Empfehlung für Oberboden im Keller

Diskutiere Empfehlung für Oberboden im Keller im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Guten Abend liebes Bauexperten-Forum. Als begeisterter stiller Mitleser habe ich mich nun auch entschlossen beizutreten - danke für die Aufnahme...

  1. BerndSt

    BerndSt

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    Guten Abend liebes Bauexperten-Forum.
    Als begeisterter stiller Mitleser habe ich mich nun auch entschlossen beizutreten - danke für die Aufnahme - und falle direkt mal mit meinem ersten Anliegen über euch her.

    Wir haben vor, unseren Doppelhaushälften-Keller mit einem Oberboden auszustatten. Der Keller besteht aus einem Kellervorraum (Zementestrich mit Wärme- und Trittschalldämmung, zum Keller gedämmte Wände und Plattenheizkörper) sowie dem eigentlichen Kellerraum. Dieser ist wie folgt beschaffen:
    1. Fußbodenaufbau:
    - 15 cm Kies
    - 2 Lagen PE-Folie
    - 25 cm Sohlplatte in WU-Beton
    2. Außenwände
    - 30 cm zweischalige Filigranwände (WU-Beton)
    - 2 Kellerfenster mit Kunststoff-Lichtschacht
    - Zugang nur durch das Haus
    - unbeheizt, zurzeit bei - 6 °C Außentemperatur 19,6 °C erreicht

    Das Haus ist bereits fertiggestellt und bewohnt.
    Die Idee ist nun - leider erst jetzt - einen Oberboden aufzubringen. Bisher wurde der Boden nur intensiv gereinigt und mit Tiefengrund behandelt um den Zementstaub zu binden, was erfolgreich gelang. Ein kleiner Teil muss ausgespart werden, da sich dort die Heizungsinstallation direkt auf dem Boden befindet und ein Höhersetzen zum jetzigen Zeitpunkt unwirtschaftlich wäre (hinterher ist man bekanntlich immer schlauer).

    Es gibt bisher verschiedene Ideen, die von dem Bausachverständigen, Maler, Fliesenleger und uns in Betracht gezogen wurden:
    1. Zementestrich wie im Vorraum mit Dämmung
    2. Ausgleichsschüttung und Trockenestrich Platten
    3. Dämmung und zweilagige OSB-Platten
    4. Ausgleichsmaße und direkt Streichen oder Fliesen

    Der Keller soll als Lagerraum, Wäschetrockenraum im Winter und Arbeitsraum fungieren. Die ebenfalls grundierten Wände beabsichtige ich nur mit Wandfarbe zu streichen.

    Welche Variante würdet ihr empfehlen bzw. gibt es noch eine attraktive (preiswerte) Alternative? Hinsichtlich des Estrichs scheue ich die Verschmutzung, da es sich ja um ein klassisches Rohbaugewerbe handelt und der Zugang zum Keller durch das Haus führt.
     
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  3. #2 Gast036816, 20. Januar 2016
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    vergiss die idee mit osb, das gammelt dir unten füßen weg. ausgleichsschüttung kann ich dir auch nicht empfehlen.

    bei trockenestrichplatten empfehle ich auf der rohbetonsohle eine schweißbahn aufzubringen. dazu müssen die installationen zurückgebaut werden und können nach dem einringen der schweißbahn wieder eingebaut werden.

    wenn das nicht in frage kommt, dann zementestrich auf dämmung.
     
  4. #3 wasweissich, 20. Januar 2016
    wasweissich

    wasweissich Gast

    von oberboden im keller würde ich jetzt abraten ... https://de.wikipedia.org/wiki/Mutterboden

    kommt man schnell in den verdacht , eine hanfplantage zu planen :D
     
  5. Lebski

    Lebski Gast

    Es gibt Ausgleichsmassen, die direkt nutzbar sind. Ist vermutlich das günstigste Verfahren, nach so lassen.

    Wenn kein Zementestrich auf Schweißbahn (weil Aufwändig und Dreck), dann Kunstoffolienabdichtung (gibt es 2 bekannte Hersteller für unter Estrichen) und darauf zementgebundene Trockenestrichelemente mit Dämmung unten dran, eventuell auf Ausgleichsschüttung. Dann Oberbelag. (Oder Oberboden, je nach grünem Daumen)
     
  6. BerndSt

    BerndSt

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    Zunächst danke für die Beiträge.

    Bezüglich der Begrifflichkeit... wäre doch mal was neues und so eine Hanfplantage im Keller ist auch nicht zu verachten:28:

    Der Hinweis bzgl. OSB-Platten klingt plausibel, was wäre der Nachteil bei einer Ausgleichsschüttung?
    Ich nehme an die Schweißbahn fungiert als robusterer Schutz gegenüber ***Folie vor aufsteigender Feuchtigkeit?

    Ist es ein Problem Estrich mit Dämmung zu verlegen, wenn die Kellerwände ungedämmt bleiben? (Ich habe ähnliches in einem Forum - ich glaube hier - gelesen)?

    Ausgleichsmasse wäre mir aus Kostengründen und wegen des geringen Aufwands am liebsten, mir ist allerdings der Nachteil gegenüber einem vernünftigen Zementestrich - in einem ungeheiztem Keller - noch nicht ganz klar?
    Grundsätzlich möchte ich hier auch nicht an der falschen Stelle sparen, mich ärgert schon, dass wir das nicht direkt in Angriff genommen haben.
     
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  8. Lebski

    Lebski Gast

    Schweißbahn: Leitungen lösen, Saubermachen, mit Gasbrenner im Haus arbeiten, Dachdecker für Kleinauftrag finden, Haftpflich desjenigen prüfen (Brandgefahr), manche haben Bedenken wegen Ausgasungen (bei Trockenestrich)

    Kunstofffolienabdichtung: besser DIY geeignet, kann über Leitungen hinweg gelegt werden, keine Brandgefahr usw.

    Das ist eine Frage von entweder / oder.

    Kombinieren kann man eine Art der Abdichtung (die dringend zu empfehlen ist im Keller auf der Bodenplatte) mit einem der Estrichen.

    Zementgebundene Trockenbauplatten sind weniger Anfällig für Feuchtigkeit als Holz. Trockenbau ist bei einem Raum finanziell ok, bei einem Haus ist doch ziemlich viel teurer als normaler Zementestrich. Ausserdem eher im DIY zu machen.
    Nachteil der Ausgleichsmasse: Null Dämmung. Sehr ungemütlich, bei längerem Aufenthalt eventuell nicht nutzbar. Halt so kalt wie jetzt.
     
  9. BerndSt

    BerndSt

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    Okay, verstehe.

    Eine Abdichtung - mit Ausnahme der Ausgleichsmassenlösung - würde ich definitiv aufbringen.

    Also ist ein gedämmter Boden in Kombination mit einer ungedämmten Außenwand unproblematisch hinsichtlich Wärmebrücken oder anderen pysikalischen Einflüssen?
     
Thema: Empfehlung für Oberboden im Keller
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  1. bodenausgleichsmasse als oberboden

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