Elektroinstallation in Poroton T9

Diskutiere Elektroinstallation in Poroton T9 im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich bin gerade dabei ein Ausbauaus (DHH) zu erwerben. Die Elektroinstallation will ich zum größten Teil selbst erledigen, der...

  1. EricNemo

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    Hallo,

    ich bin gerade dabei ein Ausbauaus (DHH) zu erwerben. Die Elektroinstallation will ich zum größten Teil selbst erledigen, der Zählerkasten und Hausanschluß wird dann natürlich vom Elektriker gemacht. Logischerweise werde ich auch die Leitungsinstallation mit ihm absprechen, ich such mir aber schonmal im Vorfeld Informationen zusammen.

    - kann ich ganz regulär in den T9-Ziegel Schlitze einziehen, oder ist auf irgendwelche Besonderheiten zu achten?

    - ich plane die Verlegung komplett in Leerrohren. Nun habe ich beim durchforsten dieses Forums aber entdeckt, dass die Belastbarkeit in Leerrohren geringer ist. Gibt es dazu evtl. Tabellen?
     
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  3. EricNemo

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    - optimistisch und vielleicht auch ein wenig naiv habe ich im Prinzip vor, als erstes mal die Schlitze für Strom, Telefon und TV in die Wand zu fräsen und dann alle Leerrohre einzugipsen. Es gibt doch bestimmt Richtlinien wieviel und wo man die Schlitze fräsen darf. Wo findet man solche Informationen?

    Geplant hatte ich: Leerrohre 30cm unter der Decke rundrum soweit laut Planung nötig, zu Steckern und Schaltern dann senkrecht runter. TV und Telefon passt ja eientlich in ein Rohr, wobei TV sowieso nur an einer Stelle senkrecht durchs Haus gehen soll. Kann man das Rohr für Telefon denn direkt (also ein paar cm) über dem Rohr für die E-Leitung verlegen? Irgendwo baut man der Wand ja damit eine Art "Sollbruchstelle"^^
     
  4. Jonny

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  5. Jonny

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    :eek:

    Deckenrohre? Bodenleitungen?
    aber bitte nicht umlaufende waagrechte Schlitze, da kriegt jeder Statiker einen Herzinfarkt!

    Und die Verlege- oder Installationszonen hatten wir hier auch schon öfters.
     
  6. EricNemo

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    danke für die rasche erste Antwort.

    Also brzgl. der Schlitze bin ich bei Schlagmann doch noch fündig geworden:
    Verlegeart A ermöglicht mir dann aber keine 16A-Absicherung, oder? Oder hab ich im Rohr auch genug Platz für 2,5er Kabel? Bei einer Kreuzschaltung oder ähnlichem bin ich ja rasch mal bei 5x2,5 oder 7x2,5 und da frag ich mich, ob das dann noch durchs Leerrohr passt?
     
  7. #6 VolkerKugel (†), 16. August 2007
    Zuletzt bearbeitet: 16. August 2007
    VolkerKugel (†)

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    EricNemo ...

    ... verleg´ die Leerrohre auf dem Rohfußboden (da kommst Du nachher ohne Flurschaden genausowenig dran wie in der veputzten Wand :konfusius ) und geh´ jeweils mit nem dünnen Kabel senkrecht nach oben (deckt vielleicht sogar der Putz und Du brauchst überhaupt nicht schlitzen).
     
  8. EricNemo

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    das geht? hab ich ja noch nie gehört aber klingt erstmal reizvoll^^

    Fussboden ist halt derzeit Beton, da kommt noch ne Fussbodenheizung drauf. Quasi fräst man dann die Schlitze diese 30cm-Abstand von der Wand am Boden endlang, bei Stecker und Dose dann zur Wand hin und nach oben?

    Wenn ich später mal an eine Leitung will, muss ich dann aber zwangsläufig den Boden rausreissen - im Gegensatz zur Wand die ich "nur" stellenweise neu verputzen muss... Hat denn das Leerrohr in der Wand einen nennenswerten Nachteil? Aussenwand sind 36,5er Ziegel, da sollte der kleine Schlitz ja nicht besonders viel an der Dämmung machen, oder?
     
