Energetische Sanierungsarbeiten in Eigenleistung aber doch mit öfftl. Förderung

Diskutiere Energetische Sanierungsarbeiten in Eigenleistung aber doch mit öfftl. Förderung im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, es kann sein, dass es hier im Forum die Antwort auf meine Frage schon gibt (vielleicht verteilt in mehreren Themen) aber es ist...

  1. noips80

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    Hallo zusammen,

    es kann sein, dass es hier im Forum die Antwort auf meine Frage schon gibt (vielleicht verteilt in mehreren Themen) aber es ist hier so viel zum Thema Energieeinsparung da, dass ich den Überblich verliere und darum stelle ich die Frage doch in einem neuen Thema.

    Ich habe vor, ein älteres Haus (Baujahr 1966, Heizung aus den 80ern, Sanierung nötig) zu kaufen und hatte schon Gespräche mit Finazierungsberatern. Dabei kam raus, dass ich für Sanierungen zur Energieeinsparung (konkrett in dem Fall: Fenstertausch, Wärmedämmung und Heizung) KfW-Förderungen bekommen kann. Der Finanzierungsberater empfiehlt mit einem Energieberater die nötigen Maßnahmen festzulegen und die Kosten zu ermitteln. Der Energieberater wird die Ausführung der Maßnahmen dann prüfen und gegenüber den Förderstellen bestätigen. Voraussetzung für die öfftl. Förderung ist, dass die Maßnahmen in Übereinstimmung mit den entsprechenden Normen durchgeführt werden, was auf diesen 2 Wegen erfolgen kann:

    1. Ich lasse das ganze von entsprechenden Fachleuten machen
    2. Ich mache es in Eigenleistung (mit Unterstützung Bekannter mit Erfahrung). Hilfe könnte ich von zwei Bekannten Selbständigen bekommen, die Erfahrung im Renovieren (aber nicht speziell im Energetischen Sanieren) haben.

    Der Finanzierungsberater hat gesagt, dass er selbst Fälle kennt, wo das erfolgreicht in Eigenleistung gemacht wurde. Wo informiere ich mich über die Normen, die eingehalten werden müssen bei Fensterteinbau, Dämmung, um das OK des Energieberaters zu bekommen. Hat jemand hier so etwas in Eigenleistung erfolgreich gemacht, d. h. die Förderung auch bekommen?

    Danke schon mal für die Antworten!
     
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  3. Neutal

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  4. floauso

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    Als schwierig würde ich die Kostenermittlung ansehen. Oft werden viele Dinge doch viel teurer, als man ursprünglich so schätzt. Da sollte ein entsprechendes Unternehmen oder ein Planer mit einem Festpreis besser aussehen. Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sooo viel günstiger mit Eigenarbeit auch nicht immer kommt.
     
  5. #4 Alfons Fischer, 28. September 2012
    Alfons Fischer

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    Dann lassen Sie mich sagen: ich kenne auch Fälle, wo das nicht erfolgreich in Eigenleistung gemacht wurde. Wo Mängel und Schadenspotential für Jahrzehnte eingebaut wurden, die man noch nichtmal richtig sanieren kann (ohne jetzt alles wieder abzureisen). War bei einem Dach: Dampfsperre falsch (also falsche Lage, nicht korrigierbar) und dann auch noch mit Fehlstellen (Flanken, Löcher) verlegt...

    beim Energieberater? Den brauchen Sie ohnehin schon vor der Maßnahme...

    Wie schon erläutert: Der Erfolg hängt nicht nur davon ab, dass man eine Förderung bekommt. Es kann sein, dass man eine Förderung bekommt und die Maßnahme nicht erfolgreich war - Siehe oben!

    Operation geglückt - Patient tot?
    :konfusius
     
  6. noips80

    noips80

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    Hm, und wie machen das die Leute, die es selber machen (also das Beispiel vom Finanzierungsberater)? Wahrscheinlich habe sie dann eine bekannte Firma die für die gemachte Arbeit eine Erklärung ausstellt.

    Wo schlage ich nach, für welche Arbeiten eine Fachunternehmenererklärung benötigt wird? Bis jetzt habe ich nur gelesen, dass für Fenstereinbau die Erklärung gefordert wird, nicht aber für Wärmedämmung.


    Danke für die Warnung. Es ist wichtig zu erfahren, dass bei Do-it-yourself-Sanierungen ganz schnell etwas auch schief gehen kann, mit teuren Folgen. Man muss also auf jeden Fall wissen, was man macht und wie man etwas richtig macht. Aber ich denke, wenn man sich davor gründlich informiert und sich fachliche Hilfe/Rat holt, kann man das auch richtig machen. Richtig, nicht nur im Sinne von "Förderung bekommen" sondern auch im Sinn von "ohne Fehler und Schäden und mit wirkungsvollem Ergebnis".

    Kann jemand noch von positiven oder negativen Erfahrungen berichten?
     
