreichend zu versorgen ist!
    Das hängt von deren Auslegung ab.

    Vorschlag:
    Laß Dir die letzte(n) Jahresabrechnung(en) zeigen. Dort siehst Du auch, wie sich der Bedarf auf HT (Tagstrom) und NT (Nachtstrom) verteilt.
    Die Höhe des monatlichen Abschlags allein sagt gar nichts aus!
    Notfalls beim Versorger die Höhe des Verbrauchs nachfragen.

    Achtung - bei älteren Anlagen gibt es meist nur einen Zähler, in dessen Werten dann auch der sonstige Stromverbrauch des Objekts enthalten ist.
    Bei neueren Anlagen dagegen meist zwei Zähler, davon einer separat für den Heizstrom.

    Wie wird das Warmwasser erzeugt? Vermutlich auch elektrisch.
    Durchlauferhitzer oder Speicher (ggf. mit Nachtaufladung)?
     
  13. R.B.

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    Soviel Estrich kann in der Hütte garnicht liegen damit er einen kompletten Wintertag ohne Nachheizen überbrücken kann. Wozu sollte er die Räume in der Nacht auf xx°C aufheizen damit er über den Tag noch akzeptable Temperaturen erreicht, und am Nachmittag bereits frieren muß?

    Alter des Gebäudes (Dämmstandard)? Beheizte Fläche? Ich schätze jetzt einfach mit 150qm.
    Da muß er im Winter mal so locker 200kWh pro Tag einspeichern, und das in vielleicht 9cbm Estrich wobei die Matten ja üblicherweise im oberen Bereich des Estrich liegen. Was sagt die Oberflächentemperatur dazu? Oder schaltet der Thermostat vermutlich schon vorher ab?

    Ach ja, nebenbei bemerkt, kosten ihn die 200kWh dann min. 24,- €...pro Tag.

    E-Heizer haben nur 2 Vorteile. Billig in der Anschaffung und (üblicherweise) wartungsarm.

    Gruß
    Ralf
     
  14. #13 TommyTulpe, 18. April 2008
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    Das Gebäude ist von 1995 und es sind 105 qm zu beheizen.
     
  15. Julius

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    Auch wenn Du es offenbar nicht kennst:
    Es gibt solche Anlagen und sie funktionieren leidlich. Hängt aber von der Nutzung ab.

    Empfehlen kann ich sowas (im Gegensatz zu herkömmlicher Nachtspeicherheizung mit Aufstellöfen) trotzdem nicht.

    Aber er muß (falls die Hütte erworben wird) mit dem Bestand klarkommen...

    @ TT
    Einen kräftigen Abschlag auf den ansonsten ortsüblichen Preis des Hauses müßte diese Anlage trotzdem bringen!
    Damit kann man dann ruhig ne ganze Weile erhöhte Betriebskosten tragen.

    Als Eigennutzer haben Dich (im Gegensatz zu Mietern) nämlich nur die Gesamtkosten zu interessieren.

    Wobei der genannte Wert nicht besonders teuer wäre. Aber ich glaube ihm noch nicht so ganz. Evtl. wurde zuletzt nurmehr zeitweise genutzt etc.? Der Tricks gibt es da viele.
    Im Zweifel mit einem Fachmann die Sache vor Ort untersuchen.


    Besitzt das Gebäude denn einen Notkamin? Oder mit welchem Aufwand wäre der nachrüstbar (ggf. außen)?
    Dann könnte man z.B. nen kleinen automatischen Pelletofen ins WoZi stellen.

    Oder man rüstet ne Luft-/Luft-Wärmepumpe für die Haupträume nach. Das wäre vergleichsweise erschwinglich und ohne großen Bauaufwand machbar.
     
  16. R.B.

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    Dann könnte das mit den 150,- €/Monat (1.800,- € p.a.) sogar hinkommen.
    Das sind unter Berücksichtigung einer Grundgebühr grob 15.000kWh, also etwa 140kWh/qm und Jahr. Was wir noch nicht wissen, ob und wie hoch eventuell noch Nachzahlungen erforderlich waren.
    Und dann ist der Verbrauch auch stark von der Nutzergewohnheiten abhängig.

    Wobei die 140kWh/qm und Jahr für ein Gebäude Bj. 1995 nicht gerade berauschend sind.

    Ein Haus mit etwa 100qm sollte sich auch mit < 10.000kWh p.a. beheizen lassen.

    Gruß
    Ralf
     
  17. R.B.

    R.B.

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    :28:

    Das wäre jetzt auch mein nächster Vorschlag gewesen. Die Wohnfläche ist nicht so riesig, da könnte man wohl einfach zuheizen und die E-FBH abwürgen.

    Kenne es (leider) zu gut. Im Januar ein Fall mit Nachtspeichern, vor 3 Wochen einen mit IR Heizern. In beiden Fällen werden sich jetzt wohl die Anwälte kloppen.

    Gruß
    Ralf
     
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  19. #17 TommyTulpe, 18. April 2008
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    Ein Kaminanschluß im Wohnzimmer ist vorhanden. Man könnte also einen Ofen zum zuheizen installieren.
    Ich werde mir in jedem Fall die letzten Jahresabrechnungen zeigen lassen um die Gesamtzahlungen und evtl. Nachzahlungen zu ermitteln.
     
  20. R.B.

    R.B.

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    Sehr gut. Dann den Kaufpreis drücken und von dem gesparten Geld etwas zum Zuheizen kaufen. Im besten Fall liegt das Kupfer dann im Estrich und hat nichts zu tun. :D

    Was, wo, wie müßte man sich vor Ort anschauen. Es gibt einige Lösungsmöglichkeiten.

    Gruß
    Ralf
     
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