Empfehlung nach Bodengutachten... DHH: 1 oder 2 Bodenplatten, Fundament...

Diskutiere Empfehlung nach Bodengutachten... DHH: 1 oder 2 Bodenplatten, Fundament... im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo. Was würde ihr für eine Gründung empfehlen: 2 DHH, ca. 14mx13m Außenmaße für beide, 3 Vollgeschosse, kein Keller. Wahrscheinlcih schwere...

  1. #1 malgucken, 25. Juni 2014
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    Hallo.

    Was würde ihr für eine Gründung empfehlen: 2 DHH, ca. 14mx13m Außenmaße für beide, 3 Vollgeschosse, kein Keller. Wahrscheinlcih schwere 17.5 KS Wände mit WDVS, doppelte Trennwand mittig vllt. 24er KS.

    Vielleicht einfach den letzten Absatz lesen, Abschluss in Fettschrift. -> dort wird mit 2-3cm Setzung gerechnet, aufgrund des Bodens und zusätzliche Setzung von 2-3cm aufgrund der Aufschüttung.

    Was haltet ihr davon?

    Einen halben Meter Mutterboden abtragen, auffüllen lassen von der Baufirma (Garantie/Haftung) mit Schotter (RCL oder so), ca. 30cm Glasschaumschotter ganz oben drauf (ist von mir favorisiert als Isolierung) und dann das Haus drauf.

    Fundament mit oder ohne Bodenplatte?

    Ich tendiere (ohne wirklich Ahnung zu haben) zu einer dickeren Bodenplatte (>30cm) für jede DHH.
    Eine getrennte Bodenplatte hätte doch sicherlich gewisse Vorteile beim Schallschutz, ist dafür etwas teuerer, und hier bei ca. 4cm Setzung risikoreicher?

    Was ist dem Hinweis: ….die Aufschüttung frühzeitig durchzuführen, damit man deren zusätzliche Setzung minimiert… Soll ich da versuchen mich mit dem Bauamt zu einigen, dass man schon während der Genehmigungsplanung mit der Auffschüttung anfangen darf (bzw. darf man sein Grundstück nicht sowieso auffüllen wie man möchte?) Was heißt frühzeitig im Herbst/Winter?
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    Folgender Untergrundaufbau wurde angetroffen:
    Unter einer bis zu 0,5 m starken Mutterbodenschichtwurde in manchen Schürfen Auffüllung unterschiedlicher Zusamrnensetzung (schluffiger Ton bis Sand, Bauschutt, Schlacke,
    Ziegelreste) angetroffen. Eine organoleptische Ansprache von Proben aus der Auffüllung ergab keinerlei Aufiälligkeiten bzw. Hinweise auf Verunreinigungen. Unter der Auffüllung folgte schluffiger bis stark schluffiger Ton, teilweise rnit eingelagerten
    Holzresten, breiiger bis weicher Konsistenz. Die Machtiglteit dieser Schicht variierte von 0,5 m
    bis 2,5 m je nach Schürf.
    Unterhalb der bindigen Schichten folgte in allen Schürfen sandiger bis stark sandiger Kies, der
    in dargestellten Kornverteilungen als feinteilfrei anzusprechen ist.
    Der Grundwasserspiegel wurde mit Ausnahme eines Schürf überall erreicht. Er wurde
    nach Beendigung der Schürfarbeiten in Tiefen zwischen 2,2 rn unter 2,6 m unter GOK erreicht.

    Gründungsvorschläge:
    Das Gelände ist nach Abschieden des Mutterbodens um ca. 1.5m aufzufüllen. Unter dieser Voraussetzung steht, bei Verwendung von gut verdichtbarern Material, im Bereich der Gründungssohlen der Gebäude ausreichend tragfähiger Baugrund an. Wegen der überwiegend breiigen gewachsenen Schichten sind jedoch hinsichtlich der zn erwartenden Setzungen besondere Maßnahmen bei der Ausührung der Gründung notwendig. Es ist vorallem darauf zu achten, dass die mit den weiter unten berechneten Setzungen einhergehenden Setzungsunterschiede schadlos aufgenommen werden können, z.B. durch Ausführung einer entsprechend bewehrten elastisch gebettenen Bodenplatte oder eines in sich steifen Fundamentrostes.

    Grundbruch nach Din4017:
    Für den Fall, dass ein in sich ausgesteifter Furıdamentrost mit daraufliegerıder freitragender
    Bodenplatte ausgeführt wird, wurden in Anlage 3.1 die zulässigen Bodenpressungen für eine
    Fundarnenteinbindetiefe von 0,8 m berechnet. Dies führt je nach Fudament zu
    zulässigen Bodenpressungen von etwa 350 kN/mg.
    Derart hohe Bodenpressungen würden bei den setzungsweichen breiigen Schichten, die oberhalb
    des Kieses anstehen, unvermeidlich zu bauwerksschädlichen Setzungen führen. Es wird daher
    dringend die Ausführung von Plattengründungen empfohlen.

    Setzungsermittlung:
    (Einzelgründung jedes Gebäudes) ergibt sich je nach Profil rechnerische Setzungen zwischen 1,4 und 2 cm. Es wird dringend empfohlen, aneinander angrenzende Gebäude wegen der zu erwartenden Setzungsdifferenzen jeweils auf einer durchgehenden Platte zu gründen. In den o.g. Werten sind die Setzungen aus der großflächigen Aufschüttung des gesamten Geländes, die in der Größenordnung von 2 bis 3 cm liegen werden, nicht enthalten. Wird die Aufschüttung entsprechend frühzeitig aufgebracht, kann mit einem weitgehenden Abklingen dieser Setzungen vor Baubeginn gerechnet werden.