  9. EricNemo

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    das war eben auch mein erster unschuldiger Gedanke dabei^^
     
  10. Jonny

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    Bodenleitungen liegen auf dem Rohboden (in der Estrichdämmung).
    Für Leitungen in Decke oder Boden gibt es keine Installationszonen, d.h. die kannste verlegen wie du willst, aber am besten kreuzungsfrei und rechtwinklig dann isoliert sichs nachher einfacher.

    Warum keinen Fachbetrieb? Kampferprobter Hobbyeli bist du ja anscheinend nicht.

    Grüsse
    Jonny
     
  11. Jonny

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    Und wie werden denn die Schlitze 'eingezogen'?
    Bei uns mit sowas:
    [​IMG]
     
  12. EricNemo

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    also Boden, dann Dämmung, auf die Dämmung die Leerohre und die FBH und dann den Estrich drauf? Die Leerrohre somit am Rand entland um den Raum, sonst kreuze ich mich ja mit der FBH...

    Naja, ich will möglichst viel selbst machen, aus finanziellen Gründen und aus dem Drang, das Haus wenigstens zum Teil selbst zu bauen^^
    Meine Elektro-Erfahrung bezieht sich nur auf Kleinkram-Aufputz und größeren Schlatungen Aufputz von der Technik-FOS, was aber schon ne Weile her ist.

    Ich mag mir halt ein Bild der E-Installation machen, BEVOR ich mir einen Elektriker suche. Ich möchte die Kabel auch selbst planen und dann nur vom Elektriker den Plan nochmal kontrollieren lassen. Im aktuellen Stand hab ich eigentlich kaum Kreuzungen, derzeit halt alles an der Wand geplant, aber eben manchmal mit seh rlangen horizontalen Schlitzen, was mir instinktiv statisch ungünstig erschien...
     
  13. KRIS

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    du informierst dich doch hoffentlich gründlich??willst nicht vielleicht lieber an was anderem "sparen"?
    Jeder soll tun was er für richtig hält und ich glaube wir werden hier noch öfter von dir hören
     
  14. EricNemo

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    Ihr werdet mit Sicherheit noch öfters von mir hören^^

    Un dich versuche mich an unterschiedlichsten Stellen zu informieren. In diesem Forum habe ich schon des öfteren gelesen und mich heute entschieden anzumelden. Bein derzeit auch noch auf der Suche nach ein bisschen Literatur die über das Hornbach-Buch hinausgeht und vor dem Einschalten der Fräse besprech ich das auch alles nochmal brav mit einem Elektriker. Mal sehen, wo ich einen finde, der mir das maximale Maß an Eigenleistung ermöglicht...
     
  15. joegeh

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    Hallo Eric,
    Auf die Rohdecke kommen die Elektro-Leerrohre, dann die Dämmung (Dämmung ausschneiden und dann obendrauf die FBH und den Estrich. Also keine Kreuzungsgefahr mit der FBH.
    Die Leitungen aber immer schön im rechten Winkel verlegen, dann ist es später leichter mit dem Dämmung ausschneiden (das wirst du ja vermutlich auch selber machen)

    Gruß Josef
     
  16. Julius

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    Das Problem ist nicht die dünnere Dämmung, sondern die signifikant verringerte Tragfähigkeit bei waagerechten Schlitzen!
    Und gerade der T9 ist hier sehr kritisch (weil schon von Haus aus nur mäßig tragfähig und die Festigkeit sitzt vor allem am Rand, den Du entfernen willst).
    Vermutlich sind bei den genannten Außenwänden KEINERLEI statische Reserven für waagerechte Schlitze eingeplant, schon gar nicht für umlaufende... :irre
    Also ohne Rücksprache mit dem Statiker ÜBERHAUPT KEINE nennenswerten waagerechten Schlitze!!!

