Energetische Hausplanung II

Diskutiere Energetische Hausplanung II im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo, ich mache mir Gedanken, welche Technologiene in unserem zukünftigen Haus verwendet werden sollen. Ziel: möglichst autark (zugegeben...

  1. #1 FirstHouse, 6. Oktober 2007
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    Hallo,

    ich mache mir Gedanken, welche Technologiene in unserem zukünftigen Haus verwendet werden sollen. Ziel: möglichst autark (zugegeben schwammig). Reines BauBudget (Grundstück exklusiv) fürs Haus €200000 - €225000 bei 140qm + 2 Einzelgaragen. Architekturstil - Mediterran (kennen keinen treffenderen Begriff) - mal schauen, wie die Bauvoranfrage beschieden wird.
    Ich habe mir den Vorgängerthread mal durchgelesen. Zusammen mit meinem bisherigen Halbwissen ergibt sich für mich:
    - Erdwärmepumpe
    - Photovoltaik zur Stromgewinnung für obige.
    - Zisterne
    Bei Photovoltaik hab ich 2 Fragen:
    1. ist die Dachfläche und Form bei Mediterran überhaupt geeignet?
    2. Hab gehört, dass die Kollektoren nach 10 Jahren im Wirkungsgrad nachlassen und nach 15 Jahren getauscht werden müssen, wobei hohe Entsorgungskosten anfallen. Dies würde in wirtschaftlichkeitsüberlegungen oft nicht berücksichtigt. Stimmt dies?
    Für weitere Tipps bzw. was ich noch berücksichtigen sollte bei meinen Vorstellungen wäre ich dankbar.

    Oliver
     
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  3. Jonny

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    Kollektoren ist eher die Bezeichnung für thermische Solaranlagen, du meinst aber Photovoltaik, oder ?
    Wir verbauen z.B. PV-Module mit 25-jähriger Leistungsgarantie. (siehe hier)
    solche Leistungs- oder Funktionsgarantien sind mittlerweile bei guten Herstellern üblich.
    Deine Idee zur Versorgung der WP mit dem Solarstrom, sehe ich eher Skeptisch.
    1. Scheint immer soviel Sonne wie du gerade zum Heizen brauchst?
    2. Warum Strom der -,50 € wert ist für die WP verwenden, wenns beim EVU um die Ecke Heiztarife für unter -,10 € gibt.
    Zur rentabilität bräuchte man noch Standort, Ausrichtung, und Dachneigung. Funktionieren tuts auch bei 0° Dachneigung, nur eben mit Abschlägen.

    Grüsse
    Jonny
     
  4. #3 Ingo Nielson, 6. Oktober 2007
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    ich sehe in "mediterranien" meistens flachdächer (kubus) oder satteldächer (langhaus). klar sind die für fotovoltaik geeignet, wenn die ausrichtung stimmt...
     
  5. mls

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    gemeint sind 200tsd mit 25tsd reserve?
    dann gehen wir von 200tsd aus.
    30tsd NK?
    dann bleiben 170tsd für 140 m2 = 1200 ois/m2
    wo ist da der platz für finanzielle experimente?
     
  6. #5 FirstHouse, 6. Oktober 2007
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    Die Dachform wäre pyramidenförmig mit geringer Dachschräge, Haus mit quadratischem Grundriss. Wobei noch ein Problem ist, dass es für das Grundstück keinen qual. Bebauungsplan gibt und die drumrum stehenden Häuser in der Strasse Satteldächer haben, deren Firstrichtung parallel zur Strasse verlaufen (Nord - SÜd). Bürgermeister war von meiner ursprünglichen Idee Satteldach mit First (West - Ost) und Haus weiter nördlich auf dem Eckgrundstück als das noch abzureißende Haus zu errichten, nicht begeistert.
    Schlechtestenfalls müssten wir dann eben die Firstrichtung und Dachform der anderen Häuser übernehmen.
    Wenn ich Jonny richtig verstehe, rechnet sich Fotovoltaik zur Stromgewinnung für Wärmepumpe jedoch nicht.

