Elektroinstallation in einem Holzhaus

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  1. Kiter

    Kiter

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    Hallo zusammen,
    wir beginnen nächsten Monat mit dem Bau unserers Holzhauses (Blockbohle-Ständer Bauweise).
    Die Elektroleitungen legen wir, der Einfachheit wegen, selber. Den Anschluss des Sicherungskasten und die Abnahme nach VDE übernimmt ein Elektromeister (örtliche Firma).
    Ich wollte gerne mal in die Runde fragen ob irgendwer schon mit Holzhäusern Erfahrungen hat und ein paar Tipps für die Verlegung auf Lager hat.
    Die die Zuleitungen zu den Räumen werden ja über die Decke verteilt und dann in den jeweiligen Räumen nach "unten" gezogen. Die Verteilung machen wir in diesem Fall über tiefe Hohlraumdosen.... usw

    Danke im voraus

    Mit freundlichen Grüßen
    Kiter
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Aber vor dem Verlegen steht hoffentlich zuerst einmal eine Planung. Oder erfolgt die Planung "on the fly"?

    Also, bitte zuerst planen, dann Fragen hier einstellen, sonst tippen wir uns die Finger wund. Wenn wir dann noch alle Details zur E-Installation hier einstellen, geht der Server in die Knie.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

    Julius

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    Welcher Leitungstyp soll denn verwendet werden?

    Man beachte die thermisch schlechtete Verlgeart in gedämmten Leichtbauwänden/-Decken.
    Es sind daher Leitungen mit höherem Querschnitt zu verlegen oder die Absicherung muß verringert werden.

    Mach doch mal eine Aufstellung der geplanten Stromkreise, mit Angabe von vsl. Last und jeweiliger maximal vorkommender Leitungslänge.
    Dann kann man die Dimensionierung durchrechnen.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Auch "Luftdicht" ist ein Thema.....von vielen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Kiter

    Kiter

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    Hallo zusammen

    @R.B.
    Hallo Ralf,
    ich bin Planer. Ich komme um nichts rum ohne etwas zu planen:lock. Ein Positionsplan ist bereits erstellt und die Position der markanten Elektrogeräte (Trockner, Herd,...) sind bereits festgelegt.
    Grundlegendes ist alles bekannt und Hilfe (Anschluss Sicherungsautomat+Abnahme haben wir ja auch. Es geht mir um Tipps die das Häuslebauerleben einfacher machen :D

    Was meinst du eigentlich mit "luftdicht"?

    @Julius
    Hallo Julius,
    ws meinst du mit einem höheren Querschnitt bei Leichtbauwänden? Wieso thermische Belastung?

    Leitungslängen plane ich gerade noch genau; Lastberechnung muss ich gucken wo meine Frau was hinstellen möchte :D (bzw. ich die Hifi Anlage hinstelle:Roll). Was ich aber noch zur Kontrolle wissen möchte wäre; welcher Querschnitt muss wo hin.
    z.B.: 3x2,5mm(hoch)2 für die Waschmaschine, Herd 5x2,5mm(hoch)2,...

    Mit freundlichen Grüßen
    Kiter
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Es macht sicherlich keinen Freude, wenn durch die Steckdosen oder Schalter der Wind pfeift. Suche mal nach Installationsebene.
    Oder ein anderes Beispiel. Da sollen Leuchten in die Decke eingesetzt werden hinter der eine Dampfsperre liegt. Wer hier beim Einbau nicht aufpasst, handelt sich eine Menge Ärger ein.

    Er meinte wohl die Verlegeart (in gedämmter Wand). Die Dämmung muß bei der Auswahl der Leitung beachtet werden, also entweder größerer Querschnitt, oder für einen geringeren Strom absichern.

    Das hängt (s.o.) von der Verlegeart ab. Ich würde Steckdosenkreise mit 2,5 anfahren, Lichtkreise mit 1,5. Herd sowieso mit 5x2,5.
    Ob der Leitungsquerschnitt ausreicht hängt auch von der Länge ab. Deswegen zu Beginn meine Bemerkung mit der Planung.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 HolzhausWolli, 7. März 2008
    HolzhausWolli

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    Baustatus: Längst fertig
    Hier ein Link zu einem Forum für "Holzwürmer" die das teilweise schon gemacht haben und sicher bereitwillig Tipps geben....

    http://naturstammhaus.foren-city.de/

    Ich glaube das thema ist dort bereits behandelt worden. Du kannst Dich ja mal einlesen und schauen ob es sich um vergleichbare Konstruktionsprinzipe und somit -aufwendungen handelt.
     