    Was die thermische Belastbarkeit angeht:
    Willst Du denn im Rohr Einzeladern verlegen oder Mantelleitungen?
    Um unnütz hohe (und damit teure und unhandliche) Querschnitte zu vermeiden, empfiehlt es sich, entweder Steckdosen- und Beleuchtungsstromkreise zu trennen (dann reicht für Leuchten, Schalter etc. 1,5mm², Steckdosenkreise mit 16A in 2,5mm²) oder zimmerweise abzusichern, dann aber mit nur 10A oder ggf. 13A, auch für die Steckdosen. Nur Einzelverbraucher (WaMa, Trockner, SpüMa, MW etc.) oder so Sachen wie Werkstatt und Außensteckdosen bekommen dann 16A, aber eben mit 2,5mm².

    Leitungen mit 2,5mm² können übrigens - unabhängig von der Verlegeart - auch schon allein aufgrund der Länge nötig werden (Spannungsfall)!


    Diese "HORNBACH&Co."-Elektro-Bücher sind übrigens ne reine Katastrophe. Sie sind nicht nur extrem lückenhaft, sondern strotzen i.d.R. vor fachlichen Fehlern!!! Und die handwerklich korrekte Ausführung können sie schon gar nicht vermitteln.
     
  17. Bauwahn

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    Besorg Dir das Buch "Elektroinstallation in Wohngebäuden" (vde-verlag).

    Wenn Du das durchhast, dann klären wir die noch offenen Fragen.

    Das ist gut investiertes Geld.

    Gruß

    Thomas

    PS: Nein, ich verdiene nichts daran
     
  18. EricNemo

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    Verlegung auf dem Boden hat für mich als erstes den augenscheinlichen Nachteil, dass man nie wieder an die Leitung hinkommt. Allerdings weis ich auch nicht, wieso ich da hin sollte^^ Die Verlegung im Boden ist aber wohl eine ernsthafte Alternative wie es aussieht...

    - Zum Statiker: Da werd ich Montag wohl gleich mal den Architekten der Baufirma fragen, die mir den Rohbau verscherbeln...
    - In den Leerrohren werd ich wohl Einzeladern verlegen, das scheint mir praktischer
    - Diese Hornbach-Buch fand ich auf den ersten Blick schon überflüssig, das spiegelt in etwa man Handwerkliches Grundwissen wieder. Alles was ich aber jetzt noch wissen will, steht da nirgends^^

    Danke, werd ich morgen gleich mal nach suchen. "Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation" von Hösl wurde mir auch als kleine Bibel empfohlen. Das werd ich mir morgen auch mal ansehen. Auf alle Fälle kauf ich mir lieber pro größerem Gewerk ein Buch als ein Bastler-Allround-Handbuch^^
     
  19. EricNemo

    EricNemo

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    achja, zur Absicherung hatte ich jedes Zimmer einzeln geplant, jedoch dann Stecker und Licht gemeinsam. Größere Elektrogeräte wie WaMa und Herd dann nochmal natürlich seperat.
     
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  21. #19 VolkerKugel (†), 17. August 2007
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Und wenn Du dann ...

    ... später mal zusammenrechnest, was ich Dich die ganzen Bücher gekostet haben und wieviel Zeit Du zum Lesen und Verstehen gebraucht hast und in dieser Zeit mit der Verwendung Deiner Arbeitskraft hättest verdienen können wirst Du Dich fragen:
    "Warum hab´ ich denn nicht gleich nen Fachmann drangelassen :fleen ."

    Sach ich mal :konfusius .

    Ach ja - und Eins noch: Mit der Elektro-Installation kann man nicht spielen. Ich mach´ da bei mir auch nix selbst.
     
  22. R.B.

    R.B.

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    ist die halbe Miete. Was, wo, wie...Leitungslängen usw.

    Eine Verlegung auf dem Rohfußboden ist üblich, in Leerrohren kein Problem.

    Dann würde ich von der UV für jeden Raum die Steckdosenkreise mit 2,5 anfahren und Lichtkreise mit 1,5. NYM kostet nicht die Welt, und ein LS ist mit 2,- EUR auch nicht teuer.

    Verbraucher mit 2kW mit getrennten Kreisen anfahren. Herd mit 5x2,5.

    Bei den Schalterdosen würde ich tiefe Ausführungen nehmen.

    Und immer an die Hausfrau denken, Steckdosen im Dutzend vorsehen..:D

    Gruß
    Ralf
     
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