    Oliver
     
  7. Jonny

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    Es rechnet sich schon, bzw. kann sich rechnen oder muss man vorher rechnen. :D

    Man verkauft den erzeugten Strom teuer (Eispeisevergütung!) ans EVU , und den Strom für die WP kauft man günstig wieder ein.
    Abzahlung der Investitionskosten + Rückstellungen für Geräteausfällle sind natürlich zu berücksichtigen.
    Bsp. eine 1KW-Anlage für ca. 5000€ erwirtschaftet 450Kwh jährlich, die ich für 900€ ans EVU verkaufe. (Alles ungefährwerte)
    So ungefähr funktioniert das mit der PV-Anlage.
    Eine Anlage die direkt die WP versorgt ist eher unrealistisch
    -finanzieller Unsinn(wegen Eispeisevergütung)
    -erzeugt die Anlage soviel Strom wie ich im Moment zum Heizen brauche?
    -Speicherung des Stroms in Batterien um immer etwas Vorrat zu haben ist 'noch' unwirtschaftlich

    Das kann man aber auch alles schön- oder schlechtrechnen, je nachdem was man gerade verkaufen will.

    Grüsse
    Jonny
     
  8. Jonny

    Jonny

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    Nachtrag

    Du willst dich mit dieser Kombination energetisch Selbstversorgen?
    Halte ich für Blödsinn.
    Da bräuchtest du die 200T€ für die Technik.

    Die Photovoltaik funktioniert eher wie ein Anlagefonds, du steckst viel Geld in die technik und nach (ca.) mindestens 8 Jahren fängt sie an (Geld)Überschuss zu produzieren.

    Ich würde sagen erstmal das Gebäude festlegen und dann die technischen Details festlegen.

    Grüsse
    Jonny
     
  9. #8 FirstHouse, 6. Oktober 2007
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    Es gibt doch sicher Abhängigkeiten von Gebäude (Form etc.) und Technik, oder nicht?


    Oliver
     
  10. R.B.

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    Na ja, es ist für PV schon von Vorteil wenn die Dachflächen in die richtige Richtung schauen...:biggthumpup:

    Aber mit etwas Aufwand findet sich immer eine Lösung.

    Das Thema autark schnell vergessen. PV Strom teuer verkaufen und billigen WP Tarif vom Versorger für Deine WP. Nur so kommst Du noch innerhalb der nächsten Jahrzehnte in die "Gewinnzone".

    Auch der Leistungsabfall der PV Module würde mir weniger Sorgen bereiten, viel mehr Probleme gibt´s wenn ein Wechselrichter in´s Nirwana geht. Dann ist der Profit für die nächsten Jahre hinüber. Hier sollte man einen Hersteller wählen der kulante Gewährleistungs-/Garantiebedingungen bietet.

    Den Rest muß man rechnen, rechnen und nochmals rechnen.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Jonny

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    Wie,was,wo?

    Oder was meinst du mit deiner Frage?
    Heizungstechnik allgemein?
    :confused:

    Grüsse
    Jonny
     
  12. FirstHouse

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    Angenommen ich will Photovoltaik und eine bestimmte Dachform. Stelle ich weitere Überlegungen bzgl. des Gebäudes an, ohne den ersten Punkt zu berücksichtigen, dann könnte es sein, dass die Dachform ungünstig hierfür ist, z.b. Aufgrund der Firstrichtung etc.
    Eigentlich müsste ich von Anfang an beides in meiner Überlegung berücksichtigen.
    Doch im Moment lege ich das Thema PV wieder auf Eis, da zum Betrieb der Wärmepumpe eben Strom bezogen wird. So Rechnungen bei PV mit überschüssigem Strom dann einspeisen etc., sehe ich langfristig kritisch. Wer weis, was die Energieversorger da noch auskaspern. Damit bleibt die Wärmepumpe ... und da sehe ich mal grundsätzlich keine Einschränkung bzgl. der Form des Hauses etc.
     