  9. #8 Bauwahn, 7. März 2008
    Zuletzt bearbeitet: 7. März 2008
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    Das hängt von der Leitungslänge, der Absicherung und der Verlegeart ab.
    Ersteres bedeutet, bei Nennstrom max. 0.5% Spannungsverlust zwischen HAK und Zähler, max. 3 % Verlust zwischen Zähler und entferntester Steckdose im Kreis sowie Einhalten der Abschaltbedingungen im Kurzschlussfall (je nach Auslösecharakteristik des LS z.B. 5*IN), wobei ersteres meist strikter ist.
    Die Verlegeart bestimmt die maximale Leitungsbelastung, da sich die Leitungen mit (Spannungsabfall x Strom) erwärmen.
    NYM 3x1,5mm² ist bei Dir daher kaum mit 16 A möglich. Also entweder runter mit der Absicherung oder 2,5mm² nehmen. Das sollte bis knapp 30 m gehen.
    Die Leitungen vom HAK zum Zähler und zum Unterverteiler jeder eigenen Wohneinheit sind für 63A auszulegen, selbst dann, wenn der VNB Dich nur mit 35A vor dem Zähler abzusichern gedenkt.

    Gruß

    Thomas
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Und bevor wir die Leitungen zum Zählerschrank oder zu der(n) UV dimensionieren, schauen wir mal nach der Netzform und in die TAB Deines Versorgers....

    Gruß
    Ralf
     
  11. EricNemo

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    ich finde jetzt gerade den Link nicht zu der Tabelle mit der absicherung/belgebaren Leitern/Verlegeart - kann ebstimmt ein ELi aus dem Kopf posten^^

    Danach habe ich mich grob orientiert und bin bei mir zu dem Entshcluss gekommen: Jedes Zimmer wird bis zur ersten Dose in 2,5mm² angefahren und dann 1,5mm². Ich leiste mir zusätzlich den Luxus in jedem Raum Licht und Steckdosen getrennt zu sichern, ebenso alle größeren Eektrogeräte (Kühlschrank, WaMa, etc...). Wenn du es selber machst, kostet es dich nur das Material. Der Aufpreis 1,5mm² zu 2,5mm² ist human - bei 5x2,5mm² unbedingt einen großen Ring besorgen, denn der Verschnitt bei 20m-Baumarktringen ist fast teurer als die verbauten Leitungen^^
     
  12. Jonny

    Jonny

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    Gilt für alle Versorger--> seit TAB2000 sind die (mit regionalen Zusätzen) allgemeingültig.
    Ein Blick in die deines versorgers bringt aber letztendlich Klarheit.

    @ ericnemo
    meintest du diesen?

    Grüsse
    Jonny
     
  13. #12 R.B., 7. März 2008
    Zuletzt bearbeitet: 7. März 2008
    R.B.

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    Bei Verlegeart A darf er die 1,5er nicht mehr mit 16A absichern (10A o. 13A wären OK). Bei 2,5 und 2 belasteten Adern kann er bis 18,5A, also sind 16A kein Problem.

    Die Tabelle müßte ich suchen. Hatte ich hier sicher auch einmal eingestellt.

    Aber bevor man sich Gedanken über die Verlegeart & Co. macht, zuerst mal planen was, wo, wie. Dann ergibt sich der Rest automatisch.

    Gruß
    Ralf
     
  14. EricNemo

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    ja die meinte ich^^ Das ist wohl oder übel die erste Pflichtlektüre bei der Planung^^
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Mit Betonung auf "erste"

    Gruß
    Ralf
     
  16. #15 pauline10, 7. März 2008
    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    2,5 -----1,5

    Hallo,

    mal einen Tipp von der Hausfrau:

    Es ist strikt verboten den Querschnitt "unterwegs" ohne eine entsprechende Sicherung zu reduzieren!!!

    Warum fällt das den "Fachleuten" nicht auf??

    Wer an Leitungsanfang einen Querschnitt von 2,5 feststellt, kann eine entsprechende Sicherung wählen. Aber anschließend ist der Teil mit 1,5 überlastet.
    Davon ist aber am Anfang nichts zu erkennen!!

    Gruß
    pauline
     
  17. R.B.

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    Weil wir vielleicht davon ausgehen, daß der Leitungsschutz gem. dem schwächsten Teil der Leiterkette dimensioniert ist. Die Grenze wäre somit die 1,5er Leitung bzw. die angeschlossene Steckdose.

    Kein vernünftiger Eli ersetzt einen LS durch einen größeren Typ OHNE die komplette Leiterkette zu betrachten. Also, einfach einen 20A LS einsetzen nur weil dort in der UV eine 2,5er Leitung liegt ist vorsichtig ausgedrückt Murks.

    Gruß
    Ralf
     
  18. EricNemo

    EricNemo

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    ich sichere es nach 1,5mm² ab. Die 2,5mm² sind einfach, damit der "kaum zu tauschende" Weg bis ins Zimmer wirklich für die Ewigkeit ist und dort nie was passiert. Schliesslich kommt man kaum an diese Leitungen ran (Versorgungsschächte, Boden, etc...)
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Hatte ich auch nicht anders erwartet. :D

    Auch wenn unsere Hausfrau gerne Horrorszenarien entwickelt, nicht alle Menschen sind auf den Kopf gefallen.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. EricNemo

    EricNemo

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    ausserdem ist der 100m-Ring 5x2,5mm² ein echter Fitness-Studio-Ersatz, wenn man ihn abwechelnd im Keller und im Dach braucht. :D
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Ein Bauherr der noch ein Fitness-Studio braucht, hat nicht richtig gebaut.

    Gruß
    Ralf
     
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