Elektronistallation in Decke mit/ohne Leerrohr

Diskutiere Elektronistallation in Decke mit/ohne Leerrohr im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich bin gerade am Bauen und habe so meine Zweifel, ob der Elektriker "nach Norm" installiert, oder einfach nur sparen will: Im UG hat...

  1. tnn1985

    tnn1985

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    Hallo,

    ich bin gerade am Bauen und habe so meine Zweifel, ob der Elektriker "nach Norm" installiert, oder einfach nur sparen will:
    Im UG hat er die Leitungen in der Decke (Elementdecke mit Ortbeton) für die Zuleitung vom Sicherungskasten, für die Lampenauslässe in der Decke und für die elektrischen Rollläden nicht in Leerrohren, sondern einfach offen unter der Bewehrung auf den Elementdecken verlegt (z.B. auch für diese Kaiser Halox-P Einbaugehäuse). Die Löcher durch die Decke für die Lampenauslässe in der Decke des UG hat er vor dem Ortbetonieren der Decke mit Bauschaum aufgefüllt.

    Meine Fragen:
    1. Ist das nach Norm (noch) zulässig?
    2. Was ist der Vorteil/Nachteil von Leerohren zu offener Verlegung?
    3. Warum (was ich irgendwo gelesen habe) soll es in D Vorschrift sein, die Kabel bei Leerverrohrung erst nach dem Betonieren durchzuziehen (macht für mich keinen Sinn)?
    4. Wie wird das Loch durch die Decke für die Leerrohre normalerweise bei Elementdecken vor dem Betonieren abgedichtet, dass kein Beton durch den Zwischenraum zwischen Leerrohr und Loch / oder durch defekte Leerohre nach unten fließt? Bauschaum zu verwenden ist doch hier ok, oder?
    5. Was würdet ihr mit für die Decke zwischen EG/OG raten?
     
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  3. Kater432

    Kater432

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    was für Kabel hat er dafür verwendet ?
    NYM (weiss bzw. grau) oder
    NYY (schwarz)

    Erstes darf icht allein im Beton liegen, das NYY schon.
     
  4. tnn1985

    tnn1985

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    Vermutlich NYY. Auf jeden Fall waren es schwarze und sahen robuster aus als NYM.

    Wie sieht es mit meinen anderen Fragen aus? Vorteile/Nachteile?

    Ich kann mir nur den Fall vorstellen, dass irgendwann in 50 Jahren das Haus grundsaniert werden muss und dann die alten Kabel gegen neue leichter ausgetauscht werden könnten, wenn Leerohre da sind. Um aber ehrlich zu sein...wer weiß schon, was in 50 Jahren ist.

    Anderer Fall wäre, weil das Haus vermietet wird, dass der Mieter die Deckenauslässe irgendwie abzwicken könnte, weil sie für ihn zu lang sind (das machen z.B. Laien). Oder er bohrt, um die Deckenleuchten zu befestigen, zu tief und in die Kabel rein.
     
  5. karo1170

    karo1170

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    Vorteile: deutlich geringere Kosten,schnellere Installation, weniger Leerrohre im Beton (Statik), keine Rauchausbreitung oder Zuglufterscheinungen
    Nachteile: keine Auswechselbarkeit (bei ausreichender Adernanzahl der Kabel aber eher kein Problem)
     
  6. SirSydom

    SirSydom

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    Ich habe bei mir Leerrohre in die Decke gelegt.
    Gerade wenn z.B. auch Lüftungsrohre in der Decke verlegt werden, gibt es aber auch Platzprobleme.

    Zugerscheinungen gibt es nur dann, wenn man mit dem Rohr die Dichtigkeitsebene durchbricht, macht man aber idR nicht, außer evtl. bei Außensteckdosen und Lampen, aber im Innenraum eher nicht.

    Der Elektriker hat bei mir Leerrohre direkt auch mit der Leitung verlegt (EG-Decke), ich habe im OG nur Leerrohre verlegt.
    Grund: wenn ein Leerrohr geknickt ist oder so und es ist eine Leitung drin, dann steckt die fest und das Leerrohr ist unbrauchbar.
    Ist es jedoch leer, dann bekommt man ggf. ein paar Einzeladern trotzdem durch!

    Wenn man die Rohre ein wenig größer wählt (habe grundsätzlich 25er genommen) dann ist man auch flexibel was spätere Umbauten angeht.

    Bauschaum wurde bei mir auch verwendet. Der muss danach nur entfernt werden.
    Irgendwie verträgt der sich nicht mit der Bewehrung oder so, hab ich hier mal irgendwo gelesen.
     
  7. mastehr

    mastehr

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    Mein Elektriker hat das auch so gemacht. Scheinbar kein Profi.

    Was machen denn Profis mit zu langen Kabeln?
     
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  9. tnn1985

    tnn1985

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    Also ich schließe mal aus den Antworten, dass es zumindest keine Vorschrift gibt, Leerrohre zu verlegen.

    @karo1170: Das mit der Statik ist natürlich so ein Punkt...

    @SirSydom: Ja klar geht kein Kabel mehr durch, wenn das Leerrohr geknickt wird, aber dann hab ich ja auch zumindest schon ein Kabel drin. Wenn ich nur Leerrohre verleg, kann es doch sein, dass da zum Beispiel ein Leck im Leerrohr ist und das komplett mit Beton vollläuft. Dann bin ich total angeschissen.

    @mastehr: Ich kann mir halt vorstellen, wenn alle 2 Jahre ein neuer Mieter kommt und jeder Mieter seine Lampen aufhängt, dass da ein hoher Verschleiß auftritt (im Gegensatz zu selbstbewohnten Häusern). Den Mietern wird sowas ja auch völlig egal sein, ob dann der nächste Mieter ein Problem hat. Hab da vielleicht ein wenig Vorurteile, aber ich sehe halt das hohe Risiko wenn da was passiert. Bei der normalen Wand sind die Kabel ja nur unter Putz, in der Decke liegen sie aber oberhalb der Betonschicht vom Werk. Da kann keiner mehr Leitungen austauschen. Und dann Leitungen in der Decke unter Putz verlegen ist sicher aufwendiger. Ich will es halt gleich richtig machen :)
     
  10. tobiberlin

    tobiberlin

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    Auf jeden Fall nicht bündig abkneifen und zuspachteln...
     
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