  7. Neutal

    Neutal

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    Bei einer geförderten Maßnahme möchte der Geldgeber in der Regel sicher sein, das die Maßnahme auch fachgerecht durchgeführt wurde und die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten wurden. Wenn ich als Fachbetrieb nach einer Dämmmaßnahme die Erklärung nicht, oder nicht den Tatsachen entsprechend ausstelle kann mich das schnell mal 10000€ Strafe kosten. Also hat der Fachbetrieb meistens kein Interesse an falschen Arbeiten.
    Energieberater gibt es viele, das kann auch ein Schornsteinfeger oder jeder andere Baufremde sein. Wie will so jemand eine fachgerechte Arbeit beurteilen, geschweige denn kontrollieren?
    Eine nicht fachgerechte energetische Sanierung ist nicht nur rausgeschmissenes Geld, sondern führt auch nicht zu den geforderten Ergebnissen.
    Diese Do it yourself Mentalität nimmt leider immer besorgniseregendere Formen an. Jeder Handwerker lernt mehrere Jahre und im laufe seiner Arbeitszeit auch noch täglich. Dieses Wissen kann niemand nach einer kurzen Einführung erlangen. Klar kann jeder mit einem alten Küchenmesser Dämmung zuschneiden( Nein, leider auch das nicht), aber das Gesamtresultat incl der Anschlüsse der Folien und die Abstimmung der Folie auf den Einsatzzweck ist meistens Mangelhaft. Bei fast jeder Eigenleistung von Bauherren würde ich nicht unterschreiben, weil deutliche Mängel bei der Ausführung zu finden sind die gravierende Auswirkungen haben können. Ganz am Rande hält sich der Spareffekt in Grenzen. Nach all dem was ich bisher auf Baustellen an Eigenleistung gesehen und oftmals saniert habe, bin ich kein Freund von DIY. Ich hole mir für viele Arbeiten selber Fachleute ins Haus, weil die meistens schneller sind und auf dem aktuellen Stand der Technik sind(in Ihrem Gewerk)

    Zur eigentlichen Antwort der Fachunternehmererklärung:
    Diese wird Ihnen von einem Fachbetrieb ausgestellt der energetische Verbesserungen an Ihrem Haus durchgeführt hat
    also Heizungsbauer, Fensterbauer, Maler, Wärmedämmtechniker....steht aber auch in der ENEV
     
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  9. Fritz531

    Fritz531

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    Es ist zwischen Anforderungen der EnEV und der Kfw zu unterscheiden. Maßnahmen zur Energieeinsparung müssen grundsätzlich erstmal der EnEV entsprechen. Die darf ich auch in Eigenleistung ausführen. Bei Eigenleistung gibt es keine Fachunternehmererklärung.
    Wenn diese Maßnahmen jedoch von der KfW gefördert werden sollen, so gelten zusätzlich noch die Anforderungen der KfW. Dort steht wörtlich

    Ein Energieberater ist bei der Kfw immer notwendig.
     
  10. noips80

    noips80

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    Flocke, besten Dank für den ausführlichen Beitrag!! Ich würde jedoch nicht allem gleich zustimmen.


    Also im Einzelnen:

    Diese Zusammenhänge sind mir klar. Ist ja auch ganz logisch.


    OK, was dazu gelernt. Dass auch ein Schornsteinfeger (mit sonst keinen weiteren Qualifikationen) anerkannter Energieberater werden kann, wusste ich nicht. Was ich aber weiß: Der Energieberater, der mir empfohlen wurde, ist Bautechniker und Handwerkermeister. Diese Kompetenz dürfte reichen.

    Dem stimme ich voll und ganz zu. Aber man braucht nicht unbedingt das ganze Wissen eines erfahrenen Handwerkers, um selbst z.B. eine Wärmedämmung zu machen. Ich brauche in meinem jetztigen Job fachlich auch nur einen kleinen Teil von dem, was ich in 5 Studiumjahren gelernt habe.

    Genau das ist es, was Fachleute auszeichnet. Die wissen gut wie es geht und die können es schneller machen. Man kann aber als Do-it-yourself-Sanierer das Wissen von bekannten Fachleuten holen. Dass man für die Handarbeit evtl. das 2- bis 3-fache länger braucht, das ist doch jedem überlassen, ob er sich darauf einlassen will oder nicht. Ich bin mir sicher, dass noch unerfahrene Handwerker-Azubis auch an verantwortungsvolle Arbeiten rangelassen werden. Mann muss sie halt am Anfang gründlich einweisen und in der ersten Zeit öfter kontrollieren. Aber die machen auch schon sehr viel, da wo sie noch lange keinen Abschluss haben.

    Genau das ist das Wissen. Aber ich muss ja nicht selbst entscheiden, welche Materialien ich für was einsetze, sondern ich kann an dieser Stelle eben den bekannten Spezialisten fragen, oder gleich mehrere, um mich abzusichern.

    Das Gesamtresultat ist die Summe vieler Einzelarbeiten. Wenn man die Einzellarbeiten sehr sorgfältig, unter Abstimmung mit Fachleuten macht, dann stimmt auch das Gesamtergebnis.

    Das "fast" zeigt, dass man es auch Außnahmen gibt. Für mich gilt zu prüfen, ob ich damit rechnen kann, ob ich so eine Außnahme werden kann. Wenn nicht, dann lasse ich die Finger davon.


    Ich wusste, dass ich diese Informationen in ENEV oder KfW suchen muss. Meine Hoffnung war nur, dass jemand hier "zufällig" etwas genauer weiß, wo das steht und mir dies (z.B. per Link) helfen könnte, dies schnell zu finden.

    Vielen Dank nochmals allen für die Beiträge!!
     
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