  13. planfix

    planfix Gast

    Mal von der PV abgesehen, mußt Du Prioritäten setzen.
    Erst Planung, Bauweise, dann Baustoffe, dann EnEV Berchnungen, und dann vielleicht eine Optimierung in die eine oder andere Richtung ( Dämmstärken, Wandaufbauten) . Grobe Änderungen (Dachneigung, Hausausrichtung, Fenstergrößen) sollten vor dem Einreichen der Baugenehmigung erfolgen, Feintuning (Fußbodenaufbauten, Dachdämmung, Verglasung) geht auch noch danach.
     
  14. Jonny

    Jonny

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    Eben nix überschuss, alles ans EVU verkaufen. Und das ist gesetzlich auf 20 Jahre festgeschrieben. Aber das hat mit der WP eigentlich garnix zu tun.

    Gut, aber welche und wie gross und usw. stellt sich erst nach den Schritten raus, die Planfix beschrieben hat.

    :winken
    Jonny
     
  15. bernix

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    Noch mal zurück zur Mutter aller Fragen:
    Wie solls gehen? Welche Eigenleistungen sind denn eingeplant?

    gruss
     
  16. FirstHouse

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    Keine Eigenleistungen. Bzgl. der Kosten sag bzw. schreib ichs mal so - ohne Grundstück, bis das Haus (140 m²) steht, inkl. 2 Garagen bezugsfertig (d.h. Küche, Möbel, etc.), inkl. Kosten für Garten -> €250000 - €275000.
    Ist das zu wenig? Fühlte mich schon fast wie Rockefeller oder sollte ich doch eher an ein Nomadenzelt denken :)

    Oliver
     
  17. FirstHouse

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    ... ach ja - Keller sollte auch sein.
     
  18. #17 VolkerKugel (†), 8. Oktober 2007
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    Das wird hier ...

    ... scheint´s sowas ähnliches wie das "Heitere Risseraten" ;) .

    140 m² was?
    - Wohnfläche oder Hausgrundfläche?
    - in einem oder in zwei Geschossen?

    Dachform hatten wir schon annäherungsweise, dass es voll(?) unterkellert werden soll, wissen wir jetzt auch.

    Außenanlagen sollen auch noch dabei sein - okay.
    Wie groß ist das Grundstück?
    Wie groß soll die Terrasse in welcher Ausführung werden?
    Wie lang/breit müssen/sollen Zufahrt und Zugang in welcher Ausführung werden?
    Wie sollen die dann noch verbleibenden nicht befestigten Flächen gestaltet werden?

    Sollen die Hausanschlusskosten (Kanal, Wasser, Gas(?), Strom) auch noch rein in den Pott?

    Und dann kommen noch die Baunebenkosten (ich sach mal wie PeMu ca. 15 %) für diesen unnützen Kram wie Bodengutachter, Tragwerksplaner, Vermesser, Architekt, Versicherungen, Behörden und - auch das noch - Finanzierungskosten während der Bauzeit.
     
  19. FirstHouse

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    @Volker: Muss mich geschlagen geben. Allerdings bin ich ja in der Vorüberlegungsphase und Laie. Also weiter im Raten:
    - Grundstück 550 qm - schon vorhanden->raus aus Kostenkalkulation
    - 140 qm Wohnfläche - 2 Vollgeschosse
    - Wärmepumpe
    - Zisterne
    - Bewässerungsrohre im Garten
    - Kein Passivhaus, aber möglichst energiesparend
    - Keller - Voll oder tlw. ist noch nicht klar
    - Hausanschluss etc. alles rein in den Pott
    - obige Baunebenkosten
    - Luxus: Kleine Sauna
    - 2 Einzelgaragen
    Puuuh, mehr kann ich noch nicht sagen. Je nachdem was das Budget hergibt oder nicht, müssen dann ggf. Abstriche gemacht werden.

    Oliver
     
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  21. #19 Ingo Nielson, 8. Oktober 2007
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    streich mal:
    - sauna
    - pyramidenform
    - esh 40 oder darunter
    - wärmepumpe
    - keller
    - 2 einzelgaragen
    - zisterne

    dann wird´s schon passen
     
  22. FirstHouse

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    Also doch ein Nomadenzelt! Spaß beiseite, was wäre denn die Größenordnung?

    Oliver
     
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Energetische Hausplanung II

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