    Abschluss:

    Unter einer bis zu 0,5 m starken Mutterbodenschicht steht bereichsweise organoleptisch unauffällige Auffüllung an; darunter folgt bis zum Kies teilweise breiiger schluffiger Ton mit organischen Beimengungen. Bei einer Auffschüttung des Geländes mit gut verdichtbarem rolligen Material, welches aus Gründen der Regenwasserversickerung benötigten hohen Wasserdurchlässigkeit feinteil-
    frei sein muss, ist bei einer Gründung auf elastisch gebetteten Platten mit Setzungen aus Gebäude-
    lasten in der Größenordnung von bis zu 3 cm zu rechnen. Die Setzungen aus der Aufschüttung
    selbst betragen zusätzlich 2 bis 3 cm.
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  3. mls

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    für mich bleiben beim gesamttext mehr fragen als
    antworten, ohne bohrprofile, baupläne (100-tel)
    und ohne höhenlinienplan .. würde ich nix anfassen.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 25. Juni 2014
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    Meine [​IMG] tendiert (mangels Plänen, Angaben zur Lage von Bohrprofilen zum Grundriss, Bohrprofilen) zu einem Keller!
    Vor allem dann, wenn man (nach Erstellung eines Schichtprofils für die Gründungsfläche damit (+ ggf. geringem Bodenaustausch) a) den Drecksboden loswird und b) den Grundriss ggf noch verkleinert, weil keine Kellerersatzräume den Grundriss unnötig vergrössern.
     
  5. #4 malgucken, 26. Juni 2014
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    Hi.

    Es ist eine größere Fläche, Gelände, 60mx60m. Direkt drumherum sind schon Häuser, Reihenhäuser und MFH. Wo genau die 4 Bohrungen gemacht wurden, weiß ich nicht. Bohrprofile, ähm, da sind noch Grafiken drinnen, Bestimmung der Kornverteilung, je Schürf. Meint ihr das?

    Höhenlinien: Reicht es wenn ich sage, dass die Straße momentan gut 1m über Geländeoberfläche ist. Kann auch das Dokument online stellen, aber ist dann noch länger.
    Aktuelle Geländeoberfläche wäre der höchste Grundwasserspiegel, der da mal war. Es wird dann 1m aufgeschüttet, auf Straßenniveau. Das Haus würde ich gerne nochmals 10cm über Straßenkante legen, die Höhe der OK Bodenplatte. Somit wäre nach Bericht gut 1m Platz zum höchsten Grundwasserspiegel nach Aufschüttung, von der OK Bodenplatte. Darunter Glasschaumschontter, und geeigneter (RCL) Schotter.

    Grundriss habe ich noch keinen definitiven. Ist gerade zur Durchsicht bzw. ändert sich noch. 3 Vollgeschosse mit Flachdach, 9m hoch.
    Fakt ist: Höchster Grundwasserstand wäre gut 1m unter geplanter Aufschüttung. Aktuelles Geländeniveau ist der höchste Grundwasserstand. Ein Keller kommt nicht in Frage (auch wenn ich die Vorteile verstehe).
    Ich würde ja schon gerne wie im Bericht steht etwas früher Aufschüttungen, damit ich die Setzung minimiere..

    Setzungsberechnung nach Din 4109:
    Annahme:
    Ermittlung der Setzung im charakt. Punkt
    Fundamentlange a = 10 m
    Fundamentbreite b = 6 m
    Fundamentbelastung : Q = 2700 kN
    totale Spannung o : 45 kN/m2
    wirksame Spannung o': 45 kN/m2
    Bohrung1:
    Gesamtsetzung : 1.46 cm
    Bohrung2:
    Gesamtsetzung : 1.96 cm
    Bohrung3/4:
    Gesamtsetzung : 1.38 cm

    Bei einem breiterenen Fundament 20m liegen die Werte ca. 20-30% höher, wie ich lese.
     
  6. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Man beachte:

    " Wegen der überwiegend breiigen gewachsenen Schichten sind jedoch hinsichtlich der zn erwartenden Setzungen besondere Maßnahmen bei der Ausührung der Gründung notwendig. "

    "Aktuelles Geländeniveau ist der höchste Grundwasserstand."

    Das ist eine Fluss/Bachniederung. Die beiden Gebäude beeinflussen sich gegenseitig. Wie wird das im Zaum gehalten?

    Und es wird bebaut, wovon früher nur "Hände weg!" gedacht hat.
     
  7. #6 malgucken, 27. Juni 2014
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    @PeMu. Richtig. Ja, da wurde schon auch in den 60/70er gebaut. Sollte schon gehen. Und auf der anderen Flussseite wird/wurd auch reichlich gebaut, Gewerbe, Industrie, Häuser...
    Grundwasser war schon Jahrzehnte nicht mehr so hoch, und dass auch nur im Winter mit gut Regen (ja, Wasserverbrauch ist gesunken in den letzten Jahren).

    Du bist doch BauIng...Wieso stellst du mir als Laien die Frage, wie man das unterbindet, dass die Gebäude sich gegenseitig beeinflussen:-s
    So wie ich es entnehme, kann man eine große Bodenplatte machen (die sich dann etwas mehr setzt) oder 2 seperate, die sich weniger setzen, aber dann braucht man eine Entkopplung im Klinker/Außenputz/Dach.
    Was passiert wenn die beiden Gebäude sich in der Mitte/dazwischen setzen, dann bewegen sich die Häuser etwas aufeinander zu. Also sollte die Trennwand in der Mitte , deren Spalt gefüllt mit MiWo (EPS) breit genug sein...
     
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